Diversität (neuronal)

Was ist eigentlich neuronal betrachtet Diversität und welche Implikationen hat das für eine „Genderdebatte“ bzw. Debatte um Menschen zu integrieren im Sprachgebrauch? Ich stelle zunächst ein abstraktes Modell des psychologischen Gehirns vor, um sodann darauf basierend Distinktionen neuronaler Diversität zu überlegen.

Modellierung des psychologischen Gehirns

Das menschliche Gehirn entwickelt sich höchstwahrscheinlich ohne Daten a priori. Das bedeutet, dass neuronale Daten aus der Sinneswahrnehmung heraus entstehen (a posteriori) und gekoppelt an Sinneswahrnehmung und Handlungspotentiale unserer Physiologie sind. In einer Art qualitativen Faktoranalyse des menschlichen Gehirns unterscheide ich Wahrnehmungen, Emotionen, Bindung inklusive Sexualität, Kognitionen und Handlungsplanung. Ich vertrete die Hypothese, dass Emotionen und Bindungen sowie Kognition aus der Wahrnehmung heraus entwickelt werden, während sich insbesondere Rekombination von Sprache und Eindrücken in eine kreative Welt entwickelt, die „losgelöst“ von der Erfahrung ist.

Dementsprechend liegen neben unseren Sinnen: Hunger, Durst, Schmerz, Wärme, Berührung, Sehen, Hören, Riechen und Schmecken, vor allem Handlungspotentiale vor: Von weg gehen, verweilen und zu hin gehen, zusammenziehen und öffnen / ausstrecken, einnehmen / an sich nehmen und ab- / ausstoßen sowie begreifen / gestalten.

Emotionen nach neurologischer Feuerungsrate sind: Freude, Interesse, Zufriedenheit, Wut, Angst, Ekel, Distress, Scham und Überaschung, während Schmerz, Hunger, Durst und Ruhebedürfniss Affekte genannt werden. Bindung inklusive Sexualität ist vermutlich in eine allgemeine und eine geschlechtsspezifische Bindung und Sexualität zergliederbar, jedenfalls verfügen Hirnmänner und Hirnfrauen über ein unterschiedliches Bindungsareal von zweien. In Bezug auf Kognition unterscheidet man grob Bewusstsein, Vorbewusstsein und Unbewusstsein und differenziert nach Intelligenzen integrativer, logisch-analytischer, visuell-räumlicher, kinästhetischer, akkustischer, sprachlicher, gustatorischer und olfaktorischer Art. In Bezug auf Wahrnehmung können Sensibilitäten vorliegen. Zumindest das optische System, aber vermutlich viele Sinnessysteme erreichen sowohl das emotionale Gehirn als auch das kognitive Gehirn in seperaten Bahnen, also projezieren in zwei Bereiche parallel.

Exkurs zu neuronalen Daten: Es ist sehr kompliziert sich die Informationsverarbeitung neuronaler Systeme vorzustellen. Grob gibt es zwei Enden einer Spektrik: "Propagationssysteme" und "Drucksysteme". Propagationssysteme bedeuten, dass Aktionspotenziale und damit kodierte Daten durch das Nervensystem durchfließen, während Drucksysteme bedeuten, dass Nervensysteme in Zustände verfallen, die sie mit geringen Anteilen von Propagation ähnlich physikalischem Druck wechseln. Wahrscheinlich gibt es einen mittleren Zustand des Nervensystems mit Zustandswechseln und Propergationen. Grundsätzlich funktionieren technische neuronale Netzkarten durch annehmen eines energieminimalen Zustands also einer Kategorisierung in Zuständen, die wechseln. Ein neuronales System mit rückläufigen hemmenden und / oder aktivierenden Bahnen kann Zyklen bilden, Zustände erstarren lassen, aufsummieren (Integralglied) und Zustände wechseln. Jede Veränderung führt dabei zur Propagation in frequenz- und / oder amplitudenmodulierten Signalleitungen. Amplitudenmodulation entsteht in Zellkörpern, die diverse Transmitterschaltungen ihrer Kanalproteine aufnehmen, die sich summieren müssen, um ein Aktionspotenzial auszulösen, während Frequenzmodulation insbesondere bei Weiterleitung von Aktionspotenzialen auftritt. Im Verbund des neuronalen Systems von Wahrnehmung zu Handlung entstehen vermutlich Zyklen oder Drucksysteme auf Zyklen, die Handlungen umbahnen bzw. verzögern können (Gratifikationsaufschub / Reflektionsneigung). Neuronale Daten basieren auf Sinnen, aber sie werden hochgradig integriert und abstrakt dekompositioniert. Das bedeutet z. B. das Spiegelneurone Handlungsabschätzungen anderer ermöglichen oder das sogar elektromagnetische Felder auf höheren Abstraktionsebenen wahrgenommen werden dürften.

