Diskussion: Ökonomie der Ungleichheit

Chancen sind uns nicht allen gleichermaßen gegeben. Es sind nicht nur die genetischen und sozialisierenden Faktoren, sondern auch ökonomische, die unsere Chancen unterschiedlich gestalten. Hohe Ausbildung ist heute kein Garant mehr, einen Job zu haben, der nicht der Digitalisierung anheim fällt und im Kontext zukünftiger elektronischer Bauteile, die Nervenschichten nachbauen, stellt sich die Frage, wie lange der implantatfreie Mensch überhaupt noch in Arbeit integriert werden kann. Ökonomische Ungleichheit kann auf Verwendungsunterschieden, wie bei Arbeit und Kapital, aber auch auf Marktversagen basieren, wie in intertemporalen Märkten / Kreditmärkten.

Arbeit und Kapital

Nach Thomas Piketty: Ökonomie der Ungleichheit, gibt es zwei Gründe für einen Transfer von Kapital zu Arbeit. Zum einen Ungerechtigkeit und zum anderen Marktversagen (Reproduktion von Einkommensunterscheiden durch Kapitalmarktineffizienz). Die Idee der Ungerechtigkeitsbeseitigung formuliert er wie folgt:

Wenn Ungleichheit zumindest teilweise Faktoren geschuldet ist, für die man den Einzelnen nicht verantwortlich machen kann, da sie seinem Einfluss entzogen sind, wie etwa das Startkapital, das er seiner Herkunft oder glücklichen Umständen verdankt, dann ist es gerecht, wenn der Staat die Chancen und Lebensumstände der Benachteiligten, also derjenigen zu verbessern sucht, die mit besonders misslichen unbeeinflussbaren Faktoren zu kämpfen haben. – S. 8.

Moderne Theorien sozialer Gerechtigkeit bringen diesen Gedanken in Form des Maximin-Prinzips zum Ausdruck:

Eine gerechte Gesellschaft muss die Minimalbedingungen und Chancen maximieren, die das Sozialsystem dem Einzelnen bietet. – S. 8.

Es kommt im Kontext der Einkommensunterschiede basierend auf Kapital- oder Arbeitsherkunft insbesondere auf die Substitutionselastizität von Kapital und Arbeit an, die für gewöhnlich nahe eins liegt (0,7 bis 1,1 nach Hammermesh [1986, 1993]), sodass Veränderungen der Arbeitslöhne zu Veränderungen des Arbeitseinsatzes führen. Deswegen wäre das richtige Instrument eine fiskalische Umverteilung durch Besteuerung proportional zum Kapitalstock eines Unternehmens bzw. des Kapitaleinkommens, welches an die Arbeit ausgezahlt wird.

In der Höhe der Besteuerung liegt zwar grundsätzlich eine niedrige Elastizität des Kapitalangebots vor, aber international herrscht Steuerwettbewerb, um Unternehmen anzulocken und zu binden, sodass die nationale Elastizität des Kapitals beträchtlich ist. Deswegen braucht es einen Fiskalföderalismus auf internationaler Ebene, um den Wettbewerb zu harmonisieren, sodass eine weitreichende Umverteilung erfolgen kann.

Ebenfalls relevant ist die zeitliche Frist. Kurz- und mittelfristig können Belastungen proportional zum Lohn Arbeitgeber belasten, während langfristig der Lohn sinkt und die Arbeit die Steuer bezahlt. Genauso kann eine fiskalische oder lohnbezogene Umverteilung kurzfristig Wirkung entfalten, während Wirtschaftswachstum eher langfristig den Wohlstand steigert.

Diskussion

Das Proplem der Ungerechtigkeit zwischen Arbeit und Kapital lässt sich nur international als Überwachungsbedürftige Norm regulieren, da es der Dynamik des Steuerwettbewerbs unterliegt. Der mir bekannte Lösungsraum kennt die sogenannte Flat Tax die Piketty vorschlägt und mein Konzept der Insolvenzmarkierenden Soll-Rendite-Kennlinie (vgl. Nachhaltiger Kapitalmarkt).

Die Flat Tax ist ein einfaches Mittel, um international für Gerechtigkeit zu sorgen. Sie ist insbesondere indifferent gegenüber unterschiedlichen Sektoren und belastet somit Kapitaleinkünfte gleich und relativ, sodass keine Auswirkungen auf Sektoren oder Geschäfte naheliegen.

