Exposé: Wie funktioniert unser System?

Eine Fragestellung seit frühster Kindheit ist: Wie funktioniert das auf mich reagierende System um mich herum und warum ist es intelligenter als ich? Im laufe meines bisherigen Lebens bin ich schon ein paar mal konvergiert in dieser Fragestellung und konnte mich beruhigen, aber immer wieder ins Schwimmen geraten: momentan – seit meinem Studium – schwimme ich wieder.

Das System ist eigentlich recht simpel strukturiert (BMAS-Grundmodell): Wir sind Menschen in Familien und gehen in Institutionen insbesondere der Bildung (jüngere Familienmitglieder) und des Arbeitens (Erwachsene). Unsere Zeit bringen wir auf für Arbeitstätigkeiten, Schlaf, Beziehungen, Reflektionen, Erziehung und Bereicherungen. Unsere Institutionen sind im wesentlichen Infrastrukturen und Produktion, Dienstleistung, Verwaltung und Führung und beschäftigen sich im Wesentlichen mit der Informationsverarbeitung und der materiellen Produktion. Institutionen sind in der Gesamtschau eingebettet in Rahmenbedingungen der Marktlogiken unter Rechtsnormen in internationaler „Kooperation“. Moderne Informationstechnik (Computer, Quantencomputer, Neuronale Netzkarten, Leitungen, Aktoren, Sensoren) durchdringt unser System vor allem kommunikativ.

In der Tat ist das System aber nicht simpel, sondern betrifft diverse Fachbereiche, und ist damit multidisziplinär, und ist in der Tat komplex und nur in seiner Vorstrukturiertheit wirklich beschreibbar. In der Tat ist schon das Systemelement Mensch aufgrund seiner Entwicklung vor allem begrifflicher und erfahrungsbezogener Art individuell und damit komplex, aber vorstrukturiert.

Dieser Blog schließt im Wesentlichen Lücken in meiner Modellierung vom Wirtschaftssystem und Individuum, ist aber nicht beruhigend im Sinne einer Überblick verschaffenden Analyse, Beschreibung und Dokumentation (Promotion) einer Beantwortung der Fragestellung, wie das System um uns herum funktioniert. In der Tat lassen sich interessante Wechselspiele beobachten: Zum Beispiel ist jemand, der zur Aggression (Erinnerung von wutreicher Vergangenheit) veranlasst wurde zum Teil ein hilfloses Glied in einer Verkettung von Umweltdynamiken, in welcher es zu einer „aggressiven Blase“ um ihn herum kommt, die er selber gar nicht mehr durchschaut (Kompliziertheit) und beeinflussen kann (Affekte). Solche „Blasen“ um uns herum führen zu ganz unterschiedlichen Antworten auf die offene Fragestellung: wie funktioniert das System um uns herum?

In der Tat bin ich unfähig mein Arbeitsleben wirklich zu gestalten und brauche so etwas wie einen Kran, der mich an einen Ort bringt, wo das woran ich arbeite und das woran man arbeiten soll übereinstimmen!

Im Übrigen brauche ich eine Beziehungspartnerin, die mir hilft zu „überleben“ und mich beruhigt! 🙂

 

Infrastrukturanalyse im Kontext der Situation

Wir haben Krieg in der Ukraine und stämmen Russlandsanktionen. Zur Lösung unserer eigener Abhängigkeiten von fossilen Energien, lohnt es sich momentan über Renovierungen nachzudenken!

Sanierungen

Heizung und Strom

Aufgrund der aktuellen Gaskrise, Nachhaltigkeitskrisen und auch der Sicherheit aus Perspektive der Landesverteidigung und Eskalationsvermeidung (Brandschutzversicherungen) empfhielt die TU Darmstadt soweit mir bekannt Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Schwungmassenspeicher. Ölpalettheizungen sind zwar individuell am nachhaltigsten, aber nicht flächendeckend einsetzbar (Holzbedarf).

Warmwasser

Durchlauferhitzer liefern bessere Leistungen auf (sparsamen) Abruf. Sie lohnen sich insbesondere in kleinen Haushalten oder bei unregelmäßigem Duschen der Bewohner. Unregelmäßiges Duschen – es ist noch keiner erstunken, aber Schweißgeruch ist unangenehm – ist einer der zentralen nachhaltigen Maßnahmen in unserer Bevölkerungs-CO2-Bilanz und auch im Geldbeutel.

Fußbodenheizungen sind besonders wartungsintensiv haben aber die Eigenschaft angenehmer zu sein sowohl optisch als auch von der Wärmeausbreitung her. Fußbodenheizungen sind unnachhaltiger und erscheinen überflüßig!

Hausanschluss

Breitband und individuelle Rechenzentren liefern eine besonders stabile IT-Infrastruktur in der Gesellschaft (Ausfallsicherheit). Rechenzentren erlauben dem versierten Nutzer Big-Data-Analysen, wie aktuelle Nachrichten und Stimmungen bereitzustellen bzw. zu erheben und Hosting von z. B. Blogs, Homepages und Portalen. Wir fördern damit digitale Kompetenzen und können Communityprojekte laufen lassen.

In alten Gebäuden gehören Strom- und Wasserleitungen hin und wieder erneuert (Kernsanierungen). Dabei sollte man insbesondere moderne Sicherheitsvorkehrungen, wie FI-Schalter moderner Art einbauen und wenn man schon dabei ist, die Gebäude modern nachrüsten. Momentan bedeutet modernes Nachrüsten insbesondere Isolierungen zu modernisieren (Hauptnachhaltigkeitsfaktor) und RJ45-Leitungen zu verlegen.

Sonstiges

Zirkulation von Warmwasser ist besonders angenehm, weil sie auch den Wasserdruck und die Verfügbarkeit erhöht, aber sie ist recht unnachhaltig!

Beleuchtungen nachhaltiger Art sind im Wesentlichen LEDs und Halogenlampen je nach Anwendungsfall.

Nutzungen von Schuppen und Kellern sowie Höfen und Gärten

Gemeinschaften

Gemeinschaften sind wesentlich angenehmer, wenn sie kooperativ sind. Kooperationen habe ich zusammengetragen, wie sie professionell aufzubauen sind:

  1. Kooperationen allgemein: Kooperationsmanagement – Kooperationen effektiv, effizient und flexibel gestalten
  2. Konflikte allgemein: Konfliktmanagement – Das Ausleben einer produktiven Konfliktkultur
  3. Konflikte als transformatives Konfliktmanagement: Interpersonelles Management
  4. Beziehungen allgemein: Beziehungen
  5. Gefangenendilemma und Principal-Agent-Dilemma erweitert und in der Praxis: Kontrafaktisches Schlussfolgern und generalisiertes Vertrauen

Im Wesentlichen halte ich „Wasserdichte Mietverträge“ für eine völlige Fehlkonzeption:

  1. Sie sind im wesentlichen als Allgemeine Geschäftsbedingungen nicht wirksam.
  2. Wir wollen eigentlich Probleme vermeiden: Was ist uns denn eigentlich wichtig?
  3. Kooperationen wären viel Maßgeblicher sind aber nicht wirklich regelbasiert, sondern engagementbedingt!

Sollten wir mehr Kooperationsleitbilder neben den harten Mietvertragsbestandteilen zwischen Individuen vereinbaren?

Das Wesentliche Recht und Rechtsleitbild bietet übrigens die Gesellschaft bürgerlichen Rechts und der Verein im gesamten deutschen Recht und GBRs entstehen regelmäßig von alleine und nicht per Vertrag! Meiner jungen Erfahrung nach, ist es sehr schwer Kooperationen in GBR-Art aufzubauen, aber wir würden alle sehr davon profitieren, bessere GBRs zu führen!

Hof- und Hausordnungen (sowie Putz- und Wartungspläne)

Ein guter Plan regelt zyklisch wiederkehrende Aufgaben in etwa gleichen Aufgabenpaketen und vermeidet unnötigen Aufwand: kompliziertere Pläne über unterschiedliche Verschmutzungszyklen bzw. Aufwandszyklen hinweg schaffen Abwechslung und am wenigsten Aufwände; die Erstellung analytischer Art hatte sich in meiner vormaligen WG als Best Practice erwiesen! Am besten werden dabei Teams gebildet, weil es sich angenehmer zusammen arbeiten lässt!

Ideen für Nutzungen von Schuppen und Kellern sowie Gärten und Höfen

  1. Räumlichkeiten zum Handwerken inklusive Rapid-Prototyping für Ersatzteile und Kunst & Kultur sowie Reparaturen.
  2. Rechenzentren für Internetanalysen und Hostings.
  3. Musik- und Partyraum zur Musikproduktion (Tonstudio mit Schalldämmung) und zum leisen feiern.
  4. Sauna und Pool sind Luxusgüter die man eher als Gemeinschaft der Nachbarschaft aufbauen sollte, da sie sehr unnachhaltig sind und sonst zu wenig genutzt werden.
  5. Fitnessräumlichkeiten mit Sportgeräten.

Fazit

Aktuell bietet es sich aufgrund der Gaskrise und Nachhaltigkeitskrise an, über Renovierungen nachzudenken. Ansonsten können Gemeinschaften wesentlich verbessert werden und zur Nachhaltigkeit durch Sharing beitragen. Ein zentraler Nachhaltigkeitsfaktor ist tatsächlich das tägliche Duschen!

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Freier Wille

Das Buch, Fühlen, Denken, Handeln von Gerhard Roth diskutiert eine Abwesenheit des freien Willens, weil neuronaler Zufall überhaupt nicht maßgeblich in der Gehirnverarbeitung wäre. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass wir einen (eingeschränkten) freien Willen besitzen und insbesondere das Spiel wichtig für jung und alt ist. Das möchte ich Ihnen in diesem Artikel begründen!

