Gesellschaftliche Handlungsoptionen

Nach Analyse unseres (Wirtschafts-)Systems ergeben sich fokussierte Handlungsoptionen, die ich zunächst darstelle. Weiterhin ergibt sich die Fragestellung, welche Technologien eine Automatisierung einer Grundversorgung ermöglichen.

Grundlegende Handlungsoptionen

Beschwerden zum Wirtschaftssystem haben fünf Handlungsoptionen in zwei Gruppen. Gruppe eins umfasst die Fragestellung, druck aus der Arbeitsbelastung zu nehmen. Hier haben wir die Optionen der internationalen Kooperationen um:

  1. Arbeitszeitreduktion durch Harmonisierung internationaler Arbeitszeiten auf niedrigem Niveau.
  2. Staatliche Subventionen für Sozialindikatoren. Im Konkurenzmarkt wirde der Arbeitsdruck auf mehr Arbeitnehmer verteilt, die per Subvention des Staates finanziert werden (Gemeinwohlökonomie).

Sowie 3. der Automatisierung einer Grundversorgung über regenerative Energien und Volksdienste von Nahrung, Sicherheit, Wohnungsbau, Gesundheit und Wartung- und Instandhaltung. Hierbei geht es nicht um internationale Kooperationen soweit ersichtlich.

Gruppe zwei umfasst Reformen rund um Eigentumsthemen. Erstens eine Bodenreform, die den Bürgern Boden zuteilt, anstatt es über Märkte zu regulieren, die die Eigenschaft haben unseren finanziellen Wohlstand in Mieten und Wohneigentum abzuschöpfen. Zweitens geht es um eine Eigentumsreform, denn Unternehmen gehören gerechter Weise der Belegschaft und Mieten führen gerechter Weise entweder zu Eigentum oder sind nur laufende Kosten plus Verwaltungspauschale (Vgl. Demokratieunternehmen).

Für unsere Beziehungen geht es vor allem um bessere Kommunikationen und Konfliktmanagement (Vgl. Konfliktmanagement) insbesondere auch über digitale Infrastrukturen (Vgl. z. B. Social-Media-Hygiene).

Schlüsseltechnologien der Automatisierung

Schlüsseltechnologien der Automatisierung sind Computer, Internet & Funk, Nanotechnologien (z. B. Gehirnschnittstellen), Algorithmen, Robotik & Werkzeugmaschinen, Autonomes Fahren, Lagersysteme der Temperierung, regenerative Energien und Stecksysteme und / oder Gußsysteme des automatisierten bauens. Darüber hinaus befinden sich Quantencomputer und neuronale Netzkarten in Entwicklung. Wir können theoretisch eine Automatengesellschaft werden, fraglich ist, mit welcher Kapazität?

Fazit

Nach reiflicher Überlegung ergeben sich wenige fokussierte Handlungsoptionen in unserem Systemen, um die zentralen Gründe von Beschwerden (Frustrationen, Aggressionen) und Einschränkungen der Lebenszufriedenheit zu ändern (Gruppe 1) und einige Eigentumsüberlegungen, die gerechter wären.

Freier Wille

Das Buch, Fühlen, Denken, Handeln von Gerhard Roth diskutiert eine Abwesenheit des freien Willens, weil neuronaler Zufall überhaupt nicht maßgeblich in der Gehirnverarbeitung wäre. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass wir einen (eingeschränkten) freien Willen besitzen und insbesondere das Spiel wichtig für jung und alt ist. Das möchte ich Ihnen in diesem Artikel begründen!

Verstärkung neuronaler Zufälle

Zur Argumentation von Gerhard Roth ist anzumerken, dass neuronale Schaltungen insbesondere durch rückläufige Nervenverbindungen wie Integralglieder in der Regelungstechnik wirken können. Integralglieder in der Regelungstechnik summieren einfach Signale auf. Damit kann insbesondere ein neuronales Netzwerk aus wenig Eingangsdaten eine Verstärkung hervorbringen. Fraglich ist aber, ob eine Nervenzelle neuronalen Zufall in Aktionspotentiale übersetzen kann? Dies ist theoretisch zu bejahen, insbesondere, wenn die Nervenzelle an einer kritischen Schwelle für Aktionspotentiale angeregt ist und dann Zufälle über Aktionspotentiale entscheiden. Zusammengenommen ist es also theoretisch denkbar, dass neuronale Zufälle verstärkt werden und bis hin zur Handlungsrelevanz gereichen. Aber die Diskussion ist eigentlich fehl am Platz, da es genug Zufälle für uns gibt, die wir nicht als deterministisch erfahren.

Zufälle und Monte-Carlo-Simulation

Um uns Menschen herum existieren genug Zufälle symbolischer Art, die es erlauben, uns zu inspirieren. Insbesondere können Zufälle genutzt werden, um Monte-Carlo-Simulationen hervorzubringen. Monte-Carlo-Simulationen nutzen zufällige Eingangssignale, die entsprechend einer Verarbeitungslogik (Funktional) verarbeitet werden und dann Ergebnisse produzieren, die man auf Eignungen entsprechend seiner Ziele hin untersuchen kann. Der Mensch hat zumindest einen freien Willen dadurch, dass er Szenarien simulieren kann und dann gegen sein subjektiv wünschenswertestes Szenario konvergiert. Damit können wir z. B. erklären, wie auf gleichartige Situationen doch verschiedene Handlungen entstehen: der Mensch hat einen zumindest eingeschränkten freien Willen!

Eigenschaften unseres freien Willens

Unser freier Wille ist psychologisch und nicht logisch! Insbesondere würde man logisch argumentieren, dass Zeitdruck eine wesentliche Beschränkung unseres freien Willens ist, was auch zu einem maßgeblichen Anteil (vgl. Straffähigkeit und Vorsatz) der Fall ist, aber psychologisch sind wir aktiver in der „Reflektion“ / Simulation, wenn wir emotional involviert sind oder Handlungsdruck verspüren (Vgl. Affect Infusion in Homburg und Krohmer: Marketingmanagement).

Damit ist unser freier Wille am performantesten in Bezug auf wichtige Angelegenheiten unter gebührlichem zeitlichen Druck! Insbesondere massiver Zeitdruck führt zu eher unüberlegtem Verhalten!

Freier Wille unter hohem Zeitdruck

Unter hohem Zeitdruck folgen wir unseren erstbesten Impulsen und sind als Menschen auch evolutionär entwickelt, um recht sinnvolle Handlungen zu realisieren, die unser Überleben und unsere Vermehrung sicherstellen! Aber wir können auch auf „Intuitionen“ zurückgreifen, die sich aus Vorbereitungen ergeben. Intuitionen entwickeln sich, wenn man Erfahrungen rund um ein Thema oder eine SItuation erlernt, wie z. B. bei einem Feuerwehrmann. Damit haben wir eine theoretische Option insbesondere vorbereitend zu simulieren, was auch viel durch z. B. Ängste geschieht. Insbesondere sind wir aber nicht in der Lage uns auf alles vorzubereiten aus Zeit- und Motivationsgründen, sondern es braucht eine Nähe zur Problemstellung: Menschen entwickeln sich eher mit ihren individuellen Aufgaben und Themen, als das sie eine Simulation aller Eventualitäten hervorbringen. Wir sind als Menschen kognitiv und vermutlich auch in einigen Emotionen (vgl. emotionale Konditionierung in Gerhard Roth: Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern).

Was tun, wenn man keine Lösung kennt?