Meine Soll-Rendite-Kennlinie ist demgegenüber ein bürokratisches Monster, das versucht Kapitalmarktentscheidungen indifferent zu machen, sodass Ersparnis in jedwedes subjektiv erwünschtes Produkt unabhängig von der Rendite fließen kann. So sollen besonders wünschenswerte Geschäfte finanziert werden, die die Mindest- und Maximalrendite (mittlere Sollrendite) abwerfen können. Allerdings wird Kapital ungleich günstiger und kapitalintensive Sektoren werden bevorzugt, mithin die Industrie gegenüber der Dienstleistung. Weiterhin bleiben die Investitionsanreize erhalten, betreffen aber unmittelbar die innere Unternehmensrefinanzierung und die Arbeitsentlohnung, während das Kapital – dem Sinn entsprechend – fair abgegolten wird. Die Bürokratie könnte eventuell im Sinne einer Wirtschaftsprüfung marktwirtschaftlich gestaltet werden uns so qualifizierte Arbeitsplätze schaffen.

Ungleichheit der Arbeitseinkommen

Die zentrale Theorie um die Ungleichverteilung von Arbeitsentlohnung ist die Theorie vom Humankapital: Durch Bildungsinvestitionen erzielen Bildungsbürger eine Rendite, die den subjektiven Aufwand des Bildungsprozesses rechtfertigt. Ist der Aufwand zu hoch oder die Bildungsrendite zu unsicher oder gering, unterbleibt häufig die Bildungsinvestition, während sie andernfalls anreizkompatibel ist. Diesem Modell liegt ein rational denkender und vorausschauend vorgehender Mensch zugrunde, aber Individuuen werden häufig in Normgefügen sozialisiert, die genau solche Optimierungsmodelle zum Ursprung haben – sie haben sich bewährt.

Piketty unterscheidet nun eine reine Umverteilung von einer effizienten Umverteilung, die direkt in die Bildung von Humankapital eingreift.

Jüngere Ungleichheit läßt sich als Nachfrage nach Talent und hoher Qualifikation interpretieren, während die einfachen Tätigkeiten zunehmend weniger Nachfrage haben, weil sich mit den neuen Technologien Talent und Qualifikation besonders produktiv integrieren kann (Skill-biased technological change). Dies führt zu erheblichen Meßproblemen, da die Inhomogenität homogener Messgruppen enorme Auswirkungen in der Lohnungleichheit hat. Zum häufig angeführten Thema Globalisierung als Ursache für Ungleichheit anzuführen sagt Piketty:

Auf dem gegenwärtigen Kenntnisstand sieht alles danach aus, dass der Anstieg der Lohnungleichheit in einem Strukturwandel der Produktion in den entwickelten Ländern wurzelt und es zu einer ähnlichen Entwicklung auch dann gekommen wäre, wenn es sich bei diesen Ländern um abgeschottete Wirtschaften gehandelt hätte, die keinen Handel mit dem Rest der Welt treiben. – S. 85.

Wieder ist die fiskalische Umverteilung z. B. Mindest – und Höchstlöhnen überlegen, sobald es eine hohe Substitutionselastizität zwischen Humankapitalniveaus gibt, denn sie erlaubt es die allokative Funktion des Preissystems nicht zu beeinträchtigen und dennoch Einkommen der Arbeiter umzuverteilen. Besonders wichtig ist also die Steuerprogression insgesammt über Transfers und Steuern, die am einfachsten über ein bedingungsloses Grundeinkommen realisiert werden kann. Die Substitutionselastizität ist höher als die von Kapital und Arbeit und Piketty resümiert:

Es ist leichter, einen gering qualifizierten Arbeiter durch eine Maschine oder einen qualifizierten Arbeiter zu ersetzen, als auf qualifizierte Arbeiter zu verzichten. – S. 86 f. .

Die nächste Frage betrifft dann die Wurzel des Themas, also das Humankapital selber auf hohem Niveau zu homogenisieren. Ein Problem ist dabei, das gerade die Ungleichheit der Einkommensniveaus die Bildungsrendite definiert, und somit Umverteilung Bildung von Humankapital konterkarriert, aber Bildung erfolgt eher Normbegleitet, als das vorwiegend junge Leute tatsächlich die Bildungsinvestition antizipierend durchkalkulieren. Deswegen sagt Piketty:

Die allgemeine Schulpflicht ist zweifellos die wichtigste aller Umverteilungsmaßnahmen. – S. 91.