Verstärkung neuronaler Zufälle

Zur Argumentation von Gerhard Roth ist anzumerken, dass neuronale Schaltungen insbesondere durch rückläufige Nervenverbindungen wie Integralglieder in der Regelungstechnik wirken können. Integralglieder in der Regelungstechnik summieren einfach Signale auf. Damit kann insbesondere ein neuronales Netzwerk aus wenig Eingangsdaten eine Verstärkung hervorbringen. Fraglich ist aber, ob eine Nervenzelle neuronalen Zufall in Aktionspotentiale übersetzen kann? Dies ist theoretisch zu bejahen, insbesondere, wenn die Nervenzelle an einer kritischen Schwelle für Aktionspotentiale angeregt ist und dann Zufälle über Aktionspotentiale entscheiden. Zusammengenommen ist es also theoretisch denkbar, dass neuronale Zufälle verstärkt werden und bis hin zur Handlungsrelevanz gereichen. Aber die Diskussion ist eigentlich fehl am Platz, da es genug Zufälle für uns gibt, die wir nicht als deterministisch erfahren.

Zufälle und Monte-Carlo-Simulation

Um uns Menschen herum existieren genug Zufälle symbolischer Art, die es erlauben, uns zu inspirieren. Insbesondere können Zufälle genutzt werden, um Monte-Carlo-Simulationen hervorzubringen. Monte-Carlo-Simulationen nutzen zufällige Eingangssignale, die entsprechend einer Verarbeitungslogik (Funktional) verarbeitet werden und dann Ergebnisse produzieren, die man auf Eignungen entsprechend seiner Ziele hin untersuchen kann. Der Mensch hat zumindest einen freien Willen dadurch, dass er Szenarien simulieren kann und dann gegen sein subjektiv wünschenswertestes Szenario konvergiert. Damit können wir z. B. erklären, wie auf gleichartige Situationen doch verschiedene Handlungen entstehen: der Mensch hat einen zumindest eingeschränkten freien Willen!

Eigenschaften unseres freien Willens

Unser freier Wille ist psychologisch und nicht logisch! Insbesondere würde man logisch argumentieren, dass Zeitdruck eine wesentliche Beschränkung unseres freien Willens ist, was auch zu einem maßgeblichen Anteil (vgl. Straffähigkeit und Vorsatz) der Fall ist, aber psychologisch sind wir aktiver in der „Reflektion“ / Simulation, wenn wir emotional involviert sind oder Handlungsdruck verspüren (Vgl. Affect Infusion in Homburg und Krohmer: Marketingmanagement).

Damit ist unser freier Wille am performantesten in Bezug auf wichtige Angelegenheiten unter gebührlichem zeitlichen Druck! Insbesondere massiver Zeitdruck führt zu eher unüberlegtem Verhalten!

Freier Wille unter hohem Zeitdruck

Unter hohem Zeitdruck folgen wir unseren erstbesten Impulsen und sind als Menschen auch evolutionär entwickelt, um recht sinnvolle Handlungen zu realisieren, die unser Überleben und unsere Vermehrung sicherstellen! Aber wir können auch auf „Intuitionen“ zurückgreifen, die sich aus Vorbereitungen ergeben. Intuitionen entwickeln sich, wenn man Erfahrungen rund um ein Thema oder eine SItuation erlernt, wie z. B. bei einem Feuerwehrmann. Damit haben wir eine theoretische Option insbesondere vorbereitend zu simulieren, was auch viel durch z. B. Ängste geschieht. Insbesondere sind wir aber nicht in der Lage uns auf alles vorzubereiten aus Zeit- und Motivationsgründen, sondern es braucht eine Nähe zur Problemstellung: Menschen entwickeln sich eher mit ihren individuellen Aufgaben und Themen, als das sie eine Simulation aller Eventualitäten hervorbringen. Wir sind als Menschen kognitiv und vermutlich auch in einigen Emotionen (vgl. emotionale Konditionierung in Gerhard Roth: Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern).

Was tun, wenn man keine Lösung kennt?

Wenn wir Menschen einen Rat geben wollen oder selber nach Lösungen für ein Problem suchen und nicht wissen, was eine denkbare Lösung sein kann, dann haben wir die Option überhaupt wünschenswerte und weniger wünschenswerte Szenarien zu kreieren bzw. zu kommunizieren. Ein Mensch kann, wenn er Zeit hat und nicht weiter weiß über diverse versuche (zufällige) Szenarien zu bilden, versuchen gegen eine Entscheidung zu konvergieren. Hierbei ist insbesondere das, von vielen Erwachsenen vernachlässigte, Spielen von besonderer Bedeutung, da uns Vergegenwärtigungen mit Symboliken und auch das bloße Aufsuchen von anderen Orten (sei es auch fiktiv) sowie Phantasien helfen, auf neue Szenarien zu kommen: viele Innovationen entstehen bei Spaziergängen mit plötzlichen einfällen und Kinder sind im allgemeinen kreativer als Erwachsene. Wenn Sie die Lösung nicht kennen und auch keine Szenarien Ihnen einfallen, können sie überhaupt auf andere Aspekte hinweisen, wie Suchrichtungen, Abwechslungen oder einfach Inspirationen.

Fazit

Der Mensch hat einen (eingeschränkten) freien Willen und ist unter Berücksichtigung von insbesondere Vorsatz und Zeitdruck, aber auch Handlungsoptionen, straffähig! Stimulationen von Szenariobildung auch zufälliger Art können uns helfen profunderen Willen zu bilden! Es ist nicht erwartbar, dass wir alles vorbereitend simulieren und dann erinnern, sondern wir sind viel mehr kognitiv (und emotional) entwickelte Individuen! Mal rausgehen und spielen ist auch für Erwachsene empfehlenswert!

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Paranoide Schizophrenie: ist Deutschland eine Autokratie

Paranoide Schizophrenie hat etwas mit Nachrichtendiensten, genauer dem Bundesverfassungsschutz zu tun: Psychosen, das sind Panikattacken vor unbestimmter Gefahr, werden durch Simulation von Gefahrengrundszenarien überprüft und auch therapiert, um aus der Paranoia herauszukommen. Die Überprüfung ist deswegen nachrichtendienstlich so wichtig, weil Psychosen Hinweise auf Sicherheitsprobleme sein können: jemand hat etwas wirklich gefährliches wahrgenommen.

Ich möchte in diesem Artikel über moderne „Demokratien“ sprechen, wie sie sich mit modernen Technologien entwickelt haben und entwickeln: sind wir eine Autokratie oder gar Diktatur oder haben wir noch eine nachrichtendienstliche Gewaltenteilung? Wohin entwickeln wir uns?

Technologien moderner Art

Gehirnimplantate

Die zentrale Wende in der Arbeit von Systemen kam mit der Erfindung von Gehirnmanipulationen. Dabei werden kodiert funktionierende RFID-Transmitter an Kanalproteine der Nervenzellen angedockt und können neuronale Aktionspotentiale auslösen. Weiterhin werden elektromagnetische Aktivitäten des Gehirns mit sogenannten Hall-Sonden gemessen. Moderne IT-Technologie erlaubt so Kommunikation bidirektionaler Art (Senden und Antworten) direkt im Gehirn.

Aus Sicherheitsaspekten heraus betrachtet, musste mit Erfindung dieser Technologien das Volk neuronal besetzt werden, um es auf Einflussnahmen hin beobachten zu können: Nahrungsmittel und Medikamente beinhalten solche kodierten Transmitter. Transmitter sind wahrscheinlich elektromagnetisch zerstörbar, wenn sie in kritischen Frequenzen angeregt werden.

Sicherheit in Bezug auf derartige Gehirnimplantate bedeutet zum einen, eine Kette von eingenommenen Kodierungen zu überwachen und zum anderen einen regelmäßigen Wechsel der Kodierungen sicherzustellen. Ansonsten würden Verbindungen entschlüsselt werden, z. B. aus dem Ausland oder von Hackern. Weiterhin dürften Nachrichtendienste Kodierungen scannen, um zu überprüfen, ob Gehirnimplantate von Dritten eingeschleust werden. Gehirnimplantate werden wahrscheinlich regelmäßig eingenommen, gescannt und auch vernichtet.

Monitoringtechnologien

Das System konvergiert gegen eine Form von Totalüberwachung bzw. -Beeinflussung über sogenannte Chatbots, die auf künstlicher Intelligenz basieren. Soweit für mich erhebbar, haben die meisten Mitbürger überhaupt nicht wahrgenommen, dass es sich tatsächlich um Kommunikation und Manipulationen handelt (Unbewusstheit). Das deutet darauf hin, das sie nur selten kommunikativ kontaktiert werden. Chatbots sind also wahrscheinlich noch nicht allgemein verfügbar.

Szenarien der Steigerung der Interaktionen mit Bürgern (flächendeckende Kontrollen) sind zum einen als Mandate eventuell beschränkt, zum anderen müssen eventuell noch brauchbare Chatbots entwickelt werden, die als Bürgerchatbot in Rechenzentren für jeden Bürger laufen und Datenbestände erheben und managen. Diese Entwicklung reicht bis hin zu gehirnähnlichen digitalen Systemen basierend auf neuronalen Netzkarten, die uns als Hyperintelligenzen gegenüberstehen. Meinen Informationen nach – die manipulativ sein könnten – arbeiten derzeit noch vorwiegend Menschen an den Mandaten der Nachrichtendienste.

