Jigsaw-Bildungswesen

Wie sieht ein modernes Bildungswesen aus? Als Wirtschaftsingenieur, der das Bildungswesen durchlaufen hat, möchte ich konstruktives Feedback geben, obwohl ich kein Experte für Erziehungswissenschaften bin. Das Jigsaw-Bildungswesen mit Projektdatenbank und Expertenvernetzung ist entstanden, als ich versuchte mein Wissen zu nutzen, um ein Bildungswesen für Entwicklungsländer zu gestalten.

Zunächst folgt eine Einstimmung mit Darlegung zentraler Probleme des derzeitigen Bildungswesens. Dann folgt eine Definition von Zielkriterien für Bildungswesen und anschließend die Darlegung des Jigsaw-Bildungswesens. Der Artikel schließt mit einem Fazit.

Einstimmung

Leidensfähigkeit und Erfolgserlebnisse

Schüler zu sein ist – wenn es um Unterricht und Lernen geht – grau. Befriedigung entsteht durch positive soziale Interaktion und Erkenntnis. Die zentrale Frage der Erkenntnis ist wohl: “Was bedeutet das?”. Schüler und Studenten lernen durch Erklärung in Frontalunterricht und Vorlesungen inklusive Diskussion, Übung vorwiegend in Hausaufgaben und Übungen sowie seltener in Gruppenarbeiten und Präsentationen sowie durch Wiederholung als direkte Prüfungsvorbereitung.

Kurz: In der Schule findet noch soziale Interaktion mit dem Lehrer statt, aber das Wesentliche ist Verhaltensdisziplin / Anpassung, Zuhören und Fleiß. So kommen Erfolgsfaktorenuntersuchungen zu dem Ergebnis, dass die Fähigkeit zur Aufschiebung von Belohnungen maßgeblich für den Bildungserfolg ist – das ist Leidensfähigkeit.

Was zu fehlen scheint sind Erfolgserlebnisse, Errichtung sinnvoller Dinge mit Bedeutung, intensive soziale Interaktion, Bezug zu den Lehrinhalten als sinnvoll, individuelle Förderung und Raum für die eigene Persönlichkeit und Flexibilität in einer schöpferischen Form, die als modern gelten kann.

Bildungswesen – eine hierarchische Institution

Das Bildungswesen ist eine Matrixorganisation gegenüber dem Lehrer und hierarchisch gegenüber dem Schüler. Lehrer sind disziplinarisch der Schulleitung unterstellt und fachlich dem Kultusministerium. Unterrichtsvorbereitung ist zwar theoretisch frei, aber durch Ausbildung vorstrukturiert. Deswegen ist das Bildungswesen eine höchst hierarchische Institution mit wenig Freiräumen für Lehrer und Schüler. Lernen erfolgt aber grundsätzlich spielerisch durch Neugierde und Ausprobieren und Spiele sind nun mal hochgradig flexibel.

Ich z. B. habe stets Konflikte mit (unfairer) Autorität gehabt und wurde dafür massiv bestraft (in Noten und disziplinarisch), konnte mich mit Fleißarbeit nie identifizieren, sodass ich meine Zeit abgesessen habe und Hausaufgaben ad-hoc erzeugt habe oder wegen ungehorsam bestraft wurde und habe mich meiner Neugierde hingegeben, um Projekte zu kreieren, um den Lernstoff mal anzuwenden. Konsequenz – das möchte ich nicht verbergen – ist, dass Sprachen mir schwer fallen, weil Sie viel Übung brauchen.

Meine Emotionen als Schüler

Als Schüler war ich wütend wegen Unfairness und Sinnverlust. Häufig fragte ich mich: “Was soll das?”, und: “Was bedeutet das?”. In Bezug auf Lernstoff konnte ich irgendwann meist Antworten finden, während ich in Bezug auf (illegitime) Autoritäten meist Groll empfinde.

Selbst nach jahrelangem kontrafaktischem Schlussfolgern komme ich häufig zum Ergebnis, dass Inkompetenz in Konfliktlösung (vgl. Konfliktmanagement), mangelnde Lösungsorientierung und Machtmissbrauch im Vordergrund standen. Das hat einer meiner ehemaligen Klassen enormen Schaden zugefügt – persönlich, kulturell sowie vom Bildungsabschluss her. Lehrer kämpften als unreife Geschöpfe gegen Kinder, anstatt sie weise zu leiten und aufzubauen. Kampf ist ein typisches Reaktionsmuster in Konflikten, aber ein Kampf in einem hierarchischen System ist nun mal Unterdrückung. Das vermittelt Kindern wenig Wert zu sein.