Wenn wir Menschen einen Rat geben wollen oder selber nach Lösungen für ein Problem suchen und nicht wissen, was eine denkbare Lösung sein kann, dann haben wir die Option überhaupt wünschenswerte und weniger wünschenswerte Szenarien zu kreieren bzw. zu kommunizieren. Ein Mensch kann, wenn er Zeit hat und nicht weiter weiß über diverse versuche (zufällige) Szenarien zu bilden, versuchen gegen eine Entscheidung zu konvergieren. Hierbei ist insbesondere das, von vielen Erwachsenen vernachlässigte, Spielen von besonderer Bedeutung, da uns Vergegenwärtigungen mit Symboliken und auch das bloße Aufsuchen von anderen Orten (sei es auch fiktiv) sowie Phantasien helfen, auf neue Szenarien zu kommen: viele Innovationen entstehen bei Spaziergängen mit plötzlichen einfällen und Kinder sind im allgemeinen kreativer als Erwachsene. Wenn Sie die Lösung nicht kennen und auch keine Szenarien Ihnen einfallen, können sie überhaupt auf andere Aspekte hinweisen, wie Suchrichtungen, Abwechslungen oder einfach Inspirationen.

Fazit

Der Mensch hat einen (eingeschränkten) freien Willen und ist unter Berücksichtigung von insbesondere Vorsatz und Zeitdruck, aber auch Handlungsoptionen, straffähig! Stimulationen von Szenariobildung auch zufälliger Art können uns helfen profunderen Willen zu bilden! Es ist nicht erwartbar, dass wir alles vorbereitend simulieren und dann erinnern, sondern wir sind viel mehr kognitiv (und emotional) entwickelte Individuen! Mal rausgehen und spielen ist auch für Erwachsene empfehlenswert!

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Inklusion am Arbeitsmarkt

Ein wichtiges Kriterium für Wohlfahrt ist Pareto-Effizienz. Eine paretoeffiziente Verhandlung liegt vor, wenn keiner der Verhandlungspartner mehr besser gestellt werden kann, ohne das jemand anderes schlechtergestellt wird. Paretoeffiziente Verhandlungsergebnisse hängen von den Rechten ab, auf denen die Verhandlung basiert: Früher war rauchen erlaubt und man rauchte in Gaststätten, heute haben die Nichtraucher Vorzug und man raucht außerhalb der Gaststätten und auch anderer Gebäude.

Was sind Szenarien für Rechte am Arbeitsmarkt?

Im Status quo haben Arbeitnehmer*Innen und Arbeitgeber*Innen, es sei denn sie sind arbeitslos, ein Recht sich ihre Arbeitgeber*Innen und Arbeitnehmer*Innen frei auszuwählen, während arbeitslose sich bewerben und annehmen müssen.

Man kann also Arbeitnehmer*Innen und Arbeitgeber*Innen zur Anstellung verpflichten, aber sinnvolle Konfigurationen sind beidseitige Annahmepflichten oder Abwesenheit beidseitiger Annahmepflichten: Beidseitige Annahmepflichten für geeignetes Personal fördert insbesondere Inklusion und reduziert Aufwand am Arbeitsmarkt.

Beidseitige Annahmepflichten

Kann geeignetes Personal einer Stelle zugeordnet werden, können Mitarbeiter*Innen per Los einer Stelle zugeordnet werden, die sie und auch die Arbeitgeber anzunehmen haben. Kritisch ist es dabei Matchingverfahren hervorzubringen, die maschinell und / oder von neutralen Beobachtern Passungen bestimmen. Für eine Arbeitsagentur kann das bedeuten Passungen zu lancieren und dabei gegen Diskriminierungen zu diskriminieren durch z. B. Fortbildung von Behinderten.

Qualifikationsmessung

In einem Matchingszenario mit Matching als öffnetlichem Gut verantwortet von einer öffentlich-rechtlichen Institution, liegt die Qualifikationszertifizierung als öffentliches Gut vor, d. h. sie wird öffentlich erbracht. Dabei können viele Dimensionen gemessen werden, wie neuronale Leistungsfähigkeiten, körperliche Leistungsfähigkeiten, abgelegte Prüfungen (Information), abgelegte Prüfungen (Wissen), abgelegte Prüfungen (Methoden) und abgelegte Prüfungen (Fertigkeiten). Erfahrungen in Tätigkeiten müssten weiterhin von Arbeitgebern in Zeugnissen bestätigt werden. Besonders schwierig zu erfassen sind Motivation, Soft Skills, Sozialität und Moral. Diese wären mit Assessment Centern und Praxiszeugnissen zu bestätigen. Anhand eines abgeschlossenen aber durchaus mitwachsenden Kriterienkatalogs können Stellenkriterien und Kompetenzen gematcht werden. Dabei sind auch Arbeitszeitangebote, Gehaltsvorstellungen und Regionalität berücksichtigbar und es finden normale Verhandlungen über Gehaltsspannen statt.

Exkurs zum Arbeitszeitangebot: Während das Arbeitszeitangebot häufig per Vertrag im Vorhinein definiert wird, sind Arbeitsverträge unvollständig und es findet eine retrospektive Arbeitszeitbestimmung faktisch statt. Es ist mithin fraglich, ob Zeitbestimmungen in Arbeitsverträgen nicht z. B. kontinuierlich zu verhandeln sind.

Unvermittelbarkeitsanträge

Eine besondere Klage rund um das Thema „irgendwen“ geeigneten in ein Unternehmen gesetzt zu bekommen, um Inklusion und Arbeitsmarktaufwände zu reduzieren, aber auch Transitionszeiten zu beschleunigen und Schwarzarbeit zu konterkarrieren, liegt darin begründet, dass man sogenannte Soziopathen loswerden wollen würde. Hier könnte man Anträge auf Unvermittelbarkeit begründen und stellen, die eine Arbeitssperre bedeuten und z. B. auch Therapien einfordern um eventuell wieder zugelassen zu werden. Eine solche Soziopathenhandhabe finden viele letztlich wesentlicher, als ihre Privatautonomie nach Nasenfaktor wählen zu können: Inklusion ist schon ein hoher Wert!

Vor- und Nachteile

Vorteile
  • Alsbaldige Vermittlung / geringere strukturelle Arbeitslosenquote
  • Objektivere Eignungen
  • Inklusion
  • Soziopathensperren mit Therapien
  • Reduzierte Aufwände in der Personalbeschaffung (ca. 664 millionen Euro [1])
  • Transition von vorwiegend Psychologen*Innen in produktivere Bereiche (ca. 16.600 Stellen [2])
  • Reduzierte Bewerbungsaufwände für Bewerber (ca. 5,4 millionen Euro Zeitaufwand [3])
  • Reduktion von Schwarzarbeit
[1]: Wenn man von einem/r Bewerbungsbearbeiter*In pro 5.000 Menschen in der Bevölkerung in Höhe von etwa 83 millionen Personen zu einem Bruttojahresgehalt von 40.000 € ausgeht, reduzieren sich Aufwände in der Personalbeschaffung in Deutschland in Höhe von 664 millionen Euro.
[2]: Wenn man von einem/r Bewerbungsbearbeiter*In pro 5.000 Menschen in der Bevölkerung in Höhe von etwa 83 millionen Personen ausgeht, handelt es sich um 16.600 Stellen.
[3]: Unter der Annahme nach circa 100 Bewerbungen a einer Stunde Zeitaufwand zum Einkommen von monatlich 3.975 € brutto (Mittleres Einkommen nach Statista 2022) bei angenommenen 160 Arbeitsstunden im Monat und einer strukturellen Arbeitslosigkeit derzeit bei etwa 5% und 43,5 millionen Erwerbsfähigen (Statista 2020) liegen die Opportunitätskosten des gesparten Bewerbungsaufwands der Arbeitnehmer bei 5,4 millionen Euro.
Nachteile
  • Mitarbeiter nicht mehr (legal) aussuchbar
  • Kündigungssperrfristen
  • Öffentliche Aufwände zum Unterhalt einer Matchingplattform
  • Öffentliche Aufwände zum Unterhalt von Qualitfikations-Assessments

Fazit

Wir können riesen Aufwände mit Bewerbungen und Mitarbeiterauswahl reduzieren, wenn wir beidseitige Annahmeverpflichtungen unter Arbeitssperremöglichkeiten festsetzen. Dies bedeutet insbesondere bessere Sozialindikatoren von Unternehmen (Vgl. SuscisionHelper) mithin Inklusion, aber auch verkürzte Transitionszeiten und Konsequenzen von Wechselwiligkeit im Unternehmen. Was halten Sie davon?