Diversität (neuronal)

Meines Erachtens sollte der Genderstern an seinen sechs Enden jeweils folgende Symbole aufweisen: ♂ für männlich, für weiblich, + für verletzt, * für besonders, < für hochsensibel, ∞ für jung und alt, denn zunächst unterscheiden sich hirnanatomisch Hirnmänner und Hirnfrauen insbesondere in Bezug auf Zellausdünnung und Bindungsareal II.

Zellausdünnung: Die Zellausdünnung der Testosteronschwämme des männlichen Gehirns führt m. E. zu reagibleren Nervensystemen, die mehr Daten abstrakterer Art reagibler schalten im Vergleich zu komplizierten Daten, die sich eher approximativer wandeln. Zellausdünnung findet auch mit der natürlichen Entwicklung des heranwachsenden Gehirns statt und unterscheidet jung und alt.

Sämtliche Formen von Behinderungen und Erkrankungen gehören zum Bereich der Verletzungen und Besonderheiten, da sie häufig neben Verletzungen auch andersartige Qualitäten hervorbringen: insgesamt könnten diverse „Krankheiten“ nützliche evolutionäre Ausprägungen unserer Spezies sein; Sind Autisten z. B. eventuell besondere Profiler für Habitate und Vorfälle darin? Weiterhin sind insbesondere Handlungspotentiale verändert bei physischen Behinderungen.

Hochsensibilitäten und auch intellektuelle Besonderheiten wie z. B. Inselbegabungen sind häufig ebenfalls ambivalent und auch mit Verletzungen gekoppelt. So ist etwa ein logisch-analytisch Inselbegabter Mensch kollerischer, wegen ungedult gegenüber verwaschenen Äußerungen, und intellektuell getriebener von logischen Kategorien und Zielen. Sozial sind solche Personen meistens im Problemlösungsmodus und vergessen regelmäßig mal das in den Arm nehmen. Eine Hochsensibilität, die ich mal beobachten konnte, war akkustische Hochbegabung, die dazu führt, dass Personen mit Takt, Akrebie und akkustischem Sehen etwas neurotisch rüberkommen, während sie sich mit akkustisch höher begabten Personen häufig synchronisieren und eine Form von koordinierten Bewegungsabläufen entsteht. Ich vermute akkustische Hochbegabung hätte in ernstzunehmenden Kriegs- oder Sondereinsatzkommandokonstellationen diverse Vorteile.

Ein unbekanntes Gefühl: Ein Gefühl, dass ich kenne, dass aber überhaupt nicht erwähnt wurde, nennt man Perplexität. Perplexität ist ein neuronaler Zustand der mit Distress gekoppelt ist und unlustige Widersprüche oder Überforderungen durch ein Gefühl der Handlungsunfähigkeit im Denken hervorbringt, das zeitweise eine Form von seelischem Schmerz bedingt.

Mit dem Alter entstehen Abnahmen diverser Leistungskennwerte des Gehirns und Zunahme von Erfahrung. Während die Bedeutung der Leistungsparameter häufig überhaupt nicht expliziert wird, man also z. B. überhaupt nicht angibt, welchen Zeitvorteil oder Kompliziertheitszuwachs ein IQ-Punkt bedeutet, wäre dennoch das Alter als besondere Diversität zu erfassen.