So spielt auch Angst eine hohe Rolle. Viele Schüler – die das System “verstanden” haben – passen sich an autokratische Lehrer an, weil sie nicht den Mut haben für ihre Werte einzustehen. Solche integeren Leute, die für ihre Werte einstehen, werden im übrigen Rebellen genannt. Machen Rebellen – mangels emotionaler Kompetenz – Fehler werden sie schnell der Schule verwiesen. Der fundamentale Attributionsfehler der Sozialpsychologie legt nahe, dass “Rebellen” sich nicht durch Persönlichkeit, sondern durch ihre Situation bedingt, zur wehr setzen.

Mein Interesse, eine weitere Emotion galt immer der Frage der Nützlichkeit von Wissen, also abstrakt: “Was bedeutet das?”, und konkret: “Was kann ich mit dem Wissen anfangen bzw. aufbauen?”. Das Abliefern von Prüfungsleistungen und eine anschließende Bewertung durch den Lehrer mit einer Kennzeichnung aller Fehler hingegen, hat mich irgendwie nicht wirklich weitergebracht oder nachhaltig erfreut.

Früher fande ich es traurig, so wenig Autonomie zu haben und heute finde ich es traurig, wie unreif Großteile der Bevölkerung sind. Wesentliche soziale Kompetenzen und sogar ein Grundverständnis über die Bedeutungen und Fallstricke des psychischen Erlebens werden kaum vermittelt bzw. trainiert. Einige dieser Aspekte habe ich selbst erarbeitet und zusammengestellt:

  1. Selbstregulation,
  2. Beziehungsreflektion: Kontrafaktisches Schlussfolgern und generalisiertes Vertrauen,
  3. Positives Denken und Realismus,
  4. Kooperationsmanagement,
  5. Konfliktmanagement und
  6. Integration / streben nach Akzeptanz.

Wie sich wohl Lehrer fühlen

Lehrer zeigten Wut, wenn sie mit der unreife der Schüler konfrontiert wurden, die zu destruktivem Verhalten geführt hat. Angst liegt wohl im Kontext von sozialer Interaktion, weil die Autorität des Lehrers zum einen angegriffen wird und er inhaltlich häufig angreifbar ist, weil er die Komplexität für die Schüler vereinfachen soll, was inhaltlich angreifbar macht.

Vermutlich liegt das Interesse vieler Lehrer am Unterrichten brach, weil sie derartig hierarchisch eingebunden sind und zudem repetitiv jährlich wiederholen, dass Selbstentfaltung wohl ein Fremdwort bleibt. Amoralisch, ekelig finden Lehrer wahrscheinlich neben Amoral von Schülern die Diskrepanz zwischen Curriculum und Lehrmethode als Vorgaben und Erkenntnissen über wertvolle Bildung aus der Wissenschaft.

Traurig fühlen sich Lehrer wohl ob mangelnder Anerkennung, mangelndem Ergebnis und der Wiederholung gleicher Inhalte Jahr für Jahr. Manchen Lehrern macht hingegen konstruktive Zusammenarbeit mit den Schülern und der Schulleitung Freude.

Fazit der Einstimmung

Vieles im Bildungswesen ist m. E. avers, wenn auch vieles im Kern sehr wertvolles vermittelt wird. Das weckt die Frage, ob man etwas verbessern kann, um den sozialen Wohlstand zu erhöhen. Doch worum geht es eigentlich legitimer Weise im Bildungswesen?

Grundlagen

Bildung als Prozess

Grundsätzlich ist Bildung ein Prozess (horizontale Perspektive) und Prozesse sollten optimiert werden, um Effektivität, Effizienz und Flexibilität möglichst gut zu erreichen. Vgl. Bogaschewsky und Rollberg (1998). Weiterhin liegt die Wertschöpfung im Prozess, sodass die Organisation den Prozess stützen sollte (vertikale Perspektive).

Effektivitätskriterien

Effektivität wird an den Zielen gemessen. Die wesentlichen Ziele der Bildung beziehen sich m. E. auf Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Persönlichkeit. Staatliche und gesellschaftliche Effektivitätskriterien versuche ich zu fassen, obwohl sie nicht meinem Kompetenzkreis entspringen.

Staat

Ziel der Bildung ist es durchaus den unterstellten Gesellschaftsvertrag zu vermitteln, damit Verantwortungen gegenüber dem Staat und in entgegengesetzte Richtung definiert sind. Hierbei geht es um Überzeugungstransfer, sodass wir unseren Staat aus Überzeugung bilden und unsere Rolle im Staat positiv ausfüllen. Ziel ist:

Wir verstehen unsere staatliche Ordnung und den Umgang mit anderen Staaten den begründenden Faktoren entsprechend. Wir verstehen Gerechtigkeit, Kompromiss und Konsens.