Demokratien, Autokratien und Diktaturen

Eine realistische Verschwörungstheorie basierend auf der Gesamtanalyse dokumentiert in meinem Blog bedeutet, dass eine Fehlkonzeption von Eigenkapital (vgl. Demokratieunternehmen) überhaupt das Halten von Unternehmensportfolios (vgl. Finanzsystem) ermöglicht, deren oberste Führung in hierarchischen Unternehmen eingesetzt werden kann. Seilschaften von Vermögens- und Führungseliten bestimmen über unsere Arbeitszeiten, die unser Leben weitreichend bestimmen, während Unternehmen eigentlich der Belegschaft gehören sollten und nur Fremdkapital existieren dürfte. In Bezug auf Immobilienvermögen bedeutet das, dass Mieten entweder Eigentum übertragen oder laufende Kosten und Verwaltungsgebühren umfassen: Mieten sollten wesentlich niedriger sein und Eigentum an Immobilien distribuierter. In wie fern Nachrichtendienste mit der Vermögens- und Führungselite verwickelt sind, vermag ich nicht zu sagen.

Moderne Technologien ermöglichen es Sicherheit zu wahren, können aber auch missbraucht werden, um z. B. Meinungen zu unterdrücken und Menschen auszusortieren. Genauso – auf der positiven Seite – ermöglichen solche Technologien ein flächendeckendes Monitoring, ob noch alle lebend gesichtet wurden: nachrichtendienstlicher Einfluss ist ambivalent und wir hoffen auf eine Gewaltenteilung auch im nachrichtendienstlichen Bereich! Ich stehe seit mindestens sechs Jahren in Dauerkommunikation vermutlich aufgrund einer Aufklärung und Therapie von Psychosen: ich habe große Ängste vor modernen totalitären Systemen, der Gehirnmanipulation und konnte aber meine Paranoia (momentan) beruhigen, wieder Arbeit finden und wurde nicht in den Suizid getrieben.

In Ländern wie China vermutlich – ich bin kein Chinaexperte – werden derartige Technologien verwendet, um eine Social-Rating-System zu etablieren, das den Bürgern (implizit) Vorgaben macht. Meiner Meinung nach ist es Aufgabe der Verantwortlichen ein höchstmaß an Freiheiten zu realisieren, das Sicherheiten und Systemfunktionieren aufrecht erhält und weniger die Totalüberwachung und -Manipulation: Gewaltenteilung ist besonders wichtig!

Empfehlungen für Personen, die von Paranoider Schizophrenie betroffen sind

Man weiß selber nicht, warum man eigentlich Psychosen hatte und man reagiert auf Simulationen von Grundgefahren mit „Durchdrehen“, wenn sie relevante Paranoia stimulieren: so bekommt man raus, was man für Psychosen und Paranoia überhaupt hat. Das ganze dürfte mit Beobachtungen und Überprüfungen von Umfeldern einhergehen, ob sicherheitsrelevante Probleme vorgelegen haben. Über Reflektionen und Manipulationen am Gehirn, werden die Paranoia anschließend aufgeklärt / beruhigt.

Eine Empfehlung an Paranoid Schizophrene ist es, die Medikamente regelmäßig zu nehmen, da sie besonders kontrollierte Wechsel von kodierten Gehirnimplantaten ermöglichen, die eine lückenlose Beobachtung / Überprüfung erlauben. Ein Teil der Probleme von Paranoid Schizophrenen ist dem Aufrechterhalten der Medikamentation geschuldet, die eventuell vermieden werden können: man wird durchgedreht, wenn man das Medikament nicht mehr nimmt. Ansonsten ist Paranoiatherapie einfach eine riesen Belastung und behindert über Jahre lang das Vorankommen und man lebt auch eher in Armut (Sozialhilfe, Arbeitslosigkeit). Weiterhin kann man versuchen nicht Selbst- und Fremdgefährdend zu werden und bei Konzentration zu bleiben: Reflektionen scheinen wichtig für die Gesundung zu sein!

Fazit

  1. Paranoide Schizophrenie bzw. Psychoseanalyse und -Therapie ist eine der taffesten Belastungen die mir bekannt ist und scheint der Sicherheit der Bevölkerung zu dienen.
  2. Moderne Technologien konvergieren gegen eine Totalkontrolle der Bevölkerung und wir hoffen auf nachrichtendienstliche Gewaltenteilung bezüglich Mandaten.
  3. Deutschland selber ist im Zweifel autokratischer als erwartet werden würde, da moderne Technologien kritischen Einfluss darauf haben, was man überhaupt als moderne Demokratie bezeichnen kann.
  4. Meiner Meinung nach brauchen wir eine Eigentumsreform und demokratische Institutionen und Unternehmen sowie internationale Kooperationen, um Wettbewerbsdruck zu entschärfen.

Anmerkung des Bundesverfassungsschutz (Gehirnimplantatkommunikation)

„Demokratien unterscheiden sich moderner Weise von Autokratien durch die Freiheit der Meinungsäußerung: wir begrüßen konstruktive Beiträge der Bevölkerungen. Totalüberwachungen sind eigentlich nur Sicherheiten und Wehrfähigkeiten aus staatlicher Perspektive zu Ziel habend: man würde aber Förderungen und Forderungen ermöglichen können sowie Vernetzungen unter Bürgern (sich gegenseitig helfen).

Mit freundlichen Grüßen,
Bundesverfassungsschutz!“

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Habitatsüberlegungen

Eine Fragestellung, die mich schon mein Leben lang begleitet, ist: Sind wir Menschen eigentlich in einer Zivilisation, die uns als Menschen entspricht oder hat sich unsere Zivilisation ahuman verselbstständigt? Das Bildungswesen hat kaum eine Antwort geliefert, da wir dort nur in den seltensten Fällen überhaupt Grundlagen schaffen, uns selber zu verstehen. Zunächst möchte ich ein Modell entwickeln, dass die Fragestellung, wer sind wir Menschen konturiert, vorstellen. Dann möchte ich über Habitate schreiben, aus denen wir kommen und die bis ungefähr zur industriellen Revolution gegeben waren. Dann möchte ich über zentrale Lösungsansätze nachdenken. Dieser Artikel dient der Sicherung von Überlegungen und ist keine erklärende Prosa.

Wer sind wir Menschen? – Ein neuropsychologisches Grundmodell

Dieser Abschnitt basiert auf diversen Üerlegungen basierend auf:

    • Gerhard Roth (2003): „Fühlen, Denken, Handeln“,
    • Daniel Goleman (1997): „Emotionale Intelligenz“,
    • Gering (2015): „Psychologie“ und
    • Aronson, Wilson und Akert (2014): „Sozialpsychologie“:

Das menschliche Gehirn ist differenzierter, aber es kann recht umfänglich durch folgendes Grundmodell erfasst werden, das vor allem unser Erleben beschreibt:

Dabei ist die Verwobenheit von limbischem Gehirn mit der Wahrnehmung und Kognition entscheidend: Menschen haben keine unabhängige Rationalität, wie das philosophische Modell des Animal rationale nahelegt. Insbesondere aufgrund unseres Arbeitsgedächtnisses liegen Verstandesleistungen häufiger als Vergegenwärtigungen in Dokumentationen vor, während unser Denken auf Assoziationen und Bisoziationen auch unter Nutzung von logischen Operationen basiert, die stark durch das Arbeitsgedächtnis mit etwa vier bis sieben Chunks reduziert ist: wir Überblicken unsere eigenen Dokumentationen nicht. Im Übrigen ist vergegenwärtigendes symbolisches Spielen mit Gegenständen eine visuelle Information, die eine starke Verdichtung auf wenige Chunks erlaubt.

Unser limbisches Gehirn ist bereits bei Geburt entwickelt und erst nach einer frühkindlichen Entwicklungsphase haben wir vollen Zugriff auf den Neokortex. Es gibt im Übrigen keine unmittelbare Motivation, zu beherrschen im Menschen, stattdessen gibt es Empathie, die auf iterativem nachspüren und projezieren von eigenen Emotionen und Zuständen basiert.

Die entscheidende Leistung von Daniel Goleman ist, Emotionen mit Motivationen zu koppeln: was löst Emotionen aus? Dazu eine erweiterte Übersicht:

Emotion Motivation
Angst Unversehrtheit
Wut Ziele erreichen
Trauer Bewahren / Nähe
Ekel (Moralisch) gesund bleiben
Freude Bereicherungen
Distress Angenehme Bedingungen
Scham Zuneigung / Sexualität
Überraschung Reagibel sein
Interesse Suchen
(Perplexität) Etwas überstehen / Vorbeigehen

Neben den Emotionen gibt es noch die Affekte, die im Wesentlichen physiologische Grundbedürfnisse sichern: Hunger, Durst, Kälte, Hitze, Schmerz. Motivationen sind grob in Sorgen und Hoffnungen unterteilbar und bilden sich durch unsere Wünsche, Erwartungen und aufrechterhaltung unseres Systems.

Historische Habitate

Das Grundmodell eines evolutionär relevanten Habitats ist eine Gemeinschaft mit Ländereien, die sich in Gemeinden mit einem Zentrum organisiert. Zu unserem evolutionären Erbe gehört meiner Beobachtung und Analyse entsprechend weniger das Modell, Jäger, Sammler, Hirte, als viel mehr ein Körperkonstitutionenmodell mit der Differenzierung: Muskelmasse und Körpergröße sowie neuronale Prädispositionen:

Körpergröße
Klein Mittel Groß
Muskelmasse Hoch selten Lastenlogistiker selten
Mittel Nahumfeldsspäher Reserve Krieger
Niedrig selten Fernumfeldsspäher selten

Unsere Habitate aus evolutionärer Perspektive sind umwallte Gemeinden mit Fluchttunneln, die über Ländereien verfügen und in gesicherten Handelsrouten verbunden sind. Unsere vorwiegenden Körperformen sind für das Bewohnen und das Handeln sowie die Verteidigung in Gruppenkonfigurationen mit einer historischen „genetischen Arbeitsteilung“ ausgelegt. Insbesondere ist der weibliche Krieger oder übergroße Fernumfeldsspäher ein merkwürdiges Schönheitsideal, das atypisch für viele Menschen in der Partnerwahl ist. Insbesondere die Achsen um die Reserve sind typischere Partnerwahlen.