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SWOT-Analyse für generische Unternehmen

Strategie für Ihr Geschäft, welche Ziele stehen momentan an und wie machen es wohl die anderen und wettbewerbsfähig bleiben: Lesen Sie die Stärken-, Schwächen-, Chancen-, Risiken-Analyse (SWOT-Analyse) basierend auf diesem Blog für klare Orientierung.

Umfeldanalyse

Meine Umfeldanalyse greift die Digitalisierung auf und erfasst Wirtschaftspolitikoptionen an den Faktor- und Absatzmärkten.

Digitalisierung

Digitalisierung basiert auf Beschleunigung und Kostendegression der Hard- und Software mit zunehmender Problematik im Bereich der IT-Sicherheit sowie auf neuen Technologien. Neue Technologien könnten werden Quantencomputer und elektronische neuronale Netzkarten sowie (implantierbare) cyberphysikalische Systeme. In der Netztechnik erlaubt die Cloud und das Internet beschleunigte internationale Skalierbarkeit. Die Big-Data-Datenbestände erlauben neuartige Analysen.

Damit besteht bereits jetzt erhebliches Produktivitätspotential in der Nutzung von rechen- und speicherintensiven Algorithmen z. B. aus dem Bereich künstlicher Intelligenz. Lösungen aus diesem Bereich sind noch hochgradig spezifisch, sodass einzelne Tätigkeiten spezifisch durch Software gelöst werden. So entsteht eine digital-humane Integration oder ein digitaler Flickenteppich. Einige Bereiche, wie die Produktion, werden dabei so stark digital durchdrungen, dass sie eher automatische Unternehmen werden, als menschliche Leistungen. Hier sind elektronische neuronale Netzkarten komplett anders zu bewerten, da sie eine Hyperintelligenz hervorbringen könnten, die Menschen im Potential substituiert.

Auch sinken die Transaktionskosten, die die Grenzen der Organisationsbildung bestimmen, sodass optimale Unternehmensgrößen kleiner werden und sich in kooperative Zusammenhänge verweben. Einige Leistungen, die früher Kooperationen erfordert haben werden jetzt durch Märkte zugänglich.

Mit zunehmender Digitalisierung steigt das Risiko von Wirtschaftsspionage und Know-how-Abfluss.

In den kommenden sieben Jahren erwarten wir den Eintritt in die marktliche Nutzung von Quantencomputern, die intensive Parallelisierung in der Berechnung erlaubt, und damit eine erhebliche Beschleunigung hervorbringt, die gewisse vorher zeitlich nicht lösbare Algorithmen lösbar macht. Hier ist insbesondere das Travelling-Salesman-Problem zu nennen, dessen Berechenbarkeit für die Logistik enorme Produktivitätsgewinne bedeuten dürfte.

Arbeits- und Kapitalmarkt

Der Arbeitsmarkt besteht aus vier Bereichen: 1. der Sicherung der strukturellen und konjunkturellen Arbeitslosigkeit, 2. der Bereitstellung von Arbeitsmarktprognosen für die zielgerichtete berufliche Ausbildung, 3. den beruflichen Ausbildungsangeboten und 4. den Gewerkschaften und Arbeitgebervertretungen. Die Punkte 1. bis 3. werden dabei derzeit von Arbeitsämtern und Jobcentern konfiguriert. Meine Analysen haben sich hierauf beschränkt.

Abgesehen von Verbesserungen in der Prognose zukünftiger Arbeitsplätze und entsprechender Aus- und Weiterbildung (Umschulung) bestehen zwei Optionen für eine grundsätzliche Veränderung der jetzigen Existenzsicherung: 1. eine wohlstandsproportionale Sozialsicherung, die mit dem BIP wächst und 2. ein bürokratischer Kahlschlag zur Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens bzw. einer negativen Einkommenssteuer. Letztere kann dann also entweder wie die Existenzsicherung an ein Warenkorb gebunden sein oder an einen Ausgangswert und das BIP-Wachstum.

Die zielführendste und damit wahrscheinlichste Lösung ist eine europäische Integration der Sozialsicherungen, die ausgehend vom Minimalwert der regionalen warenkorbgebundenen Existenzsicherung Steuerungszuschläge zur Koordination der Niedriglohnsektoren auflegt. Ich erwarte, das der Mindestlohn sich, als unkontrollierbare Scheinlösung, nicht durchsetzt. Wie immer zahlt die Steuern dafür letztlich der (internationale) Kunde bzw. Haushalt. Eine wenig wahrscheinliche aber im Kontext zunehmender Digitalisierung um so wichtigere Besteuerung von Kapitaleinkünften erfordert internationale Kooperation, und damit ein internationales förderalistisches Regierungssystem.

Chancen liegen hier also in der stetigen Requalifikation des Personals und der Digitalisierung im Niedriglohnsektor, während Risiken am Absatzmarkt bestehen. Die Preisentwicklung bleibt also ambivalent.

Auf dem Kapitalmarkt können sich aufgrund der umfassenden Nachhaltigkeitsthematik nachhaltige Unternehmen mit geringeren Ausschüttungen wegen geringeren Risiken wettbewerbsfähig integrieren.

Absatzmärkte

Eine Konvergenz herbeiführende internationale Zollpolitik wäre bei flachen aggregierten Produktionsfunktionen co2-transportkosten-proportionale Bezollung. Nachhaltiger Maschinenbau könnte ein neues Wettberwerbsfeld im Export werden, insbesondere auch, wenn vermehrt Transparenzregulation und Nudging für nachhaltige Produkte, wie durch den SucisionHelper, realisiert wird.

Es bestehen also Chancen in der nachhaltigen Produktentwicklung und Risiken für Billigprodukte und Produkte mit vorgesehener Produktalterung.

Zwischenfazit: Chancen und Risiken

Chancen

  • Produktivitätssteigerung durch Digitalisierung
  • Kooperationskonfigurationen durch Digitalisierung
  • Beschleunigungssprung durch Quantencomputer
  • Stetige Requalifikation des Personals
  • Nachhaltige Produktentwicklung

Risiken

  • Know-how-Abfluss durch Digitalisierung
  • Steuererhöhungen könnten den Absatzmarkt belasten
  • Billigprodukte und Produkte mit vorgesehener Produktalterung sind unnachhaltig

Unternehmensanalyse (generisch)

Die klassische generische Unterteilung von Unternehmen kennt Qualitäts-, Nischen- und Kostenführer. Ich unterteile zusätzlich nach Innovations-, Projektrealisations-, Dienstleistungs- und Automatischen Unternehmen.

Schwächen haben insbesondere unnachhaltige Qualitätsführer, Nischenunternehmen, die unnachhaltige Nischen besetzen, und Kostenführer, die unnachhaltige Produkte anbieten. Damit ist mangelnde Nachhaltigkeit eine generische Wettbewerbsschwäche. Insbesondere Innovationsunternehmen mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit haben eine Stärke und Projektrealisationsunternehmen dürften gefragt sein, also stark aufgestellt sein.

