Exposé: Wie funktioniert unser System?

Eine Fragestellung seit frühster Kindheit ist: Wie funktioniert das auf mich reagierende System um mich herum und warum ist es intelligenter als ich? Im laufe meines bisherigen Lebens bin ich schon ein paar mal konvergiert in dieser Fragestellung und konnte mich beruhigen, aber immer wieder ins Schwimmen geraten: momentan – seit meinem Studium – schwimme ich wieder.

Das System ist eigentlich recht simpel strukturiert (BMAS-Grundmodell): Wir sind Menschen in Familien und gehen in Institutionen insbesondere der Bildung (jüngere Familienmitglieder) und des Arbeitens (Erwachsene). Unsere Zeit bringen wir auf für Arbeitstätigkeiten, Schlaf, Beziehungen, Reflektionen, Erziehung und Bereicherungen. Unsere Institutionen sind im wesentlichen Infrastrukturen und Produktion, Dienstleistung, Verwaltung und Führung und beschäftigen sich im Wesentlichen mit der Informationsverarbeitung und der materiellen Produktion. Institutionen sind in der Gesamtschau eingebettet in Rahmenbedingungen der Marktlogiken unter Rechtsnormen in internationaler „Kooperation“. Moderne Informationstechnik (Computer, Quantencomputer, Neuronale Netzkarten, Leitungen, Aktoren, Sensoren) durchdringt unser System vor allem kommunikativ.

In der Tat ist das System aber nicht simpel, sondern betrifft diverse Fachbereiche, und ist damit multidisziplinär, und ist in der Tat komplex und nur in seiner Vorstrukturiertheit wirklich beschreibbar. In der Tat ist schon das Systemelement Mensch aufgrund seiner Entwicklung vor allem begrifflicher und erfahrungsbezogener Art individuell und damit komplex, aber vorstrukturiert.

Dieser Blog schließt im Wesentlichen Lücken in meiner Modellierung vom Wirtschaftssystem und Individuum, ist aber nicht beruhigend im Sinne einer Überblick verschaffenden Analyse, Beschreibung und Dokumentation (Promotion) einer Beantwortung der Fragestellung, wie das System um uns herum funktioniert. In der Tat lassen sich interessante Wechselspiele beobachten: Zum Beispiel ist jemand, der zur Aggression (Erinnerung von wutreicher Vergangenheit) veranlasst wurde zum Teil ein hilfloses Glied in einer Verkettung von Umweltdynamiken, in welcher es zu einer „aggressiven Blase“ um ihn herum kommt, die er selber gar nicht mehr durchschaut (Kompliziertheit) und beeinflussen kann (Affekte). Solche „Blasen“ um uns herum führen zu ganz unterschiedlichen Antworten auf die offene Fragestellung: wie funktioniert das System um uns herum?

In der Tat bin ich unfähig mein Arbeitsleben wirklich zu gestalten und brauche so etwas wie einen Kran, der mich an einen Ort bringt, wo das woran ich arbeite und das woran man arbeiten soll übereinstimmen!

Im Übrigen brauche ich eine Beziehungspartnerin, die mir hilft zu „überleben“ und mich beruhigt! 🙂

 

Freier Wille

Das Buch, Fühlen, Denken, Handeln von Gerhard Roth diskutiert eine Abwesenheit des freien Willens, weil neuronaler Zufall überhaupt nicht maßgeblich in der Gehirnverarbeitung wäre. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass wir einen (eingeschränkten) freien Willen besitzen und insbesondere das Spiel wichtig für jung und alt ist. Das möchte ich Ihnen in diesem Artikel begründen!

Verstärkung neuronaler Zufälle

Zur Argumentation von Gerhard Roth ist anzumerken, dass neuronale Schaltungen insbesondere durch rückläufige Nervenverbindungen wie Integralglieder in der Regelungstechnik wirken können. Integralglieder in der Regelungstechnik summieren einfach Signale auf. Damit kann insbesondere ein neuronales Netzwerk aus wenig Eingangsdaten eine Verstärkung hervorbringen. Fraglich ist aber, ob eine Nervenzelle neuronalen Zufall in Aktionspotentiale übersetzen kann? Dies ist theoretisch zu bejahen, insbesondere, wenn die Nervenzelle an einer kritischen Schwelle für Aktionspotentiale angeregt ist und dann Zufälle über Aktionspotentiale entscheiden. Zusammengenommen ist es also theoretisch denkbar, dass neuronale Zufälle verstärkt werden und bis hin zur Handlungsrelevanz gereichen. Aber die Diskussion ist eigentlich fehl am Platz, da es genug Zufälle für uns gibt, die wir nicht als deterministisch erfahren.

Zufälle und Monte-Carlo-Simulation

Um uns Menschen herum existieren genug Zufälle symbolischer Art, die es erlauben, uns zu inspirieren. Insbesondere können Zufälle genutzt werden, um Monte-Carlo-Simulationen hervorzubringen. Monte-Carlo-Simulationen nutzen zufällige Eingangssignale, die entsprechend einer Verarbeitungslogik (Funktional) verarbeitet werden und dann Ergebnisse produzieren, die man auf Eignungen entsprechend seiner Ziele hin untersuchen kann. Der Mensch hat zumindest einen freien Willen dadurch, dass er Szenarien simulieren kann und dann gegen sein subjektiv wünschenswertestes Szenario konvergiert. Damit können wir z. B. erklären, wie auf gleichartige Situationen doch verschiedene Handlungen entstehen: der Mensch hat einen zumindest eingeschränkten freien Willen!

Eigenschaften unseres freien Willens

Unser freier Wille ist psychologisch und nicht logisch! Insbesondere würde man logisch argumentieren, dass Zeitdruck eine wesentliche Beschränkung unseres freien Willens ist, was auch zu einem maßgeblichen Anteil (vgl. Straffähigkeit und Vorsatz) der Fall ist, aber psychologisch sind wir aktiver in der „Reflektion“ / Simulation, wenn wir emotional involviert sind oder Handlungsdruck verspüren (Vgl. Affect Infusion in Homburg und Krohmer: Marketingmanagement).

Damit ist unser freier Wille am performantesten in Bezug auf wichtige Angelegenheiten unter gebührlichem zeitlichen Druck! Insbesondere massiver Zeitdruck führt zu eher unüberlegtem Verhalten!

Freier Wille unter hohem Zeitdruck

Unter hohem Zeitdruck folgen wir unseren erstbesten Impulsen und sind als Menschen auch evolutionär entwickelt, um recht sinnvolle Handlungen zu realisieren, die unser Überleben und unsere Vermehrung sicherstellen! Aber wir können auch auf „Intuitionen“ zurückgreifen, die sich aus Vorbereitungen ergeben. Intuitionen entwickeln sich, wenn man Erfahrungen rund um ein Thema oder eine SItuation erlernt, wie z. B. bei einem Feuerwehrmann. Damit haben wir eine theoretische Option insbesondere vorbereitend zu simulieren, was auch viel durch z. B. Ängste geschieht. Insbesondere sind wir aber nicht in der Lage uns auf alles vorzubereiten aus Zeit- und Motivationsgründen, sondern es braucht eine Nähe zur Problemstellung: Menschen entwickeln sich eher mit ihren individuellen Aufgaben und Themen, als das sie eine Simulation aller Eventualitäten hervorbringen. Wir sind als Menschen kognitiv und vermutlich auch in einigen Emotionen (vgl. emotionale Konditionierung in Gerhard Roth: Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern).

Was tun, wenn man keine Lösung kennt?

Wenn wir Menschen einen Rat geben wollen oder selber nach Lösungen für ein Problem suchen und nicht wissen, was eine denkbare Lösung sein kann, dann haben wir die Option überhaupt wünschenswerte und weniger wünschenswerte Szenarien zu kreieren bzw. zu kommunizieren. Ein Mensch kann, wenn er Zeit hat und nicht weiter weiß über diverse versuche (zufällige) Szenarien zu bilden, versuchen gegen eine Entscheidung zu konvergieren. Hierbei ist insbesondere das, von vielen Erwachsenen vernachlässigte, Spielen von besonderer Bedeutung, da uns Vergegenwärtigungen mit Symboliken und auch das bloße Aufsuchen von anderen Orten (sei es auch fiktiv) sowie Phantasien helfen, auf neue Szenarien zu kommen: viele Innovationen entstehen bei Spaziergängen mit plötzlichen einfällen und Kinder sind im allgemeinen kreativer als Erwachsene. Wenn Sie die Lösung nicht kennen und auch keine Szenarien Ihnen einfallen, können sie überhaupt auf andere Aspekte hinweisen, wie Suchrichtungen, Abwechslungen oder einfach Inspirationen.

Fazit

Der Mensch hat einen (eingeschränkten) freien Willen und ist unter Berücksichtigung von insbesondere Vorsatz und Zeitdruck, aber auch Handlungsoptionen, straffähig! Stimulationen von Szenariobildung auch zufälliger Art können uns helfen profunderen Willen zu bilden! Es ist nicht erwartbar, dass wir alles vorbereitend simulieren und dann erinnern, sondern wir sind viel mehr kognitiv (und emotional) entwickelte Individuen! Mal rausgehen und spielen ist auch für Erwachsene empfehlenswert!

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Paranoide Schizophrenie: ist Deutschland eine Autokratie

Paranoide Schizophrenie hat etwas mit Nachrichtendiensten, genauer dem Bundesverfassungsschutz zu tun: Psychosen, das sind Panikattacken vor unbestimmter Gefahr, werden durch Simulation von Gefahrengrundszenarien überprüft und auch therapiert, um aus der Paranoia herauszukommen. Die Überprüfung ist deswegen nachrichtendienstlich so wichtig, weil Psychosen Hinweise auf Sicherheitsprobleme sein können: jemand hat etwas wirklich gefährliches wahrgenommen.