In solchen Habitaten ging es darum, das Tageswerk erledigt zu bekommen und sich ansonsten der kulturblütenartigen Beziehungspflege und den Errungenschaften kognitiver Art zu widmen: insbesondere eine solche Kulturblüte haben wir in modernen Zivilisationen nicht, die verselbstständigte Wirtschaftssysteme und Wissenschaften aufweisen.

Ich spreche im Übrigen von der männlichen Form, weil mir die besondere Rolle der Frau nicht wirklich transparent ist. Grundsätzlich gliedern sich auch Frauen in diese Kategorisierung, allerdings mit niedrigerer durchschnittlicher Körpergröße und es ist zu vermuten, das Frauen integraler Bestandteil der Gruppenkonfigurationen sind mit einer Sonderrolle als gebärende und stillende Mutter. Es ist sehr schwer sich in die anderen Kategorien hineinzuversetzen, aber in meiner Kategorie des Fernspähers oder auch Handelsreisenden gibt es viele fallstudienartigen Uberschneidungen von Präferenzen und evolutionärem Erbe und ich vermute, dass Frauen dieses Typs ebenfalls mitreisen würden.

Überlegungen zu Lösungen für unsere Zivilisation

Im Wesentlichen die Marktlogiken verselbstständigen Wirtschaft und Wissenschaften: es gibt keine Suffizienz der Produktivitätssteigerungen, sondern eine Realpreisreduktion die realen Wohlstand steigert, allerdings nur an marktlichen Produkten und Dienstleistungen sowie öffentlichen Gütern, die über Steuern finanziert werden, sie zu erarbeiten. Was insbesondere auf der Strecke bleibt sind Beziehungspflege und kulturelle Leistungen aufgrund der stets hohen Arbeitszeit. Ein uneingelöstes Versprechen unseres Systems ist die Erhöhung der Freizeit (kultureller Wohlstand), da wir in relativem Wettbewerb mit annähernd gleicher Technologie und nützlicher Wirtschaftsbildung stehen: Es wird immer der Output erhöht. Hier wäre eine einfache Lösung im Sinne eines Degrowth-Gedankens, die Standardarbeitszeiten international kooperativ auf niedrigem Niveau zu harmonisieren, denn nur ein Teil der Wirtschaftsleistung kommt bei uns Menschen überhaupt motivational wirklich an: auf vieles würden wir verzichten vor den Tausch zwischen Freizeit und Ware bzw. Dienstleistung gestellt. Weiterhin sind Marktleistungen unpersönlich und wenig kulturell phantasievoll und wir haben als „Wohlstandsnationen“ überhaupt keine Kulturblüte hervorgebracht. Umverteilungen, wie z. B. ein Bedingungsloses Grundeinkommen oder eine Negative Einkommenssteuer spielen dabei ebenfalls eine zentrale Rolle.

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Soziale Systeme

Ziel des sozialen Bezugs ist nicht nur blanke gegenseitige Versorgung, Beziehungssicherheit, wechselseitige Spiegelung und Harmonie, sondern auch selbstwirsame Zusammenarbeit zur wechselseitigen produktiven Entfaltung. Es geht um Liebe, Anerkennung und Respekt genauso wie um Resilienz in Wut, Trauer und Schmerz. Beziehungen sind intensiv wie das Wetter über weiten Landschaften.

Wir beginnen die Darstellung mit dem Innen und dessen Innenaußen, wenden uns dann der wechselseitigen Interaktion zu bis hin zu Beziehungsnetzwerken in denen wir der Komplexität mit Unvorausschaubarkeitsintention entgegentreten.

Innen und Innenaußen

Gehirne sind zutiefst emotional geprägt und in der Wahrnehmung reizoffen. Erst die Selbstregulation – die kognitive Emotionsregulation – und das Positive Denken knacken unser Bewusstsein aus den reaktiven inneren Zyklen (Vgl. Bewusstseinsreifung), sodass es sich ruhig mit dem wahrgenommenen Umfeld, dem Innenaußen beschäftigen kann. Unser Bezug zum Außen liegt in uns wie ein Vorgarten. Den genauen Aufbau der inneren Dominanz der Emotionen über die emotionale Konditionierung und Sozialisation hin zur Handlungsplanung in Verwebung mit Kognition und Wahrnehmung erläutert der erste Teil des Artikels Beziehungen. Ein würdevolles Leben zu führen, bedeutet in innerer und äußerer Ehre zu leben, wie der Ehrbare Kaufmann (Vgl. Corporate Social Responsibility).

Wechselseitige Interaktion

Schon die Wahrnehmung anderer ist ein hochgradig filigraner Dechiffrierungsprozess und ein aktives Zuhören und Kommunizieren ist eine höchst individualisierte Einstellungsleistung und braucht viel Übung, Wissen und Konzentration (Vgl. Wissensmanagement). Da die Handlungsantworten im Kontext unserer Unvorausschaubarkeitsintentionen komplex sind wie Billiardanstöße, erfordert es fast eine strategische Planung der eigenen Umgangsformen und Kommunikationsweisen um Wirksam in der Interaktion zu sein. Dieses heere Ziel erreicht man nicht ohne Analyse von Hebelwirkungen und entsprechendes selbstveränderndes Training (Vgl. Menschen groß machen).

Sollten Beziehungen doch zu Bruch gehen – meist durch Negativspiralen (Vgl. Beziehungen mittlerer Teil) – oder schwere Kriesen erfahren, müssen wir uns gegen Selbstverhätschelung und das Zurechtprimeln der Realität wappnen, denn ohne realistische Analyse von Beziehungsentscheidungen verlieren wir uns in Kartenhäusern aus Lügen bis unser Ruf gescheiterter Beziehungen uns isoliert und keiner mehr etwas mit uns zu tun haben möchte, oder aber wir Vertrauen erarbeiten und durch kontrafaktisches Schlussfolgern realistische Beziehungsentscheidungen und -Bewertungen entwickeln (Vgl. Kontrafaktisches Schlussfolgern und generalisiertes Vertrauen).

Beziehungsnetzwerke

Beziehungsnetzwerke sind komplizierte Kooperationen, die uns das Kooperationsmanagement zu führen lehrt (Vgl. Kooperationsmanagement). Insbesondere die Beziehung zwischen Individuen aus unterschiedlichen Netzwerken (Bridging) verinnerlicht die Konflikte der Netzwerke und macht die beteiligten Individuen zu Spielbällen ihrer Sozialisation (Vgl. Beziehungen letzter Teil). Konfliktlösung ist theoretisch ein Prozess des integrierens fremder Perspektiven in eine innere Kompromiss- oder Konsenslösung, aber in der Praxis gestaltet sich der Konfliktprozess eher wie ein Wegintegrieren der Perspektiven – wir stoßen sie ab und nehmen sie langsam doch auf (Vgl. Konfliktmanagement).

In Netzen bleibt uns – mit geschulter Kommunikationsstrategie – die stete Abwägung, wann wir uns durchsetzen und unsere egoistischen Ziele verfolgen und wann wir verzichten und empathische Ziele verfolgen (Vgl. zuvorders Situative Kompetenz und grundsätzlich zur Nutzenintegration Homo Ökonomikus). Diese – in Realität komplizierte Abwägung, die spontan zu entscheiden ist – lernen wir vor allem durch Erfahrung und deren Reflektion, sodass sich Intuition bildet.

Fazit

Man sollte sich bewusst gute Beispiele wählen, wenn es um soziale Interaktion geht und ehrgeizig an sich trainieren, geht es doch um gegenseitige Versorgung, Beziehungssicherheit, wechselseitige Spiegelung, Harmonie und selbstwirksame Zusammenarbeit zur wechselseitigen produktiven Entfaltung. Um Liebe, Anerkennung und Respekt genauso wie um Resilienz in Wut, Trauer und Schmerz.

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Situative Kompetenz

Das in diesem Blog entwickelte Menschenbild ist frühkindlich-genetisch-situativ (Vgl. Homo Ökonomikus und Kontrafaktisches Schlussfolgern und generalisiertes Vertrauen). Es lässt sich grob wie folgt zusammenfassen:

Wir sind durch unsere Werte geprägt, die wir in (schwierigen) Situationen zu realisieren suchen. Dabei lenkt die Situation mit ihren sozialen Normen und auftretenden Emotionen uns aus. Weiterhin spielen genetische Prädispositionen z. B. in bevorzugten Intelligenzen eine wesentliche Rolle dabei, wie wir uns Situationen erschließen. Im allgemeinen haben wir dabei Bereiche in denen wir uns kognitiv vertieft haben, in denen wir kompetenter handeln können, als in den Bereichen, die für unser Leben nicht so maßgeblich waren.

So treffen z. B. vorwiegend Frauen mit feministischer Reflektion auf vorwiegend Männer die in Naivität über Frauenemanzipation bei heutzutage rechtlicher Gleichstellung der Frauen leben oder ein / eine Maschinenbauer*In mit vorwiegend technischer Reflektion trifft auf einen / eine Sozialwissenschaftler*In mit diskursbasierter Reflektion. Es ist erwartbar, dass die jeweiligen Reflektionen bzw. deren Ausbleiben ganz unterschiedliche Kompetenz in den jeweiligen Bereichen hervorbringt. Dabei können wir uns vermutlich nicht vollkommen gegenseitig emanzipieren und es bleibt Vertrauen in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung notwendig.