Allgemein erweisen sich humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen als Stärke, wobei Arbeitnehmer durch Digitalisierung unter Druck stehen Arbeit anzunehmen, sodass weniger humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen durchsetzbar sind. Humanunternehmen und insbesondere Dienstleistungsunternehmen mit Dienstleistung direkt am Kunden profitieren jedoch von Motivation durch humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen. Mit Nachhaltigkeitstransparenzregulation und -Nudging könnte ein erheblicher Druck für gute Arbeitsbedingungen entstehen und so doch eine massive generische Schwäche entstehen.

Moderne wissensorientierte Organisationsformen rücken soziale und insbesondere kommunikative Kompetenzen in sozialen Systemen in den Vordergrund, weswegen Humankapital immer mehr Sozialkompetenzaspekte neben der fachlichen Qualifikation enthält. Humankapital pro Arbeitnehmer ist eine entscheidende Stärke bzw. Schwäche von Humanunternehmen.

Ein hohes Maß an Digitalisierung im Kontext sehr guter Integration mit den (digital-erweiterten) Menschen ist eine ausgezeichnete Stärke und insbesondere kapitalintensive Branchen sind bevorzugt aufgestellt. Geschäftsmodelle digitaler Dienstleistungen erweisen sich als besonders produktiv im Kontext von Sonderanfertigungen, sodass Sonderanfertigungskompetenz eine generische Stärke bedeutet.

Große spezialisierte Produktionsanlagen für globale Märkte könnten unter Absatzrückgängen leiden, sodass eine Überkapazität entsteht, und weisen somit eine generische Schwäche auf. Demgegenüber könnten regionalere spezialisierte Produktionen mit co2-sparsamer Logistik eine Stärke im Standardwarenbereich besitzen.

Zwischenfazit: Stärken und Schwächen

Stärken

  • Innovationsunternehmen mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt
  • Projektrealisationsunternehmen dürften gefragt werden
  • Humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen
  • Hohes Humankapital (Sozial- und Fachkompetenz) pro Arbeitnehmer
  • Kapitalintensität und Digitalisierungsgrad
  • Sonderanfertigungskompetenz (Produktionsflexibilität)
  • Regionale spezialisierte Produktion

Schwächen

  • Mangelnde Nachhaltigkeit
  • Wenig humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen
  • Mangelndes Humankapital (Sozial- und Fachkompetenz) pro Arbeitnehmer
  • Standardisierte Dienstleistungen, die schwer automatisierbar sind
  • Große spezialisierte Produktionsanlagen für globale Märkte (Überkapazitäten)

SWOT-Analyse

Opportunities Threads
  • Produktivitätssteigerung durch Digitalisierung
  • Kooperationskonfigurationen durch Digitalisierung
  • Beschleunigungssprung durch Quantencomputer
  • Stetige Requalifikation des Personals
  • Nachhaltige Produktentwicklung
  • Know-how-Abfluss durch Digitalisierung
  • Steuererhöhungen könnten den Absatzmarkt belasten
  • Billigprodukte und Produkte mit vorgesehener Produktalterung sind unnachhaltig
Strength
  • Innovationsunternehmen mit Nachhaltigkeitsschwerpunkt
  • Projektrealisationsunternehmen dürften gefragt werden
  • Humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen
  • Hohes Humankapital (Sozial- und Fachkompetenz) pro Arbeitnehmer
  • Kapitalintensität und Digitalisierungsgrad
  • Sonderanfertigungskompetenz (Produktionsflexibilität)
  • Regionale spezialisierte Produktion
  • Nachhaltige Digitalisierung und Kooperation
  • Humankapitalqualifikation
  • Nachhaltige Produktentwicklung
  • Cybersecurity
  • Digitalisierung
  • Nachhaltigkeit
  • Humankapitalqualifikation
Weaknesses
  • Mangelnde Nachhaltigkeit
  • Wenig humanfreundliche Führungs- und Controllingkonzeptionen
  • Mangelndes Humankapital (Sozial- und Fachkompetenz) pro Arbeitnehmer
  • Standardisierte Dienstleistungen, die schwer automatisierbar sind
  • Große spezialisierte Produktionsanlagen für globale Märkte (Überkapazitäten)
  • Humankapitalqualifikation
  • Erhöhung der Kapitalintensität
  • Steigerung der Produktqualität und Nachhaltigkeit
  • Humankapitalqualifikation

Fazit

Die generischen normativen Ziele wären also:

  1. Humankapitalqualifikation
  2. Nachhaltige Produktentwicklung
  3. Digitalisierung, Cybersecurity und Kooperation
  4. Erhöhung der Kapitalintensität

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Data Science

Die Artikel zum Thema Data Science umfassen verschiedene statistische Analysen und Data Mining. Sie dienen der Übung und Demonstration der Möglichkeiten von Data Science. Hier sollen die statistischen Methoden erläutert sowie die Erkenntnisse der Artikel dargestellt werden.

Statistische Methoden und Data Mining

Meine Fallstudien im Bereich Data Science betreffen Data-Mining-Programme und Statistical-Learning-Programme.

Data Mining

Die zwei Data-Mining-Programme betreffen Data Mining mit Homepages (Webscrapping, vgl. Die 1057 interessantesten Data-Science-Central-Artikel nach Kategorien) und mit Twitter und Homepages (Twitterscrapping und Webscrapping, vgl. WE Alliance – Twitter Link-Scrapping Summary) sowie die automatische Generierung der HTML-Seiten als Output.

Im ersten Fall wurden alle Artikel des Multiauthorblogs Data Science Central gesucht und mit TF-IDF beschlagwortet, um manuell Kategorien zu bestimmen und die Artikel den Kategorien zuzuordnen. Dann wurde eine HTML-Seite besierend auf diesen Daten erstellt, die es erlaubt Kategorien anzuklicken und zu entsprechenden Links zu gelangen.

Im zweiten Fall wurden zunächst relevante Twitter-Hashtags rund um das Thema Wellbeing-Economics aus den Tweets unter #WellbeingEconomics extrahiert, um sodann in gewissen Zeitabständen ein Skript laufen zu lassen. Dieses Skript extrahiert alle neuen Tweets unter einem Hashtag seit dem letzten Durchlauf, extrahiert alle Artikellinks und fasste die Links mit TF-IDF zusammen. Die Ergebnisse werden in einer HTML-JavaScript-Seite ausgegeben. Leider kam es beim letzten Durchlauf zu einem Fehler, der die Datumsangaben überschrieben hat.

Statistical-Learning

Drei Artikel sind Fallstudien des Statistical Learnings: Glücksländer und Importance of Domain Knowledge sowie Europawachstum.

Glücksländer und Importance of Domain Knowledge

Die Artikel Glücksländer und Importance of Domain Knowledge betreffen die selbe statistische Analyse. Es wurde mittels nicht-linearer Regression unter Nutzung von Lern und Testdatensatz bzw. unter Vorgabe eines ökonomisch sinnvollen Modells eine Schätzung der Korrelation von Einkommen auf Zufriedenheit durchgeführt. Anschließend wurden die Abweichungen von der Trendlinie mit K-Means geclustert, um besonders glückliche bzw. unglückliche Länder zu gruppieren. Die Idee war, anhand dieser Länderlisten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu identifizieren, sodass man sinnvolle Kandidaten für eine Abweichungsanalyse identifiziert.

Mit Kommentatorenfeedback und eigener Betrachtungen konnten nun Kandidaten für eine Abweichungsanalyse gewählt und einzeln geschätzt werden (Gini-Koeffizient, Kulturdimensionen nach Hofstede und Fragility of States Index). Nach der Schätzung einzelner Kandidaten, wurde ein Gesamtmodell mit den signifikanten Daten nochmal geschätzt und auf Signifikanz untersucht. Hier wäre eine Ridge-Regression eigentlich angemessen, aber aus Zeitgründen wurde nur eine einfache Regression durchgeführt.

