Demokratieunternehmen

Demokratieunternehmen dürften eigentlich die gerechte Form der „privaten Regierung“, die sich abzeichnet, sein. Mehrwert der Mitarbeiter*Innen zahlt die Kapitalgeber aus und Eigentum wird ausgelöst: ein Unternehmen gehört sich selbst.

Ich gehe zunächst auf Parlamanete als Organisationseinheit ein, lege dann die Auslöse von Eigenkapital (Was soll das sein?) da und gehe dann auf Positions- und Führungsmandate ein sowie auf Rationalisierungen.

Parlamente als Organisationseinheiten

Findet eine Lähmung durch Wahlen statt oder befindet sich ein einzelne(r) Geschäftsführer*In an der Grenze seiner Informationskapazität? Insbesondere unter organisierter Arbeitsteilung in einem Parlament hat dieses eine deutlich höhere Informationsverarbeitungskapazität und entscheidet mithin fundierter. Ein großer Vorteil entsteht durch Diversität und Perspektiven basierend auf unterschiedlicher Informationsverarbeitung. Im Vergleich zu einzelnen Führungskräften in einer Hierarchie findet jedoch eine Verantwortungsdiffusion wahrscheinlich statt, während die integrative Perspektive durch demokratische Entscheidungen oder durch soziokratisch Entscheidungen Vorteile birgt.

Exkurs zu soziokratischen Entscheidungen: Ein Konsent minimiert durch die gewählte Lösung die Anzahl und Schwere der Einwände anstatt die Zustimmung zu maximieren. Soziokratie arbeitet mit Vetorechten anstatt mit Zustimmungsmehrheiten. Vgl. Sattelberger, Welpe, Boes (Hrsg., 2015): "Das demokratische Unternehmen - Neue Arbeits- und Führungskulturen im Zeitalter digitaler Wirtschaft". Soziokratie und Demokratie lassen sich im Übrigen zeitlich kombinieren, um eine Blockade mit (unbilligen) Vetorechten zu verhindern.

Eigenkapital und Auslöse durch Mehrwert

Ich vertrete die Ansicht, dass ein Unternehmen oder aber auch ein Mietshaus streng genommen eine GBR begründet zu der jede(r) einzelne Mitarbeiter*In / Mieter*In dazugehört, dass Lex Spezialis hinter der GBR also Zerüttungen bewirkt. Kapitalrendite – der Konzeption nach – soll Opportunitätskosten (Verzicht [zeitlich]), Geldwerterhaltung und Verlustrisiko ausgleichen, was der Konzeption von Fremdkapital entspricht, jedoch eine ewige Dividende / Rendite garantiert (Eigenkapital). Gerade diese ewige Dividende / Rendite ist eine Fehlkonzeption, die sich international stabilisiert hat, eigentlich aber sachlich nicht gerechtfertigt erscheint. Personal leistet einen Mehrwert, der Auslöse des Kapitals sein müsste, da nach Auszahlung des Investors (fixer Betrag entsprechend der Laufzeit) Eigentum auf die Mitarbeiter*Innen übergegangen sein müsste. Eventuell ließe sich das in einer Sammelklage zumindest in Deutschland einfordern. Letztlich bedeutet dies aber vermutlich Kapital- und Unternehmensabfluss in Deutschland, sofern keine internationale Kooperation bezüglich einer Harmonisierung von Kapitaleinkünften eintritt.

Im derzeitigen Nash-Gleichgewicht der Kapitalrenditeregelungen vermute ich die zentrale Ursache für zunehmende Konzentration in Einkommen und Vermögen (Gini-Koeffizient).

Exkurs zu einer Sammelklage: Eine Konzeption von "Eigentum verpflichtet" müsste in der gerechten Auslegung von öffentlich-rechtlicher Rechtslage in das Privatrecht hineinwirken und es müsste vor dem Bundesverfassungsgerichtshof geklagt werden.

Exkurs zu einem Beispiel: Erfinder des Verfahrenspatents von der Google Suchmaschine sind vermutlich ein wissenschaftlicher Mitarbeiter als Ideengeber und der Innovator und Gründer von Google, die Kapitalgeber sind bereits ausgezahlt worden und das Unternehmen, also die Mitarbeiter, sind Anteilseigner im fließenden Wechsel mit Einstieg und Abbezahlung der Aussteigenden. Der Vorstandsvorsitzende und Gründer ist selber Mitarbeiter und erwirbt in relation vernünftiger Gehälter der Geschäftsführung zusätzlich Eigentum am Unternehmen. Der übertrieben hohe Aktienkurs höher als im Faktor zwei des Kurses des Eigenkapitals (Aktienkurs) zeugt von brachialen Missverhältnissen der erwarteten Dividende, die bei etwa 10 - 30 % des eingesetzten Eigenkapitals in einmaliger Zahlung angemessener Weise liegen dürfte. Die Aktien müssten auslaufen nach dieser einmaligen Zahlung. Das Einkommen der Mitarbeiter von Google müsste deutlich höher liegen: eine Klage könnte sich für die gesamte Belegschaft (in Deutschland) lohnen. Fraglich ist, ob die eventuelle Misskonzeption des Eigenkapitalanspruchs strafrechtlich (Unterschlagung) relevant wäre: insbesondere dies könnte eine Netzwerkexternalität in diversen Rechtsstaaten bewirken, die eine internationale Kooperation hervorbringt.

Positions- und Führungsmandate

Eine GBR kann Geschäftsführungen, also Führungsmandate und Positionsmandate wählen, während das Lex Spezialis einen hierarchischen Durchgriff definiert, der auf einer Fehlkonzeption der Eigentumsverhältnisse (siehe oben) basiert. Eine hierarchische oder parlamentarische Organisationseinheit sollte – nach Eigentumsübergang auf die Belegschaft – in einer unternehmensweiten Wahl oder soziokratischen Entscheidung „gewählt“ werden.

Rationalisierungen

Es ist zielführend einem Ideengeber und Erfinder eine ewige Rente seiner Innovation auszuzahlen, während dies für Eigentum ungebührlich erscheint. Mit dem Ausscheiden aus einem Unternehmen oder einem Wohngebäude fließt jedoch das Eigentum vom / von der Ausscheidenden zu den Nachfolgern*Innen mit dem Mehrwert bzw. der Miete. Auch muss ein Mieter die Eigentumspflichten zur Wartung und Instandhaltung und auch Modernisierung der Mietsache erledigen oder an einen Verwalter abtreten, also eine solche kostengebundene Entschädigung laufend zahlen. Wer sich selber wegrationalisiert würde also entsprechend des geschaffenen Mehrwerts ausgelöst und erhält sein Eigentum bei gutem Geschäftsverlauf angemessen vergütet bzw. ausgelöst. Es wird damit Anreizkompatibel sich selber Wegzurationalisieren und Mitarbeiter stehen nicht mehr als „Gegensatzpartei“ zu den Geschäftsrestriktionen da.