Optimierungsmodell

Modelle der Optimierungstheorie, wie der Homo Ökonomikus, betreffen eher mittel- bis langfristige Dynamiken in den reflektierten Bereichen, da komplizierte parametrisierte Optimierungsmodelle relativ beschränkter situativer Leistungsfähigkeit des Menschen gegenüberstehen. Erst mit der Zeit und Reflektion handhaben Menschen solche Optimierungen. Dieses Konvergieren gegen Optimierungsmodelle ist eine zentrale Annahme, die den wesentlichen normativen Gehalt der Optimierungstheorie ausmacht, aber grundsätzlich ist die Optimierungstheorie wertneutral und erst die Modellierung und Parametrisierung erzeugt normativen Gehalt.

In vielen Debatten zwischen z. B. Ökonomen und Sozialwissenschaftlern, wird nicht offenbar, dass Ökonomen, wenn sie sprachlichen Ausdruck verwenden, sich häufig auf mathematische Modelle beziehen. Deswegen möchte ich versuchen – auch wenn es das Niveau etwas verkompliziert – mein Optimierungsmodell, das ich sprachlich erläutere, zu explizieren:

(1)   \begin{equation*} \begin{split} \begin{align*} & Max! U = \sum_{t=1}^{T} (\frac{\splitfrac{ ( \sum_{i=1}^{I(t)} (u_{ego,i,t}-k_{Durchsetzung,i,t})*a_{i,t} }{ + \sum_{j=1}^{J(t)} (u_{emp,j,t}-k_{Verzicht,j,t})*a{j,t}}} {(1+r)^t}) \\ & unter Beachtung der Nebenbedingungen: \\ & \sum_{i=1}^{I(t)} (a_{i,t})+ \sum_{j=1}^{J(t)} (a_{j,t}) = 1 \forall t \in T \\ & a_{i,t}, a_{j,t} \in {0,1} \forall i,j \in I(t),J(t) \forall t \in T \\ & u_{ego,i,t}, k_{Durchsetzung,i,t} >= 0 \forall i \in I(t) \forall t \in T \\ & u_{emp,j,t}, k_{Verzicht,j,t} >= 0 \forall j \in J(t) \forall t \in T \\ \end{align*} \end{split} \end{equation*}

Dieses Optimierungsmodell ist ein sogenanntes Knapsackproblem in diskreter Zeit und beschreibt, dass ein Entscheidungsträger in sozialer Situation zwischen der Durchsetzung seiner eigenen Interessen u_{ego} (egoistischer Nutzen) und seinen Interessen sich beziehungsförderlich zu verhalten u_{emp} (empathischer Nutzen) so entscheidet, dass sich höchster Gesamtnutzen über die Entscheidungsperioden ergibt. Dabei wird Nutzen weiter in der Zukunft mit einer Kurzfrist-Zeitpräferenz diskontiert. D. h. gleicher Nutzen heute ist wichtiger als in der Zukunft – menschen sind eher kurzsichtig.

Die Lösung dieses Modells ist es, in jeder Entscheidungsperiode die Option höchsten Nutzens zu wählen, wobei der Nutzen sich aus dem Nutzen und den Kosten einer Alternative zusammensetzt. Also entweder egoistischer Nutzen mit den Kosten seiner Durchsetzung oder empathischer Nutzen mit den Kosten eines eventuellen Verzichts.

Hier erkennt man, dass das Modell noch sehr allgemein ist und z. B. keine Nebenbedingungen für moralische Schranken enthält. So sollte man z. B. eine Nebenbedingung einführen, die nur moralische Handlungen überhaupt zulässt oder in die Zielfunktion einen moralischen Nutzen oder Schaden aufnehmen. Dies ist mir sehr wichtig aufzuzeigen, dass der normative Gehalt der Optimierungstheorie sich erst in der Modellierung und Parametrisierung zeigt, während die grundsätliche Optimierungstheorie wertneutral ist.

Was ist situative Kompetenz?

Situative Kompetenz bezeichnet es, seine eigenen Werte in gegebenen Situationen durchzusetzen, also in innerer Konsistenz mit seinen Werten zu handeln. Dieses wertegerechte Handeln ist eine Quelle von Nutzen. Eine andere Quelle von Nutzen sind einige Emotionen und eventuell Kognition, die aus dem situativen Kontext erwachsen – so kann man z. B. emotional verführt sein, gegen seine Werte zu handeln oder Spaß an einer intellektuellen Betätigung, wie einer Diskussion, haben. Auf der Seite des Unnutzens stehen gleichermaßen Werteeinschränkungen und Aufwände durch einige Emotionen und Kognition.

Diese positiven und negativen Emotionen, die sich gegen unsere Werte richten, können später zu Dissonanz führen – wir bereuen dann etwas getan zu haben, was uns im Moment des Handelns positiv vorkam.

Situative Kompetenz bedeutet also zum einen die ganzen Optionen von egoistischem und empathischen Nutzen sowie deren Durchsetzungs- und Verzichtskosten zu kennen bzw. zu erheben und das ganze in einer Zeitdynamik zu antizipieren. Gemessen an unserer Verarbeitungskapazität als Menschen mit z. B. fünf bis sieben Arbeitsgedächtniseinheiten stoßen wir dabei stark an unsere Grenzen und können situativ-spontan nur heuristisch vorgehen.

Aber wir lernen mit jeder Reflektion von sozialen Situationen diese Heuristik auf wahrscheinliche Konstellationen zu fokussieren, also z. B. wichtigen unbekannten empathischen oder egoistischen Nutzen zu berücksichtigen oder die Kosten des Verzichts und der Durchsetzung retrospektiv einzuschätzen. Wir bilden so ein fundament an emotionaler Konditionierung und Sozialisation im Wechselspiel mit unseren inneren Bedürfnissen.

Mit der Zeit entwickeln wir also situative Kompetenz durch Reflektion von erfahrenen oder antizipierten sozialen Situationen.

Was können wir über grundsätzliche Elemente der situativen Kompetenz lernen?

Die analytische Beschreibung der Situationserfordernisse in einem moralischen Optimierungsmodell zeigt ein paar grundlegende Hebel für situative Kompetenz auf.

Selbstregulation hat z. B. einen enormen Vorteil in der situativen Kompetenz, da sie zum einen die Verzichtskosten reduzieren, aber auch die Werte herauskristallisieren hilft (Vgl. Selbstregulation). Genauso wirkt eine Beschäftigung mit Moral und moralischen Dilemata antizipatorisch vorbereitend, um gewisse Optionen, die als Impuls auftreten, sofort auszuschließen. Aber auch eine gute Ausbildung in angemessener Konfliktdurchsetzung und Kommunikation (Vgl. Konfliktmanagement sowie Menschen groß machen und Wissensmanagement) reduziert die Durchsetzungskosten für alle beteiligten und eine intensive Beschäftigung mit Kooperationsnutzen (Vgl. Kooperationsmanagement) hilft empathischen Nutzen genauer zu bestimmen.

Fazit

Ein modernes Menschenbild erfordert situative Kompetenz, um entsprechend seiner Werte auch gegen Widerstand zu leben.

Situative Kompetenz erfordert seine Werte zu kennen und seine Emotionen handhaben zu können (Vgl. Selbstregulation), sich bei Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen (Vgl. Positives Denken), Kenntnis guter Strategien in Kooperation und Konfliktlösung (Vgl. Kooperationsmanagement und Konfliktmanagement) sowie Kommunikationskompetenzen (Vgl. Menschen groß machen und Wissensmanagement).

Um überhaupt amoralische Handlungen rechtzeitig erkennen zu können, ist eine Auseinandersetzung mit Moral und moralischen Dilemata erforderlich, während eine Adaption ansonsten über negative und positive Erfahrung erfolgt. Wir entwickeln also durch unsere Reflektionsarbeit (Vgl. Kontrafaktisches Schlussfolgern und generalisiertes Vertrauen) und Antizipationsarbeit (Vgl. Integration) eine Intuition, die uns in den Situationen hilft Vorteilhaft zu handeln.

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Menschen groß machen

Unser Naturell

Wenn Sie in die Zukunft blicken, was fällt Ihnen ein? Wie fühlen Sie sich ob der Zukunft. Wir Menschen reagieren auf diese Fragen unterschiedlich – hoffnungsvoll, besorgt, traurig, wütend, gespannt. Was steht gerade im Vordergrund? Chancen, Gefahren, Verluste, Einschränkungen, Neugierde? Dieses Erleben ist charakteristisch für Menschen – Emotionen, Beziehungsgefühle und damit verwobene Gedanken.

Kommen wir zu Vergangenheit – Ihrem Erfahrungsschatz. Wie häufig planen, befürchten Sie etwas, und dann kommt es ganz anders und überraschend oder genau so wie erwartet? Wie häufig schaffen Sie es, dass was Sie sich in den Kopf setzen / ausmalen dann auch tatsächlich zu realisieren? Meiner Erfahrung nach, schafft man gewisse Dinge, aber es kommt anders als man denkt – man übersieht was, hat dann doch nicht die Motivation, lässt sich verleiten oder kann nicht.