Weiterhin kann man gegen die freien Marktkräfte der Humankapitalbildung einwenden, das der intertemporale Markt nur selten arme Haushalte mit hohem Bildungspotential finanziert, da die Absicherung des Geschäfts ja über Vermögenspfand erfolgt. Diese Ineffizienz rechtfertigt eine Politik, die entschlossen für finanzielle Unterstützung von Studierenden aus bescheidenen Verhältnissen eintritt.

Gegen eine entusiastische Bildungspolititk sprechen aber sozialisierende Faktoren – faktisch ist die intergenerationale Bildungsmobilität wie die intergenerationale Einkommensmobilität gering und die Bildungs- und Einkommensverhältnisse reproduzieren sich über die Generationen hinweg unabhängig von finanzieller Unterstützung. Jüngere Studien zeigen jedoch, dass die Sozialstruktur der Schülerschaft des Wohnviertels sehr viel ausschlaggebender sind, als Bildungsausgaben. Ziel der Politik ist dann Schichten in Bildungsinstitutionen per Verteilungsschlüssel zu durchmischen, was in der Praxis als extreme Politik aufgefasst und nur wenig wirksam umgesetzt wird.

Weiterhin gibt es eine Theorie der Arbeitsmarktdiskriminierung, die für alle erkennbaren Gruppen gegenüber denen Vorurteile bestehen anwendbar ist. Sie besagt, dass Vorurteile geringere Chancen zu haben Humankapital zu erwerben zusammen mit Einstellungsindikatorik (gegenüber einer Feststellung der Qualifikation) es rational erscheinen lassen zu diskriminieren, während dadurch die Bildungsinvestitionen von diskriminierten ungünstig verändert werden und das Vorurteil sich bestätigt (Sich-Selbst-Erfüllende Prophezeihung). Piketty Resümiert:

Es handelt sich also um eine zutiefst unwirtschaftliche, nutzlose Ungleichheit. – S. 98.

Regulierung dieser Ungleichheit bedeutet Nachweis der Einstellungs- und Beförderungskriterien oder Quoten zu etablieren, sodass die Vorurteile und Entmutigung abgebaut werden können. Man spricht von affirmative action. Eine Quote ist jedoch nicht unkritisch, denn sie kann als Zwang attribuiert werden und so die Vorurteile noch verstärken.

Letztlich gibt es dann noch die soziale Erzeugung von Lohnungleichheit. Z. B. durch Gewerkschaften, die bei Erfolg dazu führen, dass Unternehmen mehr Kapital und mehr qualifizierte Arbeit einsetzen, weil Gewerkschaftsmonopole die Löhne und Lohnhierarchie monopolistisch setzen, was zu Beschäftigungsrückgang führt. Gewerkschaften zu beschränken ergibt jedoch nur dann Sinn, wenn eine fiskalische Umverteilung in geeigneter Höhe an ihre Stelle tritt. Nicht zu unterschätzen ist jedoch die Wirkung von Branchenlöhnen auf die Humankapitalbildung, da Unternehmer so in ihre Arbeit investieren können, ohne das sie abwandert und Arbeitnehmer nicht enteignet werden, wenn sie unternehmensspezifische Bildungsinvestitionen tätigen, die in anderen Unternehmen keinen nutzen haben. Dies spricht also nicht nur für Gewerkschaften, sondern auch für regulatorische Lohnfestsetzung engegen der freien Marktkräfte.

Weiterhin können Arbeitgeber über Monopsonmacht verfügen und weniger Leute für weniger Geld einstellen, als auf einem Konkurrenzmarkt. In solchen Fällen kann z. B. ein Mindestlohn zu mehr Beschäftigung führen, während eine fiskalische Umverteilung zu Lohnreduktion führen würde. Zu einem Monopson kommt es:

(i)mmer dann, wenn es unternehmensspezifisches Humankapital gibt und Arbeitnehmer darum mehr oder weniger gezwungen sind, ihre Arbeit einem einzigen Arbeitgeber anzubieten. – S. 108.

Aber Monopsone scheinen nicht die Erklärung für Ungleichheit zu sein, Arbeitnehmer werden eher eng umkämpft. Eine Verschwörungstheorie eines Arbeitgeberkartells scheint instabil genug zu sein, um falsifiziert werden zu können. Es gibt auch Arbeitgeber, die Effizienzlöhne zahlen, also höhere Löhne als marktgängig, um Mitarbeiter zu binden und zu motivieren, anstatt sie zu kontrollieren, aber diese Effizienzlöhne führen in der Gesamtschau zu Beschäftigungsrückgang.