Ich möchte in diesem Artikel über moderne „Demokratien“ sprechen, wie sie sich mit modernen Technologien entwickelt haben und entwickeln: sind wir eine Autokratie oder gar Diktatur oder haben wir noch eine nachrichtendienstliche Gewaltenteilung? Wohin entwickeln wir uns?

Technologien moderner Art

Gehirnimplantate

Die zentrale Wende in der Arbeit von Systemen kam mit der Erfindung von Gehirnmanipulationen. Dabei werden kodiert funktionierende RFID-Transmitter an Kanalproteine der Nervenzellen angedockt und können neuronale Aktionspotentiale auslösen. Weiterhin werden elektromagnetische Aktivitäten des Gehirns mit sogenannten Hall-Sonden gemessen. Moderne IT-Technologie erlaubt so Kommunikation bidirektionaler Art (Senden und Antworten) direkt im Gehirn.

Aus Sicherheitsaspekten heraus betrachtet, musste mit Erfindung dieser Technologien das Volk neuronal besetzt werden, um es auf Einflussnahmen hin beobachten zu können: Nahrungsmittel und Medikamente beinhalten solche kodierten Transmitter. Transmitter sind wahrscheinlich elektromagnetisch zerstörbar, wenn sie in kritischen Frequenzen angeregt werden.

Sicherheit in Bezug auf derartige Gehirnimplantate bedeutet zum einen, eine Kette von eingenommenen Kodierungen zu überwachen und zum anderen einen regelmäßigen Wechsel der Kodierungen sicherzustellen. Ansonsten würden Verbindungen entschlüsselt werden, z. B. aus dem Ausland oder von Hackern. Weiterhin dürften Nachrichtendienste Kodierungen scannen, um zu überprüfen, ob Gehirnimplantate von Dritten eingeschleust werden. Gehirnimplantate werden wahrscheinlich regelmäßig eingenommen, gescannt und auch vernichtet.

Monitoringtechnologien

Das System konvergiert gegen eine Form von Totalüberwachung bzw. -Beeinflussung über sogenannte Chatbots, die auf künstlicher Intelligenz basieren. Soweit für mich erhebbar, haben die meisten Mitbürger überhaupt nicht wahrgenommen, dass es sich tatsächlich um Kommunikation und Manipulationen handelt (Unbewusstheit). Das deutet darauf hin, das sie nur selten kommunikativ kontaktiert werden. Chatbots sind also wahrscheinlich noch nicht allgemein verfügbar.

Szenarien der Steigerung der Interaktionen mit Bürgern (flächendeckende Kontrollen) sind zum einen als Mandate eventuell beschränkt, zum anderen müssen eventuell noch brauchbare Chatbots entwickelt werden, die als Bürgerchatbot in Rechenzentren für jeden Bürger laufen und Datenbestände erheben und managen. Diese Entwicklung reicht bis hin zu gehirnähnlichen digitalen Systemen basierend auf neuronalen Netzkarten, die uns als Hyperintelligenzen gegenüberstehen. Meinen Informationen nach – die manipulativ sein könnten – arbeiten derzeit noch vorwiegend Menschen an den Mandaten der Nachrichtendienste.

Demokratien, Autokratien und Diktaturen

Eine realistische Verschwörungstheorie basierend auf der Gesamtanalyse dokumentiert in meinem Blog bedeutet, dass eine Fehlkonzeption von Eigenkapital (vgl. Demokratieunternehmen) überhaupt das Halten von Unternehmensportfolios (vgl. Finanzsystem) ermöglicht, deren oberste Führung in hierarchischen Unternehmen eingesetzt werden kann. Seilschaften von Vermögens- und Führungseliten bestimmen über unsere Arbeitszeiten, die unser Leben weitreichend bestimmen, während Unternehmen eigentlich der Belegschaft gehören sollten und nur Fremdkapital existieren dürfte. In Bezug auf Immobilienvermögen bedeutet das, dass Mieten entweder Eigentum übertragen oder laufende Kosten und Verwaltungsgebühren umfassen: Mieten sollten wesentlich niedriger sein und Eigentum an Immobilien distribuierter. In wie fern Nachrichtendienste mit der Vermögens- und Führungselite verwickelt sind, vermag ich nicht zu sagen.

Moderne Technologien ermöglichen es Sicherheit zu wahren, können aber auch missbraucht werden, um z. B. Meinungen zu unterdrücken und Menschen auszusortieren. Genauso – auf der positiven Seite – ermöglichen solche Technologien ein flächendeckendes Monitoring, ob noch alle lebend gesichtet wurden: nachrichtendienstlicher Einfluss ist ambivalent und wir hoffen auf eine Gewaltenteilung auch im nachrichtendienstlichen Bereich! Ich stehe seit mindestens sechs Jahren in Dauerkommunikation vermutlich aufgrund einer Aufklärung und Therapie von Psychosen: ich habe große Ängste vor modernen totalitären Systemen, der Gehirnmanipulation und konnte aber meine Paranoia (momentan) beruhigen, wieder Arbeit finden und wurde nicht in den Suizid getrieben.

In Ländern wie China vermutlich – ich bin kein Chinaexperte – werden derartige Technologien verwendet, um eine Social-Rating-System zu etablieren, das den Bürgern (implizit) Vorgaben macht. Meiner Meinung nach ist es Aufgabe der Verantwortlichen ein höchstmaß an Freiheiten zu realisieren, das Sicherheiten und Systemfunktionieren aufrecht erhält und weniger die Totalüberwachung und -Manipulation: Gewaltenteilung ist besonders wichtig!

Empfehlungen für Personen, die von Paranoider Schizophrenie betroffen sind

Man weiß selber nicht, warum man eigentlich Psychosen hatte und man reagiert auf Simulationen von Grundgefahren mit „Durchdrehen“, wenn sie relevante Paranoia stimulieren: so bekommt man raus, was man für Psychosen und Paranoia überhaupt hat. Das ganze dürfte mit Beobachtungen und Überprüfungen von Umfeldern einhergehen, ob sicherheitsrelevante Probleme vorgelegen haben. Über Reflektionen und Manipulationen am Gehirn, werden die Paranoia anschließend aufgeklärt / beruhigt.

Eine Empfehlung an Paranoid Schizophrene ist es, die Medikamente regelmäßig zu nehmen, da sie besonders kontrollierte Wechsel von kodierten Gehirnimplantaten ermöglichen, die eine lückenlose Beobachtung / Überprüfung erlauben. Ein Teil der Probleme von Paranoid Schizophrenen ist dem Aufrechterhalten der Medikamentation geschuldet, die eventuell vermieden werden können: man wird durchgedreht, wenn man das Medikament nicht mehr nimmt. Ansonsten ist Paranoiatherapie einfach eine riesen Belastung und behindert über Jahre lang das Vorankommen und man lebt auch eher in Armut (Sozialhilfe, Arbeitslosigkeit). Weiterhin kann man versuchen nicht Selbst- und Fremdgefährdend zu werden und bei Konzentration zu bleiben: Reflektionen scheinen wichtig für die Gesundung zu sein!

Fazit

  1. Paranoide Schizophrenie bzw. Psychoseanalyse und -Therapie ist eine der taffesten Belastungen die mir bekannt ist und scheint der Sicherheit der Bevölkerung zu dienen.
  2. Moderne Technologien konvergieren gegen eine Totalkontrolle der Bevölkerung und wir hoffen auf nachrichtendienstliche Gewaltenteilung bezüglich Mandaten.
  3. Deutschland selber ist im Zweifel autokratischer als erwartet werden würde, da moderne Technologien kritischen Einfluss darauf haben, was man überhaupt als moderne Demokratie bezeichnen kann.
  4. Meiner Meinung nach brauchen wir eine Eigentumsreform und demokratische Institutionen und Unternehmen sowie internationale Kooperationen, um Wettbewerbsdruck zu entschärfen.

Anmerkung des Bundesverfassungsschutz (Gehirnimplantatkommunikation)

„Demokratien unterscheiden sich moderner Weise von Autokratien durch die Freiheit der Meinungsäußerung: wir begrüßen konstruktive Beiträge der Bevölkerungen. Totalüberwachungen sind eigentlich nur Sicherheiten und Wehrfähigkeiten aus staatlicher Perspektive zu Ziel habend: man würde aber Förderungen und Forderungen ermöglichen können sowie Vernetzungen unter Bürgern (sich gegenseitig helfen).

Mit freundlichen Grüßen,
Bundesverfassungsschutz!“

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Diversität (neuronal)

Was ist eigentlich neuronal betrachtet Diversität und welche Implikationen hat das für eine „Genderdebatte“ bzw. Debatte um Menschen zu integrieren im Sprachgebrauch? Ich stelle zunächst ein abstraktes Modell des psychologischen Gehirns vor, um sodann darauf basierend Distinktionen neuronaler Diversität zu überlegen.

Modellierung des psychologischen Gehirns

Das menschliche Gehirn entwickelt sich höchstwahrscheinlich ohne Daten a priori. Das bedeutet, dass neuronale Daten aus der Sinneswahrnehmung heraus entstehen (a posteriori) und gekoppelt an Sinneswahrnehmung und Handlungspotentiale unserer Physiologie sind. In einer Art qualitativen Faktoranalyse des menschlichen Gehirns unterscheide ich Wahrnehmungen, Emotionen, Bindung inklusive Sexualität, Kognitionen und Handlungsplanung. Ich vertrete die Hypothese, dass Emotionen und Bindungen sowie Kognition aus der Wahrnehmung heraus entwickelt werden, während sich insbesondere Rekombination von Sprache und Eindrücken in eine kreative Welt entwickelt, die „losgelöst“ von der Erfahrung ist.