Worauf ich hinaus möchte, ist dass unser Umgang mit Unsicherheit strategisch ist – wir planen strategisch und agieren flexibel und situationsbedingt. Wir sind alle nicht perfekt, unsere Modelle sind nicht vollständig und es fehlen Informationen, Wissen und Erfahrung, aber wir bewältigen unsere Situationen für gewöhnlich okay. Wenn mal etwas schief läuft, reflektieren wir und reifen – ein Prozess strategisch, flexibler Anpassung. Wenn jemand den wir mögen in der Klemme steckt, helfen wir.

Das – Mensch sein mit Emotion, Bindungsgefühlen und verwobenen Gedanken, strategisch-leitlinienhaft planend / simulierend und letztlich situativ bedingt zu interagieren – scheint mir unser Naturell zu sein.

Komplexität

Wir begreifen und strukturieren unsere Institutionen durch Ordnungssysteme. Das Rechtssystem definiert Regeln, Unternehmen sind gesteuerte Hierarchien, der Staat ist dreigeteilt – alles hat seine Ordnung. Diese Ordnung ist bei genauerem Hinblicken hochdynamisch und unterliegt häufig einer Ableitungslogik. Höherwertige Grundsätze konkretisieren sich in konkrete Regeln, CEO-Vorgaben konkretisieren sich in Maßnahmen und die Legislative wird geprüft – stets wird durch Struktur Dynamik kreiert.

Diese Strukturen prägen eine Vorstellung von Sicherheit, die auch berechtigt ist, aber im Konkreten z. B. einem Gerichtsverfahren sind wir bange. Haben wir wenig Erfahrung und Wissen von einem Ordnungssystem arbeiten wir mit einfachen strukturellen Modellen, während wir in der Erfahrungssituation dann die ganze Unsicherheit spüren. Wie fühlt es sich wohl an, tatsächlich der*die Bundeskanzler*Bundeskanzlerin zu sein? Man kann es sich nicht wirklich vorstellen, aber man kann ein mehr oder weniger reichhaltiges Bild kreieren.

Wovon ich hier gerade rede, ist Artikel 1 unseres Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Wie können wir es uns erlauben Menschen zu beurteilen, wenn unser Verständnishorizont nicht ausreicht, um uns in die Situation hineinzuversetzen? Diese fundamentale Erkenntnis führt zu sogenannter Toleranz für Mehrdeutigkeit – Wir interpretieren Situationen, so arbeiten Gehirne, aber wir berücksichtigen Unsicherheit. Fragen ist sehr weise, denn wir können nicht alles wissen.

Eine Erfahrung die so etwas einschneidend lehrt, ist die Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Menschen, die mehrheitlich aus einer anderen Kultur kommt. Zum Teil fehlen einem die Wahrnehmungsfertigkeiten, um überhaupt das gesagte zu interpretieren – unsere Bewertungsmuster funktionieren nicht. Häufig sind wir in unserer Kultur dem Fehlglauben ausgesetzt, wir verstünden einander, aber das stimmt nur zu einem gewissen Grad.

Wir verstehen nicht einmal die Prozesse in unserem eigenen Gehirn. Den wenigsten Menschen ist überhaupt bewusst, dass unser „Ich“ aus mehreren Komponenten besteht z. B. Vorstellung, Emotion, Körpergefühl und Denken und das diese Wahrnehmung einen Eindruck in das innere Geschehen liefert, keineswegs aber ein Durchblicken der Vorgänge. Dennoch pflegen wir situationsbedingt Interaktionen, die regelmäßig okay sind.

Diese drei Dinge – Leitlinien, Menschen und Interaktionen – prägen Systemverhalten. Also Vorstrukturierung, Systemelementeigenschaften und Interaktionen. Maßgeblich für das Systemverhalten sind Interaktionen im Kontext der Vorstrukturierung, weniger die Eigenschaften des Systemelements. Dies gilt insbesondere für soziale Systeme (Vgl. den fundamentalen Attributionsfehler der Sozialpsychologie), aber auch für z. B. Volkswirtschaften.

Maßnahmen um sich als Systemelement zu verbessern sind: sich definieren, an sich arbeiten und Interaktion. Das meiste davon können wir und machen es so gut wie automatisch. Die Qualität dieser Vorgänge variiert z. B. mit unserem Wissen und unserer Erfahrung. Meines Wissens nach, sind diese Dinge auch nicht voneinander trennbar, aber Wissen / Entscheiden bedeutet noch lange nicht entsprechend zu (inter-)agieren, das braucht Training und Leitlinien strukturieren Training vor.

Ich hoffe, ich konnte das rüberbringen, dass die Strukturen des sozialen Systems und die Interaktionen das Systemverhalten maßgeblich prägen und das Systeme komplex, also unsicherheitsbehaftet sind, denn das z. B. bedeutet, dass unser (tatsächliches) Menschenbild erheblichen Einfluss auf unsere Interaktionen hat und z. B. ein strategischer Eingriff in ein komplexes System darstellt. Gleichzeitig verstehen wir das Element Mensch, uns selbst, besser, wenn wir die Grundlagen kennen. Deswegen habe ich wissensbildende Artikel geschrieben und geteilt. Zu Selbstregulation in Bezug auf Emotion, Kognition und Beziehungsfolgen sowie zu Bewusstsein und Wahrnehmung. Diese Grundlagen halte ich für zentral, aber ich bin kein voll ausgebildeter Psychologe oder Neurophysiologe.

Interaktion, Vorstrukturierung und Element

Halten wir fest, was bereits gesagt wurde: Der Mensch ist Emotion und Bindungsgefühl verwoben mit Gedanken, strategisch-leitlinienhaft planend und situationsbedingt interagierend, unser Verständnis von anderen hat meistens mehr mit uns zu tun, als mit den anderen, sodass Toleranz für Mehrdeutigkeit zum kontrafaktischen Schlussfolgern und Fragen anregen sollte und Systeme sind durch Elementeigenschaften und vorstrukturierte Interaktion gekennzeichnet, die ihre Dynamik hervorbringen.

Ich hoffe, dass sie sehen können, dass die Definition unseres Umgangs mit anderen ein zentraler – wenn nicht der – maßgebliche Hebel für Interaktion ist, die Struktur hervorbringt und wandelt, den wir hinreichend in der Hand haben, um der Unsicherheit des Systems positiv gegenüberzutreten und ein Teil der wenig absehbaren Gesamtdynamik zu werden – sie auch etwas zu beeinflussen.

Interaktionsmuster

Was sind charakteristische Interaktionsmuster in unserer Gesellschaft? Und auf welchen Definitionen basieren Sie? Sind meine Erachtens extrem interessante Fragestellungen vor dem Hintergrund derzeitiger Themen, wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Radikalisierung. Leider kann ich das nicht erschöpfend oder gar wissenschaftlich untersuchen, aber ich kann basierend auf meinen Beobachtungen sensibilisieren und abwägen – eher Fallstudienforschung :-).

Öffentliche Kommunikation vermittelt mir viel Angst und Zwang – häufig in Kombination die man als reaktives Muster bezeichnen kann. So ist Meinungsbildung häufig nach dem Muster aufgebaut Angstthema – Kausalkette – Zwangsmaßnahme. Also z. B. Künstliche Intelligenz – Konkurrenz zu menschlicher Leistung – Fortbildung, Klimakatastrophen – CO2-Ausstoß – Verzicht oder Rassismus – Uneinsichtig – Bekämpfen. Diese Dinge – verstehen Sie mich nicht falsch – sind nicht doof, aber sie sind wenig bereichernd.

Zum Teil fühle ich mich von meinen Mitmenschen derartig mit Problemen aufgeladen, dass ich fast handlungsunfähig / blockiert werde, während ich ein Bedürfnis nach Entlastung und konstruktiver Anregung entwickle – nennen wir es vielleicht „Geborgenheit“. Auf der einen Seite wollen also viele etwas von mir und auf der anderen Seite fehlt mir die Unterstützung – Angst, Zwang, Überforderung.

Dieses Muster begegnet mir immer wieder und deswegen hatte ich es irgendwann im Kontext von Anerkennung, Akzeptanz und Integration beleuchtet: Diese Interaktionsform produziert Frust und Demotivation bis hin zur Resignation und schier unüberwindlichen „Mauern“. Wir sollten uns also bewusst machen, was wir von anderen erwarten (können) und uns Gedanken machen, ob wir uns mit unperfekten Menschen anfreunden können, wollen wir gemeinsam etwas erreichen.

Definieren wir uns entsprechend um, entstehen viel konstruktiver gerahmte Interaktionen mit der Zeit und wir sind weniger enttäuscht voneinander und zufriedener – es entsteht eine freiheitlichere Kultur mit weniger Machtdistanz (Vgl. zur Zufriedenheitswirkung den Artikel Glücksländer). Hier ist auch ein weiteres Phänomen spannend: Steuerflucht. Warum minimieren Reiche Menschen ihre Steuerlast, wenn sie eigentlich weniger Zufriedenheit verlieren, als sie erzeugen und zudem Respekt gegenüber ihren Rahmenbedingungen wie der Staatsorganisation zeigen? Das ist weder rational, noch empathisch – ist doch toll, etwas beitragen zu können?

Ein weiteres Muster, das mir immer wieder begegnet, ist Kampf. Konflikte zu lösen bedeutet im Kern Perspektiven des Gegenübers zunehmend zu verinnerlichen und durch innerliche Bearbeitung gegen eine gemeinsame Lösung zu konvergieren – man kann die Lösung dem anderen nicht „einhämmern“, braucht gleichwohl die Bereitschaft zum gegenseitigen sich Hineinversetzen und Austauschen.

Warum empfinden Menschen die Konfliktbewältigung nicht als bereichernd? Liegt das nicht gerade an der Agression und Beleidigung des Kampfes, der damit selbstverstärkend und destruktiv wirkt? Weil mich das belastet, versuche ich Einsicht zu zeigen und wähle soweit möglich die Personen, mit den ich mich auseinandersetzen möchte.