Gesellschaft

Ziel der Bildung ist es, dass wir lernen, wie wir in unserer Gesellschaft leben wollen (Werte und Normen) und wie wir miteinander Umgehen. Themen wie der demokratische Diskurs, Integration und Generationengerechtigkeit fallen hierunter. Grundsätzlich geht es um die Prinzipien unserer gesellschaftlichen Ordnung. Auch kulturelle Besonderheiten gehören hierzu, wie kulturelle Selbsteinordnung (vgl. beispielhaft Glücksländer). Ziel ist:

Wir einigen uns sachlich auf vertretbare Umgangsformen und Moral und verstehen wesentliche gesellschaftliche Erfordernisse. Wir können die Prinzipien gesellschaftlicher Ordnung den Gründen nach nachvollziehen und wir können unsere Kultur im internationalen Kontext einordnen.

Wirtschaft

Ich denke es gibt drei zentrale wirtschaftliche Effektivitätskriterien: Spezialisierung, Moral und Dienstbarkeit. Zudem ist die volkswirtschaftliche Perspektive der Faktorproduktivität relevant.

Spezialisierung

Wirtschaftliche Organisationen sollen soziale Systeme sein, in welcher spezialisierte Experten durch Führung konfiguriert werden, um mit hoher Faktorproduktivität effizient Wert zu schöpfen. So können qualitativ hochwertige Lösungen in Kooperation erzeugt werden, weil nicht jeder alles wissen kann. Das gilt auch für nicht-akademische Berufe.

So ist z. B. ein Maschinenschlosser auf die Maschinenbedienung spezialisiert, die dem Maschinenbauer nicht in der Tiefe beigebracht wurde oder ein Pfleger auf den täglichen Kontakt mit Patienten durch z. B. Notfallintervention, die dem Arzt häufig nicht so zentral ist wie die Diagnostik. Das Ziel ist:

Bildung soll zur Arbeitsteilung befähigen, indem hochspezialisiertes Wissen und hochspezialisierte Kompetenz erworben werden. Gleichzeitig soll eine Verständigungsbasis über die Fachdisziplinen hinweg erworben werden.

Moral

Moral ist ein sehr zentrales Thema der Wirtschaft, da sie im Kern soziale Systeme betrifft und die Versorgung einer Gesellschaft sicherstellen soll. In sozialen Systemen, wie Unternehmen bedeutet moralisches Bewusstsein und Verhalten eine Vertrauensbasis, während Amoral zu Komplexitätskosten führt, die eine “Vergiftung” (Versorgung mit Ungütern) bedeutet, die direkt zu Leid und Kosten führt (z. B. Mobbing oder soziopathisches sähen von Misstrauen und schüren von Ängsten) und die Produktivität sinken lässt (Kosten des Unternehmens).

Moral bezüglich der Versorgung besteht darin, dass Versorgungsleistungen aus gesellschaftlicher Sicht Güter sein sollen, die Nutzen zu vertretbaren Kosten erzeugen. Mit falschem Nutzen (z. B. Status) und / oder vernachlässigten Kosten (z. B. Umweltbelastung oder Ausbeutung) anzubieten ist nun mal opportunistisch bis soziopathisch und schädigt Menschen direkt und indirekt.

Moral ist so wichtig, weil Regeln / Gesetze und Verträge häufig unvollständig sind und mit dem Wandel nicht rechtzeitig mithalten. Genauso wie es eine gute Entscheidung sein kann nicht zu konsumieren, ist auch nicht jedes Produkt oder Geschäftsmodell durch positive Rendite gerechtfertigt. Regeln sollen vor Soziopathie und Opportunismus schützen, während konstruktives Verhalten meist flexibler und kooperativ-situationsbezogen ist. Das Ziel ist:

Wirtschaftliche Tätigkeit bedeutet tatsächlichen Wert zu schöpfen und sicherzustellen, dass die tatsächlichen Kosten vertretbar sind. Nur Soziopathen und Opportunisten warten darauf, dass der Staat die Externalitäten einpreist, anstatt proaktiv moralisch zu handeln und einen Beitrag zu leisten. Vgl. Corporate Social Responsibility.

Dienstbarkeit

Dienstbarkeit ist in der deutschen Kultur eher definiert als Gehorsam gegenüber den Vorgesetzten, was ein Zeichen reaktiver Persönlichkeit ist. Autorität hat in der deutschen Kultur einen hohen Stellenwert. Arbeitszeit wird – so das Denken – gekauft.

Doch Dienstbarkeit bedeutet einen Beitrag zur Gesellschaft entsprechend seiner Möglichkeiten zu leisten. Das bedeutet, dass man nicht gegen den Nutzen der Gesellschaft leistet, sondern Macht als Verantwortung betrachtet.

Das bedeutet auch, dass man nicht Dienst nach Vorschrift leistet, es sei den man wird dazu gezwungen. Denn wenn man dienstbar ist, wechselt man einen Arbeitsplatz, der keinen wirklichen Beitrag zur Gesellschaft leistet. Das Ziel ist:

Bildung zur Mitverantwortung für eigene Motivation und den Konsens, dass jeder entsprechend seiner Möglichkeiten versucht hochwertige Beiträge zu leisten.