Europawachstum (NUTS 2)

Basierend auf Daten von Eurostat wurden einfache Wachstumsraten der Nuts 2 Regionen über längere Zeiträume kalkuliert und mittels spatialer Visualisierung visualisiert, was der Sinn der Fallstudie war, mal mit Spatialer Visualisierung zu arbeiten.

Erkenntnisse der Fallstudien

Importance of Domain Knowledge

Der Artikel Importance of Domain Knowledge macht deutlich, dass Big-Data-Algorithmen nicht mit einfachen Parametrisierungstests laufen können, sondern dass Ausreißer für jede Parametrisierung individuell zu überprüfen wären.

Glücksländer

Zufriedenheit vs. Pro-Kopf-BIP

Der Artikel Glücksländer zeigt, dass die Abweichung der Zufriedenheit für höhere Zufriedenheit unabhängig vom Einkommen durch folgende Faktoren statistisch signifikant bedingt ist:

  1. Gini-Koeffizient (je gleicher die Verteilung, desto besser)
  2. Machtdistanz (je geringer die Machtdistanz, desto besser)
  3. Unsicherheitsvermeidung (je höher die Toleranz für Unsicherheit, desto besser)
  4. Freiheitliche Kultur (je höher die freiheitliche Kultur, desto besser)
  5. Fragilität des Sicherheitsapperats (je stabiler, desto besser)
  6. Fraktionalisierte Eliten (je weniger Fraktionalisierung, desto besser)
  7. Ungleichverteilung der Wirtschaftsentwicklung (je gleicher, desto besser)
  8. Menschliche Flucht und Brain Drain (je weniger, desto besser)
  9. Fragilität staatlicher Legitimität (je legitimer, desto besser)
  10. Fragilität öffentlicher Leistungen (je stabiler, desto besser)

An diesen Punkten sollte man angreifen, sofern man die Bevölkerung einer Nation für gegebenes Einkommen zufriedener machen möchte.

Europawachstum (Nuts 2)

Während die Grafiken zu den realen und langfristigen BIP-Wachstumsraten in den Regionen Europas und dem realen BIP in den Regionen Europas des Artikels Europawachstum nicht geprüft wurden, ob die Visualisierung stimmt, stimmt die Visualisierung, die Deutschlands Regionen in über- und unterdurchschnittliche Wachstumsgebiete einteilt. Es zeigt sich, dass das östliche Ostdeutschland möglicherweise konvergiert, während andere Regionen divergieren. BIP-Wachstumsrate Deutschland nach Regionen

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Strategische Planung – Methodik, Anwendung und Digitalisierung

Strategische Planung der klassischen Betriebswirtschaftslehre ist ein planerisch-kommunikativer Prozess in der Hierarchie eines klassischen Unternehmens, der innere Unternehmenseigenschaften in Bezug auf langfristige Szenarios entwickeln soll, um das Potential des Unternehmens bis zur folgenden Planungsperiode möglichst positiv zu beeinflussen.

Dieser Artikel stellt meine Interpretation der klassischen Planungsmethodik dar, zeigt deren Anwendung entsprechend meiner Wirtschaftsvision im Kontext von Kooperation und Digitalisierung auf und geht auf Digitalisierung strategischer Planung ein.

Methodik strategischer Planung

In Anlehnung an klassische Betriebswirtschaftslehre steht in meiner Interpretation strategischer Planung ebenfalls die sogenannte SWOT-Analyse im Zentrum der Strategiebildung. Eine SWOT-Analyse betrachtet die inneren Stärken und Schwächen eines Unternehmens und die äußeren Chancen und Risiken der Entwicklungsszenarien des relevanten Umfelds (Wettbewerb, Märkte und Regulation). Mittels der Darstellung der SWOT-Analyse können Einflüsse von Stärken und Schwächen auf Chancen und Risiken verbildlicht werden, um zentrale Entwicklungserfordernisse zu identifizieren, die dann in Strategien münden sollen.

Die interne Analyse erzeugt parametrisierte Modelle, um das Unternehmen aus relevanten Perspektiven zu charakterisieren. Aus diesen Modellen werden mit oder ohne Benchmark mit anderen Unternehmen Stärken und Schwächen abgeleitet. Zentrale Modelle betreffen die Perspektiven Finanzen, Wissen und Kommunikation, Führung und Struktur (Organisation und Prozesse inklusive Controlling) sowie Kultur und Werte.

Die externe Analyse charakterisiert vor dem Hintergrund von Inventionen, kulturellem Wandel, Gesamtwirtschaft und Regulation basierend auf der Analyse schwacher Signale Zukunftsszenarien von relevanten und relevant werdenden Märkten, um Chancen und Risiken abzuleiten. Da eine Rückwirkung eigener Maßnahmen auf das Umfeld erwartet werden sollte entwickeln sich Visionen zunehmender Detaillierung mit der Zeit aus den Zukunftsszenarien. Deswegen entwickeln sich SWOT-Analysen von Szenarien zu Visionen im Voranschreiten der Versionen.

In Bezug auf Stärken und Schwächen existieren folgende strategische Grundentwicklungen. Man kann Stärken nutzen, ausbauen und abbauen und Schwächen abmildern, vernachlässigen, verstärken und versichern. Durch Konfiguration dieser Maßnahmenmöglichkeiten in Bezug auf visionsrelevante Stärken und Schwächen können normative Ziele für das Unternehmen abgeleitet werden. Zunächst werden einzelne Szenarien betrachtet, dann werden die normativen Ziele über die Szenarien hinweg zusammengeführt. Abschließend werden die normativen Ziele kommuniziert und operationalisiert.

Anwendungsgebiete

Entsprechend der von mir betrachteten Wirtschaftsvision lassen sich Inventionsunternehmen, Umsetzungsprojektunternehmen, Beziehungsunternehmen und Automatisierte Unternehmen unterscheiden (vgl. Unternehmenskonzeptionen und Utilitismus), die global in Wirtschaftsclustern verteilt wären (vgl. Herstellung von Konvergenz).

Inventionsunternehmen bestehen aus Forschungszweigen und Konfigurationen, die sich über Managed Broadcasting vernetzen. Konfigurationen gestalten Systeme durch Konzepte. Managed Broadcasting erzeugt sinnvollen Informationsfluss zwischen Konfiguratoren und relevanten Forschungszweig-Mitarbeitern. Deswegen sind Inventionsunternehmen grundsätzlich durch Visionen der Forscher und Konfiguratoren strategisch ausgerichtet. Die Konzeptentwürfe der Konfiguratoren wirken auf die Forschungszweige im Sinne freier strategischer Planung der Individuen. Strategische Planung in Bezug auf Inventionsunternehmen betrifft eher die Budgetierung und Auktionierung von Forschungsgeldern. Z. B. könnte ein flexibles Staatsbudget für Konjunkturregelung regelnd auf potentielle Investitionen ausgerichtet werden (vgl. Konjukturregelung). Damit erbringen Inventionsunternehmen vor allem Hilfestellung zur Szenariodefinition der strategischen Planung.

Projektumsetzungsunternehmen und Beziehungsunternehmen sind der Anwendungsbereich strategischer Planung. Hier werden Portfolios Automatisierter Unternehmen und Produktportfolios gestaltet, während die Strategie die Humanressourcen, Finanzressourcen und Potentialfaktoren transformativ einsetzt, um mögliche Gestaltungen realisieren zu können. Hierzu gehört auch das Management von Ersatzinvestitionen in Automatisierten Unternehmen sowie die Wartung.

Automatisierte Unternehmen sind autonom und algorithmisch arbeitend. Sie werden geupdated, errichtet oder umkonfiguriert von Projektumsetzungsunternehmen und sind nur als Betrachtungsgegenstand Materie von diesbezüglich forschenden Konfiguratoren.

