Corona-Geschäftsmodell

Der Titel klingt nach profitgeilem Ausnutzen von Zwangslagen, aber im gegenwärtigen Zustand und bei Verschärfung der Situation sind logistische Konzepte, die Ansteckungsrisiken professionell managen eine wichtige Sache.

Wichtig deswegen, weil es im Kontext der Impfstoffentwicklung um ein Hinauszögern der Infektionen geht, bis – insbesondere die Risikogruppen, bei denen wir heute sind – immunisiert werden können. Also braucht man eine Logistik basierend auf Menschen aus den Nicht-Risikogruppen, als Sicherheitsstufe neben professionellem Hygienemanagement, um das Infektionsrisiko in der Logistik gering zu halten.

Geschäftsmodell I

Während Menschen an Versammlungsorten, wie Supermärkten einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind, kann die Distribution, also Verteilung der Waren feiner werden. Dies bedeutet, dass einfache Nutzfahrzeuge mit Ladekapazität und eventueller (improvisierter) Kühlkapazität Waren in Verkaufsregionen nahe am Kunden bringen. Also z. B. Straßen oder Blockweise Belieferung.

Hat man schon mal eine solche Verfeinerung der Distribution, und damit weniger große Sammelpunkte für den Lebensmitteleinkauf, kann man auch besondere Bündelungsleistungen erbringen. So lassen sich z. B. basierend auf derzeitiger Verfügbarkeit und Kosten kostenminimale Versorgungspakete optimieren. Solche Optimierungsmodelle minimieren die Kosten bei Einhaltung von Nebenbedingungen, die die physiologischen Bedürfnisse, wie Nährwerte, Mineralien und Vitamine abbilden. Als Input verwendet das Optimierungsmodell Daten aus einer Nährwerttabelle und aktuelle Einkaufspreise. Gelöst werden kann ein solches Optimierungsmodell mit dem Simplex-Plug-In für Excel. Wenn ich Ihre Datenformate kenne, kann ich Ihnen ein Optimierungsmodell programmieren oder in Excel bereitstellen.

Zusammengenommen bildet das im Bereich der Ernährung – ich gehe von einer Leitungswasserversorgung aus – Sicherstellung einer sparsamen Versorgung mit reichlich verfügbaren Gütern, die die Grundbedürfnisse decken, aber es können auch Hygienepakete zusammengestellt werden. Dafür ist jedoch wahrscheinlich keine Optimierung erforderlich. Es handelt sich also um eine besonders solidarische Lösung insbesondere, wenn Verkaufsmengen pro Abnehmer auf den Versorgungsbedarf abgestimmt sind (Rationierung).

Im Bereich der Logistik als verlängerter Arm des Großhandels bzw. der Supermärkte können durch besondere Beachtung von Hygienemaßnahmen bezüglich der Fahrer insbesondere auch Risiken von Verkaufspersonal reduziert werden.

Hygiene-Logistik-Konzept

Ein gewöhnlicher Supermark besteht aus einem Lager und dem Verkaufsraum. Der Verkaufsraum wird in ein Kommissionierzentrum umfunktioniert. Von der Verladung (LKW) zur Verladung (Auslieferung) wird von Palletten und Rungen auf Sackware umkomissioniert. Eine Person managed eine Verladungs-Verladungs-Strecke aus Hygienischen gründen. Sie trägt eine Infektionsschutzmaske und arbeitet mit festen Handschuhen. Sie hat keinen Kontakt zu LKW-Fahrer oder Auslieferungspersonal. Die Kommissionierung erfolgt von Pickingpaletten in Säcke mit Griff. Der LKW fahrer kriegt seine Auslieferung Online bestätigt ohne Personalkontakt. Die Auslieferungsfahrer nehmen während der Beladung Hygienemaßnahmen wahr (Händedesinfektion in Bauarbeitertoiletten; jeder Fahrer eine Toilette). Das Geld wird in einen “Briefkastentresor” geworfen. Ware sollte so bemessen sein, dass lieber zweimal gefahren wird.

Geschäftsmodell II

Der Laden wird zu einer Kommissionierung umfunktioniert, während der Kunde an der Tür mit geeigneten Hygienevorkehrungen versorgt wird. Am besten mit EC-Geräten neben einem Desinfektionsmittelspender. Aus Zeitgründen erfolgt die Kommissionierung funkgestützt oder per Durchsage. Die innere Logistik kann dann weitgehend beibehalten werden, wobei eine Hygieneaufrüstung und Kommissionierung hinzukommt.

Fazit

Ein vernünftiges Geschäftsmodell derzeit und wenn die Situation sich verschärft, wäre eine rationierte, optimierte Warenbündeldistribution näher zum Kunden bei Erarbeitung eines Hygienekonzepts in Kooperation mit Supermärkten und dem Großhandel. Dies würde bei weitreichender Verminderung des Aktionsradius der Nachbarschaften eine regionale Entkopplung der Ansteckungswege bedeuten. Eine zweite – weniger gute – Lösung wären Kommissionierungs-“Kiosk”-Läden.

Anmerkung

Leider bin ich kein Hygieneexperte, aber eine Entkopplung der Distribution auf kleinere Gebiete unter Einhaltung von Hygienekonzepten, könnte eine sinnvolle geschäftliche Aktivität sein. Eventuell kann das Konzept staatlich gefördert werden, sodass der Kostenzuschlag gering ausfällt.

Als Wirtschaftsingenieur (Maschinenbau), der sich stets fortbildet, erarbeite ich Lösungsansätze für eine bessere Zukunft und trage begleitendes Wissen zusammen. Mein Blog dreht sich um Visionen für Menschen im Kontext gesellschaftlicher Systeme und technologischem Fortschritt. Aktuell versuche ich ein Portal für nachhaltiges Einkaufen zu entwickeln. Hier finden Sie Informationen SuscisionHelper. Weitere Informationen finden Sie in der Xing-Gruppe.

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