Faktorproduktivität

Wenn Schüler ein individuelles Bildungsprofil erarbeiten, dann ist es Aufgabe ihrer Person und der Gesellschaft einen Platz zu finden, an dem sie idealer Weise den höchsten Beitrag zur Gesellschaft leisten – im werteorientierten Kapitalismus bedeutet das auch die höchste Entlohnung, als Wertschätzung der Leistung. Um Wohlstand / Erfolg zum Vorbild zu erklären sollte also genau auf die tatsächliche Wertschöpfung im Einflussbereich einer Person und nicht Statussymbole geachtet werden. Ziel ist:

Bildung soll Schülern ein weitgehend individuelles Bildungsprofil ermöglichen, um mit höchster Faktorproduktivität gesellschaftlichen Beitrag leisten zu können – im Kontext von Allgemeinbildung.

Persönlichkeit

Bildung findet vorwiegend an jungen Menschen statt, die typische Stufen der Persönlichkeitsentwicklung durchlaufen (auch noch im Erwachsenenalter). Deswegen hat Bildung das Ziel Persönlichkeit aufzubauen und Raum für Persönlichkeitsentwicklung zu bieten.

Bis ein Mensch egoistisch-empathisches und visionäres Verhalten zeigen kann, bedarf es viel Zeit, Erfahrung und Bildung. Bis ein Mensch einen stabilen Selbstwert entwickelt und sozialen Herausforderungen emotional und kognitiv gewachsen ist ebenfalls. Bis ein Mensch derartige Integrität besitzt sich bewusst gegen Mehrheiten zu stellen, statt Konformität zu zeigen oder sich selbst kritisch reflektiert anstatt sich etwas vorzumachen, auch hier braucht es Zeit, Erfahrung und Wissen.

Mangelnde Reife wird zum Teil in der Wirtschaft gerne gesehen, weil sie Kontrolle ermöglicht, aber eigentlich produzieren fehlendes Wissen in Bezug auf einen Selbst und fehlende Reife enorme Komplexitätskosten in Unternehmen, Diskursen und Nachbarschaften. Das Ziel ist:

Bildung zu vermitteln, die der Persönlichkeitsentwicklung angemessen sind und die Reifung der Persönlichkeit fördern, sodass wir nicht nur wissen, wie etwas funktionierend gestalltet werden kann, sondern es auch aus konstruktiver Intention heraus errichten.

Effizienzkriterien

Effizienz im Bildungswesen betrifft die Kosten des Bildungswesen gemessen am Ergebnis und die Geschwindigkeit der Vermittlung des Wissens (Reaktualisierung des Gesellschaftswissens). Beide sollten möglichst gering sein.

Flexibilitätskriterien

Flexibilität kann organisatorisch, inhaltlich und ergebnisbezogen sein.

Organisatorische Flexibilität misst sich an der Anpassungsfähigkeit an neue Aufgabenstellungen durch z. B. technologischen Wandel.

 

Inhaltliche Flexibilität misst sich an der situationsadequaten Konfiguration von inhaltlicher Ausrichtung im Kontext sinnvoller Curriculi. Und der raschen Integration neuartiger Inhalte im Kontext technologischen Fortschritts.

 

Ergebnisbezogene Flexibilität lässt zu, dass Schüler ein individuelles Bildungsprofil (Wissen, Kompetenzen) im Kontext von Allgemeinbildung erzielen können.

Fazit Grundlagen

Bildung ist ein Prozess und Prozesse sollten nach den Kriterien Effektivität, Effizienz und Flexibilität ausgelegt werden. Effektivität betrifft Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Persönlichkeit, Effizienz betrifft Kosten und Geschwindigkeit der Bildungsdienstleistung und Flexibilität betrifft Organisation, Inhalt und Bildungsergebnis. Doch wie sähe ein optimal konfiguriertes Bildungswesen aus?

Jigsaw-Bildungswesen mit Neo4j-Expertenvernetzung und Projektdatenbank

Jigsaw-Gruppen

Unser Gehirn arbeitet im Grunde mit Assoziationen. Lernen bedeutet einen Wissensbestandteil mit bereits gelerntem Wissen zu vernetzen. Je mehr “Referenzen” ein Wissensbestandteil hat, desto stabiler und gefestigter wird er in Prüfungen und faktischer Situation erinnert. Gutes Lernen bedeutet also häufige Anwendung in diversen Szenarios.

Zwischenmenschliche Kompetenzen sind ein hoher Wert in einer Arbeitsteiligen Gesellschaft und in der Beziehungsführung, die ein Grundbedürfniss sozialer Wesen ist. Auch der Abbau von Vorurteilen und der Umgang mit Unwägbarkeiten in Planung und zwischenmenschlichem Umgang sind von hoher Bedeutung. Für diese Zielsetzungen wurde eine Lehrform entwickelt, die Bestergebnisse erzielt: Die Jigsaw-Gruppe. Vgl. Aronson, Wilson und Akert (2014).

