Unternehmensführung

Unternehmensführung positioniert Unternehmen an Märkten und in Gesellschaften. Das Unternehmen wird dabei strukturell und personell konfiguriert. Das systemische Wechselspiel zwischen Umwelt und Unternehmensinnerem wird strategisch gestaltet (Vgl. Strategische Planung – Methodik, Anwendung und Digitalisierung), wobei der Unternehmensleitung besondere Verantwortung zukommt (Vgl. Corporate Social Responsibility).

Umwelts- und Marktentwicklungen werden dabei für gewöhlich durch Szenarioanalyse abgeschätzt. Mein Blog widmet sich so der zukünfigen Wirtschaftspolitik im Sinne eines transformativen Konfliktmanagements (Vgl. zur Übersicht: Sozialer Frieden) und schätzt zentrale Neuerungen ab, die die Produktentwicklung bzw. das Innovationsmanagement aus Marktperspektive betreffen. Besonders hervorzuheben sind dabei Transaktionskostenreduktion und damit einhergehende Verschiebung hin zur Kooperation.

Letztlich gilt es, das Innere des Unternehmens zu gestalten, um die Unternehmensstrategie zu realisieren. Hierbei geht es um Strukturgestaltung und Beziehungsgestaltung.

Marktperspektive ohne Kooperation

Ein zentrales Thema, das in vielen Mikroökonomiebüchern nicht aufgegriffen wird, sind Marktspiralen und deren Regulation. Marktspiralen sind strategische Eingriffe in Märkte, die Dynamiken hervorbringen, die ähnlich evolutionärer Dynamiken zu verherrenden oder positiven Entwicklungen beitragen (Vgl. Modellierung von Marktspiralen).

Eine besondere Marktspirale, aber auch normale positive Marktdynamiken entstehen durch Wertschöpfungstransparenz gegenüber den Kunden. Hierbei geht es um Transparenzregulation zur Beförderung von ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit durch Begutachtung und Bewertung sowie Nudging der Konsumenten (Vgl. SuscisionHelper: Sustainable Decision Helper (OptEcoBuy)). Besonders wichtig erscheint dabei gegenüber dem derzeitigen Gemeinwohlbilanz-Konzept die Etablierung von individuellen Erhebungen von Konsumentenpräferenzen, die in das Nudging eingehen. Gerade die ökonomische Freiheit, seine eigenen Präferenzen im Kauf realisieren zu können, gilt als hoher Wert der Marktwirtschaft.

Werden z. B. menschenrechtskonforme Wertschöpfungsketten oder nachhaltigere Produkte durch Transparenzregulation direkt ersichtlich, entstehen Wettbewerbsanreize für Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung und in der Produktentwicklung. Die Produktentwicklung soll stets antizipativ sein und für physische Produkte sind Logistik (Vgl. Logistik der Zukunft) und Recycling (Vgl. Recyclingideen) zu berücksichtigen.

Letztlich ist die Digitalisierung eine besondere Marktentwicklung, da insbesondere zu günstigen Kosten replizierbare Werke geschaffen werden. Mich beschäftigt die Frage, ob nicht letztlich eine öffentliche IT-Infrastruktur ähnlich eines Cloudanbieters für serviceorientierte Architekturen wesentlich effizienter für eine Digitalisierung wäre (Vgl. Digitalisierung und öffentliche Infrastruktur).

Marktperspektive: Kooperationen

Die Digitalisierung reduziert die Transaktionskosten und verschiebt damit viele vorher von Unternehmen geleistete Wertschöpfung in kooperative Organisationsstrukturen bzw. sogar in den Markt. Ein Beispiel ist eben jene Überlegung zur öffentlichen IT-Infrastruktur. Hier wird über Markttransaktionen ein IT-Service innoviert, der staatlich geprüft wird und Bausteine für digitale Unternehmensangebote bereitstellt, anstatt, das jedes Unternehmen jeden Service selber programmieren muss. Die Cloud bietet also entsprechend die Möglichkeit für Entwicklungskooperationen zwischen Unternehmen, wenn sie Entwicklungskosten teilen wollen. Wie Kooperationen gestaltet werden sollten zeigt: Kooperationsmanagement – Kooperationen effektiv, effizient und flexibel gestalten.