Diskussion

Zunächst ist Marktversagen geeignet auszuregulieren und zu erheben, was auch Bindung an makroökonomische Daten für Gewerkschaften bedeuten kann, feste Löhne für Monopsone und Quoten gegen jedwede Diskriminierung. Letzteres kann z. B. bedeuten, dass Qualifikationsnachweise im Sinne von umfänglichen Assessment Centern als öffentliches Gut angeboten werden und Unternehmen dann aus Qualifikationspools per Zufallentscheidung Kandidaten präsentiert bekommen (dies führt zu repräsentativen Verteilungen im Sinne einer natürlichen Quote), während das Lohnband einer Vorabbandbreite entsprechen muss.

Im Bezug auf die reine Umverteilung erscheint mir ein bedingungsloses Grundeinkommen / eine negative Einkommenssteuer degressiv mit dem Lohnanastieg besonders nützlich, wobei eine Existenzsicherung und weitere Sachleistungen ebenfalls vernünftig erscheinen. Damit ist gemeint, dass eine vernünftige Existenzsicherung ausgezahlt wird, was z. B. bedeutet soziale Teilhabe wie Mobilität und Besuch von Cafés sowie IT-Geräte und Internet ebenfalls zu berücksichtigen, während die wohlstandsproportionale Leistung des bedingungslosen Grundeinkommens in Form von Sachleistungen wie Bildung, Assessment Centern, Vermittlungsberatung und Therapie / Kur “ausgezahlt” wird.

Besonders wichtig ist mir persönlich die Motivation im Bildungssystem zu fördern und dazu habe ich einen Vorschlag zum Bildungswesen reflektiert, der freude und öffentliche Güter bei Kostenersparnis und Digitalisierung ermöglichen soll: Jigsaw-Bildungswesen. Und auch die konstruktiven Erwägungen zur Arbeitsvermittlung zu Berücksichtigen (Vgl. Arbeitsvermittlung 4.0). Weiterhin sollte jedwede Regulation im Europäischen Währungsraum harmonisiert bzw. abgestimmt werden.

Fazit

Das Buch von Thomas Piketty (2020): Ökonomie der Ungleichheit ist besonders wertvoll für Themen der Ungleichheit zu lesen, die hier nur knapp dargestellt werden können. Es zeigt sich sachlich unvoreingenommen und bildet so auch zu hitzig ideologisch umkämpften Bereichen wie dem Arbeits-Kapital-Konflikt.

Der Lösungsraum internationaler Politik im finanziellen Arbeits-Kapital-Konflikt umfasst meiner derzeitigen Kenntnis nach die Flat Tax und die Soll-Rendite-Kennlinie mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften, die öffentlich zu dikutieren wären – ich freue mich auf Ihre Kommentare.

In der Lohnungleichheit sollte Marktversagen geeignet, wie geschildert, überprüft und reguliert werden, während eine reine Umverteilung insbesondere den Nidriglohnsektor subventionieren sollte, während eine Mischung aus lockererer Existenzsicherung und nützlichen Sachleistungen mein Gerechtigkeitsgefühl besonders anspricht. Dabei sollte das Bildungswesen motivationsförderlich und die arbeitsvermittlung humanzetriert, professionell und serviceorientiert erfolgen.

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Diskussion: It´s Time for Politics to Grow Up

Dieser Vorschlag ist universell und einzigartig. Universell, weil er positive Ideen ausdrückt, die von vielen traditionellen und modernen Kulturen geteilt werden, und so von allen verstanden werden kann. Einzigartig, als konstruktive Synthese für unser aller Fortschritt in einer Form, die Diversität aufblühen lässt und nicht von spaltender Politik untergraben wird. – Dorian Furlonger (2019): “It´s Time for Politics to Grow Up”, Übersetzung von Marius A. Schulz.

Zentrale universelle Normen, die Furlonger aufnimmt sind die vertrauenshaltige Reziprozitätsnorm, die Goldene Regel und der Grundsatz systemisch-individueller Freiheit:

  • Ich gehe auf dich zu, in der Hoffnung, dass du auf mich zugehst.
  • Ich behandle andere so, wie ich selbst behandelt werden möchte.
  • Ich erlaube mir nur jede Freiheit, die nicht andere in ihrer Freiheit behindern.