Jigsaw-Gruppen sind Projektgruppen, die mit Informationen versorgt werden, sodass jeder Teilnehmer eine Information besitzt, die für die Erbringung der Gesamtleistung erforderlich ist. So muss jedes Gruppenmitglied integriert werden, um das Gruppenziel erreichen zu können, da anderen Gruppenmitglieder ohne ein Gruppenmitglied Informationen fehlen.

Deswegen ist das homomorphe Grundkonzept eines modernen Bildungswesens die Jigsaw-Gruppe in Projekten. Klassen bestehen aus Jigsaw-Gruppen, Vertreter der Jigsaw-Gruppen bilden eine übergeordnete Jigsaw-Gruppe. Klassenvertreter bilden eine Jigsaw-Gruppe der Stufe und Stufenvertreter eine Jigsaw-Gruppe der Schule. Letztlich wird das gesamte primäre, sekundäre, tertiäre und quartäre Bildungswesen über Plattformen für den Austausch jigsaw-gruppen-artig vernetzt, als Wissensmanagement für neue Erkenntnisse in einer Art Konferenz. So bleiben die Einheiten mit der Gesamtheit vernetzt.

Projekte, Curriculum und Projektdatenbank

Projekte für die einzelnen Jigsaw-Gruppen sollen das Curriculum nebenbei erarbeiten lassen und Prüfungen beziehen sich auf dieses Curriculum, nicht die Projektergebnisse. Das Curriculum wird weiterhin von Experten des Kultusministeriums altersgerecht erarbeitet. Derartige Projekte bieten die Chance Ergebnisse zu erzielen, und wenn die Projekte tatsächliche öffentliche Güter betreffen, wie z. B. nützliche Apps zu entwickeln, entsteht auch ein gesellschaftlicher Mehrwert, auf den die Schüler stolz sein können. Ideal wäre es, wenn aktuelle Projekte innoviert und in einer Datenbank entsprechend des Curriculums und der Altersstufe verfügbar wären, sodass die Wertschöpfung und der Ideenreichtum vorstrukturiert sind (Wissensmanagement).

Expertenvernetzung

Der Lehrer hat jedoch eine ganz andere Rolle. Er dient als Vermittlungsperson zwischen den Schülern und Experten, indem er Expertenbeiträge für die Schüler aufarbeitet und erklärt. Er definiert zusammen mit den Schülern geeignete Projekte im Kontext des Curriculums. Die Frontalarbeit weicht der Individualarbeit in Bezug auf Fragen der Schüler.

Wie soll das gehen?

Moderne technische Möglichkeiten erlauben ein Matching von Fragen mit Expertise (künstliche Intelligenz) und Graphendatenbanken erlauben Erfassung und Suche nach Kompetenzen über Schlagworte und deren Synonyme. Stellen Sie sich vor, jeder Experte mit Bildungsauftrag, wäre in einer Graphendatenbank (z. B. Neo4j) mit seiner Expertise verzeichnet. Wenn Sie jetzt eine Frage haben und auf relevante Expertise (Schlagworte) schließen können, wie eine künstliche Intelligenz das könnte, dann können Sie Kontakt mit einem hochspezialisierten Experten aufnehmen, der up-to-date in seinem Thema ist. Dieser kann Ihnen dann eine Erklärung und Lehrmaterial zukommen lassen, sodass Sie hochaktuelles Expertenwissen vermittelt bekommen. Das ist effektiv, effizient und flexibel.

Der Lehrer bereitet dann durch seine schnelle Auffassungsgabe die Antwort und das Material so auf, dass er die Frage eines Schülers beantworten kann. Dadurch müssten Lehrer vor allem in solcher Aufbereitung, dem Umgang mit Schülern und weniger in Wissensbereichen ausgebildet werden. Kurz: sie müssten intelligent, pädagogisch ausgebildet und wissend in Bezug auf Mathematik, Statistik und weiterer Allgemeinbildung sein. So etwas erlaubt z. B. in Entwicklungsländern erhebliche Kosteneinsparung für Lehrkräfte, da der Großteil der Wissensvermittlung ad-hoc erfolgt.