Inneres Management

Im Zentrum der Überlegungen zum inneren Management steht eine logische Dekomposition von Unternehmensleistungen (Vgl. Unternehmenskonzeptionen). Diese vier Services innerhalb eines Unternehmens können durch die Digitalisierung zum Teil in Unternehmen zerfallen (Vgl. die Grafik in Sozialkapitalismus im IT-Zeitalter (Utilitismus)). Jedes dieser “Unternehmen” braucht eine eigenständige Controllinkonzeption in Bezug auf Key Performance Indikatoren und insgesamt wird ein anderes Führungsverständnis notwendig (Vgl. Strukturelles Management).

Im Interpersonellen, sowohl im Unternehmen, als auch gegenüber Kunden, vertrete ich einen systemischen-neurophysiologischen Ansatz (Vgl. Interpersonelles Management) und kritisiere zu reduktionistische Modellierungen des Homo Ökonomikus (Vgl. Homo Ökonomikus). Dabei lege ich besonderen Wert auf sozialen Nutzen. Auch mache ich deutlich, dass Integration bedeutet integriert zu werden und mit bester Intention zu handeln (Vgl. Integration)

Ein besonderes Bindeglied zwischen Struktur und Beziehungen stellt das Wissensmanagement dar. Hier lege ich IT-Systeme und einen idealen Kommunikator vor (Vgl. Wissensmanagement). Weiterhin empfehle ich transformatives Konfliktmanagement als Führungsaufgabe basierend auf dem Konfliktmanagement nach Gerhard Schwarz (Vgl. Konfliktmanagement – Das Ausleben einer produktiven Konfliktkultur).

Fazit

Unternehmensführung bedeutet der Umwelt, insbesondere den Märkten durch Strategien zu begegnen, die sich in der inneren Struktur der Unternehmen manifestieren. Dabei zergliedert Moral und Digitalisierung Unternehmen in Bereiche der Marktleistung und der Kooperation, die früher Unternehmensorganisationen erfordert haben. Diese Zergliederung braucht neben wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen spezielle strukturelle und betont interpersonelle Unternehmensführung und Mitarbeiterkompetenz. Sowohl in der internationalen Politik, als auch in der Wirtschaft sollte eine reduktionistische Modellierung des Homo Ökonomikus zugunsten einer Orientierung an sozialem Nutzen etabliert werden.

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Wissensmanagement

Wissensmanagement wird im deutsch-wirtschaftlichen Bereich (wissensorientierte Unternehmensführung) von Prof. Dr. North untersucht. Jedenfalls stammt von ihm das Standardwerk zum Thema. Aus Perspektive des Wissensmanagement existieren meiner Meinung nach im wesentlichen drei Arbeitsgebiete: Unternehmensführung, Wissensnutzung und -Propagation sowie Sicherung von Wissen. Dieser Artikel bezieht sich vor allem auf die Wissensnutzung und -Propagation.

Nach der sog. Wissenstreppe von North ist Wissen die Vernetzung von Information und transformiert sich bei Handlungsbezug zu Kompetenzen. Dieser Artikel konzentriert sich auf Wissensbildung und -Propagation, und damit insbesondere auf kommunikative Prozesse im persönlichen und digitalen Informationsweg.

Kommunikationsmodell

Kommunikation soll als Chiffrierung – Übermittlung – Dechiffrierung verstanden werden. Deswegen muss in einer Form chiffriert werden, die Dechiffrierung erlaubt. Informationsübermittlung erfolgt über Wahrnehmungskanäle, die Einfluss auf bewusstes Denken nehmen (Wahrnehmungs-Emotions-Filter basierend auf vorwiegend frühkindlicher Prägung; vgl. Bewusstseinsreifung). Diese frühkindliche Prägung (Werteprofil) bestimmt unsere Interessen und aktivierte Bedürfnisse zusammen mit Bedürfnissdynamiken (ERG-Theorie, vgl. Selbst- und Menschenbild). Unsere auf Intelligenzen (analytisch, kinästhetisch, sprachlich, musikalisch, räumlich, haptisch, emotional, etc.) bezogenen Präferenzen bestimmen unsere vorwiegenden Wahrnehmungsprozesse.