Lebensqualität – ehrlich und bedacht

Er konfiguriert diese drei moralischen Grundsätze in Bezug auf Lebensqualität. Lebensqualität erfasst er als subjektive Beurteilung, die überlegt, autonom und wissensbefähigt erfolgt in Bezug auf:

  1. Leben in gutem physischen und sozialen Umfeld (mit einer guten Mischung aus Sicherheit und Chancen in physischer und sozialer Hinsicht).
  2. Leben eines erfüllten Lebens.
  3. Leben in Selbstachtung.

Im Kontext der Allgemeinheit erweitern sich folglich die Beurteilungskriterien hin zu:

  1. Ich beurteile frei von Beeinträchtigung meines Denkens (wie z. B. Manipulation oder Gruppenzusammenhalt).
  2. Ich beurteile mit offenem Zugang zu gegenwärtig relevantem Wissen, dass ich reflektieren konnte.

Schließlich zeigt sich die Integration der moralischen Normen in der Berücksichtigung der Selbstbeschränkung eigener Lebensqualität sofern sie andere oder die Gesamtgesellschaft in ihrer Lebensqualität behindern würde und der Aussage sich auf bedeutsame Unterstützung von Mitmenschen und Institutionen verlassen zu können.

Damit setzt Furlonger auf eine ehrliche und bedachte Bekundung unserer Lebenszufriedenheit. Das steht – so Furlonger implizit – in starkem Kontrast zu den Machtspielen einer Klientelpolitik, die “vorbildhaft” inszeniert wird – die Machtpolitik.

Machtpolitik nutzt sophistische Techniken, statt dem “mutual higher-self thinking”, dem selbstabstrahierenden Denken zum gemeinsamen Wohl.

Kritik

Zentral scheint mir die Fragestellung der Integration fremder Interessen in die eigenen Fühlens-, Denkens- und Verhaltensweisen zu sein. Entsprechend meiner Konzeption egoistisch-empathischen Verhaltens strebt Furlonger hier die Beachtung von Fremdinteressen an – sie sind zu bedenken. Das unterscheidet nach meiner Konzeption von Opportunismus oder gar Soziopathie, die ohne Berücksichtigung der Konsequenzen eigenen Handelns für andere auskommt.

Diese Fragestellung, also die Integration von Fremdwirkung ist jedoch ein zentrales Thema der Ethik – wir können meistens nicht alle Konsequenzen unseres Handelns absehen. So sind wir z. B. als unperfekte Wesen auf Integration entsprechend unserer Intention angewiesen (Vgl. Integration) und die Optimierung gemeinsamer Entscheidungen kann zwar modelliert werden (Vgl. Homo Ökonomikus), aber nur für ausgewählte Stakeholder, nicht das ganze System.

Hier ist folglich die richtige Konsequenz, sich Mühe mit der Modellierung von Konsequenzen eigenen Verhaltens (dazu zählt auch Kommunikation) zu geben und abzusichern aus positiver Intention zu handeln, nicht aber aus “Überforderung” und mangelndem Verständnis für die subjektiven Situationen anderer aufzugeben, Fremdwirkung zu berücksichtigen.

Dieser Anspruch ist keineswegs neu, sondern im alteuropäischen Kulturgut z. B. des Ehrbaren Kaufmanns in der sogenannten inneren Ehre erfasst (Vgl. Corporate Social Responsibility), war aber im Kontext des zweiten Weltkrieges in Vergessenheit gebracht worden. Heute finden wir diese Ideen im Kontext von Integrität, Authentizität und Verantwortung.

Konstitution

Nach Furlonger sollte folgendes Kernprinzip in die Verfassung aufgenommen werden:

In allen politischen und administrativen Entscheidungen muss die Priorität in der Zielsetzung liegen, dass die Menschheit sich hin zu nachhaltiger Lebensqualität für alle entwickelt und zwar basierend auf offenem und transparentem Wissen.

Dieses Kernprinzip elaboriert er in neun Regeln, die wie folgt zusammengefasst werden können:

  1. Lebensqualität für alle ermöglichen:
    1. Freiheit für Lebensqualität, solange andere nicht eingeschränkt werden.
    2. Entscheidungen und Infrastruktur zur Ermöglichung von Lebensqualität.
    3. Mutual higher-self thinking in Politik und Administration.
  2. Nachhaltigkeit:
    1. Ökologische Nachhaltigkeit.
    2. Soziale Nachhaltigkeit ohne Monokulturen.
    3. Langfristorientierung und Beachtung des Gesamtkontext.
  3. Offenes und transparentes Wissen:
    1. Breite Wissensforschung in allen Bereichen.
    2. Förderung von Fähigkeiten durch Bildungsoffenheit und -Distribution.
    3. Nutzung von Wissen und wissensgerechte Prüfung von Entscheidungen.