Dementsprechend liegen neben unseren Sinnen: Hunger, Durst, Schmerz, Wärme, Berührung, Sehen, Hören, Riechen und Schmecken, vor allem Handlungspotentiale vor: Von weg gehen, verweilen und zu hin gehen, zusammenziehen und öffnen / ausstrecken, einnehmen / an sich nehmen und ab- / ausstoßen sowie begreifen / gestalten.

Emotionen nach neurologischer Feuerungsrate sind: Freude, Interesse, Zufriedenheit, Wut, Angst, Ekel, Distress, Scham und Überaschung, während Schmerz, Hunger, Durst und Ruhebedürfniss Affekte genannt werden. Bindung inklusive Sexualität ist vermutlich in eine allgemeine und eine geschlechtsspezifische Bindung und Sexualität zergliederbar, jedenfalls verfügen Hirnmänner und Hirnfrauen über ein unterschiedliches Bindungsareal von zweien. In Bezug auf Kognition unterscheidet man grob Bewusstsein, Vorbewusstsein und Unbewusstsein und differenziert nach Intelligenzen integrativer, logisch-analytischer, visuell-räumlicher, kinästhetischer, akkustischer, sprachlicher, gustatorischer und olfaktorischer Art. In Bezug auf Wahrnehmung können Sensibilitäten vorliegen. Zumindest das optische System, aber vermutlich viele Sinnessysteme erreichen sowohl das emotionale Gehirn als auch das kognitive Gehirn in seperaten Bahnen, also projezieren in zwei Bereiche parallel.

Exkurs zu neuronalen Daten: Es ist sehr kompliziert sich die Informationsverarbeitung neuronaler Systeme vorzustellen. Grob gibt es zwei Enden einer Spektrik: "Propagationssysteme" und "Drucksysteme". Propagationssysteme bedeuten, dass Aktionspotenziale und damit kodierte Daten durch das Nervensystem durchfließen, während Drucksysteme bedeuten, dass Nervensysteme in Zustände verfallen, die sie mit geringen Anteilen von Propagation ähnlich physikalischem Druck wechseln. Wahrscheinlich gibt es einen mittleren Zustand des Nervensystems mit Zustandswechseln und Propergationen. Grundsätzlich funktionieren technische neuronale Netzkarten durch annehmen eines energieminimalen Zustands also einer Kategorisierung in Zuständen, die wechseln. Ein neuronales System mit rückläufigen hemmenden und / oder aktivierenden Bahnen kann Zyklen bilden, Zustände erstarren lassen, aufsummieren (Integralglied) und Zustände wechseln. Jede Veränderung führt dabei zur Propagation in frequenz- und / oder amplitudenmodulierten Signalleitungen. Amplitudenmodulation entsteht in Zellkörpern, die diverse Transmitterschaltungen ihrer Kanalproteine aufnehmen, die sich summieren müssen, um ein Aktionspotenzial auszulösen, während Frequenzmodulation insbesondere bei Weiterleitung von Aktionspotenzialen auftritt. Im Verbund des neuronalen Systems von Wahrnehmung zu Handlung entstehen vermutlich Zyklen oder Drucksysteme auf Zyklen, die Handlungen umbahnen bzw. verzögern können (Gratifikationsaufschub / Reflektionsneigung). Neuronale Daten basieren auf Sinnen, aber sie werden hochgradig integriert und abstrakt dekompositioniert. Das bedeutet z. B. das Spiegelneurone Handlungsabschätzungen anderer ermöglichen oder das sogar elektromagnetische Felder auf höheren Abstraktionsebenen wahrgenommen werden dürften.

Diversität (neuronal)

Meines Erachtens sollte der Genderstern an seinen sechs Enden jeweils folgende Symbole aufweisen: ♂ für männlich, für weiblich, + für verletzt, * für besonders, < für hochsensibel, ∞ für jung und alt, denn zunächst unterscheiden sich hirnanatomisch Hirnmänner und Hirnfrauen insbesondere in Bezug auf Zellausdünnung und Bindungsareal II.

Zellausdünnung: Die Zellausdünnung der Testosteronschwämme des männlichen Gehirns führt m. E. zu reagibleren Nervensystemen, die mehr Daten abstrakterer Art reagibler schalten im Vergleich zu komplizierten Daten, die sich eher approximativer wandeln. Zellausdünnung findet auch mit der natürlichen Entwicklung des heranwachsenden Gehirns statt und unterscheidet jung und alt.

Sämtliche Formen von Behinderungen und Erkrankungen gehören zum Bereich der Verletzungen und Besonderheiten, da sie häufig neben Verletzungen auch andersartige Qualitäten hervorbringen: insgesamt könnten diverse „Krankheiten“ nützliche evolutionäre Ausprägungen unserer Spezies sein; Sind Autisten z. B. eventuell besondere Profiler für Habitate und Vorfälle darin? Weiterhin sind insbesondere Handlungspotentiale verändert bei physischen Behinderungen.

Hochsensibilitäten und auch intellektuelle Besonderheiten wie z. B. Inselbegabungen sind häufig ebenfalls ambivalent und auch mit Verletzungen gekoppelt. So ist etwa ein logisch-analytisch Inselbegabter Mensch kollerischer, wegen ungedult gegenüber verwaschenen Äußerungen, und intellektuell getriebener von logischen Kategorien und Zielen. Sozial sind solche Personen meistens im Problemlösungsmodus und vergessen regelmäßig mal das in den Arm nehmen. Eine Hochsensibilität, die ich mal beobachten konnte, war akkustische Hochbegabung, die dazu führt, dass Personen mit Takt, Akrebie und akkustischem Sehen etwas neurotisch rüberkommen, während sie sich mit akkustisch höher begabten Personen häufig synchronisieren und eine Form von koordinierten Bewegungsabläufen entsteht. Ich vermute akkustische Hochbegabung hätte in ernstzunehmenden Kriegs- oder Sondereinsatzkommandokonstellationen diverse Vorteile.

Ein unbekanntes Gefühl: Ein Gefühl, dass ich kenne, dass aber überhaupt nicht erwähnt wurde, nennt man Perplexität. Perplexität ist ein neuronaler Zustand der mit Distress gekoppelt ist und unlustige Widersprüche oder Überforderungen durch ein Gefühl der Handlungsunfähigkeit im Denken hervorbringt, das zeitweise eine Form von seelischem Schmerz bedingt.

Mit dem Alter entstehen Abnahmen diverser Leistungskennwerte des Gehirns und Zunahme von Erfahrung. Während die Bedeutung der Leistungsparameter häufig überhaupt nicht expliziert wird, man also z. B. überhaupt nicht angibt, welchen Zeitvorteil oder Kompliziertheitszuwachs ein IQ-Punkt bedeutet, wäre dennoch das Alter als besondere Diversität zu erfassen.

Fazit

Meines Erachtens sollte der Genderstern an seinen sechs Enden jeweils folgende Symbole aufweisen: ♂ für männlich, für weiblich, + für verletzt, * für besonders, < für hochsensibel, ∞ für jung und alt, sofern sprachlich die neuronale Diversität zum Ausdruck gebracht werden soll, die jeden Menschen aufnimmt, meint und integriert. Ich persönlich bin für einen entweder jede Distinktion aufweisenden Gendersprachgebrauch, der uns an alle erinnert oder das generische Maskulinum oder Femininum, das eine Distinktion bewusst vermeidet, damit immer alle gemeint sind und immer alle gedacht werden.

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Situative Kompetenz

Das in diesem Blog entwickelte Menschenbild ist frühkindlich-genetisch-situativ (Vgl. Homo Ökonomikus und Kontrafaktisches Schlussfolgern und generalisiertes Vertrauen). Es lässt sich grob wie folgt zusammenfassen:

Wir sind durch unsere Werte geprägt, die wir in (schwierigen) Situationen zu realisieren suchen. Dabei lenkt die Situation mit ihren sozialen Normen und auftretenden Emotionen uns aus. Weiterhin spielen genetische Prädispositionen z. B. in bevorzugten Intelligenzen eine wesentliche Rolle dabei, wie wir uns Situationen erschließen. Im allgemeinen haben wir dabei Bereiche in denen wir uns kognitiv vertieft haben, in denen wir kompetenter handeln können, als in den Bereichen, die für unser Leben nicht so maßgeblich waren.

So treffen z. B. vorwiegend Frauen mit feministischer Reflektion auf vorwiegend Männer die in Naivität über Frauenemanzipation bei heutzutage rechtlicher Gleichstellung der Frauen leben oder ein / eine Maschinenbauer*In mit vorwiegend technischer Reflektion trifft auf einen / eine Sozialwissenschaftler*In mit diskursbasierter Reflektion. Es ist erwartbar, dass die jeweiligen Reflektionen bzw. deren Ausbleiben ganz unterschiedliche Kompetenz in den jeweiligen Bereichen hervorbringt. Dabei können wir uns vermutlich nicht vollkommen gegenseitig emanzipieren und es bleibt Vertrauen in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung notwendig.