Der Kommunikationsexperte würde im Idealfall erlernen entsprechend der Werte, Bedürfnisse und Wahrnehmungspräferenzen des Rezipienten zu chiffrieren, um unter Anknüpfung an geteiltes Wissen (Konzepte, Modelle) auch in Analogie den Dechiffrierungsprozess zu erleichtern. Im Wahrnehmungsfall würde er sich trainieren Chiffrierungen zu entschlüsseln. Geteiltes Wissen sind gemeinsame Informationen, deren subjektive Vernetzung erläutert wird. So kann Bezug auf Wissen anderer Menschen genommen werden. Dies erlaubt Expansion, Umkonfiguration und Analogiekopplung in Assoziationen und Bisoziationen.

Wissensmanagement

News

Das Global Conciousness Konzept kann im Wesentlichen wie folgt konfiguriert werden:

Ereignisse werden von Nutzern übermittelt und zusammengefasst. Die Zusammenfassungen werden an Nutzergruppen für Emotionen übermittelt, die ein Rating vornehmen sollen. Die Ratings werden aggregiert und kategorisiert, um in der Bearbeitungsreihenfolge sortiert übermittelt zu werden. Durch Durchsuchung eines Entscheidungsbaums der das Wissen der Community abbildet, wird Expertenwissen identifiziert. Personen die über dieses Wissen verfügen (Graphendatenbank) werden kontaktiert, um Schlagwörter in Bezug auf die vorliegenden Informationen geschickt einzubringen. Schlagwörter betreffen Risiken bzw. Gegenargumente, Chancen bzw. befürwortende Argumente, Kontextinformationen zu betreffenden Personen und themenspezifische Kontextinformationen. Alle Informationen werden zusammen zu einem Artikel erweitert, der sodann veröffentlicht wird (z. B. als Blog).

Fragen und Antworten (Expertenvernetzung)

Nutzer können Fragen verfassen und mit Hilfe eines Entscheidungsbaums relevantes Expertenwissen definieren. Die Frage wird dann den relevanten Experten (Graphendatenbank) zukommen gelassen. In einem Chat-Thread antworten diese dann eventuell unter Referenzierung von Dokumenten und Veranschaulichungsmaterial.

Persönlicher Kontakt / Meetings

Nach erster Betrachtung des Themenfelds ergeben sich fünf wesentliche Meetingkonzeptionen: 1. Vorträge, 2. Lagebesprechungen, 3. Interviews, 4. Brain Storming und andere Kreativitätstechniken sowie 5. gemütliches Beisammensein. Während sich beim gemütlichen Beisammensein eher zufällig Interaktionen entwickeln sind die anderen Kommunikationsanlässe häufig Themenbezogen. Entsprechend des geteilten Wissens, können Kommunikationspfade zu Wissensaustausch führen, wobei zumeist Informationsaustausch stattfindet, der eine gemeinsame Wissensbasis zumindest analog erfordert.

Man unterscheidet also Shared Knowledge, Bilateral Shared Knowledge und direkte oder indirekte Kommunikationspfade. Weiterhin können Kommunikationspfade zufällig bzw. strukturiert erfolgen. Hier liegt zum Teil ein analoges Problem vor, wie im Artikel Integration beschrieben.

Informationssicherheit (zwischenmenschlich)

Die Informationssicherheit in sozialen Systemen erfordert Wissensbildung, die es erlaubt über Begriffe Assoziationen oder Biosoziationen nach der Wahrnehmung des Rezipienten zu kreieren, sodass Verschlüsslung stattfindet. Kommunikationsexperten können bei intensivem Wissen übereinander mit dynamischen Verschlüsselungen arbeiten. Die Dimensionen der physikalen Welt eines Geschöpfes sind Raum (3 D), Zeit und Information.

Fazit

Kommunikation ist Chiffrierung und Übermittlung von dechiffrierbaren Informationen und deren Vernetzung (explizit und / oder implizit). Kommunikationsexperten können rezipientenbezogen chiffrieren und umfänglich dechiffrieren, sofern genügend Wissen abgestimmt wurde.

Wissensmanagment in Bezug auf News, Fragen, themenbezogener und offener persönlicher Kommunikation wurde in den zentralen Architekturen beschrieben. Ein zentrales Element von Wissensmanagement ist deren Propagation, die letztlich zufällig oder bewusst erfolgen kann.

Informationssicherheit in der Kommunikation sozialer Systeme findet letztlich statt, wenn Äußerungen und Verhalten für Außenstehende nicht mehr dechiffrierbar ist, weil es völlig andere Wissensnetze anregt.

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