Das letzte Muster, das mir immer wieder begegnet, kann man vielleicht als Konsummentalität bezeichnen. Weil ein „professionelles“ Verhältnis vorliegt, schwindet die Mitmenschlichkeit. Zum Beispiel: Kennen Sie Ihren Postboten persönlich, wie geht es ihm gerade? Stellen Sie einen Menschen ein oder einen „High-Performer“? Sagen Sie danke, wenn jemand einen Artikel für Sie schreibt, tragen Sie ihre Ideen und Ansichten bei, vermitteln Sie zwischen Blogger und Freunden, oder konsumieren Sie nur? Haben Sie schon mal bei einem Hersteller angerufen und sich bedankt? Kennen Sie den Erfinder des ABS? Loben Sie auch mal einen Politiker? Haben Sie schon mal eine Bedienung aufgebaut, als sie einen schlechten Tag hatte? Unterhalten Sie eine aufrichtige und wertvolle Beziehung zu Ihrem Vorgesetzten? Das sind so Kleinigkeiten, aber diese Form von Wertschätzung und genereller Mitmenschlichkeit hat doch eigentlich höhere Priorität als das Tauschverhältnis?

Menschen groß machen

Zusammengenommen komme ich zum Ergebnis, dass wir versuchen sollten, einander groß zu machen. Wir sollten Respekt und Wertschätzung vermitteln, Menschen auf ihre Stärken aufmerksam machen, sie akzeptieren und wohlwollend beurteilen, wir sollten Achtsam sein in der Interaktion, z. B. loben, Mitgefühl aufbringen und Zuspruch erteilen auch auf Verständigung, Informationsaustausch und Bereicherung durch unterschiedliche Perspektiven und Modelle sollten wir achten. Ich glaube solche Umgangsformen, die ja auch auf uns zurückfallen, haben erheblichen Einfluss auf unsere Zufriedenheit und unseren sozialen Wohlstand.

Wenn Sie z. B. über Nachhaltigkeit nachdenken: Ist Nachhaltigkeit nicht irgenwie auch geruhsam und genüsslich – erlesen konsumieren, geräuscharme Städte. Oder intellektuell befriedigend – die optimale Lösung für Mobilität und Heizung. Oder gesund und anregend – mit dem Fahrrad oder zufuß zum Supermarkt. Wenn ich mir z. B. nochmal ein Auto kaufe, würde es mir Spaß machen, mit diesem Modell zu tüfteln, um die optimale Entscheidung zu treffen – alleine schon, um überhaupt das Ergebnis zu kennen 🙂

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Bewusstseinsreifung

Aufgrund der Gehirnentwicklung von innen (limbisches Zentrum) nach außen (Neokortex) und der Reizoffenheit unserer Wahrnehmung, entsteht im Menschen ein Ich-Bewusstsein, das unbewusste Intelligenzleistungen des Neokortex vor dem Hintergrund emotionaler (limbisches Zentrum) Bewertung im Ich-Bewusstsein erzeugt. Somit bleiben wir im Grunde genommen aus der kindlichen Prägung denkend.

Zudem entwickeln sich erste Bahnungen zwischen Wahrnehmung und emotionalem Erleben im frühkindlichen Alter. Deswegen reagieren wir auf Muster in der Wahrnehmung mit Emotionen, die unsere Intelligenzleistungen (Unbewusstsein) im Ich-Bewusstsein vergegenwärtigen. Das menschliche Gehirn hat Eigenheiten, die als Anlage und als Prägung (Sozialisation) bevorzugte Wahrnehmung und deren Verarbeitung bestimmen.

Parallel zu diesen Grundsätzlichen Arbeitsmustern des menschlichen Gehirns entwickelt sich die Bearbeitung von Wahrnehmung und Ich-Bewusstsein durch den Neokortex insbesondere vor dem Hintergrund, die bewussten Themen positiv zu entwickeln, also z. B. Probleme zu lösen. Hier bilden sich Regelungen für Emotionen (vgl. Selbstregulation), Erinnerungsabrufe und Wahrnehmungsmanipulationen (Simulation, Filtern und Bahnen).

Dies ist der Zustand der Eckert Tolle bei Menschen beobachtet und als „Ego“ bezeichnet: Äußere Wahrnehmungen triggern Erinnerung, Intelligenzleistung und frühkindlich geprägte Emotion, die über die bewussten Gedanken entscheiden, die wiederum das Gesamtsystem anregen, ähnlich wie ein Sinn. Da die Emotionen / frühkindlichen Themen das Ich-Bewusstsein bestimmen, zirkuliert die Gehirnleistung um die Bearbeitung der Emotionen, die vom wahrnehmbaren Umfeld stimuliert wurden und werden.

Insbesondere durch aktives Regulieren von Emotionen (Wissen und Training) sowie der Kognition (vgl. Positives Denken und Kontrafaktisches Schlussfolgern) steigt die Anpassungsfähigkeit an das Umfeld. Die Bearbeitung des Ich-Bewusstseins entwickelt sich in einer positiven Dynamik und sorgt für Gemütsruhe, soweit möglich. Der Mensch verschiebt seine Bewusstheit vom Ich-Bewusstsein auf die Wahrnehmung des Umfelds (Achtsamkeit), weil die unmittelbaren Themen (Identifikation mit dem Ich-Bewusstsein) im Regelfall restabilisiert werden dürften. So beginnt eine aktive Auseinandersetzung mit den wahrgenommenen Eindrücken und der Neokortex übernimmt die Gehirnfunktionalität.

Maßgeblich für diesen Bewusstseinszustand sind unsere Intelligenzleistungen in Kopplung mit unserem Wissen. Wissen ist jedoch Vernetzung von Information, sodass wir nicht bei gleichem Informationseinfluss gleichartiges Wissen entwickeln. Informationsanregung ermöglicht Übertragung von Vernetzungsmustern in kommunikativen Akten. Beschäftigung mit dieser Vernetzung festigt die Erinnerung und kreiert die internen Zugangsschlüssel zu diesem Wissen. Weiterhin entstehen externe Zugangsschlüssel, die mehr oder minder einfach sind. Sehr einfach wäre z. B. die Kopplung / Assoziation mit dem Kommunikationspartner.

Hier entstehen drei wichtige Prozesse: 1. Im Gegensatz zur „Ego“-Phase bestimmen nur noch selten unsere Emotionen die Intelligenzleistungen bezüglich der Verarbeitung des kommunizierten Wissens, 2. arbeiten wir mit höherer Achtsamkeit an den externen Zugangsschlüsseln und 3. können wir nun entscheiden, in Bezug auf den anderen zu kommunizieren. Letzteres bedeutet eine Abkehr von: „Was bedeutet das für mich?“, zu „Was kann ich zum Wissen der Person beitragen?“. Dies eröffnet / verstärkt empathische Kommunikationsmöglichkeiten. Wir können so, basieren auf Intelligenzleistung und Wissen, Sozialisationsprozesse erstmalig in ihrer Wirkung beeinflussen und entwickeln ein gewisses Maß an bewusster Reizabschirmung und Reizbeachtung.

Zusammenfassend erscheint mir der von Eckert Tolle beschriebene Zustand der Ego-Verhaftung durch Regelung / Bearbeitung von Emotion und Kognitionsmustern und Zuwendung zur Wahrnehmung (Achtsamkeit) eine Reifung zu erfahren, die einen höheren Grad an Autonomie ermöglichen dürfte.

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Selbstregulation

Übersicht

Selbstregulation ermöglicht bewusstere Beziehungsführung und Entscheidung im allgemeinen. Das hier vorgestellte Konzept ist erwachsen durch intensive Recherche und Anwendung. Es betrifft das gesamte Gehirn und die meisten mir bekannten Formen von Zuständen, die einer Regulation bedürfen, sei es autonom, emotional oder kognitiv. Bitte nutzen Sie das verlinkte Inhaltsverzeichnis, wenn Sie selber navigieren möchten. Viel Erfolg!

Inhaltsverzeichnis

  1. Einstimmung
  2. Autonome Reaktionen
  3. Emotionale Reaktionen
  4. Kognitive Probleme
  5. Zusammenfassung

Einstimmung

Selbstregulation ist ein Schlüssel zu besseren Beziehungen und höherer Zufriedenheit. Man verliert dadurch kaum Emotionalität in Beziehungen, sondern vermeidet die destruktiven und verkapselten Züge, die vieles von dem bestimmen, was unsere Beziehungen nachhaltig schädigen kann. Einmal gelernt und akzeptiert, ist die Umsetzung ein fast automatischer / natürlicher Prozess kontinuierlicher Verbesserung, den jeder meistern kann. Wer denkt, es sei wichtig mal so richtig auf die Kacke zu hauen, ist einem Trugschluss aufgesessen und sollte den Teil zur Wutregulation besonders ernst nehmen. Wer wenig Zeit hat, sollte sich über die für ihn wesentlichen Probleme aufklären indem er das verlinkte Inhaltsverzeichnis benutzt. Viel Erfolg mit der weiteren Lektüre.

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Autonome Reaktionen

Entsprechend der Polyvagal-Theorie von Stephen W. Porges (Porges 2010) erzeugen Hirnstammkerne, die von der Amygdala reguliert werden, autonome Ereignisse (Kampf, Flucht oder Erstarrung). Die Amygdala ist das Zentrum für Emotionen. Es handelt sich also um Hirnregionen, die für das höhere Bewusstsein schwierig zugänglich sind.

Da die Erstarrung ein äußerst extremes Ereignis ist, welches in alltäglichen Angstsituationen nicht auftritt, können wir uns hier auf die üblichere Kampf oder Flucht Reaktion beschränken.