Optimierungsmodell

Modelle der Optimierungstheorie, wie der Homo Ökonomikus, betreffen eher mittel- bis langfristige Dynamiken in den reflektierten Bereichen, da komplizierte parametrisierte Optimierungsmodelle relativ beschränkter situativer Leistungsfähigkeit des Menschen gegenüberstehen. Erst mit der Zeit und Reflektion handhaben Menschen solche Optimierungen. Dieses Konvergieren gegen Optimierungsmodelle ist eine zentrale Annahme, die den wesentlichen normativen Gehalt der Optimierungstheorie ausmacht, aber grundsätzlich ist die Optimierungstheorie wertneutral und erst die Modellierung und Parametrisierung erzeugt normativen Gehalt.

In vielen Debatten zwischen z. B. Ökonomen und Sozialwissenschaftlern, wird nicht offenbar, dass Ökonomen, wenn sie sprachlichen Ausdruck verwenden, sich häufig auf mathematische Modelle beziehen. Deswegen möchte ich versuchen – auch wenn es das Niveau etwas verkompliziert – mein Optimierungsmodell, das ich sprachlich erläutere, zu explizieren:

(1)   \begin{equation*} \begin{split} \begin{align*} & Max! U = \sum_{t=1}^{T} (\frac{\splitfrac{ ( \sum_{i=1}^{I(t)} (u_{ego,i,t}-k_{Durchsetzung,i,t})*a_{i,t} }{ + \sum_{j=1}^{J(t)} (u_{emp,j,t}-k_{Verzicht,j,t})*a{j,t}}} {(1+r)^t}) \\ & unter Beachtung der Nebenbedingungen: \\ & \sum_{i=1}^{I(t)} (a_{i,t})+ \sum_{j=1}^{J(t)} (a_{j,t}) = 1 \forall t \in T \\ & a_{i,t}, a_{j,t} \in {0,1} \forall i,j \in I(t),J(t) \forall t \in T \\ & u_{ego,i,t}, k_{Durchsetzung,i,t} >= 0 \forall i \in I(t) \forall t \in T \\ & u_{emp,j,t}, k_{Verzicht,j,t} >= 0 \forall j \in J(t) \forall t \in T \\ \end{align*} \end{split} \end{equation*}

Dieses Optimierungsmodell ist ein sogenanntes Knapsackproblem in diskreter Zeit und beschreibt, dass ein Entscheidungsträger in sozialer Situation zwischen der Durchsetzung seiner eigenen Interessen u_{ego} (egoistischer Nutzen) und seinen Interessen sich beziehungsförderlich zu verhalten u_{emp} (empathischer Nutzen) so entscheidet, dass sich höchster Gesamtnutzen über die Entscheidungsperioden ergibt. Dabei wird Nutzen weiter in der Zukunft mit einer Kurzfrist-Zeitpräferenz diskontiert. D. h. gleicher Nutzen heute ist wichtiger als in der Zukunft – menschen sind eher kurzsichtig.

Die Lösung dieses Modells ist es, in jeder Entscheidungsperiode die Option höchsten Nutzens zu wählen, wobei der Nutzen sich aus dem Nutzen und den Kosten einer Alternative zusammensetzt. Also entweder egoistischer Nutzen mit den Kosten seiner Durchsetzung oder empathischer Nutzen mit den Kosten eines eventuellen Verzichts.

Hier erkennt man, dass das Modell noch sehr allgemein ist und z. B. keine Nebenbedingungen für moralische Schranken enthält. So sollte man z. B. eine Nebenbedingung einführen, die nur moralische Handlungen überhaupt zulässt oder in die Zielfunktion einen moralischen Nutzen oder Schaden aufnehmen. Dies ist mir sehr wichtig aufzuzeigen, dass der normative Gehalt der Optimierungstheorie sich erst in der Modellierung und Parametrisierung zeigt, während die grundsätliche Optimierungstheorie wertneutral ist.

Was ist situative Kompetenz?

Situative Kompetenz bezeichnet es, seine eigenen Werte in gegebenen Situationen durchzusetzen, also in innerer Konsistenz mit seinen Werten zu handeln. Dieses wertegerechte Handeln ist eine Quelle von Nutzen. Eine andere Quelle von Nutzen sind einige Emotionen und eventuell Kognition, die aus dem situativen Kontext erwachsen – so kann man z. B. emotional verführt sein, gegen seine Werte zu handeln oder Spaß an einer intellektuellen Betätigung, wie einer Diskussion, haben. Auf der Seite des Unnutzens stehen gleichermaßen Werteeinschränkungen und Aufwände durch einige Emotionen und Kognition.

Diese positiven und negativen Emotionen, die sich gegen unsere Werte richten, können später zu Dissonanz führen – wir bereuen dann etwas getan zu haben, was uns im Moment des Handelns positiv vorkam.

Situative Kompetenz bedeutet also zum einen die ganzen Optionen von egoistischem und empathischen Nutzen sowie deren Durchsetzungs- und Verzichtskosten zu kennen bzw. zu erheben und das ganze in einer Zeitdynamik zu antizipieren. Gemessen an unserer Verarbeitungskapazität als Menschen mit z. B. fünf bis sieben Arbeitsgedächtniseinheiten stoßen wir dabei stark an unsere Grenzen und können situativ-spontan nur heuristisch vorgehen.

Aber wir lernen mit jeder Reflektion von sozialen Situationen diese Heuristik auf wahrscheinliche Konstellationen zu fokussieren, also z. B. wichtigen unbekannten empathischen oder egoistischen Nutzen zu berücksichtigen oder die Kosten des Verzichts und der Durchsetzung retrospektiv einzuschätzen. Wir bilden so ein fundament an emotionaler Konditionierung und Sozialisation im Wechselspiel mit unseren inneren Bedürfnissen.

Mit der Zeit entwickeln wir also situative Kompetenz durch Reflektion von erfahrenen oder antizipierten sozialen Situationen.

Was können wir über grundsätzliche Elemente der situativen Kompetenz lernen?

Die analytische Beschreibung der Situationserfordernisse in einem moralischen Optimierungsmodell zeigt ein paar grundlegende Hebel für situative Kompetenz auf.

Selbstregulation hat z. B. einen enormen Vorteil in der situativen Kompetenz, da sie zum einen die Verzichtskosten reduzieren, aber auch die Werte herauskristallisieren hilft (Vgl. Selbstregulation). Genauso wirkt eine Beschäftigung mit Moral und moralischen Dilemata antizipatorisch vorbereitend, um gewisse Optionen, die als Impuls auftreten, sofort auszuschließen. Aber auch eine gute Ausbildung in angemessener Konfliktdurchsetzung und Kommunikation (Vgl. Konfliktmanagement sowie Menschen groß machen und Wissensmanagement) reduziert die Durchsetzungskosten für alle beteiligten und eine intensive Beschäftigung mit Kooperationsnutzen (Vgl. Kooperationsmanagement) hilft empathischen Nutzen genauer zu bestimmen.

Fazit

Ein modernes Menschenbild erfordert situative Kompetenz, um entsprechend seiner Werte auch gegen Widerstand zu leben.

Situative Kompetenz erfordert seine Werte zu kennen und seine Emotionen handhaben zu können (Vgl. Selbstregulation), sich bei Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen (Vgl. Positives Denken), Kenntnis guter Strategien in Kooperation und Konfliktlösung (Vgl. Kooperationsmanagement und Konfliktmanagement) sowie Kommunikationskompetenzen (Vgl. Menschen groß machen und Wissensmanagement).

Um überhaupt amoralische Handlungen rechtzeitig erkennen zu können, ist eine Auseinandersetzung mit Moral und moralischen Dilemata erforderlich, während eine Adaption ansonsten über negative und positive Erfahrung erfolgt. Wir entwickeln also durch unsere Reflektionsarbeit (Vgl. Kontrafaktisches Schlussfolgern und generalisiertes Vertrauen) und Antizipationsarbeit (Vgl. Integration) eine Intuition, die uns in den Situationen hilft Vorteilhaft zu handeln.

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Menschen groß machen

Unser Naturell

Wenn Sie in die Zukunft blicken, was fällt Ihnen ein? Wie fühlen Sie sich ob der Zukunft. Wir Menschen reagieren auf diese Fragen unterschiedlich – hoffnungsvoll, besorgt, traurig, wütend, gespannt. Was steht gerade im Vordergrund? Chancen, Gefahren, Verluste, Einschränkungen, Neugierde? Dieses Erleben ist charakteristisch für Menschen – Emotionen, Beziehungsgefühle und damit verwobene Gedanken.

Kommen wir zu Vergangenheit – Ihrem Erfahrungsschatz. Wie häufig planen, befürchten Sie etwas, und dann kommt es ganz anders und überraschend oder genau so wie erwartet? Wie häufig schaffen Sie es, dass was Sie sich in den Kopf setzen / ausmalen dann auch tatsächlich zu realisieren? Meiner Erfahrung nach, schafft man gewisse Dinge, aber es kommt anders als man denkt – man übersieht was, hat dann doch nicht die Motivation, lässt sich verleiten oder kann nicht.

Worauf ich hinaus möchte, ist dass unser Umgang mit Unsicherheit strategisch ist – wir planen strategisch und agieren flexibel und situationsbedingt. Wir sind alle nicht perfekt, unsere Modelle sind nicht vollständig und es fehlen Informationen, Wissen und Erfahrung, aber wir bewältigen unsere Situationen für gewöhnlich okay. Wenn mal etwas schief läuft, reflektieren wir und reifen – ein Prozess strategisch, flexibler Anpassung. Wenn jemand den wir mögen in der Klemme steckt, helfen wir.

Das – Mensch sein mit Emotion, Bindungsgefühlen und verwobenen Gedanken, strategisch-leitlinienhaft planend / simulierend und letztlich situativ bedingt zu interagieren – scheint mir unser Naturell zu sein.