Fazit

Es erscheint mir, dass der gerechte Zustand eines Unternehmens – aber auch einer Immobilie (oder Infrastruktur) – ein demokratischer ist, der den darin vorkommenden Personen mit Auslöse der Kapitalsumme und -Zuschläge (Fixbetrag [zeitabhängig], wie Fremdkapital) gehört, die sich entgegen des Lex Spazialis aufgrund unserer Verfassung demokratisch zu organisieren haben.

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Schule 4.0 mit Demokratieunterricht

Eine Schule als Institution besteht aus Verwaltung, Lehrern*Innen, Infrastrukturen, Versorgungspartnern und Schülern sowie einem regionalen und digitalen Umfeld.

Anmerkung: Bitte denken Sie sich den Stern mit folgenden sechs Symbolen an den Enden der Linien: ♂ für männlich,  für weiblich, + für verletzt, * für besonders, < für hochsensibel, ∞ für jung und alt.

Komponenten der Institution Schule:
Was ist damit gemeint?

Organigramm_Schule

  • Verwaltung:
    • Zur Verwaltung zählen m. E. die Bereiche Rechnungswesen, Einkauf, Recht, Personal, Informationstechnik und Sekretariate sowie die Schulleitung.
  • Lehrer*Innen:
    • Lehrer*Innen organisieren sich über Lehrpläne mit Kursen, das Lehrer*Innenzimmer und diverse Klassen- und Stufenleitungen sowie Klassenbücher. Es gibt Lehrer*Innen- und Schüler*Innenversammlungen.
  • Infrastrukturen:
    • Infrastrukturen sind Gebäude, Grünflächen, Plätze und Wege mit ihren Räumlichkeiten, Einrichtungen und Begrenzungen.
  • Versorgungspartner:
    • Versorgungspartner sind Energie-, Nahrungs-, Handwerks- und Printlieferanten sowie besondere Lieferanten.
  • Regionales Umfeld:
    • Das regionale Umfeld ist ein zumindest kommunales Umfeld inklusive seiner Logistik und Umgebungsorte für besondere Aktivitäten, wie Grünflächen und Kletterparks zuzüglich Gewerbe und Wohnen sowie angesiedelte besondere Institutionen öffentlichen Rechts.
  • Digitales Umfeld:
    • Das digitale Umfeld besteht im wesentlichen aus Rechenkapazität, Speicherkapazität, Information und Kommunikation.
Anmerkung: Zu Nachhaltigkeitsoptimierungen vergleiche SuscisionHelper: Sustainable Decision Helper (OptEcoBuy).

Schule 4.0

Eine Schule 4.0 kann zunächst psychologisch fundierte Jigsaw-Gruppen-Hierarchien verwenden, um sich inklusiv zu positionieren und dabei auf digitale Konzepte nach dem Artikel Jigsaw-Bildungswesen verwenden. Weiterhin erscheinen mir folgende Aspekte sehr relevant, die im folgenden erläutert werden:

  1. Erfahrungshorizont Demokratie: Konferenzunterricht
  2. Individualisierte Hausaufgaben
  3. Wissensmanagmentkonzept

Erfahrungshorizont Demokratie: Konferenzunterricht

Ein besonders relevantes Lernformat in und für unsere Demokratie sind parlamentarische Konferenzen zur Verabschiedung einer Stellungnahme.

Was ist das?

Anhand eines Unterrichts, der mit individualisierter Vorbereitung, eine Stellungnahme zu einem aktuellen z. B. politischen oder soziologischen Diskurs in einer parlamentarischen Konferenz erarbeitet, können Schüler demokratische Institutionen erleben lernen und deren Informationsverarbeitungsfähigkeiten und -Restriktionen.

Derartige Konferenzen recherchieren Stellungnahmen von relevanten hochwertigen Diskussionsteilnehmern (Institutionen), diskutieren diese und verabschieden eine eigene Stellungnahme unter eigenem Urheberrecht vermutlich als Schule. Diese Stellungnahmen können über die Schule aggregiert z. B. in einem Herausgeberband erscheinen, der an Lehrer und interessierte Institutionen gewinnbringend veräußert wird.

Anmerkung: Schulen dürften m. E. derartige Gewinne erzielen, wenn sie zur Deckung der Kosten oder für soziale Zwecke verwendet werden, die den Schülern zugute kommen. Also z. B. Subventionierung des Schulkiosks oder sozialer Projekte.

Vorteile für die Beteiligten:

  • Schüler:
    • Erfahrung mit realen demokratischen Prozessen in Parlamenten
    • Teilnahme an praxisnahem demokratischem Diskurs (auf Institutionenebene)
    • Subventionierungen die Schülern zugute kommen
    • Namensnennung (eventuell auch unter Pseudonym; Namensrechte)
  • Lehrer:
    • Namensnennung (eventuell auch unter Pseudonym; Namensrechte)
    • Erfüllung des Lehrauftrags zur Demokratiebildung.
    • Teilnahme an praxisnahem demokratischem Diskurs (auf Institutionenebene)
  • Betreffende Institutionen der Diskurse:
    • Rückmeldung von Schülern, die viele Teilnehmer des Diskurses integrieren: Überblick
    • Einreichungen z. B. in Gerichtsverfahren als Gutachten
  • Eltern / erwachsene Bürgerschaft:
    • Zeitersparnis zum Einstieg in die aktuellen Diskurse durch zusammenfassende Printwerke
Anmerkung: Print-on-Demand-Dienstleister können zur Veröffentlichung der Herausgeberbände verwendet werden, um Risiken abzusichern, auf Kosten sitzen zu bleiben.

Individualisierte Hausaufgaben

Das Konzept einen Teil der Hausaufgaben zu individualisieren, um z. B. Diskussionen zu führen, birgt besondere motivationale Vorteile, da ein Wir-Gefühl in der Klasse bedeutet, unter sozialem Druck zu stehen, seinen Beitrag zur Diskussion (spannenderer Unterricht) zu leisten.

Aus Lehrer*Innen-Perspektive kann so mehr Material nicht prüfungsrelevanter Art einfließen, was auch in Prüfungen einfließen kann und es können Schüler individualisierter gefördert und gefordert werden. Es entsteht also zusätzlich noch für Schüler*Innen eine Motivation sich über individuelle Hausaufgaben Vorteile mündlich, wie in schriftlichen Prüfungen zu verschaffen.