Vorteile des Jigsaw-Bildungswesens

Ich möchte kurz die Vorteile des Jigsaw-Bildungswesens gegenüber dem derzeitigen deutschen Bildungswesen auflisten:

  1. Lernen durch Projektarbeit beantwortet Fragen, wie: “Wofür braucht man das?”, und: “Was bedeutet das?” während des Lernens.
  2. Projektergebnisse liefern Erfolgserlebnisse und möglicherweise öffentliche Güter.
  3. Die Jigsaw-Gruppenarbeit fördert soziale Kompetenz in Bezug auf Emotionen, Kommunikation, Planung, Vorurteilsabbau, eigenständiges Arbeiten, Sozialsinn und viel mehr.
  4. Dank Projektdatenbank werden viele nützliche Projekte realisiert und innoviert. So bleiben Projekte aktuell, curriculumskonform und nützlich.
  5. Lehrkräfte müssen nicht mehr alles Wissen, sondern sich mit Experten vernetzen. Erhebliche Kosten können gespart werden z. B. in Entwicklungsländern.
  6. Schüler arbeiten direkt – vermittelt über die Aufbereitung des Lehrers – mit aktuellem Expertenwissen.
  7. Neue Erkenntnisse werden im System Schule / Universität und darüber hinaus in Konferenzen durch Vertreter besprochen (Wissensmanagement).
  8. Hierarchisch geprägter Frontalunterricht weicht der Kooperation zwischen Experten, vermittelnden Lehrkräften und Schülern in der individuellen Beantwortung von Fragen.

Fazit

Das Jigsaw-Bildungswesen (ein grobes Konzept eines ehemaligen Schülers und Studenten ohne fachliche Ausbildung in Erziehungswissenschaften) ist als Wirtschaftsingenieur konzipiert worden, um den Bildungsprozess zu optimieren. Dabei gingen meine persönlichen Eindrücke dessen, was problematisch in der Schule war, ein und es wurden Ziele des Bildungswesens erarbeitet, soweit mir das entsprechend meines Wissens möglich ist.

Dieser Vorschlag – insbesondere aber die Expertenvernetzung – soll ein konstruktiver Beitrag zur Debatte um ein modernes Bildungswesen sein und konstruktives Feedback eines Absolventen unseres Bildungswesens.

Das Jigsaw-Bildungswesen arbeitet mit einer homomorphen Struktur von Jigsaw-Gruppen, die Projekte erarbeiten und nebenher das Curriculum. Das curriculum wird weiterhin geprüft und durch das Kultusministerium erarbeitet. Die Projekte jedoch sind Inventionen, die in einer Datenbank hinterlegt werden (eventuell mit Statusangabe). Lehrer sind über künstliche Intelligenz und Graphendatenbanken dazu befähigt Fragen der Schüler und ihre eigenen direkt an Experten mit entsprechender Expertise zu richten und beantwortet zu bekommen. Das Kompetenzprofil der Lehrer verdichtet sich auf Pädagogig, Aufarbeitung und schnelle Auffassungsgabe.

Quellen: Bogaschewsky, R.; Rollenberg, R. (1998) "Prozeßorientiertes Management", Springer (o. A.).

Aronson, E.; Wilson, T.; Akert, R. (2014) "Sozialpsychologie", Pearson (Hallbergmoos).

Blog via E-Mail abonnieren

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Kooperationsmanagement – Kooperationen effektiv, effizient und flexibel gestalten

Kooperationen sind Prozesse die nach den Kriterien Effektivität, Effizienz und Flexibilität auszulegen sind. Vgl. Bogaschewsky und Rollberg (1998). Erfahren Sie hier, welche Effektivitätskriterien zu beginn einer Kooperation zu beachten sind, wie die Flexibilität einer Kooperation erhalten bleibt und welche Faktoren eine effiziente Kooperation ausmachen.

Effektive Kooperation

Die Effektivität einer Kooperation bemisst sich nach Kaschny et. al. (2015) daran, dass ein Bedarf an Wissen, Know-how oder finanziellen Mitteln für jeden Kooperationspartner dauerhaft gedeckt wird (Win-win-Situation).  Es sollten demnach komplementäre Kernkompetenzen und strategische Ziele aufeinander treffen. Die Aufgaben- und Rollenverteilung sollte fair sein, um dauerkonflikte aus ungleichgewichten zu vermeiden. Schutzrechtliche Fragestellungen, Haftungsansprüche und der Umgang mit Mittelrückflüssen sollten geklärt sein, um existenzielle Konflikte zu vermeiden. Letztlich ist es wichtig, dass die Bedeutung der Kooperation für alle Partner ungefähr gleich ist und kein Partner ein Dominanzstreben zeigt, damit die Kooperation unter Gleichgestellten stattfindet und so von allen Seiten aufrechterhalten werden will.

Flexible Kooperation

Nach Dammer (2011) braucht eine Kooperation ein hinreichend flexibles, und dennoch stabiles Regelwerk. Zudem sollte die Eigenständigkeit der Kooperation nicht durch eine zu enge Kontrolle durch die Partnerunternehmen behindert werden. Dies schadet der Entwicklung der Kooperation und mindert ihre Leistungsfähigkeit ernsthaft. Es sollte vielmehr auf die Erarbeitung eines Leitbildes gesetzt werden, welches der Leitlinie folgt, die sich durch die Zielperspektiven der Kooperation selbst beschreiben lässt. Die Zukunftsorientierung der Kooperation sollte durch flexible interne Strukturen, die Bereitschaft zur weiteren Qualifizierung und deren Unterstützung, die Produktentwicklung und Organisationsentwicklung (Innovationsorientierung) als Thema befördert werden.