Die Regulation der Kampf oder Flucht Reaktion, die nicht durch eine unmittelbare physische Gefahr ausgelöst wird, erfolgt über körperliche Signale an das Reptiliengehirn. Das bedeutet aufzustehen und den Aktionsradius des Oberkörpers wahrzunehmen während man einen festen Stand wahrt. Das signalisiert dem Hirnstamm und der Amygdala Einsatzbereitschaft.

Nachdem die eigene Sicherheit mit der Zeit zurückgewonnen wurde, kann man sich der kognitiven Angstregulation widmen.

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Emotionale Reaktionen

In der Neurophysiologie unterscheidet man Emotionen nach der neurologischen Feuerungsrate des limbischen Systems. Gehirnforscher kennen die Emotionen Freude, Interesse, Zufriedenheit, Wut, Angst, Ekel, Distress, Scham und Überaschung. Aus Richtung der klassischen Emotionsforschung tritt dem noch die Trauer hinzu. Die Überraschung ist eine Emotion, die keiner Regulation bedarf – soweit mir bekannt – und wird nicht weiter behandelt.

Freude, Interesse und Zufriedenheit

Freude, Interesse und Zufriedenheit sind grundsätzlich erstrebenswerte Emotionen. Gleichzeitig können sich wichtige Entscheidungen durch Euphorie oder übermäßiges Interesse zu weit von einer realistischen Einschätzung der Konsequenzen und der Machbarkeit entfernen. (Vgl. Positives Denken).

Euphorie und übermäßiges Interesse kann man durch Beachtung der Wahrscheinlichkeiten von Ereignissen, Konsequenzen und der Machbarkeit regulieren.

Eine wichtige Kommunikationskompetenz ist es, Verantwortung für sein Interesse am Gegenüber zu übernehmen. Das bedeutet, dass man bewusst versucht sich für das Auffinden interessanter Themen zu interessieren, um das Gespräch aufzubauen.

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Wut

Wut ist eine trügerische Emotion. Entsprechend einer gesundheitlichen Negativspirale verstärkt sich Wut, wenn man sie nicht reguliert, und vermittelt sogar das fälschliche Gefühl einer Erleichterung (Goleman 1998). Oft ist Wut lediglich dienlich, um destruktive und übertriebene / polarisierte Kritik zu üben, ohne jedoch die Lösungsebene (sachlich und emotional) zu betreffen. Die wesentliche Ursache von Wut ist die subjektive Wahrnehmung einer Vereitelung persönlicher Ziele.

Es ist deswegen sinnvoll Wut frühzeitig zu deeskalieren indem man sich vom „Streitgegner“ distanziert und eine Pause mit Ablenkung einlegt, um sich zu beruhigen und vom Themenkreis abzulenken. Bewegung ist ebenfalls hilfreich (Goleman 1998).

Die Reflektion der Ziele, die der Wut zugrundeliegen, gibt Aufschluss über Werte und Bedürfnisse. Zudem ermöglicht sie die Bearbeitung von „unbewussten“ Zielen, die sich nicht im Einklang mit Erfordernissen oder dem Selbstbild befinden.

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Angst

Angst ist aufgrund unserer Gehirnstruktur regelmäßig auf potentiell dramatische Ereignisse fokussiert, ohne die Wahrscheinlichkeit der Ereignisse zu berücksichtigen. In unserem modernen Umfeld funktioniert unsere Angst häufig nicht gut, denn die meisten ernstzunehmenden Gefahren haben eine mittlere bis hohe Wahrscheinlichkeit und sind eher von geringer bis mittlerer Schadenshöhe.

Angstregulation bedeutet deswegen häufig Wahrscheinlichkeiten abzuschätzen oder zu erheben, um kognitiv-beruhigend gegenzuargumentieren. Ein weiterer Aspekt ist es, durch fundierte Risikoanalyse moderate Angst / Aufmerksamkeit für die wichtigen Risiken zu schaffen (hoher Schaden bei mittlerer bis hoher Wahrscheinlichkeit). Wichtig ist es zu berücksichtigen, dass Risiken zum Teil voneinander abhängen und sich gegenseitig beeinflussen.

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Ekel

Ekel kann sowohl konkret als auch abstrakt angeregt werden, sodass ekeleregende Situationen aus physisch und moralisch aversen Anlässen hervorgehen (Goleman 1998).

Bei physisch stimuliertem Ekel ist ein Akt der Säuberung im physischen Sinne regelmäßig eine gute Regulationsmaßnahme. Bei überzogenem Ekel vor z. B. Bakterien ist es hingegen nicht sinnvoll einen Putzzwang auszubilden, sondern sich professionelle Hilfe zu suchen.

Moralisch angeregter Ekel ist zunächst mal eine Beurteilung, die im Sinne einer Annahme / Urteilsheuristik darauf hin geprüft werden sollte, ob sie wirklich begründet ist. Zudem ist moralisch angeregter Ekel ein zentraler Hinweis auf eigene Werte, deren Kenntnis einem helfen kann, das eigene Handeln zu leiten, um so zufriedener mit sich selbst zu sein.

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Trauer

Trauer ist eine Reaktion auf Verluste und tiefgreifende Veränderungen. Da Trauer häufig subjektiv wichtige Verluste betrifft, ist der Umgang mit Trauernden im Durschnitt verständnisarm, denn der Umwelt fehlt häufig das Verständnis um passende Empathie zu entwickeln.

Deswegen sollte jemand, der trauert, sich (gegen Widerstand) die Zeit nehmen, um die Verluste zu verarbeiten und sich zu restrukturieren. Das Gefühl der Niedergeschlagenheit kann durch den Versuch, einfach einzurichtende Stimmungsaufheller einzurichten, ein Stück weit aufgelöst werden (Goleman 1998).

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Distress

Distress ist übermäßiger Stress und kann durch Abgrenzung und Neuplanung reguliert werden. Zudem hilft Bewegung, um den Stoffwechsel anzuregen, und so Stresshormone schneller abzubauen.

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Scham

Scham ist in den meisten Fällen eine angemessene und als sympathisch wahrgenommene Emotion, kann aber übertrieben oder zu häufig auftreten.

Das deutet dann auf ein mangelndes Selbstbewusstsein hin und kann durch Reflektion von üblicher Verhaltensvielfalt verbessert werden. In der Situation, welche Scham auslösen würde, kann anhand der Einstellungen geprüft werden, ob nicht doch „normale“ Abweichungen von einer Norm vorliegen, welche zu akzeptieren man von der Umwelt erwarten kann.

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Kognitive Probleme

Zentrale averse kognitive Zustände sind Verwirrung, übermäßige Fokussierung und ungelöste Konflikte.

Verwirrung und übermäßige Fokussierung

Beide Zustände erfordern es, wieder einen Überblick zu bekommen. Das ist insbesondere eine Aktivierung mehrerer weiterer Gehirnareale aus der analytischen uns kreativen Sphäre und ein Prozess der Sammlung und Strukturierung.

Das probate Mittel, um diesen Zustandsübergang zu erreichen, ist Meditation mit phantasieanregenden Elementen, wie z. B. Meditationsreisen.

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Konfliktlösung

Echte Konflikte sind Wiedersprüche und im Ernstfall sind mehrere Seiten der Wiedersprüche berechtigt (Schwarz 2014). Das Zentrale Problem ist, dass vernünftige Konfliktlösung auf hoher Ebene stattfindet (Kompromiss oder besser Konsens) nicht jedoch auf den Ebenen Flucht, Kampf und Delegation. (Vgl. Konfliktmanagement – Das Ausleben einer produktiven Konfliktkultur)

Zentral ist der Vorgang die Perspektive der Konfliktgegenüber zu verinnerlichen bzw. die eigene Perspektive im Gegenüber zur Anerkennung zu bringen – das ermöglicht einen Konsens. Das ist ein kommunikativer Vorgang der Zeit, Vertrauen und Aufmerksamkeit erfordert. Sofern keine intensive Vertrauensbeziehung zwischen den Konfliktparteien besteht, scheitert die Kommunikation, selbst wenn sie Verständigungsfördernd erfolgt. Deswegen sollte man in Konfliktsituationen Briefe verfassen, die besonders verständig / konstruktiv und durchdacht sind und diese über Personen höchsten Vertrauens zum Konfliktgegenüber vermitteln lassen. Nur wenige der eigenen Beziehungen sind belastbar genug für direkte Kommunikation mit solchen Briefen.

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Zusammenfassung

Im Extremfall sind wir Menschen von emotionalem Chaos überlastet und haben eine derartige Angst, dass wir autonom reagieren. Signalisieren wir dem Körper dann unsere Einsatzbereitschaft, klingt die autonome Reaktion schneller ab. Sind wir in diesem Sinne wieder beruhigt, können wir unsere Emotionen erspüren und sachgemäßer kognitiver Regulation zuführen. Die verbleibenden kognitiven Wirrungen, wie Verwirrung, übermäßige Fokussierung oder ungelöste Konflikte können letztlich auch reguliert werden. Haben wir uns so ganzheitlich in Balance gebracht, können wir durch geschickte Kommunikation mit unserer Umwelt in Kontakt treten.

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Literaturverzeichnis:
Goleman, D. (1998), "Emotionale Intelligenz", 9. Auflage, Deutscher Taschenbuch Verlag.
Porges, S. W. (2010), "Die Polyvagal-Theorie", Junfermann Verlag.
Schwarz, G. (2014), "Konfliktmanagement - Konflikte erkennen, analysieren und lösen", 9. Auflage, Springer Gabler Verlag.

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