Komplexität

Wir begreifen und strukturieren unsere Institutionen durch Ordnungssysteme. Das Rechtssystem definiert Regeln, Unternehmen sind gesteuerte Hierarchien, der Staat ist dreigeteilt – alles hat seine Ordnung. Diese Ordnung ist bei genauerem Hinblicken hochdynamisch und unterliegt häufig einer Ableitungslogik. Höherwertige Grundsätze konkretisieren sich in konkrete Regeln, CEO-Vorgaben konkretisieren sich in Maßnahmen und die Legislative wird geprüft – stets wird durch Struktur Dynamik kreiert.

Diese Strukturen prägen eine Vorstellung von Sicherheit, die auch berechtigt ist, aber im Konkreten z. B. einem Gerichtsverfahren sind wir bange. Haben wir wenig Erfahrung und Wissen von einem Ordnungssystem arbeiten wir mit einfachen strukturellen Modellen, während wir in der Erfahrungssituation dann die ganze Unsicherheit spüren. Wie fühlt es sich wohl an, tatsächlich der*die Bundeskanzler*Bundeskanzlerin zu sein? Man kann es sich nicht wirklich vorstellen, aber man kann ein mehr oder weniger reichhaltiges Bild kreieren.

Wovon ich hier gerade rede, ist Artikel 1 unseres Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Wie können wir es uns erlauben Menschen zu beurteilen, wenn unser Verständnishorizont nicht ausreicht, um uns in die Situation hineinzuversetzen? Diese fundamentale Erkenntnis führt zu sogenannter Toleranz für Mehrdeutigkeit – Wir interpretieren Situationen, so arbeiten Gehirne, aber wir berücksichtigen Unsicherheit. Fragen ist sehr weise, denn wir können nicht alles wissen.

Eine Erfahrung die so etwas einschneidend lehrt, ist die Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Menschen, die mehrheitlich aus einer anderen Kultur kommt. Zum Teil fehlen einem die Wahrnehmungsfertigkeiten, um überhaupt das gesagte zu interpretieren – unsere Bewertungsmuster funktionieren nicht. Häufig sind wir in unserer Kultur dem Fehlglauben ausgesetzt, wir verstünden einander, aber das stimmt nur zu einem gewissen Grad.

Wir verstehen nicht einmal die Prozesse in unserem eigenen Gehirn. Den wenigsten Menschen ist überhaupt bewusst, dass unser „Ich“ aus mehreren Komponenten besteht z. B. Vorstellung, Emotion, Körpergefühl und Denken und das diese Wahrnehmung einen Eindruck in das innere Geschehen liefert, keineswegs aber ein Durchblicken der Vorgänge. Dennoch pflegen wir situationsbedingt Interaktionen, die regelmäßig okay sind.

Diese drei Dinge – Leitlinien, Menschen und Interaktionen – prägen Systemverhalten. Also Vorstrukturierung, Systemelementeigenschaften und Interaktionen. Maßgeblich für das Systemverhalten sind Interaktionen im Kontext der Vorstrukturierung, weniger die Eigenschaften des Systemelements. Dies gilt insbesondere für soziale Systeme (Vgl. den fundamentalen Attributionsfehler der Sozialpsychologie), aber auch für z. B. Volkswirtschaften.

Maßnahmen um sich als Systemelement zu verbessern sind: sich definieren, an sich arbeiten und Interaktion. Das meiste davon können wir und machen es so gut wie automatisch. Die Qualität dieser Vorgänge variiert z. B. mit unserem Wissen und unserer Erfahrung. Meines Wissens nach, sind diese Dinge auch nicht voneinander trennbar, aber Wissen / Entscheiden bedeutet noch lange nicht entsprechend zu (inter-)agieren, das braucht Training und Leitlinien strukturieren Training vor.

Ich hoffe, ich konnte das rüberbringen, dass die Strukturen des sozialen Systems und die Interaktionen das Systemverhalten maßgeblich prägen und das Systeme komplex, also unsicherheitsbehaftet sind, denn das z. B. bedeutet, dass unser (tatsächliches) Menschenbild erheblichen Einfluss auf unsere Interaktionen hat und z. B. ein strategischer Eingriff in ein komplexes System darstellt. Gleichzeitig verstehen wir das Element Mensch, uns selbst, besser, wenn wir die Grundlagen kennen. Deswegen habe ich wissensbildende Artikel geschrieben und geteilt. Zu Selbstregulation in Bezug auf Emotion, Kognition und Beziehungsfolgen sowie zu Bewusstsein und Wahrnehmung. Diese Grundlagen halte ich für zentral, aber ich bin kein voll ausgebildeter Psychologe oder Neurophysiologe.

Interaktion, Vorstrukturierung und Element

Halten wir fest, was bereits gesagt wurde: Der Mensch ist Emotion und Bindungsgefühl verwoben mit Gedanken, strategisch-leitlinienhaft planend und situationsbedingt interagierend, unser Verständnis von anderen hat meistens mehr mit uns zu tun, als mit den anderen, sodass Toleranz für Mehrdeutigkeit zum kontrafaktischen Schlussfolgern und Fragen anregen sollte und Systeme sind durch Elementeigenschaften und vorstrukturierte Interaktion gekennzeichnet, die ihre Dynamik hervorbringen.

Ich hoffe, dass sie sehen können, dass die Definition unseres Umgangs mit anderen ein zentraler – wenn nicht der – maßgebliche Hebel für Interaktion ist, die Struktur hervorbringt und wandelt, den wir hinreichend in der Hand haben, um der Unsicherheit des Systems positiv gegenüberzutreten und ein Teil der wenig absehbaren Gesamtdynamik zu werden – sie auch etwas zu beeinflussen.

Interaktionsmuster

Was sind charakteristische Interaktionsmuster in unserer Gesellschaft? Und auf welchen Definitionen basieren Sie? Sind meine Erachtens extrem interessante Fragestellungen vor dem Hintergrund derzeitiger Themen, wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Radikalisierung. Leider kann ich das nicht erschöpfend oder gar wissenschaftlich untersuchen, aber ich kann basierend auf meinen Beobachtungen sensibilisieren und abwägen – eher Fallstudienforschung :-).

Öffentliche Kommunikation vermittelt mir viel Angst und Zwang – häufig in Kombination die man als reaktives Muster bezeichnen kann. So ist Meinungsbildung häufig nach dem Muster aufgebaut Angstthema – Kausalkette – Zwangsmaßnahme. Also z. B. Künstliche Intelligenz – Konkurrenz zu menschlicher Leistung – Fortbildung, Klimakatastrophen – CO2-Ausstoß – Verzicht oder Rassismus – Uneinsichtig – Bekämpfen. Diese Dinge – verstehen Sie mich nicht falsch – sind nicht doof, aber sie sind wenig bereichernd.

Zum Teil fühle ich mich von meinen Mitmenschen derartig mit Problemen aufgeladen, dass ich fast handlungsunfähig / blockiert werde, während ich ein Bedürfnis nach Entlastung und konstruktiver Anregung entwickle – nennen wir es vielleicht „Geborgenheit“. Auf der einen Seite wollen also viele etwas von mir und auf der anderen Seite fehlt mir die Unterstützung – Angst, Zwang, Überforderung.

Dieses Muster begegnet mir immer wieder und deswegen hatte ich es irgendwann im Kontext von Anerkennung, Akzeptanz und Integration beleuchtet: Diese Interaktionsform produziert Frust und Demotivation bis hin zur Resignation und schier unüberwindlichen „Mauern“. Wir sollten uns also bewusst machen, was wir von anderen erwarten (können) und uns Gedanken machen, ob wir uns mit unperfekten Menschen anfreunden können, wollen wir gemeinsam etwas erreichen.

Definieren wir uns entsprechend um, entstehen viel konstruktiver gerahmte Interaktionen mit der Zeit und wir sind weniger enttäuscht voneinander und zufriedener – es entsteht eine freiheitlichere Kultur mit weniger Machtdistanz (Vgl. zur Zufriedenheitswirkung den Artikel Glücksländer). Hier ist auch ein weiteres Phänomen spannend: Steuerflucht. Warum minimieren Reiche Menschen ihre Steuerlast, wenn sie eigentlich weniger Zufriedenheit verlieren, als sie erzeugen und zudem Respekt gegenüber ihren Rahmenbedingungen wie der Staatsorganisation zeigen? Das ist weder rational, noch empathisch – ist doch toll, etwas beitragen zu können?

Ein weiteres Muster, das mir immer wieder begegnet, ist Kampf. Konflikte zu lösen bedeutet im Kern Perspektiven des Gegenübers zunehmend zu verinnerlichen und durch innerliche Bearbeitung gegen eine gemeinsame Lösung zu konvergieren – man kann die Lösung dem anderen nicht „einhämmern“, braucht gleichwohl die Bereitschaft zum gegenseitigen sich Hineinversetzen und Austauschen.

Warum empfinden Menschen die Konfliktbewältigung nicht als bereichernd? Liegt das nicht gerade an der Agression und Beleidigung des Kampfes, der damit selbstverstärkend und destruktiv wirkt? Weil mich das belastet, versuche ich Einsicht zu zeigen und wähle soweit möglich die Personen, mit den ich mich auseinandersetzen möchte.