Effiziente Kooperation

Die Darstellungen folgen im Wesentlichen Dammer (2011). Zunächst gibt es zwei übergeordnete Bedingungen, die das effiziente Arbeiten eines Netzwerkmanagers erheblich erleichtern.

Zunächst sollte die Kooperation den Charakter der Eigenständigkeit besitzen. Also einen eigenständigen Stellenwert zugemessen bekommen, der jenseits ihrer direkten Funktionalität für jedes einzelne Partnerunternehmen liegt. Dieser eigenständige Stellenwert der Kooperation sollte aktiv zur Geltung gebracht werden. Sinn dieser Forderung ist es, eine Kooperation in ihrer Unvorausschaubarkeit zu würdigen und sich darauf zu verlassen, dass die Kooperation Vorteile generiert die nicht zwangsläufig sofort sichtbar oder erahnbar sind.

Weiterhin sollte eine Entwicklungsorientierung vorliegen, bei welcher die Kohärenz in der Veränderung rekonstruiert wird, sodass Veränderungen als zielgerichtet erfolgend interpretiert werden. Die Steuerung der Kooperation sollte in diesem Sinne den Prozess kontinuierlicher Verbesserung aufrecht erhalten und die Zukunftsorientierung der Kooperation befördern. Auch nach Kaschny et al. (2015) ist die Lernbereitschaft der Kooperationspartner von entscheidender Bedeutung. Sinn dieser Forderung ist es, die Zweckpassung der Kooperation fortschreitend zu gewährleisten.

Die eigentlichen Effizienzkriterien einer Kooperation sind Vertrauen, Konfliktfreundlichkeit, Lösungsorientierung, Transparenz, Verbindlichkeit und Kommunikation. Diese sechs Faktoren stehen gleichwertig nebeneinander und sind aufs innigste miteinander verwoben. Ihr Sinn ist, dass sie die effiziente Kooperation ermöglichen.

Vertrauen meint, dass man glaubt und aushält, dass die Handlungen einzelner Partner und das was insgesamt geschieht, zum Nutzen der Kooperation im Sinne ihrer Ziele ist. Die Kooperationspartner verzichten bewusst auf eine wasserdichte Absicherung und zeigen stattdessen Vertrauen gegenüber den Partnern, der Kooperation und sich selbst. Kaschny et. al. (2015) zielen wohl auf diesen Aspekt, wenn sie die Kooperationserfahrung und Kooperationsbereitschaft der Partner betonen. Ein wichtiger Aspekt, der von Dammer (2011) nicht aufgegriffen wird ist, dass Vertrauen sukzessive aufgebaut werden kann, sodass die Vertrauensinvestitionen bei Erfolg sukzessive erhöht werden können.

Konfliktfreundlichkeit meint eine Einstellung unter der Maxime: “wir profitieren von unseren Konflikten”. Dabei ist es wichtig sich die Vorzüge von Konflikten zu verdeutlichen: Konflikte spiegeln die realen Kräfte und Tendenzen in der Kooperation, helfen die Grenzen der Kooperation auszuloten und sind der wichtigste Motor für Veränderungen. Gleichwohl empfehlen Kaschny et. al. (2015) eine geringe kulturelle Distanz und Kompatibilität der Erfahrungen, Werte und Prinzipien der Kooperationspartner. Klar abgesteckte Verantwortungsbereiche und festgelegte Modi der Zusammenarbeit (Entscheidungsfindung, Konfliktmanagement, etc.) können hier ebenfalls helfen, so Kaschny et. al. (2015).

Mit Lösungsorientierung gemeint, ist die Orientierung an den Kooperationszielen als Schutz vor Partikularinteressen und die pragmatische Analyse von Fehlern, Problemen, Konflikten und Erfolgen. So wird überzogenes positives Denken aber auch die leidige Suche nach dem Sündenbock umgangen.

Transparenz hat die herausragende Bedeutung der genauste Indikator für das Verhältnis der Kooperation zu den einzelnen Partnerunternehmen und umgekehrt zu sein. Transparenz ist nicht grenzenlos möglich, denn keinem beteiligten sind alle bei ihm wirksamen Kräfte bekannt und verfügbar, sodass bewusste Absichten hier wenig zählen. Das tatsächliche Verhalten jedoch definiert die Reichweite, den Spielraum und die Handlungsmacht einer Kooperation, da diese von den intern zulässigen und verfügbaren Informationen und Strategien abhängt. In der Transparenz zeigt sich zudem der großteil der Vertrauensinvestition der einzelnen Partner. Wohl der Transparenz förderlich ist auch die Forderung von Kaschny et. al. (2015) nach einer Zusammenarbeit der Partner direkt auf Mitarbeiterebene.