Fraglich bleibt jedoch, ob eine Gleichberechtigung gewährleistet bleibt?
Dies wäre zu bejahen, wenn z. B. eine maximale Hausaufgabenbearbeitungszeit für alle gleichermaßen vorgegeben wird.

Digitalisierung: Wissensmanagementkonzept

Ein Wissensmanagement für die Schule 4.0 besteht m. E. aus drei zentralen Bausteinen:

  1. Wiki
  2. Expertenvernetzung
  3. Intelligentes Klassenbuch

Diese drei Bausteine sind miteinander verwoben:

  • Wiki:
    • In einem Wiki werden im Wesentlichen Best Practices, Projekt Lessons Learned und Kompetenzmatrizen (auch für Schüler) erfasst. Es kann auch für kooperative Zusammenarbeit verwendet werden.
  • Expertenvernetzung:
    • Kompetenzmatrizen sind eine Datenquelle für Kompetenzen, die sich mithilfe von einfachen Graphendatenbanken visualisieren lassen, wenn sie Kategorisiert sind. Eine solche Graphendatenbank, verknüpft mit Kontaktdaten bis hin zu Chatfunktionalitäten, erlaubt ein gezieltes händisches Expertenmatching bei Fragen (M. E. sind Matchingverfahren mit künstlicher Intelligenz weniger erforderlich).
  • Intelligentes Klassenbuch:
    • Ein intelligentes Klassenbuch ist allerdings eine Künstliche-Intelligenz-Anwendung, bei der im Wesentlichen Eintragungen und Eintragungsmuster über die Zeit mit Resultaten, wie Noten, Abschlüssen, Verbesserungen im Sozialverhalten korreliert werden, wobei die künstliche Intelligenz kontinuierlich lernt solche Muster zu prognostizieren, um Interventionsverfahren einzuleiten. Die Einbindung der getroffenen Interventionen erlaubt wiederum Best Practices für Interventionen algorithmisch zu evaluieren, die dann als Empfehlungen und Erfahrungen bei Prognosen auftauchen.

Schema Machine-Learning-Klassenbuch

Fazit

Eine ideele Demokratieschule nutzt das Unterrichtsformat Konferenzuntericht und bindet insbesondere motivierte Schüler interessierende aktuelle Debatten in Passung zum Untericht ein, während Hausaufgaben dazu Aufgabenpakete einer Gesamtrecherche individualisierend aufteilen. Ein Wissensmanagmentkonzept kommt mit einfacher Software zurecht, bis auf ein selbstlernendes Klassenbuch, das Best Practices und Prognosen im realen Leben sammelt. Eventuelle zusammenführungen von Klassenbuchdaten über mehrere Schulen erlaubt vermutlich noch präzisere, bessere und umfänglichere Prognosen und Best Practices auszutauschen.

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SWOT-Analyse für generische Unternehmen

Strategie für Ihr Geschäft, welche Ziele stehen momentan an und wie machen es wohl die anderen und wettbewerbsfähig bleiben: Lesen Sie die Stärken-, Schwächen-, Chancen-, Risiken-Analyse (SWOT-Analyse) basierend auf diesem Blog für klare Orientierung.

Umfeldanalyse

Meine Umfeldanalyse greift die Digitalisierung auf und erfasst Wirtschaftspolitikoptionen an den Faktor- und Absatzmärkten.

Digitalisierung

Digitalisierung basiert auf Beschleunigung und Kostendegression der Hard- und Software mit zunehmender Problematik im Bereich der IT-Sicherheit sowie auf neuen Technologien. Neue Technologien könnten werden Quantencomputer und elektronische neuronale Netzkarten sowie (implantierbare) cyberphysikalische Systeme. In der Netztechnik erlaubt die Cloud und das Internet beschleunigte internationale Skalierbarkeit. Die Big-Data-Datenbestände erlauben neuartige Analysen.

Damit besteht bereits jetzt erhebliches Produktivitätspotential in der Nutzung von rechen- und speicherintensiven Algorithmen z. B. aus dem Bereich künstlicher Intelligenz. Lösungen aus diesem Bereich sind noch hochgradig spezifisch, sodass einzelne Tätigkeiten spezifisch durch Software gelöst werden. So entsteht eine digital-humane Integration oder ein digitaler Flickenteppich. Einige Bereiche, wie die Produktion, werden dabei so stark digital durchdrungen, dass sie eher automatische Unternehmen werden, als menschliche Leistungen. Hier sind elektronische neuronale Netzkarten komplett anders zu bewerten, da sie eine Hyperintelligenz hervorbringen könnten, die Menschen im Potential substituiert.

Auch sinken die Transaktionskosten, die die Grenzen der Organisationsbildung bestimmen, sodass optimale Unternehmensgrößen kleiner werden und sich in kooperative Zusammenhänge verweben. Einige Leistungen, die früher Kooperationen erfordert haben werden jetzt durch Märkte zugänglich.

Mit zunehmender Digitalisierung steigt das Risiko von Wirtschaftsspionage und Know-how-Abfluss.

In den kommenden sieben Jahren erwarten wir den Eintritt in die marktliche Nutzung von Quantencomputern, die intensive Parallelisierung in der Berechnung erlaubt, und damit eine erhebliche Beschleunigung hervorbringt, die gewisse vorher zeitlich nicht lösbare Algorithmen lösbar macht. Hier ist insbesondere das Travelling-Salesman-Problem zu nennen, dessen Berechenbarkeit für die Logistik enorme Produktivitätsgewinne bedeuten dürfte.

Arbeits- und Kapitalmarkt

Der Arbeitsmarkt besteht aus vier Bereichen: 1. der Sicherung der strukturellen und konjunkturellen Arbeitslosigkeit, 2. der Bereitstellung von Arbeitsmarktprognosen für die zielgerichtete berufliche Ausbildung, 3. den beruflichen Ausbildungsangeboten und 4. den Gewerkschaften und Arbeitgebervertretungen. Die Punkte 1. bis 3. werden dabei derzeit von Arbeitsämtern und Jobcentern konfiguriert. Meine Analysen haben sich hierauf beschränkt.

Abgesehen von Verbesserungen in der Prognose zukünftiger Arbeitsplätze und entsprechender Aus- und Weiterbildung (Umschulung) bestehen zwei Optionen für eine grundsätzliche Veränderung der jetzigen Existenzsicherung: 1. eine wohlstandsproportionale Sozialsicherung, die mit dem BIP wächst und 2. ein bürokratischer Kahlschlag zur Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens bzw. einer negativen Einkommenssteuer. Letztere kann dann also entweder wie die Existenzsicherung an ein Warenkorb gebunden sein oder an einen Ausgangswert und das BIP-Wachstum.

