Schule 4.0 mit Demokratieunterricht

Eine Schule als Institution besteht aus Verwaltung, Lehrern*Innen, Infrastrukturen, Versorgungspartnern und Schülern sowie einem regionalen und digitalen Umfeld.

Anmerkung: Bitte denken Sie sich den Stern mit folgenden sechs Symbolen an den Enden der Linien: ♂ für männlich,  für weiblich, + für verletzt, * für besonders, < für hochsensibel, ∞ für jung und alt.

Komponenten der Institution Schule:
Was ist damit gemeint?

Organigramm_Schule

  • Verwaltung:
    • Zur Verwaltung zählen m. E. die Bereiche Rechnungswesen, Einkauf, Recht, Personal, Informationstechnik und Sekretariate sowie die Schulleitung.
  • Lehrer*Innen:
    • Lehrer*Innen organisieren sich über Lehrpläne mit Kursen, das Lehrer*Innenzimmer und diverse Klassen- und Stufenleitungen sowie Klassenbücher. Es gibt Lehrer*Innen- und Schüler*Innenversammlungen.
  • Infrastrukturen:
    • Infrastrukturen sind Gebäude, Grünflächen, Plätze und Wege mit ihren Räumlichkeiten, Einrichtungen und Begrenzungen.
  • Versorgungspartner:
    • Versorgungspartner sind Energie-, Nahrungs-, Handwerks- und Printlieferanten sowie besondere Lieferanten.
  • Regionales Umfeld:
    • Das regionale Umfeld ist ein zumindest kommunales Umfeld inklusive seiner Logistik und Umgebungsorte für besondere Aktivitäten, wie Grünflächen und Kletterparks zuzüglich Gewerbe und Wohnen sowie angesiedelte besondere Institutionen öffentlichen Rechts.
  • Digitales Umfeld:
    • Das digitale Umfeld besteht im wesentlichen aus Rechenkapazität, Speicherkapazität, Information und Kommunikation.
Anmerkung: Zu Nachhaltigkeitsoptimierungen vergleiche SuscisionHelper: Sustainable Decision Helper (OptEcoBuy).

Schule 4.0

Eine Schule 4.0 kann zunächst psychologisch fundierte Jigsaw-Gruppen-Hierarchien verwenden, um sich inklusiv zu positionieren und dabei auf digitale Konzepte nach dem Artikel Jigsaw-Bildungswesen verwenden. Weiterhin erscheinen mir folgende Aspekte sehr relevant, die im folgenden erläutert werden:

  1. Erfahrungshorizont Demokratie: Konferenzunterricht
  2. Individualisierte Hausaufgaben
  3. Wissensmanagmentkonzept

Erfahrungshorizont Demokratie: Konferenzunterricht

Ein besonders relevantes Lernformat in und für unsere Demokratie sind parlamentarische Konferenzen zur Verabschiedung einer Stellungnahme.

Was ist das?

Anhand eines Unterrichts, der mit individualisierter Vorbereitung, eine Stellungnahme zu einem aktuellen z. B. politischen oder soziologischen Diskurs in einer parlamentarischen Konferenz erarbeitet, können Schüler demokratische Institutionen erleben lernen und deren Informationsverarbeitungsfähigkeiten und -Restriktionen.

Derartige Konferenzen recherchieren Stellungnahmen von relevanten hochwertigen Diskussionsteilnehmern (Institutionen), diskutieren diese und verabschieden eine eigene Stellungnahme unter eigenem Urheberrecht vermutlich als Schule. Diese Stellungnahmen können über die Schule aggregiert z. B. in einem Herausgeberband erscheinen, der an Lehrer und interessierte Institutionen gewinnbringend veräußert wird.

Anmerkung: Schulen dürften m. E. derartige Gewinne erzielen, wenn sie zur Deckung der Kosten oder für soziale Zwecke verwendet werden, die den Schülern zugute kommen. Also z. B. Subventionierung des Schulkiosks oder sozialer Projekte.

Vorteile für die Beteiligten:

  • Schüler:
    • Erfahrung mit realen demokratischen Prozessen in Parlamenten
    • Teilnahme an praxisnahem demokratischem Diskurs (auf Institutionenebene)
    • Subventionierungen die Schülern zugute kommen
    • Namensnennung (eventuell auch unter Pseudonym; Namensrechte)
  • Lehrer:
    • Namensnennung (eventuell auch unter Pseudonym; Namensrechte)
    • Erfüllung des Lehrauftrags zur Demokratiebildung.
    • Teilnahme an praxisnahem demokratischem Diskurs (auf Institutionenebene)
  • Betreffende Institutionen der Diskurse:
    • Rückmeldung von Schülern, die viele Teilnehmer des Diskurses integrieren: Überblick
    • Einreichungen z. B. in Gerichtsverfahren als Gutachten
  • Eltern / erwachsene Bürgerschaft:
    • Zeitersparnis zum Einstieg in die aktuellen Diskurse durch zusammenfassende Printwerke
Anmerkung: Print-on-Demand-Dienstleister können zur Veröffentlichung der Herausgeberbände verwendet werden, um Risiken abzusichern, auf Kosten sitzen zu bleiben.