Fazit

Meines Erachtens sollte der Genderstern an seinen sechs Enden jeweils folgende Symbole aufweisen: ♂ für männlich, für weiblich, + für verletzt, * für besonders, < für hochsensibel, ∞ für jung und alt, sofern sprachlich die neuronale Diversität zum Ausdruck gebracht werden soll, die jeden Menschen aufnimmt, meint und integriert. Ich persönlich bin für einen entweder jede Distinktion aufweisenden Gendersprachgebrauch, der uns an alle erinnert oder das generische Maskulinum oder Femininum, das eine Distinktion bewusst vermeidet, damit immer alle gemeint sind und immer alle gedacht werden.

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Unternehmensführung

Unternehmensführung positioniert Unternehmen an Märkten und in Gesellschaften. Das Unternehmen wird dabei strukturell und personell konfiguriert. Das systemische Wechselspiel zwischen Umwelt und Unternehmensinnerem wird strategisch gestaltet (Vgl. Strategische Planung – Methodik, Anwendung und Digitalisierung), wobei der Unternehmensleitung besondere Verantwortung zukommt (Vgl. Corporate Social Responsibility).

Umwelts- und Marktentwicklungen werden dabei für gewöhlich durch Szenarioanalyse abgeschätzt. Mein Blog widmet sich so der zukünfigen Wirtschaftspolitik im Sinne eines transformativen Konfliktmanagements (Vgl. zur Übersicht: Sozialer Frieden) und schätzt zentrale Neuerungen ab, die die Produktentwicklung bzw. das Innovationsmanagement aus Marktperspektive betreffen. Besonders hervorzuheben sind dabei Transaktionskostenreduktion und damit einhergehende Verschiebung hin zur Kooperation.

Letztlich gilt es, das Innere des Unternehmens zu gestalten, um die Unternehmensstrategie zu realisieren. Hierbei geht es um Strukturgestaltung und Beziehungsgestaltung.

Marktperspektive ohne Kooperation

Ein zentrales Thema, das in vielen Mikroökonomiebüchern nicht aufgegriffen wird, sind Marktspiralen und deren Regulation. Marktspiralen sind strategische Eingriffe in Märkte, die Dynamiken hervorbringen, die ähnlich evolutionärer Dynamiken zu verherrenden oder positiven Entwicklungen beitragen (Vgl. Modellierung von Marktspiralen).

Eine besondere Marktspirale, aber auch normale positive Marktdynamiken entstehen durch Wertschöpfungstransparenz gegenüber den Kunden. Hierbei geht es um Transparenzregulation zur Beförderung von ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit durch Begutachtung und Bewertung sowie Nudging der Konsumenten (Vgl. SuscisionHelper: Sustainable Decision Helper (OptEcoBuy)). Besonders wichtig erscheint dabei gegenüber dem derzeitigen Gemeinwohlbilanz-Konzept die Etablierung von individuellen Erhebungen von Konsumentenpräferenzen, die in das Nudging eingehen. Gerade die ökonomische Freiheit, seine eigenen Präferenzen im Kauf realisieren zu können, gilt als hoher Wert der Marktwirtschaft.

Werden z. B. menschenrechtskonforme Wertschöpfungsketten oder nachhaltigere Produkte durch Transparenzregulation direkt ersichtlich, entstehen Wettbewerbsanreize für Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung und in der Produktentwicklung. Die Produktentwicklung soll stets antizipativ sein und für physische Produkte sind Logistik (Vgl. Logistik der Zukunft) und Recycling (Vgl. Recyclingideen) zu berücksichtigen.

Letztlich ist die Digitalisierung eine besondere Marktentwicklung, da insbesondere zu günstigen Kosten replizierbare Werke geschaffen werden. Mich beschäftigt die Frage, ob nicht letztlich eine öffentliche IT-Infrastruktur ähnlich eines Cloudanbieters für serviceorientierte Architekturen wesentlich effizienter für eine Digitalisierung wäre (Vgl. Digitalisierung und öffentliche Infrastruktur).