Die zielführendste und damit wahrscheinlichste Lösung ist eine europäische Integration der Sozialsicherungen, die ausgehend vom Minimalwert der regionalen warenkorbgebundenen Existenzsicherung Steuerungszuschläge zur Koordination der Niedriglohnsektoren auflegt. Ich erwarte, das der Mindestlohn sich, als unkontrollierbare Scheinlösung, nicht durchsetzt. Wie immer zahlt die Steuern dafür letztlich der (internationale) Kunde bzw. Haushalt. Eine wenig wahrscheinliche aber im Kontext zunehmender Digitalisierung um so wichtigere Besteuerung von Kapitaleinkünften erfordert internationale Kooperation, und damit ein internationales förderalistisches Regierungssystem.

Chancen liegen hier also in der stetigen Requalifikation des Personals und der Digitalisierung im Niedriglohnsektor, während Risiken am Absatzmarkt bestehen. Die Preisentwicklung bleibt also ambivalent.

Auf dem Kapitalmarkt können sich aufgrund der umfassenden Nachhaltigkeitsthematik nachhaltige Unternehmen mit geringeren Ausschüttungen wegen geringeren Risiken wettbewerbsfähig integrieren.

Absatzmärkte

Eine Konvergenz herbeiführende internationale Zollpolitik wäre bei flachen aggregierten Produktionsfunktionen co2-transportkosten-proportionale Bezollung. Nachhaltiger Maschinenbau könnte ein neues Wettberwerbsfeld im Export werden, insbesondere auch, wenn vermehrt Transparenzregulation und Nudging für nachhaltige Produkte, wie durch den SucisionHelper, realisiert wird.

Es bestehen also Chancen in der nachhaltigen Produktentwicklung und Risiken für Billigprodukte und Produkte mit vorgesehener Produktalterung.

Zwischenfazit: Chancen und Risiken

Chancen

  • Produktivitätssteigerung durch Digitalisierung
  • Kooperationskonfigurationen durch Digitalisierung
  • Beschleunigungssprung durch Quantencomputer
  • Stetige Requalifikation des Personals
  • Nachhaltige Produktentwicklung

Risiken

  • Know-how-Abfluss durch Digitalisierung
  • Steuererhöhungen könnten den Absatzmarkt belasten
  • Billigprodukte und Produkte mit vorgesehener Produktalterung sind unnachhaltig

Unternehmensanalyse (generisch)

Die klassische generische Unterteilung von Unternehmen kennt Qualitäts-, Nischen- und Kostenführer. Ich unterteile zusätzlich nach Innovations-, Projektrealisations-, Dienstleistungs- und Automatischen Unternehmen.

Schwächen haben insbesondere unnachhaltige Qualitätsführer, Nischenunternehmen, die unnachhaltige Nischen besetzen, und Kostenführer, die unnachhaltige Produkte anbieten. Damit ist mangelnde Nachhaltigkeit eine generische Wettbewerbsschwäche. Insbesondere Innovationsunternehmen mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit haben eine Stärke und Projektrealisationsunternehmen dürften gefragt sein, also stark aufgestellt sein.

Allgemein erweisen sich humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen als Stärke, wobei Arbeitnehmer durch Digitalisierung unter Druck stehen Arbeit anzunehmen, sodass weniger humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen durchsetzbar sind. Humanunternehmen und insbesondere Dienstleistungsunternehmen mit Dienstleistung direkt am Kunden profitieren jedoch von Motivation durch humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen. Mit Nachhaltigkeitstransparenzregulation und -Nudging könnte ein erheblicher Druck für gute Arbeitsbedingungen entstehen und so doch eine massive generische Schwäche entstehen.

Moderne wissensorientierte Organisationsformen rücken soziale und insbesondere kommunikative Kompetenzen in sozialen Systemen in den Vordergrund, weswegen Humankapital immer mehr Sozialkompetenzaspekte neben der fachlichen Qualifikation enthält. Humankapital pro Arbeitnehmer ist eine entscheidende Stärke bzw. Schwäche von Humanunternehmen.

Ein hohes Maß an Digitalisierung im Kontext sehr guter Integration mit den (digital-erweiterten) Menschen ist eine ausgezeichnete Stärke und insbesondere kapitalintensive Branchen sind bevorzugt aufgestellt. Geschäftsmodelle digitaler Dienstleistungen erweisen sich als besonders produktiv im Kontext von Sonderanfertigungen, sodass Sonderanfertigungskompetenz eine generische Stärke bedeutet.

Große spezialisierte Produktionsanlagen für globale Märkte könnten unter Absatzrückgängen leiden, sodass eine Überkapazität entsteht, und weisen somit eine generische Schwäche auf. Demgegenüber könnten regionalere spezialisierte Produktionen mit co2-sparsamer Logistik eine Stärke im Standardwarenbereich besitzen.

Zwischenfazit: Stärken und Schwächen

Stärken

  • Innovationsunternehmen mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt
  • Projektrealisationsunternehmen dürften gefragt werden
  • Humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen
  • Hohes Humankapital (Sozial- und Fachkompetenz) pro Arbeitnehmer
  • Kapitalintensität und Digitalisierungsgrad
  • Sonderanfertigungskompetenz (Produktionsflexibilität)
  • Regionale spezialisierte Produktion

Schwächen

  • Mangelnde Nachhaltigkeit
  • Wenig humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen
  • Mangelndes Humankapital (Sozial- und Fachkompetenz) pro Arbeitnehmer
  • Standardisierte Dienstleistungen, die schwer automatisierbar sind
  • Große spezialisierte Produktionsanlagen für globale Märkte (Überkapazitäten)

SWOT-Analyse

Opportunities Threads
  • Produktivitätssteigerung durch Digitalisierung
  • Kooperationskonfigurationen durch Digitalisierung
  • Beschleunigungssprung durch Quantencomputer
  • Stetige Requalifikation des Personals
  • Nachhaltige Produktentwicklung
  • Know-how-Abfluss durch Digitalisierung
  • Steuererhöhungen könnten den Absatzmarkt belasten
  • Billigprodukte und Produkte mit vorgesehener Produktalterung sind unnachhaltig
Strength
  • Innovationsunternehmen mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt
  • Projektrealisationsunternehmen dürften gefragt werden
  • Humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen
  • Hohes Humankapital (Sozial- und Fachkompetenz) pro Arbeitnehmer
  • Kapitalintensität und Digitalisierungsgrad
  • Sonderanfertigungskompetenz (Produktionsflexibilität)
  • Regionale spezialisierte Produktion
  • Nachhaltige Digitalisierung und Kooperation
  • Humankapitalqualifikation
  • Nachhaltige Produktentwicklung
  • Cybersecurity
  • Digitalisierung
  • Nachhaltigkeit
  • Humankapitalqualifikation
Weaknesses
  • Mangelnde Nachhaltigkeit
  • Wenig humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen
  • Mangelndes Humankapital (Sozial- und Fachkompetenz) pro Arbeitnehmer
  • Standardisierte Dienstleistungen, die schwer automatisierbar sind
  • Große spezialisierte Produktionsanlagen für globale Märkte (Überkapazitäten)
  • Humankapitalqualifikation
  • Erhöhung der Kapitalintensität
  • Steigerung der Produktqualität und Nachhaltigkeit
  • Humankapitalqualifikation