Individualisierte Hausaufgaben

Das Konzept einen Teil der Hausaufgaben zu individualisieren, um z. B. Diskussionen zu führen, birgt besondere motivationale Vorteile, da ein Wir-Gefühl in der Klasse bedeutet, unter sozialem Druck zu stehen, seinen Beitrag zur Diskussion (spannenderer Unterricht) zu leisten.

Aus Lehrer*Innen-Perspektive kann so mehr Material nicht prüfungsrelevanter Art einfließen, was auch in Prüfungen einfließen kann und es können Schüler individualisierter gefördert und gefordert werden. Es entsteht also zusätzlich noch für Schüler*Innen eine Motivation sich über individuelle Hausaufgaben Vorteile mündlich, wie in schriftlichen Prüfungen zu verschaffen.

Fraglich bleibt jedoch, ob eine Gleichberechtigung gewährleistet bleibt?
Dies wäre zu bejahen, wenn z. B. eine maximale Hausaufgabenbearbeitungszeit für alle gleichermaßen vorgegeben wird.

Digitalisierung: Wissensmanagementkonzept

Ein Wissensmanagement für die Schule 4.0 besteht m. E. aus drei zentralen Bausteinen:

  1. Wiki
  2. Expertenvernetzung
  3. Intelligentes Klassenbuch

Diese drei Bausteine sind miteinander verwoben:

  • Wiki:
    • In einem Wiki werden im Wesentlichen Best Practices, Projekt Lessons Learned und Kompetenzmatrizen (auch für Schüler) erfasst. Es kann auch für kooperative Zusammenarbeit verwendet werden.
  • Expertenvernetzung:
    • Kompetenzmatrizen sind eine Datenquelle für Kompetenzen, die sich mithilfe von einfachen Graphendatenbanken visualisieren lassen, wenn sie Kategorisiert sind. Eine solche Graphendatenbank, verknüpft mit Kontaktdaten bis hin zu Chatfunktionalitäten, erlaubt ein gezieltes händisches Expertenmatching bei Fragen (M. E. sind Matchingverfahren mit künstlicher Intelligenz weniger erforderlich).
  • Intelligentes Klassenbuch:
    • Ein intelligentes Klassenbuch ist allerdings eine Künstliche-Intelligenz-Anwendung, bei der im Wesentlichen Eintragungen und Eintragungsmuster über die Zeit mit Resultaten, wie Noten, Abschlüssen, Verbesserungen im Sozialverhalten korreliert werden, wobei die künstliche Intelligenz kontinuierlich lernt solche Muster zu prognostizieren, um Interventionsverfahren einzuleiten. Die Einbindung der getroffenen Interventionen erlaubt wiederum Best Practices für Interventionen algorithmisch zu evaluieren, die dann als Empfehlungen und Erfahrungen bei Prognosen auftauchen.

Schema Machine-Learning-Klassenbuch

Fazit

Eine ideele Demokratieschule nutzt das Unterrichtsformat Konferenzuntericht und bindet insbesondere motivierte Schüler interessierende aktuelle Debatten in Passung zum Untericht ein, während Hausaufgaben dazu Aufgabenpakete einer Gesamtrecherche individualisierend aufteilen. Ein Wissensmanagmentkonzept kommt mit einfacher Software zurecht, bis auf ein selbstlernendes Klassenbuch, das Best Practices und Prognosen im realen Leben sammelt. Eventuelle zusammenführungen von Klassenbuchdaten über mehrere Schulen erlaubt vermutlich noch präzisere, bessere und umfänglichere Prognosen und Best Practices auszutauschen.

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Sozialstratege: -> ethisch -> kooperativ -> engagiert -> strategisch Key Facts: -> M. Sc. TU Darmstadt Wirtschaftsingenieurwesen mit Maschinenbau -> Fullstack Developer (2 1/2 Jahre professionelle Erfahrung) -> Neuropsychologe (ohne formale Ausbildung) Fun Facts: -> Ich trage "Verbindungsschuhe" aus Nachhaltigkeitsgründen

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