Das letzte Muster, das mir immer wieder begegnet, kann man vielleicht als Konsummentalität bezeichnen. Weil ein „professionelles“ Verhältnis vorliegt, schwindet die Mitmenschlichkeit. Zum Beispiel: Kennen Sie Ihren Postboten persönlich, wie geht es ihm gerade? Stellen Sie einen Menschen ein oder einen „High-Performer“? Sagen Sie danke, wenn jemand einen Artikel für Sie schreibt, tragen Sie ihre Ideen und Ansichten bei, vermitteln Sie zwischen Blogger und Freunden, oder konsumieren Sie nur? Haben Sie schon mal bei einem Hersteller angerufen und sich bedankt? Kennen Sie den Erfinder des ABS? Loben Sie auch mal einen Politiker? Haben Sie schon mal eine Bedienung aufgebaut, als sie einen schlechten Tag hatte? Unterhalten Sie eine aufrichtige und wertvolle Beziehung zu Ihrem Vorgesetzten? Das sind so Kleinigkeiten, aber diese Form von Wertschätzung und genereller Mitmenschlichkeit hat doch eigentlich höhere Priorität als das Tauschverhältnis?

Menschen groß machen

Zusammengenommen komme ich zum Ergebnis, dass wir versuchen sollten, einander groß zu machen. Wir sollten Respekt und Wertschätzung vermitteln, Menschen auf ihre Stärken aufmerksam machen, sie akzeptieren und wohlwollend beurteilen, wir sollten Achtsam sein in der Interaktion, z. B. loben, Mitgefühl aufbringen und Zuspruch erteilen auch auf Verständigung, Informationsaustausch und Bereicherung durch unterschiedliche Perspektiven und Modelle sollten wir achten. Ich glaube solche Umgangsformen, die ja auch auf uns zurückfallen, haben erheblichen Einfluss auf unsere Zufriedenheit und unseren sozialen Wohlstand.

Wenn Sie z. B. über Nachhaltigkeit nachdenken: Ist Nachhaltigkeit nicht irgenwie auch geruhsam und genüsslich – erlesen konsumieren, geräuscharme Städte. Oder intellektuell befriedigend – die optimale Lösung für Mobilität und Heizung. Oder gesund und anregend – mit dem Fahrrad oder zufuß zum Supermarkt. Wenn ich mir z. B. nochmal ein Auto kaufe, würde es mir Spaß machen, mit diesem Modell zu tüfteln, um die optimale Entscheidung zu treffen – alleine schon, um überhaupt das Ergebnis zu kennen 🙂

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Wissensmanagement

Wissensmanagement wird im deutsch-wirtschaftlichen Bereich (wissensorientierte Unternehmensführung) von Prof. Dr. North untersucht. Jedenfalls stammt von ihm das Standardwerk zum Thema. Aus Perspektive des Wissensmanagement existieren meiner Meinung nach im wesentlichen drei Arbeitsgebiete: Unternehmensführung, Wissensnutzung und -Propagation sowie Sicherung von Wissen. Dieser Artikel bezieht sich vor allem auf die Wissensnutzung und -Propagation.

Nach der sog. Wissenstreppe von North ist Wissen die Vernetzung von Information und transformiert sich bei Handlungsbezug zu Kompetenzen. Dieser Artikel konzentriert sich auf Wissensbildung und -Propagation, und damit insbesondere auf kommunikative Prozesse im persönlichen und digitalen Informationsweg.

Kommunikationsmodell

Kommunikation soll als Chiffrierung – Übermittlung – Dechiffrierung verstanden werden. Deswegen muss in einer Form chiffriert werden, die Dechiffrierung erlaubt. Informationsübermittlung erfolgt über Wahrnehmungskanäle, die Einfluss auf bewusstes Denken nehmen (Wahrnehmungs-Emotions-Filter basierend auf vorwiegend frühkindlicher Prägung; vgl. Bewusstseinsreifung). Diese frühkindliche Prägung (Werteprofil) bestimmt unsere Interessen und aktivierte Bedürfnisse zusammen mit Bedürfnissdynamiken (ERG-Theorie, vgl. Selbst- und Menschenbild). Unsere auf Intelligenzen (analytisch, kinästhetisch, sprachlich, musikalisch, räumlich, haptisch, emotional, etc.) bezogenen Präferenzen bestimmen unsere vorwiegenden Wahrnehmungsprozesse.

Der Kommunikationsexperte würde im Idealfall erlernen entsprechend der Werte, Bedürfnisse und Wahrnehmungspräferenzen des Rezipienten zu chiffrieren, um unter Anknüpfung an geteiltes Wissen (Konzepte, Modelle) auch in Analogie den Dechiffrierungsprozess zu erleichtern. Im Wahrnehmungsfall würde er sich trainieren Chiffrierungen zu entschlüsseln. Geteiltes Wissen sind gemeinsame Informationen, deren subjektive Vernetzung erläutert wird. So kann Bezug auf Wissen anderer Menschen genommen werden. Dies erlaubt Expansion, Umkonfiguration und Analogiekopplung in Assoziationen und Bisoziationen.

Wissensmanagement

News

Das Global Conciousness Konzept kann im Wesentlichen wie folgt konfiguriert werden:

Ereignisse werden von Nutzern übermittelt und zusammengefasst. Die Zusammenfassungen werden an Nutzergruppen für Emotionen übermittelt, die ein Rating vornehmen sollen. Die Ratings werden aggregiert und kategorisiert, um in der Bearbeitungsreihenfolge sortiert übermittelt zu werden. Durch Durchsuchung eines Entscheidungsbaums der das Wissen der Community abbildet, wird Expertenwissen identifiziert. Personen die über dieses Wissen verfügen (Graphendatenbank) werden kontaktiert, um Schlagwörter in Bezug auf die vorliegenden Informationen geschickt einzubringen. Schlagwörter betreffen Risiken bzw. Gegenargumente, Chancen bzw. befürwortende Argumente, Kontextinformationen zu betreffenden Personen und themenspezifische Kontextinformationen. Alle Informationen werden zusammen zu einem Artikel erweitert, der sodann veröffentlicht wird (z. B. als Blog).

Fragen und Antworten (Expertenvernetzung)

Nutzer können Fragen verfassen und mit Hilfe eines Entscheidungsbaums relevantes Expertenwissen definieren. Die Frage wird dann den relevanten Experten (Graphendatenbank) zukommen gelassen. In einem Chat-Thread antworten diese dann eventuell unter Referenzierung von Dokumenten und Veranschaulichungsmaterial.

Persönlicher Kontakt / Meetings

Nach erster Betrachtung des Themenfelds ergeben sich fünf wesentliche Meetingkonzeptionen: 1. Vorträge, 2. Lagebesprechungen, 3. Interviews, 4. Brain Storming und andere Kreativitätstechniken sowie 5. gemütliches Beisammensein. Während sich beim gemütlichen Beisammensein eher zufällig Interaktionen entwickeln sind die anderen Kommunikationsanlässe häufig Themenbezogen. Entsprechend des geteilten Wissens, können Kommunikationspfade zu Wissensaustausch führen, wobei zumeist Informationsaustausch stattfindet, der eine gemeinsame Wissensbasis zumindest analog erfordert.

Man unterscheidet also Shared Knowledge, Bilateral Shared Knowledge und direkte oder indirekte Kommunikationspfade. Weiterhin können Kommunikationspfade zufällig bzw. strukturiert erfolgen. Hier liegt zum Teil ein analoges Problem vor, wie im Artikel Integration beschrieben.

Informationssicherheit (zwischenmenschlich)

Die Informationssicherheit in sozialen Systemen erfordert Wissensbildung, die es erlaubt über Begriffe Assoziationen oder Biosoziationen nach der Wahrnehmung des Rezipienten zu kreieren, sodass Verschlüsslung stattfindet. Kommunikationsexperten können bei intensivem Wissen übereinander mit dynamischen Verschlüsselungen arbeiten. Die Dimensionen der physikalen Welt eines Geschöpfes sind Raum (3 D), Zeit und Information.

Fazit

Kommunikation ist Chiffrierung und Übermittlung von dechiffrierbaren Informationen und deren Vernetzung (explizit und / oder implizit). Kommunikationsexperten können rezipientenbezogen chiffrieren und umfänglich dechiffrieren, sofern genügend Wissen abgestimmt wurde.

Wissensmanagment in Bezug auf News, Fragen, themenbezogener und offener persönlicher Kommunikation wurde in den zentralen Architekturen beschrieben. Ein zentrales Element von Wissensmanagement ist deren Propagation, die letztlich zufällig oder bewusst erfolgen kann.

Informationssicherheit in der Kommunikation sozialer Systeme findet letztlich statt, wenn Äußerungen und Verhalten für Außenstehende nicht mehr dechiffrierbar ist, weil es völlig andere Wissensnetze anregt.

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Kooperationsmanagement – Kooperationen effektiv, effizient und flexibel gestalten

Kooperationen sind Prozesse die nach den Kriterien Effektivität, Effizienz und Flexibilität auszulegen sind. Vgl. Bogaschewsky und Rollberg (1998). Erfahren Sie hier, welche Effektivitätskriterien zu beginn einer Kooperation zu beachten sind, wie die Flexibilität einer Kooperation erhalten bleibt und welche Faktoren eine effiziente Kooperation ausmachen.

Effektive Kooperation

Die Effektivität einer Kooperation bemisst sich nach Kaschny et. al. (2015) daran, dass ein Bedarf an Wissen, Know-how oder finanziellen Mitteln für jeden Kooperationspartner dauerhaft gedeckt wird (Win-win-Situation).  Es sollten demnach komplementäre Kernkompetenzen und strategische Ziele aufeinander treffen. Die Aufgaben- und Rollenverteilung sollte fair sein, um dauerkonflikte aus Ungleichgewichten zu vermeiden. Schutzrechtliche Fragestellungen, Haftungsansprüche und der Umgang mit Mittelrückflüssen sollten geklärt sein, um existenzielle Konflikte zu vermeiden. Letztlich ist es wichtig, dass die Bedeutung der Kooperation für alle Partner ungefähr gleich ist und kein Partner ein Dominanzstreben zeigt, damit die Kooperation unter Gleichgestellten stattfindet und so von allen Seiten aufrechterhalten werden will.