Marktperspektive: Kooperationen

Die Digitalisierung reduziert die Transaktionskosten und verschiebt damit viele vorher von Unternehmen geleistete Wertschöpfung in kooperative Organisationsstrukturen bzw. sogar in den Markt. Ein Beispiel ist eben jene Überlegung zur öffentlichen IT-Infrastruktur. Hier wird über Markttransaktionen ein IT-Service innoviert, der staatlich geprüft wird und Bausteine für digitale Unternehmensangebote bereitstellt, anstatt, das jedes Unternehmen jeden Service selber programmieren muss. Die Cloud bietet also entsprechend die Möglichkeit für Entwicklungskooperationen zwischen Unternehmen, wenn sie Entwicklungskosten teilen wollen. Wie Kooperationen gestaltet werden sollten zeigt: Kooperationsmanagement – Kooperationen effektiv, effizient und flexibel gestalten.

Inneres Management

Im Zentrum der Überlegungen zum inneren Management steht eine logische Dekomposition von Unternehmensleistungen (Vgl. Unternehmenskonzeptionen). Diese vier Services innerhalb eines Unternehmens können durch die Digitalisierung zum Teil in Unternehmen zerfallen (Vgl. die Grafik in Sozialkapitalismus im IT-Zeitalter (Utilitismus)). Jedes dieser „Unternehmen“ braucht eine eigenständige Controllinkonzeption in Bezug auf Key Performance Indikatoren und insgesamt wird ein anderes Führungsverständnis notwendig (Vgl. Strukturelles Management).

Im Interpersonellen, sowohl im Unternehmen, als auch gegenüber Kunden, vertrete ich einen systemischen-neurophysiologischen Ansatz (Vgl. Interpersonelles Management) und kritisiere zu reduktionistische Modellierungen des Homo Ökonomikus (Vgl. Homo Ökonomikus). Dabei lege ich besonderen Wert auf sozialen Nutzen. Auch mache ich deutlich, dass Integration bedeutet integriert zu werden und mit bester Intention zu handeln (Vgl. Integration)

Ein besonderes Bindeglied zwischen Struktur und Beziehungen stellt das Wissensmanagement dar. Hier lege ich IT-Systeme und einen idealen Kommunikator vor (Vgl. Wissensmanagement). Weiterhin empfehle ich transformatives Konfliktmanagement als Führungsaufgabe basierend auf dem Konfliktmanagement nach Gerhard Schwarz (Vgl. Konfliktmanagement – Das Ausleben einer produktiven Konfliktkultur).

Fazit

Unternehmensführung bedeutet der Umwelt, insbesondere den Märkten durch Strategien zu begegnen, die sich in der inneren Struktur der Unternehmen manifestieren. Dabei zergliedert Moral und Digitalisierung Unternehmen in Bereiche der Marktleistung und der Kooperation, die früher Unternehmensorganisationen erfordert haben. Diese Zergliederung braucht neben wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen spezielle strukturelle und betont interpersonelle Unternehmensführung und Mitarbeiterkompetenz. Sowohl in der internationalen Politik, als auch in der Wirtschaft sollte eine reduktionistische Modellierung des Homo Ökonomikus zugunsten einer Orientierung an sozialem Nutzen etabliert werden.

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Homo Ökonomikus

Der Homo Ökonomikus gilt als Menschenbild der Wirtschaftswissenschaften. Tatsächlich ist er jedoch ein deskriptives / beschreibendes Modell intensiv kognitiv arbeitender Menschen oder Instanzen, das durchaus geeignet ist Entscheidungsgrenzen zu bestimmen, die empathische Bewertung integrieren können. Diese Modellierung von empathischen Nutzenerwägungen (mehrere Nutzenfunktionen von Individuen / Instanzen koppelnd) ist mir jedoch noch nicht in mathematischer Form begegnet.