Fazit

Die generischen normativen Ziele wären also:

  1. Humankapitalqualifikation
  2. Nachhaltige Produktentwicklung
  3. Digitalisierung, Cybersecurity und Kooperation
  4. Erhöhung der Kapitalintensität

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Corona-Geschäftsmodell

Der Titel klingt nach profitgeilem Ausnutzen von Zwangslagen, aber im gegenwärtigen Zustand und bei Verschärfung der Situation sind logistische Konzepte, die Ansteckungsrisiken professionell managen eine wichtige Sache.

Wichtig deswegen, weil es im Kontext der Impfstoffentwicklung um ein Hinauszögern der Infektionen geht, bis – insbesondere die Risikogruppen, bei denen wir heute sind – immunisiert werden können. Also braucht man eine Logistik basierend auf Menschen aus den Nicht-Risikogruppen, als Sicherheitsstufe neben professionellem Hygienemanagement, um das Infektionsrisiko in der Logistik gering zu halten.

Geschäftsmodell I

Während Menschen an Versammlungsorten, wie Supermärkten einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind, kann die Distribution, also Verteilung der Waren feiner werden. Dies bedeutet, dass einfache Nutzfahrzeuge mit Ladekapazität und eventueller (improvisierter) Kühlkapazität Waren in Verkaufsregionen nahe am Kunden bringen. Also z. B. Straßen oder Blockweise Belieferung.

Hat man schon mal eine solche Verfeinerung der Distribution, und damit weniger große Sammelpunkte für den Lebensmitteleinkauf, kann man auch besondere Bündelungsleistungen erbringen. So lassen sich z. B. basierend auf derzeitiger Verfügbarkeit und Kosten kostenminimale Versorgungspakete optimieren. Solche Optimierungsmodelle minimieren die Kosten bei Einhaltung von Nebenbedingungen, die die physiologischen Bedürfnisse, wie Nährwerte, Mineralien und Vitamine abbilden. Als Input verwendet das Optimierungsmodell Daten aus einer Nährwerttabelle und aktuelle Einkaufspreise. Gelöst werden kann ein solches Optimierungsmodell mit dem Simplex-Plug-In für Excel. Wenn ich Ihre Datenformate kenne, kann ich Ihnen ein Optimierungsmodell programmieren oder in Excel bereitstellen.

Zusammengenommen bildet das im Bereich der Ernährung – ich gehe von einer Leitungswasserversorgung aus – Sicherstellung einer sparsamen Versorgung mit reichlich verfügbaren Gütern, die die Grundbedürfnisse decken, aber es können auch Hygienepakete zusammengestellt werden. Dafür ist jedoch wahrscheinlich keine Optimierung erforderlich. Es handelt sich also um eine besonders solidarische Lösung insbesondere, wenn Verkaufsmengen pro Abnehmer auf den Versorgungsbedarf abgestimmt sind (Rationierung).

Im Bereich der Logistik als verlängerter Arm des Großhandels bzw. der Supermärkte können durch besondere Beachtung von Hygienemaßnahmen bezüglich der Fahrer insbesondere auch Risiken von Verkaufspersonal reduziert werden.

Hygiene-Logistik-Konzept

Ein gewöhnlicher Supermark besteht aus einem Lager und dem Verkaufsraum. Der Verkaufsraum wird in ein Kommissionierzentrum umfunktioniert. Von der Verladung (LKW) zur Verladung (Auslieferung) wird von Palletten und Rungen auf Sackware umkomissioniert. Eine Person managed eine Verladungs-Verladungs-Strecke aus Hygienischen gründen. Sie trägt eine Infektionsschutzmaske und arbeitet mit festen Handschuhen. Sie hat keinen Kontakt zu LKW-Fahrer oder Auslieferungspersonal. Die Kommissionierung erfolgt von Pickingpaletten in Säcke mit Griff. Der LKW fahrer kriegt seine Auslieferung Online bestätigt ohne Personalkontakt. Die Auslieferungsfahrer nehmen während der Beladung Hygienemaßnahmen wahr (Händedesinfektion in Bauarbeitertoiletten; jeder Fahrer eine Toilette). Das Geld wird in einen „Briefkastentresor“ geworfen. Ware sollte so bemessen sein, dass lieber zweimal gefahren wird.

Geschäftsmodell II

Der Laden wird zu einer Kommissionierung umfunktioniert, während der Kunde an der Tür mit geeigneten Hygienevorkehrungen versorgt wird. Am besten mit EC-Geräten neben einem Desinfektionsmittelspender. Aus Zeitgründen erfolgt die Kommissionierung funkgestützt oder per Durchsage. Die innere Logistik kann dann weitgehend beibehalten werden, wobei eine Hygieneaufrüstung und Kommissionierung hinzukommt.

Fazit

Ein vernünftiges Geschäftsmodell derzeit und wenn die Situation sich verschärft, wäre eine rationierte, optimierte Warenbündeldistribution näher zum Kunden bei Erarbeitung eines Hygienekonzepts in Kooperation mit Supermärkten und dem Großhandel. Dies würde bei weitreichender Verminderung des Aktionsradius der Nachbarschaften eine regionale Entkopplung der Ansteckungswege bedeuten. Eine zweite – weniger gute – Lösung wären Kommissionierungs-„Kiosk“-Läden.

Anmerkung

Leider bin ich kein Hygieneexperte, aber eine Entkopplung der Distribution auf kleinere Gebiete unter Einhaltung von Hygienekonzepten, könnte eine sinnvolle geschäftliche Aktivität sein. Eventuell kann das Konzept staatlich gefördert werden, sodass der Kostenzuschlag gering ausfällt.