Digitalisierung

Zunächst zwei Absätze zu Wissensmanagement orientierter Digitalisierungsoptionen (vgl. Wissensmanagement):

Insbesondere Informationsflüsse können algorithmisch organisiert werden (Matching), sodass Inventionsunternehmen selbst vernetzt mit Projektumsetzungsunternehmen und Beziehungsunternehmen berichtend verbunden werden.

Der Prozess der strategischen Planung kann in der inneren Analyse durch Auswertung von Reportingunterlagen, Finanzdaten und Informationsflüssen unter Anwendung von Natural Language Processing in Berichte aggregiert werden. So dürfte vor allem ein erster Entwurf für die Perspektivenmodelle erzeugt werden, der dann klassisch vertieft und nach Stärken und Schwächen verglichen oder beurteilt wird.

Weiterhin besteht die Option durch strategische Simulationen (Spieltheorie) Spieler in strategischer Positionierung zu modellieren, um eigene Strategien von Szenarien zu Visionen zu entwickeln (Entscheidungsunterstützung durch Simulation).

Fazit

Strategische Planung bildet normative Ziele durch SWOT-Analyse und Beeinflussung von Stärken und Schwächen (Strategie) in Bezug auf Szenarien, die über die Betrachtung von Beeinflussung über die Versionen der SWOT-Analyse zu Visionen entwickelt werden.

Anwendungsgebiet organisierter strategischer Planung sind Projektumsetzungsunternehmen und Beziehungsunternehmen bzw. diese Anteile von Konzernen.

Die Digitalisierung der strategischen Planung profitiert vor allem von Matching von Informationsquellen und relevanten Empfängern und Sprachextraktionsverfahren für Berichte sowie von Strategiesimulationen.

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Logistik der Zukunft

Einstimmung

In der Produktentwicklung gilt es seit je her die Logistik zu antizipieren, um Schäden der Ware zu vermeiden und wirtschaftlicher zu transportieren. Die Logistik und Produktion der Zukunft wird immer stärker automatisiert. Automatisierung fußt auf Standardisierung von Angriffspunkten und Flexibilisierung der Handhabung.

In diesem Artikel soll es nicht um die Konfiguration einer logistischen Strecke gehen, sondern um die groben Entwicklungen in den Modalitäten im Personen- wie im Warenverkehr. Es soll aufgezeigt werden, wie mit Kapazitäten flexibel umgegangen wird und welche Formen der Standardisierung und Flexibilisierung an welcher Stelle zu erwarten sind.

Zunächst werden die Grundlagen der Entwicklungen dargestellt, dann die Verkehrskonzepte und zuletzt werden die zentralen Konsequenzen für die Produktentwicklung abgeleitet. Konsequenzen für Geschäftsmodelle, also die Konzeptionierung der logistischen Strecke sind nicht Teil der Ausführungen, aber für den Logistiker ableitbar.

Grundlagen

Dezentrale Energieerzeugung

Die Energieerzeugung der Zukunft nutzt verteilt installierte regenerative Stromerzeugung, wie Photovoltaikanlagen an Wohnhäusern, Windkraftanlagen und Gezeitenkraftwerke. Müllheizkraftwerke werden vermutlich durch andere Recyclingkonzepte abgelöst (vgl. Recyclingideen). Dadurch werden Formen dynamischer Energiespeicherung wie dezentrale Schwungmassenspeicher erforderlich und es braucht eine Koordination der Energiespeicherung auf Netzebene. Abgesehen von der Brennstoffzelle liegt die Energiebereitstellung der Zukunft in der Stromversorgung, und damit im Elektroantrieb.

Seltene Erden

Elektroantriebe arbeiten mit Magneten und Elektroblechen, die Seltene Erden benötigen. Seltene Erden sind vorwiegend im asiatischen Raum vorzufinden und zunächst ohne Recycling von Oligopolen zu beziehen. Deswegen handelt es sich vorerst um knappe Ressourcen. Langfristig sind Seltene Erden durch ihr Vorkommen beschränkt.

Autonomes Fahren

Die Entwicklung von mechatronischen Systemen mit künstlicher Intelligenz bzw. Algorithmen zur Steuerung von Fahrzeugen ermöglicht bald autonomes Fahren von PKW, LKW, Zügen und Schiffen sowie von Handhabungsgeräten der Intralogistik in Unternehmen.

Verkehrskonzepte

Im Personenlandverkehr ist zwischen Langstrecke und Kurzstrecke zu unterscheiden. Autonome Elektrofahrzeuge werden aus Nachhaltigkeitserwägungen auf den Nah- bzw. Fernverkehr ausgelegt. Nahverkehrsfahrzeuge werden als Transportation-as-a-Service für die Fahrt angeboten, sodass nur etwa 8 % der Fahrzeuge benötigt werden, die heute zumeist rumstehen. Diese Entwicklung bedeutet eine Aufweichung klassischer Arbeitszeiten, da Stoßzeitentransport unwirtschaftliche und unökologische Transportkapazität erfordert. Dieser Engpass wird eventuell durch Umrüsten von Warentransportfahrzeugen aufgeweicht. Eine solche Umrüstung bedeutet, auf ein Fahrzeug eine andere Chassis aufzusetzen, die entweder für Warentransporte oder für Personentransporte ausgelegt ist – daran forscht das UNICarAgil-Projekt der TU Darmstadt. Für Notfälle stehen autonome Fahrzeuge lokal verteilt bereit.

Im Personenfernverkehr kommen autonome Züge und Busse zum Einsatz. Eine Auslegung von Zügen in Hyperloops (Vakuumröhren) mit Linearantrieben (Transrapid) wird sparsam eingesetzt werden, da der Ressourcenverbrauch (Seltene Erden, Röhre) durch die Zeitersparniss gerechtfertigt werden müsste. Insbesondere Seltene Erden für Linearantriebe begrenzen eine flächendeckende Nutzung. Deswegen ist der häufigste Zug des Fernverkehrs vermutlich mit dem derzeitigen ICE vergleichbar, jedoch autonom. Damit bleibt die klassische Schiene verbreiteter als die Schiene von Linearantrieben. Fernverkehrsbusse werden autonom fahrende Elektrobusse sein.

In der Warenlogistik weisen die unterschiedlichen Modalitäten des Transports (Straße, Schiene, Luft, Wasser) unterschiedliche Eigenschaften auf, sodass jede ihr Anwendungsfeld hat. Auf der Straße werden autonom fahrende Elektro-LKW genutzt werden, die Schiene wird klassisch bleiben, jedoch autonom fahren, Flugzeuge sind vorerst nicht grundsätzlichem Wandel unterzogen, solange keine besonders leichte Batterie entwickelt wird und Schiffe werden wohl in der Binnenschiffahrt auf Elektroantriebe und Schwungmassenspeicher umsteigen, während Hochseeschiffe konventionell bleiben. Die Intralogistik von Unternehmen wird wie die gesamte Produktion weitgehend autonom mit der Warenlogistik interagieren (Industrie 4.0).

Ladungsträger (z. B. Container) der Logistik werden vermutlich dahingehend ausgelegt werden, dass sie automatisiert um- und entladen werden können. Hierbei sind eher standardisierte Ladungsträger zu erwarten als flexible Umladungsanlagen. Umgekehrtes gilt für Rungen und Paletten – sie bleiben einfach, während die Bestückungs- und Entnahmeautomaten flexibler werden (Robotik). Eventuell findet eine Standardisierung der Entnahme in der Intralogistik statt, sodass ein Komissionieren für die Produktionsbestückung entstehen könnte, um flexible und einfache Bestückungsautomaten wirtschaftlich zu platzieren.