Damit ist das Modell des Homo Ökonomikus vor allem egozentrisch und nicht auf gemeinsamen / utilitaristischen Nutzen oder Fremdnutzen gerichtet. Damit lässt sich der Homo Ökonomikus als individualistischer Rückfall des isolierten Menschen / Unternehmens bezeichnen. Dies interpretiere ich als risikoavers-robuste Modellierungsstrategie, keinesfalls aber als Menschenbild.

Konsumentenmodellierung

Insbesondere werden Konsumenten überzogen modelliert, da sie vor allem nur schwer intensiv kognitiv kaufen können (Behavioral Economics) und da Markttransparenz häufig nicht umfassend erarbeitet wird. Deswegen schlagen Ökonomen sogenanntes Nudging von sinnvollen Käufen vor, also Signalnutzung, um gewisse Eigenschaften zu kommunizieren, um rasch und einfach entscheiden zu können. Hier habe ich z. B. das OptEcoBuy-Portal vorgeschlagen, das Produktreihenfolgen so arrangiert, das individuell vorliebengerechte Produkte basierend auf Gutachten (Transparenzfunktion) oben angeführt werden würden (Nudging).

Betriebswirtschaftliche Menschenbilder

Während der Homo Ökonomikus vor allem in der volkswirtschaftlichen Modellierung und unternehmerischen Entscheidung Anwendung findet, kennt die Betriebswirtschaftslehre Menschenbilder in Marketing und Unternehmensführung. Das Menschenbild des Marketing dient der kommunikativen Beeinflussung von Käufen und Wiederkäufen (Kundenbeziehung). Das Menschenbild der Unternehmensführung dient der Motivation von Arbeitnehmern. Hier werden also funktionell relevante Menschenbilder modelliert, um die Unternehmensziele (Homo-Ökonomikus-basiert) zu erreichen. Weitere Darstellungen von betriebswirtschaftlichen Menschenbildern finden Sie im Artikel Kontrafaktisches Schlussfolgern und generalisiertes Vertrauen.

Modellierung von Systemnutzen

Damit fehlen in der Modellierung von Unternehmen, Märkten und Beziehungen vor allem empathische und generalisiert empathische Komponenten. Generalisierte Empathie definiere ich als Empathie in Bezug auf Lebewesen, die dem Entscheidungsträger nicht direkt bekannt sind. Also z. B. wenn man sich Sorgen um Menschen macht, die in anderen Teilen der Welt in Armut leben.

Empathie kann wie folgt modelliert werden:

  1. gemeinsame Nutzenfunktionen optimieren,
  2. individualistischen Nutzen von empathischen Ergebnissen modellieren und
  3. Aufspaltung der Nutzenerwägung in egoistische und empathische Dimensionen bei Optimierung entsprechend einer Präferenz (Grenzrate der Substitution) für diese Dimensionen basierend auf z. B. Konjoint-Analyse.

Mehrdimensionale Optimierung

Zu letzterem habe ich ein Optimierungsmodell erarbeitet, das es erlaubt die Dimensionen egoistischen und empathischen Nutzens über Präferenzen zu optimieren oder entsprechend der Brutlandsberichtsbetrachtung ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeit zu optimieren, wie im Artikel Nachhaltigkeit erläutert. Mir ist nicht bekannt, ob das Modell in den N-Dimensionalen Raum übertragen werden kann, und ob gekrümmte Präferenzen modelliert werden können.

Qualitative Nutzenkopplung

Forschungsbereiche der Betriebswirtschaftslehre, die qualitativ mit Nutzenkopplung beschäftigt sind, sind Corporate Social Responsibility und Kooperationsmanagement, die ich in Bezug auf zentrale Werke in Artikeln exzerpiert habe.

Persönliches Menschenbild

Mein persönliches Menschenbild, das ökonomisch, psychologisch, kommunikationstheoretisch und neurophysiologisch beeinflusst ist, lässt sich vielleicht bildlich mit einer halb geschälten Banane vergleichen oder mit Zeitreihendekomposition:

Im Trend sind wir durch Werte insbesondere frühkindlich geprägt und entwickeln uns durch diese, während wir von diesem weichen Kern situativ abweichen. Insbesondere ist unsere Kommunikation und verbunden Emotion polarisierend selbstwerterhaltend und unser tatsächliches Verhalten in Bereichen nicht zentraler Problematisierung heuristisch.