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Digitalisierung und öffentliche Infrastruktur

Stellen Sie sich vor, alle Softwareentwickler arbeiten am gemeinsamen Projekt die Wirtschaft weitest möglich zu digitalisieren. Sie arbeiten alle zusammen: Baustein für Baustein, wie Lego, aber parallel. Die digitale Gesellschaft organisiert Versorgung oder Digitalabgaben finanzieren ein Grundeinkommen für jeden Menschen. Serviceorientierte Architekturen machen das möglich, wenn Programmierer für Services entlohnt werden.

Stellen Sie sich vor, Sie können jeden Service bedenkenlos Nutzen, weil er staatlich auf Sicherheit, Datenschutz und Missbrauchsfreiheit geprüft wurde und auf einer von Sicherheitsexperten konzipierten Infrastruktur läuft. Sie können Algorithmen in Anspruch nehmen oder Leistungen zusammenbauen: Baustein für Baustein, wie Lego. Sie zahlen lediglich die Betriebskosten und eine Entwicklerabgabe.

Stellen Sie sich vor, ein Entwicklerpatent steht als Service und nicht mehr als Softwarelizenz zur Verfügung. Ihr Terminal verwendet einen Cloudservice.

Was bedeutet Digitalisierung im Kontext öffentlicher IT-Infrastruktur? Welche Vorteile bietet öffentliche Infrastruktur? Und um wie viel effizienter wären wir?

Digitalisierung

Software besteht zunehmend aus Schichten und Modulen. Sehr bekannt ist die Aufteilung in eine Ansichtsschicht, die das Design umfasst, eine Modellschicht, die die Datenbankaktionen abwickelt und eine Controllerschicht, die eine sogenannte Geschäftslogik abbildet, also Daten bearbeitet und der Ansicht geeignet vorbereitet. Diese Schichtung erlaubt einzelnd zu installierende Services, die in mehreren unterschiedlichen Programmen oder Portalen wiederverwendet werden können. So können Servicearchitekturen parallel und einzelnd in kleinen Modulen konfiguriert und adaptiert werden. Software kann dann als Webanwendung oder per automatischem Download und automatischer Installation als sogenannte Infrastructure-as-Code-Umgebungen bereitgestellt werden.

Plattformen übernehmen häufig Kommunikations- und Datenverwaltungsaufgaben, können zukünftig aber auch Software als Infrastructure as Code oder Cloudservice bereitstellen. Diese Lösungskomponenten konfigurieren sich zur Gesamtlösung.

Software selber übernimmt immer kompliziertere funktionen auf Knopfdruck oder nach wenigen Eingaben, dazu werden Optimierungsalgorithmen mit künstlicher Intelligenz verknüpft.

Künstliche Intelligenz kann tatsächlich jede einzelne Gehirnleistung des Menschen erbringen, aber weniger gut die Gesamtleistung. So trifft das Skalieren künstlicher Intelligenzen auf drei Barrieren:

  1. Mit zunehmender Anzahl von zu berechnenden Elementen wächst der Rechenaufwand überproportional, sodass manchmal unpraktikable Rechenzeiten entstehen (Laufzeitprobleme),
  2. eine künstliche Intelligenz ist auf ein Problem zugeschnitten und kann nicht auf andere Probleme übertragen werden (Übertragungsprobleme) und
  3. eine künstliche Intelligenz kann im Wesentlichen nur lernen, was ihr beigebracht wird (Trainingsdaten- und Datenabhängigkeitsprobleme).

Es werden sich also eher spezialisierte module für einzelne Probleme herausbilden, die nicht auf Laufzeit- oder Datenprobleme stoßen.

Im Bereich der Hardware beobachtet man Kostenreduktion und in Bezug auf Netzwerke Leistungssteigerung, während zusammengenommen langsam Protokolle mit höherer vorkonfigurierter Sicherheit entwickelt werden.

Zusammengenommen konfigurieren sich ein paar allgemeine Verfahren bzw. Algorithmen über Anpassungen zu Speziallösungen, dieser Bausteinansatz kann eventuell in die höhere Serviceebene übertragen werden.

Öffentliche Infrastruktur

Soweit mir bekannt sind DevOps und Continous Integration / Continious Delivery Pipelines heute der Stand der Technik. DevOps bedeutet zusammen mit CI/CD-Pipelines, dass Softwareentwicklung zusammen mit der Infrastrukturkonfiguration in Testingphasen aus der Entwicklungs- über die Test- bis hin zur Produktivumgebung entwickelt, freigegeben und installiert wird.

Die Softwarebranche ist irgendwie eine Schattenwirtschaft, denn letztlich vertrauen z. B. die Automobilindustrie und Raketenindustrie wenigen CAD-Suiten vor allem amerikanischer Hersteller, und dann stanzt Elon Musk nahezu reibungslos Tesla uns Space X aus dem Boden. Derartige – ich habe keine Indizien – Beobachtungen stimmen mich immer wieder ein wenig skeptisch.

Was mir an Software und auch Hardware fehlt sind die Zertifikate geprüfter Software und Hardware oder die Softwarezulassung. Schon ein dubioser Softwarebestandteil kann das komplette Sicherheitskonzept von z. B. entwickelnden Branchen unterwandern. Warum also gibt es nur Open Source oder Reputation (mit vielen Skandalen) anstatt einer Softwarezulassung. Es gibt im Bereich technischer Produkte viele Zulassungsverfahren, aber gerade in der IT scheinen sie zu fehlen.

Hier entspringt mein Gedanke an genehmigte Software, die Sicher ist und geprüfter Weise Datenschutz und Geheimhaltung von Geschäftsgeheimnissen bis zur Patentierung gewährleistet.

Weiterhin ist Softwareentwicklung trotz der Bibliotheken unheimlich Redundant, denn jede Firma programmiert ihre eigenen serviceorientierten Leistungen in der Cloud oder auf privaten Rechenzentren, um häufig relativ ähnliche Leistungen zu erbringen. So entwickelt momentan wohl jedes produzierende Unternehmen irgendeine Form von Predictive Maintenance Lösung für die Wartung ihrer Produktionsanlagen, anstatt dass sofort Standards entwickelt und kostengünstig verfügbar werden. Dies ist z. B. ein Thema für die Förderung des Mittelstands, der die Individuallösung nicht finanzieren kann und der Kollektivlösung nicht vertrauen darf. Warum entwickelt man also nicht auf einer gemeinsamen vertrauenswürdigen Infrastruktur / Cloud standardisierte Lösungen?

Natürlich schafft diese redundante Entwicklung ein haufen Arbeitsplätze, aber ist das Konzept des Arbeitsplatzerhalts eigentlich noch zukunftsgemäß? Ist es nicht viel mehr so, dass wir ein System post-humaner Versorgung werden sollten, indem man hin und wieder arbeitet, wenn man sich mal etwas besonderes leisten möchte oder weil es Spaß macht, während das Finanzsystem der Zukunft Maschinenleistungen in Grundeinkommen überführt? Ökonomisch jedenfalls ist dies eine relativ ineffiziente Ressourcennutzung.