Flexible Kooperation

Nach Dammer (2011) braucht eine Kooperation ein hinreichend flexibles, und dennoch stabiles Regelwerk. Zudem sollte die Eigenständigkeit der Kooperation nicht durch eine zu enge Kontrolle durch die Partnerunternehmen behindert werden. Dies schadet der Entwicklung der Kooperation und mindert ihre Leistungsfähigkeit ernsthaft. Es sollte vielmehr auf die Erarbeitung eines Leitbildes gesetzt werden, welches der Leitlinie folgt, die sich durch die Zielperspektiven der Kooperation selbst beschreiben lässt. Die Zukunftsorientierung der Kooperation sollte durch flexible interne Strukturen, die Bereitschaft zur weiteren Qualifizierung und deren Unterstützung, die Produktentwicklung und Organisationsentwicklung (Innovationsorientierung) als Thema befördert werden.

Effiziente Kooperation

Die Darstellungen folgen im Wesentlichen Dammer (2011). Zunächst gibt es zwei übergeordnete Bedingungen, die das effiziente Arbeiten eines Netzwerkmanagers erheblich erleichtern.

Zunächst sollte die Kooperation den Charakter der Eigenständigkeit besitzen. Also einen eigenständigen Stellenwert zugemessen bekommen, der jenseits ihrer direkten Funktionalität für jedes einzelne Partnerunternehmen liegt. Dieser eigenständige Stellenwert der Kooperation sollte aktiv zur Geltung gebracht werden. Sinn dieser Forderung ist es, eine Kooperation in ihrer Unvorausschaubarkeit zu würdigen und sich darauf zu verlassen, dass die Kooperation Vorteile generiert die nicht zwangsläufig sofort sichtbar oder erahnbar sind.

Weiterhin sollte eine Entwicklungsorientierung vorliegen, bei welcher die Kohärenz in der Veränderung rekonstruiert wird, sodass Veränderungen als zielgerichtet erfolgend interpretiert werden. Die Steuerung der Kooperation sollte in diesem Sinne den Prozess kontinuierlicher Verbesserung aufrecht erhalten und die Zukunftsorientierung der Kooperation befördern. Auch nach Kaschny et al. (2015) ist die Lernbereitschaft der Kooperationspartner von entscheidender Bedeutung. Sinn dieser Forderung ist es, die Zweckpassung der Kooperation fortschreitend zu gewährleisten.

Die eigentlichen Effizienzkriterien einer Kooperation sind Vertrauen, Konfliktfreundlichkeit, Lösungsorientierung, Transparenz, Verbindlichkeit und Kommunikation. Diese sechs Faktoren stehen gleichwertig nebeneinander und sind aufs innigste miteinander verwoben. Ihr Sinn ist, dass sie die effiziente Kooperation ermöglichen.

Vertrauen meint, dass man glaubt und aushält, dass die Handlungen einzelner Partner und das was insgesamt geschieht, zum Nutzen der Kooperation im Sinne ihrer Ziele ist. Die Kooperationspartner verzichten bewusst auf eine wasserdichte Absicherung und zeigen stattdessen Vertrauen gegenüber den Partnern, der Kooperation und sich selbst. Kaschny et. al. (2015) zielen wohl auf diesen Aspekt, wenn sie die Kooperationserfahrung und Kooperationsbereitschaft der Partner betonen. Ein wichtiger Aspekt, der von Dammer (2011) nicht aufgegriffen wird ist, dass Vertrauen sukzessive aufgebaut werden kann, sodass die Vertrauensinvestitionen bei Erfolg sukzessive erhöht werden können.

Konfliktfreundlichkeit meint eine Einstellung unter der Maxime: „wir profitieren von unseren Konflikten“. Dabei ist es wichtig sich die Vorzüge von Konflikten zu verdeutlichen: Konflikte spiegeln die realen Kräfte und Tendenzen in der Kooperation, helfen die Grenzen der Kooperation auszuloten und sind der wichtigste Motor für Veränderungen. Gleichwohl empfehlen Kaschny et. al. (2015) eine geringe kulturelle Distanz und Kompatibilität der Erfahrungen, Werte und Prinzipien der Kooperationspartner. Klar abgesteckte Verantwortungsbereiche und festgelegte Modi der Zusammenarbeit (Entscheidungsfindung, Konfliktmanagement, etc.) können hier ebenfalls helfen, so Kaschny et. al. (2015).

Mit Lösungsorientierung gemeint, ist die Orientierung an den Kooperationszielen als Schutz vor Partikularinteressen und die pragmatische Analyse von Fehlern, Problemen, Konflikten und Erfolgen. So wird überzogenes positives Denken aber auch die leidige Suche nach dem Sündenbock umgangen.

Transparenz hat die herausragende Bedeutung der genauste Indikator für das Verhältnis der Kooperation zu den einzelnen Partnerunternehmen und umgekehrt zu sein. Transparenz ist nicht grenzenlos möglich, denn keinem beteiligten sind alle bei ihm wirksamen Kräfte bekannt und verfügbar, sodass bewusste Absichten hier wenig zählen. Das tatsächliche Verhalten jedoch definiert die Reichweite, den Spielraum und die Handlungsmacht einer Kooperation, da diese von den intern zulässigen und verfügbaren Informationen und Strategien abhängt. In der Transparenz zeigt sich zudem der Großteil der Vertrauensinvestition der einzelnen Partner. Wohl der Transparenz förderlich ist auch die Forderung von Kaschny et. al. (2015) nach einer Zusammenarbeit der Partner direkt auf Mitarbeiterebene.

Die Verbindlichkeit drückt die Intensität des Bindungsgefühls aus. Als internes Regelwerk über Erwartungen an andere und die legitime Forderung anderer an einen selbst, wird eine Richtung vorgegeben, die, wenn sie tatsächlich umgesetzt wird, mehr Eigeninitative impliziert als im Regelwerk verlangt. Die faktische Verbindlichkeit lässt einen Schluss auf die Wichtigkeit zu, die die Partner der Kooperation tatsächlich beimessen.

Kommunikation ist das Austauschen von Informationen zwischen Individuen und Institutionen, und ist somit das Medium und der „Klebstoff“ der Kooperation. Kommunikation sollte regelmäßig, ausreichend und angemessen erfolgen. Das Klima der Kooperation drückt sich zum einen in der Kooperation aus und wird zum anderen durch die Kommunikation geschaffen. Lösungsorientierte Kommunikation erlaubt die Aufklärung der Selbstverständnisse und blinden Flecke der Partner, die aufeinanderprallen. In Bezug auf angemessene Kommunikation weisen Kaschny et. al. (2015) insbesondere auf den respektvollen Umgang hin.

Ein Aspekt den Kaschny et. al. (2015) zusätzlich zu den sechs Faktoren hervorheben ist die Qualität der Mitarbeiter und des Managements in der Kooperation.

Fazit

Gemäß den Grundsätzen des Projektmanagements – vgl. Kuster et. al. (2011) – ist in der Initialisierungsphase eines Kooperationsprojektes die Effektivität besonders zu gewichten. Effektivitätskriterien sind:

  • Existenz einer dauerhaften Win-win-Situation,
  • Vorliegen komplementärer Kernkompetenzen und strategischer Ziele,
  • faire Aufgaben- und Rollenverteilung,
  • Klärung schutzrechtlicher Fragestellungen,
  • Klärung von Haftungsansprüchen,
  • Klärung des Umgangs mit Mittelrückflüssen,
  • Vorliegen ungefähr gleicher Bedeutung der Kooperation für die Partner und
  • kein Vorliegen von Dominanzstreben eines der Partner.

Dabei ist grundsätzlich auf Flexibilität zu achten. Flexibilitätskriterien sind:

  • Kooperationsleitbild statt Kontrolle,
  • flexible interne Kooperationsstrukturen,
  • Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterqualifizierung und
  • Innovationsorientierung.

Im Verlauf der Kooperation werden die Effizienzkriterien zunehmend wichtig. Von übergeordneter Bedeutung ist es dabei, dass der Kooperation ein eigenständiger Wert beigemessen wird, dass dieser zur Geltung kommt und dass eine Entwicklungsorientierung vorliegt. Dies schließt insbesondere die Lernbereitschaft mit ein. Die Faktoren der Effizienz die dadurch gefördert werden sind:

  • Vertrauen statt wasserdichter Absicherung sukzessive aufbauen (Kooperationsbereitschaft),
  • Konfliktfreundlichkeit leben und durch Passung Reibungsflächen abbauen,
  • lösungsorientiert die Ziele der Kooperation pragmatisch beachten (Lösungsorientierung),
  • transparentes Verhalten zeigen, um die Informationen und Strategien der Kooperation zu erweitern (Transparenz),
  • Verbindlichkeit aus Eigeninitative generieren,
  • regelmäßig, ausreichend und angemessen kommunizieren (Kommunikation) und
  • qualifizierte Mitarbeiter und Manager einbinden.

Zusammengenommen kann so ein optimiert effektiver, effizienter und flexibler Kooperationsprozess gestaltet werden.

Quellen:

Bogaschewsky, R.; Rollenberg, R. (1998) "Prozeßorientiertes Management", Springer (o. A.).