Die Verbindlichkeit drückt die Intensität des Bindungsgefühls aus. Als internes Regelwerk über Erwartungen an andere und die legitime Forderung anderer an einen selbst, wird eine Richtung vorgegeben, die, wenn sie tatsächlich umgesetzt wird, mehr Eigeninitative impliziert als im Regelwerk verlangt. Die faktische Verbindlichkeit lässt einen Schluss auf die Wichtigkeit zu, die die Partner der Kooperation tatsächlich beimessen.

Kommunikation ist das Austauschen von Informationen zwischen Individuen und Institutionen, und ist somit das Medium und der “Klebstoff” der Kooperation. Kommunikation sollte regelmäßig, ausreichend und angemessen erfolgen. Das Klima der Kooperation drückt sich zum einen in der Kooperation aus und wird zum anderen durch die Kommunikation geschaffen. Lösungsorientierte Kommunikation erlaubt die Aufklärung der Selbstverständnisse und blinden Flecke der Partner, die aufeinanderprallen. In Bezug auf angemessene Kommunikation weisen Kaschny et. al. (2015) insbesondere auf den respektvollen Umgang hin.

Ein Aspekt den Kaschny et. al. (2015) zusätzlich zu den sechs Faktoren hervorheben ist die Qualität der Mitarbeiter und des Managements in der Kooperation.

Fazit

Gemäß den Grundsätzen des Projektmanagements – vgl. Kuster et. al. (2011) – ist in der Initialisierungsphase eines Kooperationsprojektes die Effektivität besonders zu gewichten. Effektivitätskriterien sind:

  • Existenz einer dauerhaften Win-win-Situation,
  • Vorliegen komplementärer Kernkompetenzen und strategischer Ziele,
  • faire Aufgaben- und Rollenverteilung,
  • Klärung schutzrechtlicher Fragestellungen,
  • Klärung von Haftungsansprüchen,
  • Klärung des Umgangs mit Mittelrückflüssen,
  • Vorliegen ungefähr gleicher Bedeutung der Kooperation für die Partner und
  • kein Vorliegen von Dominanzstreben eines der Partner.

Dabei ist grundsätzlich auf Flexibilität zu achten. Flexibilitätskriterien sind:

  • Kooperationsleitbild statt Kontrolle,
  • flexible interne Kooperationsstrukturen,
  • Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterqualifizierung und
  • Innovationsorientierung.

Im Verlauf der Kooperation werden die Effizienzkriterien zunehmend wichtig. Von übergeordneter Bedeutung ist es dabei, dass der Kooperation ein eigenständiger Wert beigemessen wird, dass dieser zur Geltung kommt und dass eine Entwicklungsorientierung vorliegt. Dies schließt insbesondere die Lernbereitschaft mit ein. Die Faktoren der Effizienz die dadurch gefördert werden sind:

  • Vertrauen statt wasserdichter Absicherung sukzessive aufbauen (Kooperationsbereitschaft),
  • Konfliktfreundlichkeit leben und durch Passung Reibungsflächen abbauen,
  • lösungsorientiert die Ziele der Kooperation pragmatisch beachten (Lösungsorientierung),
  • transparentes Verhalten zeigen, um die Informationen und Strategien der Kooperation zu erweitern (Transparenz),
  • Verbindlichkeit aus Eigeninitative generieren,
  • regelmäßig, ausreichend und angemessen kommunizieren (Kommunikation) und
  • qualifizierte Mitarbeiter und Manager einbinden.

Zusammengenommen kann so ein optimiert effektiver, effizienter und flexibler Kooperationsprozess gestaltet werden.

Blog via E-Mail abonnieren

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Quellen:

Bogaschewsky, R.; Rollenberg, R. (1998) "Prozeßorientiertes Management", Springer (o. A.).

Dammer, I. (2011) "Gelingende Kooperation ("Effizienz")" in "Netzwerkmanagement - Mit Kooperation zum Unternehmenserfolg", S. 37 - 47; Hrsg. Becker, T.; Dammer, I.; Howaldt, J.; Loose, A. Springer (Heidelberg, Dodrecht, London, New York), 3. Auflage.

Kaschny, M.; Nolden, M.; Schreuder, S. (2015) "Innovationsmanagement im Mittelstand - Strategien, Implementierung, Praxisbeispiele", Springer Gabler (Wiesbaden).

Kuster, J.; Huber, E.; Lippmann, R.; Schmid, A.; Schneider, E.; Witschi, U.; Wüst, R. (2011) "Handbuch Projektmanagement", Springer (Heidelberg, Dodrecht, London, New York), 3. Auflage.