Zusammengenommen, also eine staatliche Infrastruktur mit CI/CD-Pipeline und Softwarezulassung kann eventuell das nötige Vertrauen und die nötige Effizienz bereitstellen. Ob in der Anfangszeit noch mit Nutzungsentgelten und Entwicklerentlohnungen gearbeitet wird oder ein öffentliches Gut vorliegt, finde ich besonders spannend, denn wenn Software entweder gekauft, gemietet oder werbegetragen werden muss oder aber Entwicklerleistungen öffentlich zugelassen und Abgegolten werden, während die Infrastruktur ein öffentliches Gut ist, entstehen ganz unterschiedliche Anreize für die zu entwickelnden Leistungen. Was wäre z. B. Social Media, wenn es auf öffentlicher Finanzierung beruhen würde oder Open Source wäre? Was würden wir dann für Daten erheben?

Fazit

Vermissen Sie nicht auch die klassischen Diskussionen über Zulassungen, Verwertungsgesellschaften für Softwareschöpfungen oder ganz allgemein öffentliche IT-Infrastrukturen? Liegt nicht gerade in der Digitalisierung eine unfassbare Zentralisierungschance, die – geeignet sozialisiert – viel Leistungsdruck aus der Gesellschaft nehmen könnte (Vgl. Utilitismus), sodass wir uns mehr der alltäglichen Beziehungsführung widmen könnten – eine höhere Bedürfnissebene nach Maslow? Ich halte es für wichtig darüber anzufangen zu debattieren und würde mich über Ihre Kommentare freuen. Genauso würde ich gerne an Legobausteinen arbeiten, um einfach zu Digitalisieren, wenn die Bedingungen für ein post-humanes Versorgungssystem erarbeitet würden.

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SuscisionHelper: Sustainable Decision Helper (OptEcoBuy)

SusscionHelper ist ein individuelles Optimierungsmodell, dass sich für Nachhaltigkeitsdimensionen visualisieren lässt und in ein Transparenznudging über die Produktreihenfolge mündet.

Vorteile

Sofern Nachhaltigkeitstransparenz zu nachhaltigem Konsum führt, weil die Konsumenten*Innen nachhaltiger Einkaufen, ließe die Einführung des SuscisionHelper folgende Vorzüge erwarten:

  1. Verschiebung des Billigsegments zum Preiswertsegment mit weniger Müllproduktion,
  2. nachhaltige Produktentwicklung führt zu geringerer Ökobilanz des Konsums und beschleunigt die Energiewende,
  3. bessere Arbeitsbedingungen und
  4. eine beschleunigte Energiewende reduziert die Ressourcenkonflikte um fossile Energieträger.

Nachhaltigkeitsdimensionen

Nach dem Brutlandbericht unterscheiden wir soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit. Die wohl bekanntesten Nachhaltigkeitsindikatoren aus Käufer*Innen-Perspektive sind die Ökobilanz für ökologische Nachhaltigkeit und das Preis-Leistungsverhältnis über die Lebensdauer eines Produktes bzw. für Produkte ähnlicher Leistung (Substitute) deren Preis pro Lebensdauer. Es existieren für aufwändige Ökobilanzen Kurzbilanzierungsmethoden, die die Umweltwirkung von Produkten abschätzen (z. B. EcoIndicator99).

Derzeit – soweit mir bekannt – ist noch keine Indikatorik für soziale Nachhaltigkeit ausgereift, da diese kompliziert bis komplex ist. Nach meinem Verständnis gehört zu einer Sozialindikatorik insbesondere:

  1. Arbeitgeber*Innenleistungen und Vertragsbedingungen,
  2. Arbeitsschutz,
  3. Demokratische Organisation eines Unternehmens (Beteiligung),
  4. Umlage der Innovationsrenditen auf die Arbeitnehmer*Innen,
  5. Finanzierung von Arbeitswechselphasen durch Abfindungen und Entschädigungen,
  6. Unterstützung / Kooperation zwischen Führung und Betriebsrat,
  7. Unterstützung bei der zukunftsgerichteten Qualifizierung durch Fortbildungen entsprechend der Ziele des/der Arbeitnehmers*Innen,
  8. die Relation der Gehaltsabstuffungen zugunsten von Verteilungs- und Leistungsgerechtigkeit (Verantwortungsproportional),
  9. Hilfestellungen beim Jobwechsel in Rationalisierungsphasen, um Transitionszeiten und Belastungen der Arbeitslosigkeit zu verringern und
  10. Weiterbildung nach persönlicher Vision.

Ähnlich der Gemeinwohlbilanz, lassen sich diese Eigenschaften sozialer Nachhaltigkeit bepunkten / bewerten und aggregieren, wobei die Gewichtungen zwischen den Eigenschaften entweder demokratisch bzw. statistisch zu mitteln oder individuell zu erheben wären.

Aktueller Stand meines Sozialindikatorkonzepts

  1. Existenzsicherung:
    1. Entlassung in Arbeitslosensicherung?
    2. Entlassung in Umschulungsorganisation mit Existenzsicherung?
    3. Entlassung in neue Beschäftigung?
  2. Arbeitsbedingungen:
    1. Menschenrechte eingehalten?
    2. Chemikalienaussetzung abgesichert?
    3. Sonstige Arbeitssicherheit abgesichert?
    4. Arbeitszeiten in Ordnung?
    5. Entlohnung marktüblich?
    6. Partizipation bzw. Unternehmensdemokratie arbeitsrechtlich in Ordnung und Grad der Ausprägung?
    7. Ernsthafte Bemühung um die Arbeitsplatzsicherung?
    8. Ernsthafte Bemühung um Schaffung von Arbeitsplätzen?
  3. Feminismusangelegenheiten:
    1. Einstellungsverfahren, der Ziehung aus Kompetenzpools (Chancengleichheit) eingerichtet?
    2. Führungskräftequoten (Geschlechter, Migration), Altersquoten und Behindertenquoten plausibel?
    3. Lohngleichheit (staatlicher oder privater Ausgleich zentraler Vulvathematiken: Übrige Leistungsfähigkeit [Zyklus, Wechseljahre], Schwangerschaft)?
    4. Unterstützung für Geschlechter und Kulturen in diesbezüglichen Themen am Arbeitsplatz?
  4. Leveling der marktlichen (SucisionHelper) oder organisierten Kartellpreise zur Optimierung im Zielkonflikt Armut (ökonomische Wohlfahrt) vs. Beschäftigung. Zusammen (Wohlfahrt vgl. SuscionHelper). Fragwürdigkeit von Übernutzungsrestriktionen (Bodenerosion, Artensterben insbesondere Insektensterben, evtl. Mikroplastiken (Meeresfrüchte), Verhütung?
  5. Fragwürdigkeit der sozialen Nutzen der Produkte und Dienstleistungen (z. B. Kunst)?
  6. Entspreched: Eigentum verpflichtet, geht mit Eigentum insbesondere Mieten entsprechende kontinuierliche Verantwortung für Sicherungen einher?