Dammer, I. (2011) "Gelingende Kooperation ("Effizienz")" in "Netzwerkmanagement - Mit Kooperation zum Unternehmenserfolg", S. 37 - 47; Hrsg. Becker, T.; Dammer, I.; Howaldt, J.; Loose, A. Springer (Heidelberg, Dodrecht, London, New York), 3. Auflage.

Kaschny, M.; Nolden, M.; Schreuder, S. (2015) "Innovationsmanagement im Mittelstand - Strategien, Implementierung, Praxisbeispiele", Springer Gabler (Wiesbaden).

Kuster, J.; Huber, E.; Lippmann, R.; Schmid, A.; Schneider, E.; Witschi, U.; Wüst, R. (2011) "Handbuch Projektmanagement", Springer (Heidelberg, Dodrecht, London, New York), 3. Auflage.

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Konfliktmanagement – Das Ausleben einer produktiven Konfliktkultur

Pannen, Konflikte und Aporien

Nach Gerhard Schwarz sind Pannen zu vermeiden und Konflikte zu pflegen.

Pannen sind Missverständnisse oder Fehler die auf Unvermögen zurückgeführt werden können und für die Weiterentwicklung der Betroffenen keine Bedeutung haben sowie deren Lösung grundsätzlich bekannt ist.

Konflikte entstehen, wenn widersprüchliche Interessen von unterschiedlichen Menschen oder Menschengruppen vertreten werden und zumindest eine Abhängigkeitsvermutung in der Erreichung der Interessen besteht. Konflikte haben eine besondere Bedeutung für die Weiterentwicklung der Betroffenen.

Eine besondere Klasse der Konflikte sind Aporien. Aporien weisen mindestens zwei einander widersprechende Interessen auf, die jeweils berechtigt und voneinander abhängig sind. Aporien sind nur durch einen echten Konsens lösbar.

Ist also eine Lösung bekannt, handelt es sich um eine Panne, die möglichst reibungsarm geklärt und gelöst werden sollte. Treten jedoch Widersprüche auf, so besteht ein echter Konflikt oder sogar eine Aporie. Aporien sind daran zu erkennen, dass eine Lösung des Konflikts alle widersprüchlichen Interessen beinhalten sollte – die Interessen sind voneinander abhängig. Eine einseitige Entscheidung bezüglich eines aporetischen Konflikts ist stets unvollständig, es ist eine Lösung erforderlich in der alle Parteien sogesehen Recht behalten – ein Konsens.

Konfliktlösungen

Die Arten der Konfliktlösung lassen sich hierarchisch anordnen, sodass durch einen Lernprozess höhere Ebenen der Konfliktlösung erreicht werden können:

  1. Flucht
  2. Vernichtung
  3. Unterwerfung
  4. Delegation
  5. Kompromiss
  6. Konsens

Flucht und Vernichtung stellen archaische Muster der Konfliktbewältigung dar. Menschen verfügen über eine Anlage, die es ihnen nahelegt sich entsprechend dieser Lösungsstrategien zu verhalten. Es handelt sich folglich um so etwas, wie Basisreaktionen. Das ist deswegen problematisch, weil die Partei, die das niedrigste Konfliktniveau erreicht, definiert, auf welcher Ebene sich der Konflikt befindet.

Flucht, als Konfliktlösungsstrategie, erweist sich zur Distanzgewinnung und in kurzfristigen Beziehungen als sinnvoll. Hitzige Gemüter können dadurch abgeregt werden, dass eine der Parteien sich zurückzieht. Problematisch ist jedoch das ausblenden des Konfliktes – der Konflikt schwehlt so innerhalb der Parteien weiter und führt zu Belastungen, die sich sogar in der körperlichen Gesundheit niederschlagen können. In langfristigen Beziehungen also, ist es erforderlich echte Konflikte anzuerkennen und zu bearbeiten, um der unterschwelligen Belastung zu entgehen.

Es liegt in der Natur der Sache, das ein Konflikt, der mit Flucht gelöst werden soll, in einer langfristigen Beziehung durch temporär auftretende Vernichtungskämpfe gezeichnet ist. Dann nämlich, wenn die Belastung aus dem Fluchverhalten höher ist, als die Belastung aus der Konfrontation. Vernichtung ist die zweite Stufe der Konfliktbewältigung und entspricht dem archaischen Muster des kämpferischen Verhaltens. Das Problem mit der Vernichtungsstrategie liegt jedoch darin, dass der „Gegner“ dauerhaft vernichtet werden muss. Das ist in langfristigen Beziehungen jedoch nicht (gesetzeskonform) möglich. Weiterhin verpassen die Beteiligten die Chance sich weiterzuentwickeln und verharren in unangenehmen Kämpfen.

Als Resultat entsteht der Tausch von Selbstbestimmung gegen Sicherheit durch Unterwerfung. Mal ordnet sich der eine unter und mal der andere, sodass ein gewisses Maß an Fairness entsteht, mit dem die Beteiligten zurecht kommen müssen. Es ist jedoch so, dass derartige Agreements letztlich zu Gunsten einer dominanten Partei ausfallen und sich im Regelfall keine echte Fairness einstellt. Dadurch bleibt eine Restbelastung erhalten, die den Antrieb bildet Konflikte durch außenstehende Dritte lösen zu lassen.

In dieser Phase der Konfliktbewältigung durch Delegation werden unparteiische Dritte dazu aufgefordert den Konflikt zu entscheiden. Die resultierenden Entscheidungen, etwa durch Gerichte, hinterlassen Verlierer, da sie grundsätzlich hierarchische Entscheide hervorbringen. Es liegt somit in der Natur der Delegation, dass eine Unzufriedenheit verbleibt, die der langfristigen Beziehung entgegenwirkt. Diese Unzufriedenheit ist der Grund, warum höhere Arten der Konfliktbewältigung angestrebt werden. Ein weiterer Grund liegt darin, dass Aporien nun mal nicht durch Entscheidungen für eine Seite sinnvoll gelöst werden können, da beide Interessen in der Lösung aufgehen müssen, da Sie beide berechtigt sind. Hier kann gar keine Entscheidung von außen erfolgen.

Im betrieblichen Kontext können höhere Konfliktlösungen nur erreicht werden, wenn der systemische Widerspruch aus Hierarchie und Konfliktkompetenz zugunsten der Konfliktkompetenz ausgelegt wird. Das bedeutet, dass Machtentscheide durch Autoritäten (Delegation) vermieden werden und stattdessen die Konfliktkompetenz der Parteien gefordert und gefördert wird. Dieser Aspekt ist von zentraler Bedeutung für die produktive Konfliktkultur in Unternehmen.

Kompromisse erzielen in (zentralen) Bereichen Teileinigungen und hinterlassen somit bei jeder Partei das Gefühl etwas verloren zu haben. Dies liegt daran, dass Menschen ihre Verluste stets mehr beachten als ihre Gewinne. Letztlich kann jedoch ein Modus erreicht werden, der den Gegensatz des Konfliktes soweit entschärft, dass die Handlungsfähigkeit aller Parteien nicht weiter beeinträchtigt wird. Eine Ausnahme bilden Aporien. Hier kann der Kompromiss keine Lösung sein, da die vernachlässigten Aspekte, die der Einigung fern bleiben, nun mal berechtigt sind und in die Lösung zu integrieren wären.

Der Konsens hingegen löst Aporien. In einer Synthesephase reifen die Ansichten der ursprünglichen Gegenparteien so heran, dass sie akzeptieren, dass die Gegenansicht innerhalb der eigenen Ansicht ebenfalls erforderlich ist. Somit entsteht etwas Neues, was in der Lage ist die ursprünglichen Gegenansichten zu vereinen – ein echter Konsens.

Konfliktintervention

Um den Prozess der Konfliktlösung zu beschleunigen empfehlen sich die folgenden Interventionen, die auf der Ebene des Konflikts (Zwischenmenschlich, Dreicksbeziehung, Gruppen, Systeme) ansetzen sollten:

  • Befindet sich der Konflikt in der Fluchtphase, sollte die Anerkennung des Konfliktes durch alle betroffenen Parteien sichergestellt werden.
  • Befindet sich der Konflikt in der Phase Vernichtung, sollte es vermieden werden eine Seite zu stützen. Weiterhin sollte die Delegation des Konfliktes bzw. Machtentscheide ausgeschlossen werden.
  • In den Phasen Unterwerfung, Delegationsversuche und Kompromiss sollte die Verschiedenartigkeit der Positionen innerhalb der Parteien betont und eine Konsenslösung befürwortet werden.
  • In der Konsensphase sollten keine eigenen Lösungen angeboten werden, sondern die Kontrahenten sollten selber eine Lösung finden.

Fazit

Konfliktbewältigung stellt hohe Ansprüche an die Belastbarkeit der Kontrahenten. Einfache Lösungen sind nicht zu erreichen, da vielmehr eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Gegenüber und mit den unterschiedlichen Interessen erforderlich ist. Hieraus resultieren hohe Anforderungen an die Konfliktlösungskompetenz der Betroffenen. Sie müssen z. B. emotionale Spannungen und Rückschläge aushalten und dennoch sachlich vorankommen. Für die Konfliktkultur eines Unternehmens bedeutet dies, dass Machtentscheide grundsätzlich zu vermeiden sind, auch wenn sie sich als Scheinlösung anbieten. Vielmehr muss die Konfliktkompetenz der Mitarbeiter gefordert und gefördert werden: Konflikte müssen anerkannt werden, die Kontrahenten müssen diese eigenständig lösen, die Sachebene muss betont werden und der Konsens angestrebt sein.

Quelle: Gerhard Schwarz (2014) "Konfliktmanagement", Springer Gabler (Wiesbaden).


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