Fazit für die Produktentwicklung

Die Produktion und die Logistik werden autonomer und flexibler, weil diese Entwicklungen Wert für Kunden durch „Individualisierung“ der Produkte erzeugen. Deswegen müssen Produkte und deren Verpackung so entwickelt werden, dass sie einer autonomen Logistik und Produktion gerecht werden. Hierbei werden logistische und produktionstechnische Plattformkonzepte weiter ausgebaut werden.

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Recyclingideen

Einstimmung

Ein Recyclingsystem entscheidet über die Rückgewinnung von Rohstoffen und Energien als prozentualer Anteil verwendeter Rohstoffe und Energien in der Produktion. Je höher die Rückgewinnungsquote, desto besser die Ressourcennutzung und je geringer die Preise der Endprodukte.

Recyclingsysteme sind aus drei Gründen Faktoren sozialen Wohlstands:

  • Erstens steigt der reale Wohlstand, wenn Preise sinken, sofern Wettbewerb herrscht,
  • Zweitens sind ökologische und ökonomische Aufwendungen der Ressourcenerstgewinnung kleiner bezogen auf die Produkte, weil Recyclingstoffe verwendet werden können, und
  • Drittens werden Rohstoffe regional bezogen, weil Sie in Form der Produkte global verteilt sind im Gegensatz zur lokalen Verteilung von Bodenschätzen. Diese dezentrale Verteilung löst Spannungen internationaler Mono- oder Oligopole auf Bodenschätze.

Meine Perspektive auf Recyclingsysteme entspringt keiner angelernten Bildung, sondern der Kenntnis des deutschen Recyclingsystems als Bewohner des Landes. Deswegen handelt es sich nicht um einen Bereich meiner Expertise. Aber als Wirtschaftsingenieur mit Spezialisierung auf nachhaltige Innovation ist es wichtig für die (nachhaltige) Produktentwicklung, das Recyclingsystem der Zukunft zu antizipieren, um gute Produkte zu entwickeln.

Die Vorstellung dieser Ideen kann möglicherweise regulatorische und infrastrukturelle Veränderungen bewirken, die Ingenieuren und technischen Forschern Sicherheit gewährleistet zukunftsträchtig zu entwickeln. Da es sich nicht um meinen direkten Kompetenzkreis handelt, kann ich nicht behaupten es handle sich um fachgemäß erarbeitete Ideen – hier wäre eine Prüfung durch Experten hilfreich.

Kunststoffdotierung

Plastiken mit Außnahme von PET werden in Deutschland regelmäßig verbrannt oder deponiert. Dadurch gehen die Rohstoffe der Produktion verloren, wenn auch Energie gewonnen wird.

Fraglich ist für die Zukunft, ob rückgewinnbare Kunststoffe nicht durch moderne Herstellungsverfahren (Spritzgußmaschinen, Extruder) mit einer ferromagnetischen dotierung kodiert werden sollten, sodass geschredderte Produkte durch elektromagnetische Kräfte nach Material getrennt werden können.

Dafür müsste eine Kodierungssystematik erarbeitet werden, die die technische Trennung ermöglicht und Kunststoffe in geeignete Rohstoffe (Farben, Material) auftrennen kann.

Eine Recyclinganlage wäre dann ein Schredder, auf den ein Fließband folgt mit einer Klippe. Eine besondere Auffangfläche mit gefederten Segmenten und Schüttgutventilen, würde die mehrstufige Trennung der Materialien auf engem Raum erlauben, sofern eine Rückführung auf das Fließband sinnvoll ist. Nach der reinlichen Trennung würden die Rohstoffe in Silos gefüllt, die mittels autonomer Logistik die regionale / globale Produktion versorgt.

Metalle

Bei Metallen in Produkten stellt sich die Frage, ob diese systematisch vom Produkt trennbar konstruiert werden. Man könnte eine dezentrale Trennung durch die Bürger mit einer Metalltonne anstreben oder Restmüll / Elektrogeräte zentral demontieren.

Metalle lassen sich visuell und durch Spektrometer klassifizieren, sodass gewünschte Legierungen erzeugt werden können, wenn neu gegoßen wird. Kritisch ist das Spektrometer zur Legierungsdetektion, um die richtige Schmelze zu erzeugen. Hierzu müssten Metalle in Produkten zu einem gewissen Grad spektrometergerecht zerkleinert werden.

Konsequenzen

Metalle und Kunststoffe sind zentrale Rohstoffe der meisten Produkte auf der Welt. Damit sind sie Faktoren der Preise und Umweltwirkung unserer Wirtschaft. Eine höhere Rückgewinnung löst Raumprobleme der Deponierung, Probleme der Umweltschädigung durch Verbrennen und erhöht das Angebot der Rohstoffe am Markt. Letzteres führt zu Preisreduktion.

Kritische Rohstoffe zur Zeit sind Öl und Silizium, aber im Zuge steigender Elektromobilität werden Seltene Erden ebenfalls relevant werden. Wird durch Recycling ein hoher Anteil der Legierungselemente von Elektromotoren / – Generatoren dezentral bezogen, lässt sich das Oligopol vorwiegend asiatischer Bodenschätze Seltener Erden langfristig besser handhaben.

Fazit

Sollten die Ideen nach Prüfung durch Experten bestand haben, könnte deutsche Regulierung Maschinenentwicklung, Entwicklung von Recyclinganlagen und Produktentwicklung stimulieren, die europäischer Zielsetzung der Nachhaltigkeit entspricht. Es könnten möglicherweise reale Wohlstandsgewinne erzielt werden und Umweltbelastung vermieden werden.

Zusammenhängende Patente könnten mittelständische Innovationsunternehmen finanzieren, die Projektmanagementunternehmen ausstatten, um Autonome Unternehmen im Staatsbesitz zu betreiben, die so etwas wie ein Grundeinkommen im Sinne einer Marktsimulation durch „Gewinne“ finanzieren (Vgl. Utilitismus).

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Besteuerung von Recyclingsunternehmensgewinne auf die Gemeinden entsprechend der Müllsammlung umgelegt werden sollte. Ist dies gut konzeptioniert entstehen Anreize zur Mülltrennung und Steuereinkünfte für Gemeinden.

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Sozialkapitalismus im IT-Zeitalter (Utilitismus)

Einleitung

Es gibt bis jetzt zwei grundsätzliche Ansätze um das Versorgungsproblem eines sozialen Systems zu lösen, den Kapitalismus und den Sozialismus. Aus ökonomischer Perspektive nutzt der Kapitalismus das individuelle streben nach Nutzen, um Arbeit für die ökonomische Nutzenerstellung bereitzustellen, während er Privateigentum garantiert, während der Sozialismus soziales Eigentum kennt und das Interesse an einem funktionierenden System (mittelbarer Nutzen) dazu nutzt, Arbeit für die ökonomische Nutzenerstellung bereitzustellen. Viele Menschen sind der Überzeugung, dass der Kapitalismus sich durchgesetzt hat und der Sozialismus nicht effizient funktioniert.

Durch die technologische Entwicklung in IT-Hardware, Cluster-Algorithmen und selbstlernender Algorithmen, entstehen flexible Lösungsautomaten basierend auf den besten Verfahren, die bekannt sind, und menschliche Arbeit wird zum Teil und möglicherweise irgendwann im Potential substituiert. Es gibt derzeit eine große Debatte darum, wie sich die Gesellschaft im Kontext zunehmender flexibler Automatisierung menschlicher Arbeit entwickelt.

Mir ist aufgefallen, dass die Probleme des Sozialismus in Bezug auf die Leistungsmotivation und Regelkonformität durch flexible Automatisierung lösbar sind. Ein abgeleitetes Modell möchte ich hier vorstellen und zur Diskussion vorlegen.