Individuelle Passung

Bei einer Conjoint-Analyse werden dem/der Kunden*In Produkte vorgestellt – meist visuell -, die gewisse Eigenschaften systematisch variiert haben. Der/die Kunde*In bewertet dann, wie gut er die Gesamtprodukte findet. Man kann dann von den Bewertungen der Gesamtprodukte auf die Bewertungen der systematisch variierten Eigenschaften mathematisch schließen.

Werden Ihnen also Produkte mit systematisch variierten Eigenschaften in den Dimensionen soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit vorgestellt, kann man Ihre individuelle Bewertung dieser Dimensionen ableiten. Dies ist viel realitätsnaher als die Bewertungen für die einzelnen Dimensionen direkt abzufragen, da sie trade-offs der Dimensionen erleben. Die nächstbeste Möglichkeit sind sog. Analytical Hierarchy Prozesse, um Gewichte für Dimensionen abzuleiten.

Im Resultat gehen dann die Gutachtenwerte der Dimensionen entsprechend Ihrer Präferenzen in einen aggregierten Indikator ein, der eine Reihenfolge der Produktalternativen für Sie berechnet. So kann z. B. eine Anpassung an Ihre finanzielle Situation und / oder Nachhaltigkeitsprioritäten erfolgen – Ihre persönlichen Wünsche für die Welt werden berücksichtigt.

Optimierungsmodell

Der wesentliche Vorzug des Optimierungsmodells ist, dass es sowohl gegenständlich in einer Raumecke (Vgl. zur Erklärung Nachhaltigkeit) durchgeführt werden kann, als auch gut visualisierbar für drei Dimensionen ist. Dafür werden Produktalternativen entsprechend Ihrer Indikatoren in den Dimensionen als Punkte in ein 3D-Koordinatensystem platziert und eine Ebene, die Ihre Präferenzen abbildet, wird in hinreichendem Abstand zur Punktwolke der Alternativen – inklusive der Alternative des Nicht-Kaufs, falls gewünscht – eingezeichnet. Der Abstand im Neunzig-Grad-Winkel zur Ebene (Ebenennormalenvektor) entscheidet dann über die Reihenfolge der zu bevorzugenden Varianten.

Transparenz

Sind die Indikatoren genügend aussagekräftig, also möglichst vollständig, solide erhoben und vergleichbar, stellen sie Transparenz über die Dimensionen der Nachhaltigkeit her, sodass Sie gute Entscheidungen mit stark verdichteten Informationen treffen können. Transparenz ist besonders wichtig, sollen Preise den Nutzwert für die Konsumenten*Innen abbilden.

Transparenznudging

Aufgrund der Optimierung, und weil Präferenzen nicht jedesmal neu erhoben werden müssen, werden Ihnen Produkte in der Reihenfolge in der Sie sie bevorzugen dürften bei einer Onlinelösung einfach vorgeschlagen, sodass Sie sich zuerst über Produkte informieren dürften, die Ihnen gefallen sollten.

Das ist ein bisschen Ähnlich, wie die Empfehlungen „was andere Nutzer*Innen gekauft haben“, hier werden nur statt Präferenzen einfach ähnliche Kunden*Innen herangezogen. Das funktioniert, weil ähnliche Kunden*Innen für gewöhnlich ähnliche Präferenzen haben.

Transparenzregulation

Durch eine Einigung im Bundestag, Europäischem Parlament oder auf internationaler Ebene auf eine Indikatorik und entsprechende (Kurz-)Gutachten sowie eine Verpflichtung zur Kenntlichmachung der Informationen in moderner Form, kann der vermutlich wichtigste Hebel im Kontext der Nachhaltigkeitstransformation unseres derzeitigen Wirtschaftssystems betätigt werden, ohne die Kunden zu bevormunden. Diese Maßnahme ist gegenüber der CO2-Steuer / dem Zertifikatehandel insbesondere im Konsumgüterbereich vorziehenswert, sollte aber durch die CO2-Steuer / den Zertifikatehandel ergänzt werden. Für Unternehmen entsteht dadurch ein Zusatzaufwand, der jedoch nicht wettbewerbswirksam ist (es werden alle gleichermaßen belastet) gleichwohl aber die Entwicklungszeit verlängert. Dies erhöht leider die Kosten oder den Aufwand von Start-ups und Innovationen, dürfte aber aufgrund der Wichtigkeit gerechtfertigt sein – es würden gleich zu Beginn auch die Nachhaltigkeitsfacetten berücksichtigt werden.

Aggregierte Präferenzebenen

Es wäre möglich Präferenzebenen von Nutzern gewichtet oder gleichmäßig miteinander zu verrechnen, sodass Sie z. B. Haushaltspräferenzebenen erzeugen können, die mögliche Kompromisse für z. B. die Familie oben anzeigen würden.

Auch können größere Aggregate gebildet werden, wie z. B. nationale Präferenzen, die politisch interessant wären oder Kundensegmente. Man kann umgekehrt unter bestimmten Annahmen auch von z. B. Wahlergebnissen auf eine Gesellschaftspräferenzebene grob schließen und dann als „Deutsche(r)“ einkaufen oder als „Amerikaner*In“, das ist vielleicht auch interessant.

Wiki für Nachhaltigkeitsgutachten

Eventuell ließe sich eine Community bilden, die einfache Nachhaltigkeitsgutachten in einem Wiki kooperativ erstellt. Dies würde den Druck auf Unternehmen erhöhen, Nachhaltigkeitsinformationen herauszugeben und eine Menge Nachfragen und Analysen stimulieren. Viele Daten sind dem Produkt ableitbar, während die Wertschöpfungskette und Arbeitsbedingungen der Unternehmen recherchiert werden muss.

Fazit

Der SusscionHelper als individuelles Optimierungsmodell, dass sich für Nachhaltigkeitsdimensionen visualisieren lässt und in ein Transparenznudging über die Produktreihenfolge mündet, kann wettbewerbsneutral Hebelwirkung durch Transparenz entfalten. Der/die Konsument*In sieht sofort welche Produkte seinen Nachhaltigkeitswerten entsprechen.

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2019-10-25

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