In problematisierten Bereichen hingegen streben wir nach Harmonie / Problemlösung und verhalten uns wertegerecht, weil wir kontrafaktisch schlussfolgern bzw. reflektieren (Kognition).

Im Ergebnis erzeugt das in der Komplexität durchaus vorstrukturierte sozialisierte Individuen, die vorwiegend durch Werte, Emotionen, Wissen, Intelligenzpräferenzen, Gesundheit und Konflikte geprägt sind und nicht alles wissen und bedenken können.

Somit decken sich normative und deskriptive Überlegungen, dass normal gereifte Menschen egoistisch-empathisches Verhalten zeigen, sofern Problembewusstsein erzeugt und bedacht werden konnte. Ich teile somit die Perspektive sozial orientierter Wesen und komme zum Ergebnis, dass Moral in subjektiv kritischen Situationen mit hinreichender Bedenkzeit erwartet werden kann, also insbesondere in langfristiger Betrachtung.

Deswegen sind gesellschaftlich-kommunikative Prozesse von zentraler Bedeutung und sollten verantwortungsbewusst konzipiert und wahrgenommen werden (Vgl. Wissensmanagement und Global Consciousness) für mögliche Erweiterung von kommunikativen Prozessen.

Fazit

Der Homo Ökonomikus ist eine robuste Modellierungsstrategie intensiv kognitiv arbeitender Entscheidungsträger. Damit bildet er vor allem Institutionen ab und erfahrene Entscheidungsträger. Er ist zwar geeignet um empathischen Nutzen zu modellieren, aber explizite Modelle, wie gemeinsame Nutzenoptimierung (Vgl. Integration) oder mehrdimensionale Optimierung (Vgl. Nachhaltigkeit) sind eventuell bedeutsam.

Mein persönliches Menschenbild sieht durch Werte geprägte Wesen, die vor allem in Bezug auf problematisierte Themen und mit ausreichender Bedenkzeit ihren Werten entsprechend handeln. Von diesem strukturellen Verhalten weichen sie situativ ab.

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Global Cosciousness – Ein Open-Source-Projekt

Journalismus und bezogene Probleme

Journalistische Nachrichten werden von vielen Menschen mit unbehagen aufgenommen. Zum einen betreffen derartige Nachrichten häufig Probleme und sind polemisch extrem und zum anderen glauben viele Menschen, dass die Autoren und deren Institutionen interessengerichtet handeln. Unter dem Schlagwort „Lügenpresse“ wird bekannt, was einige Menschen von der derzeitigen Presselandschaft halten.

Soll das so bleiben? Wollen wir, dass Menschen ihren Informationsquellen nicht trauen? Wollen wir, dass Menschen sich nicht mit Informationen versorgen, weil sie es leid sind, die Nachrichten zu lesen? Wie wäre es, wenn wir unverzerrte, verlässliche Qualitätsnachrichten hätten, die das ganze Emotionsspektrum abdecken? Ist das wirklich unmöglich?

Lösungsansatz – Global Consciousness

Das menschliche Gehirn ist darauf ausgelegt Informationen sinnvoll und umfänglich zu verarbeiten. Durch die komplexe Verschaltung unserer Gehirnareale entsteht wohl unser Bewusstsein. Die Integration spezialisierter Gehirnzentren erzeugt ein umfassendes Bild unserer Situation, denn jedem Gedanken liegen logische und emotionale Bewertungen zugrunde. Unser Interesse wird auf die wirklich wichtigen Dinge gerichtet.