Automatisierte Unternehmen

Ich unterscheide in meiner Betrachtung, basierend auf meiner ökonomischen Intuition, automatisierte Unternehmen und Humanunternehmen.

Betriebliche Funktionen, die optimal oder mit der besten bekannten Heuristik „lösbar“ sind, werden per Gesetz verpflichtend in automatisierte Unternehmen ausgelagert, die jedes Humanunternehmen in Anspruch nehmen muss (Regulation), um die betriebliche Funktion zu erfüllen.

Wie funktioniert das? Es werden sich meines Erachtens automatisierte privatwirtschaftliche Unternehmen entwickeln und diese sollte der Staat aufkaufen und mit einer automatischen Preissetzungslogik und Investitionslogik ausstatten. Um die Wohlfahrt zu maximieren sollte die Preissetzungslogik den Konkurrenzpreis basieren auf kurzfristigen Prognosen simulieren und mit einem Gewinnaufschlag versehen. Dieser Gewinnaufschlag wird im Wesentlichen als bedingungsloses Grundeinkommen / negative Einkommenssteuer an die Bevölkerung ausgezahlt, sodass sich in einem demokratischen Prozess der Abwägung zwischen Einkommen und Konsummöglichkeiten der Gewinnaufschlag bestimmt.

Die Automatisierung eröffnet die Möglichkeit, die automatisierten Unternehmen unter regulatorische Restriktion zu stellen, die absolut bindend und durchsetzbar ist. Das ist meines derzeitigen Erachtens genauso wohlfahrtsoptimal wie eine Pigue-Steuer um Externalitäten zu „internalisieren“, erzeugt aber zusätzlich ein bedingungsloses Grundeinkommen / eine negative Einkommenssteuer.

Meinem bisherigen Verständnis des Nachhaltigkeitsbegriffs nach bedeutet das, dass automatisierte Unternehmen sequenziell optimiert werden sollten, und zwar beginnend mit einer ökologischen Optimierung auf die die Optimierung entsprechend der betrieblichen Funktion folgt. Der europäischen Zielsetzung der sozialen Nachhaltigkeit wird die Systemkonfiguration von sich aus gerecht.

Diese automatisierten Unternehmen befinden sich also im Staatseigentum und ihre verteilbaren Gewinne werden gleichmäßig auf die Bevölkerung als bedingungsloses Grundeinkommen / negative Einkommensteuer verteilt.

Es verbleibt ein privatwirtschaftlicher Anreiz die automatisierten Unternehmen zu optimieren, um den Preis senken zu können und so mehr „Share-of-Wallet“ zu erzielen, also Anteil am Budget der Konsumenten. Gleichwohl können die automatisierten Unternehmen logisch und empirisch innoviert werden, weil sie Algorithmen sind, deren Leistung messbar ist.

Humanunternehmen

Humanunternehmen übernehmen Kreativitätsleistungen, zwischenmenschliche Leistungen und Innovationen. Sie befinden sich systemisch in einem klassischen Kapitalismus unter der Nebenbedingung automatisierte Unternehmen für bestimmte betriebliche Funktionen nutzen zu müssen, und haben deswegen in Bezug auf sich selbst klassische Innovationsanreize. Die Anreize automatisierte Unternehmen zu bilden ergeben sich aus dem Aufkaufsgebot für den Staat. Die Anreize für die Verbesserung von zu nutzenden automatisierten Unternehmen ergeben sich aus der oben angeführten Share-of-Wallet-Optimierung.

Abschätzung von Konsequenzen

Humanunternehmen erzeugen möglicherweise nicht genug Arbeitskapazität und die strukturelle Arbeitslosenquote steigt. Arbeitslose werden jedoch durch die Umverteilung der Erträge von automatisierten Unternehmen finanziert (Verteilungsgerechtigkeit). Es bestehen allerdings nach wie vor individuelle Anreize, das Einkommen durch Arbeit zu erhöhen (Leistungsgerechtigkeit). Humanunternehmen erzeugen entsprechend der kapitalistische Funktionsweise nach wie vor ökonomischen Fortschritt und Variantenvielfalt (ökonomische Nachhaltigkeit). Die Bedingungen des Kapitalismus stehen jedoch in Verbindung mit einer z. B. ökologischen Restriktion, Staatspräferenzen können in Teile des kapitalistischen Systems verbindlich installiert werden (Moralisierung des Kapitalismus durch Staatsorganisation).

Wenn wir unterstellen, dass die Menge von Fortschritt und vernünftiger Variantenvielfalt ermöglichender Faktoren begrenzt ist, aber alle Probleme irgendwann gelöst werden können, konvergiert das System gegen einen Sozialismus basierend auf kapitalistischem Versorgungssystem ohne Arbeit, der sich nach den individuellen Präferenzen der Menschen richtet, sofern die Staatsorganisation die Variante nicht indirekt eingeschränkt hat (das ist etwas anderes als Planwirtschaft).

Restriktionen

Ein Staat der dieses System individuell, also nicht in globaler Koordination einführen möchte, müsste sehr wahrscheinlich Importe beschränken und verminderte Exporte in kauf nehmen.

In einem demokratischen Prozess würde das bedingungslose Grundeinkommen / die negative Einkommenssteuer seiner Höhe nach entsprechend der Möglichkeiten definiert. Hieraus resultiert die „Gefahr“, dass ab einer gewissen Automatisierungsquote auf den kapitalistischen Teil der Wirtschaftsordnung verzichtet wird, um den Konsum erhöhen zu können. Dies wäre eine vorgenerationenopportunistische Verhaltensweise, die mit Erziehung eingedämmt werden könnte. Diese Erziehung ist jedoch nicht anreizkompatibel.

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Kernkompetenz eines M. Sc. WI / MB

Der Master of Science TU Darmstadt Wirtschaftsingenieurwesen – technische Fachrichtung Maschinenbau wird ausgebildet um wirtschaftliche, rechtliche und technische Systeme durch sein Handeln so zu gestalten, dass sie funktionieren und niemanden gefährden. Das ist seine grundsätzliche Kernkompetenz.

Durch Vertiefungen entsteht ein besonderer Fokus. In meinem Fall z. B. auf die Internationale Wirtschaft, Unternehmensbewertung, Produktion & Logistik sowie das Controlling. Diese Vertiefungen erzeugen Kernkompetenzen in der modellierung sämtlicher ökonomischer Entscheidungsträger, sofern Bedingungen der Wachstumsökonomie außer betracht bleiben, in der Simulation des Innovationsprozesses, in der Auslegung von Controllingsystemen und in der Optimierung von Entscheidungen.

Wie die meisten Studenten ist auch der Wirtschaftsingenieur – technische Fachrichtung Maschinenbau ausgebildet, um sich selbstständig in neue und relevante Themenfelder einzuarbeiten. Durch die Gesetzgebung im Land Deutschland sind Wirtschaftsingenieure daran gebunden, wie billig und gerecht denkende Bürger nach bestem Wissen und Gewissen zu agieren.

Zusammengenommen erarbeitet der Wirtschaftsingenieur sich eine Modellierungskompetenz für soziale Systeme in einer Organisationsform unter rechtlichen Rahmenbedingungen und wird als sachgerecht optimierender Entscheidungsträger integriert.

Die ideale Position für einen Wirtschaftsingenieur – technische Fachrichtung Maschinenbau ist die Rolle des Entwicklungsleiters im Innovationsmanagement. Hier ist er / sie der / die relevante Spazialist*In um die technische Entwicklung in Koordination mit Volkswirten*Innen, Juristen*Innen und Marketingfachpersonal (Geschäftsmodell) in die Produktion zu bringen (Ramp-up, Produktionssystem).

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