Diese Funktionsweise des menschlichen Gehirns lässt sich in einem sozialen System von Menschen, die einen Beitrag leisten wollen, in Analogie abbilden: Vernetzt mit dem Internet können die Leser von journalistischen Nachrichten über ihre Endgeräte kleinere Aufgaben übernehmen – ein Rating, ein Stichwort hinzufügen und dergleichen. Die einzelnen Aufgaben ergeben sich aus der Logik der Informationsverarbeitung des menschlichen Gehirns und werden zu einer Gesamtleistung vernetzt. Dort, wo beim Menschen das Bewusstsein entstehen soll, werden die Teilleistungen zu einem journalistischen Beitrag zusammengefügt. Das ist die Idee – Kollaboration.

Der Ablauf wäre grob wie folgt: Einige Nutzer makieren interessante Inhalte, wie z. B. ein Ereigniss in der Welt. Dieser Inhalt wird – um Arbeit zu sparen – durch künstliche Intelligenz zusammengefasst. Die Zusammenfassung wird an etliche Nutzer gesendet, die gebeten werden einzelne Bewertungen und Auswertungen vorzunehmen. Z. B. beantworten sie Fragen wie: Wie viel Freude, Angst, Wut etc. machen Ihnen die Inhalte? Oder: Welche Konsequenzen sind mit dem Inhalt verbunden? Nennen Sie Stichworte. Nach Beantwortung und Auswertung der Antworten entsteht ein aggregierter Datensatz, der durch künstliche Intelligenz in einen Fließtext transformiert wird. Dieser Fließtext ist der eigentliche journalistische Beitrag und wird allen Nutzern zur Verfügung gestellt.

Als Resultat einer solchen Vernetzung von Lesern entstehen journalistische Nachrichten, die das gesamte Emotionsspektrum abdecken, die von der Crowd für wichtig befunden wurden und die die Schwarmintelligenz nutzen, um die anfängliche Information umfänglich zu bewerten. Insbesondere wären solche Nachrichten nicht durch andere Interessen manipuliert, als durch die tatsächlichen Interessen der Leserschaft.

Hürden auf dem Weg zum Ziel

Zentrales Gütekriterium der Anwendung ist die Glaubwürdigkeit. Fraglich ist, ob z. B. Bots das System unterwandern können oder ob die Programmierer die Anwendung mit Algorithmen versehen, die tendenziöse journalistische Nachrichten hervorbringen. Mitlerweile lassen sich Anwendungen so gestalten, dass sie von Bots nicht manipuliert werden können, indem Aufgaben die für Menschen einfach sind, aber für Bots schwer, gestellt werden. Da es sich um ein Open Source-Projekt handelt würde der Quelltext offengelegt werden und jeder könnte überprüfen, ob Manipulationen der Algorithmen vorgenommen wurden.

Man könnte sich auch fragen, ob ein solches System Trivialnachrichten produziert, weil z. B. die Masse der Nutzer definiert, was relevant ist. Einige Menschen misstrauen Massen. Der Clou ist, dass die Intelligenz des Systems in der Vernetzung von einfachsten Tätigkeiten liegt, sodass jeder einen Beitrag leisten können sollte. Aufgrund der vielzahl der einzelnen Tätigkeiten entstehen umfassend bewertete und ausgewertete journalistische Nachrichten, wie von selbst.

Manch einer wird sich auch fragen, ob die Nutzer denn bereit sind dauerhaft Beiträge zu erbringen. Hier spielen vor allem zwei Dinge zusammen: Zum einen handelt es sich um einfache Tätigkeiten, die sich auf viele Nutzer verteilen, und zum anderen kann man dem Nutzer Feedback erteilen oder sichtbar machen, wer wieviel beiträgt. So erfahren soziale Nutzer Anerkennung und werden motiviert sich zu beteiligen.

Fazit

Durch die Organisation der Aufgabenteilung zur Beurteilung journalistischer Beiträge entsprechend der funktionalen Gliederung und Vernetzung des menschlichen Gehirns in einem sozialen System von Endgerätenutzern / Nachrichtenkonsumenten sollten einfach umfassende journalistische Beiträge erstellt werden können, auf die man sich einfach verlassen können sollte. Wichtig wäre eine aktive Community von beitragenden Nutzern, die es für wichtig erachtet einen Beitrag zu leisten. Diese Community kann durch Feedback unterstützt werden.

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