Diese Regeln sollen sich gegenseitig verstärkend im Gesamtkontext entfalten, sind also designed, um eine systemische Dynamik hervorzubringen.

Kritik

Furlonger entwirft eine ähnliche Konzeption wie Doughnut Economics. Hierbei geht es um Mindeststandards und Einhaltung von oberen Limits, also dem Setzen von Nebenbedingungen für die freie Entfaltung – in beiden Konzepten in Bezug auf soziale und materielle Mindeststandards und planetäre obere Grenzen unserer ökologischen Lebenswelt.

Furlonger betont mit seinen Regeln die Wichtigkeit von Gleichheit und Gleichwertigkeit mithin Gerechtigkeit der individuellen Entfaltung gegenüber der Einschränkung der Entfaltung Dritter. Diese Form der relationalen “Beschränkung” wird sowohl intranational als auch international eingesetzt.

Hierin zeigt sich eine zunehmende Integration von ökonomischer, ökologischer und sozialer, und damit auch politischer, Nachhaltigkeit. Konzeptionell nach Furlonger fehlt damit vor allem das Feedback bzw. die Integration der Expertise der Bildungsverantwortlichen.

Hierin dürfte das Fundament bürgerlichen Handelns durch Wissensaneignung und Kompetenzvermittlung liegen, die nicht im sozialen und medialen Miteinander erwächst. Während Furlonger auf umfassende Offenheit und Transparenz von Wissen abzielt, habe ich mich eher mit der Vernetzung von Spezialisten beschäftigt (Vgl. Jigsaw-Bildungswesen und Wissensmanagement).

Damit entsteht aus meiner Perspektive insbesondere die Frage, wie das Wissen in Form spezialisierter Aneignung in einem Expertensystem vernetzt werden kann und ich stehe der Allgemeinbildung vor diesem Hintergrund kritisch gegenüber – kann wirklich jeder so vieles Wissen, oder brauchen wir Arbeitsteilung im bürgerlichen Bereich?

Politische Implikationen

In Bezug auf politische Implikationen unterscheidet Furlonger zwischen Staatsorganisation, der Rolle der Politiker, der Rolle des Bürgertums und der Öffentlichkeit sowie der internationalen Verhältnisse.

  1. Staatsorganisation:
    1. Gewaltenteilung.
    2. Unabhängig gewählte Prüfungsinstitutionen gegen Veruntreuung.
    3. Repräsentativität des Staates durch Abbildung der Interessenslagen der Menschen.
  2. Rolle der Politiker:
    1. Ablage der Führerinterpretation gegenüber einer Interpretation als Dienstleister / Steward gegenüber den Menschen.
    2. Vereidigung der verfassungsgemäßen Verantwortung und Verpflichtung.
    3. Wahrung der Diskursqualität öffentlicher Debatten.
  3. Rolle des Bürgertums und der Öffentlichkeit:
    1. Eigenverantwortung für die eigene Lebensqualität und Partizipation am politischen Geschehen (Bürgertum).
    2. Öffentliche Erwartung von bedeutsamer Anwendung der Prinzipien und Regeln.
  4. Internationale Verhältnisse:
    1. Kooperationsgrundsatz gegenüber Drittstaaten.
    2. Auffassung von Gewalt (und Macht) als letztes Mittel und gescheiterten Verhältnissen.

Kritik

Meiner bescheidenen Meinung nach – es handelt sich nur begrenzt um meinen Kompetenzkreis – manifestiert sich die politische Intention Furlongers vor allem in den staatsorganisatorischen Strukturen mit ihren nationalen und internationalen Kontrolleinrichtungen. Zu einem Gewissen grad wird Vertrauen über diese Kontrolleinrichtungen ermöglicht insbesondere aber durch Transparenz bestätigt, und sorgt somit für das Klima fruchtbarer Debatten, die im Kontext zunehmender Digitalisierung auch eine Form der Transparenz und Qualität erreichen könnten, die ein mündig argumentierendes Bürgertum fördern könnte.

Natürlich bedeutet dies, dass das Bürgertum für diesen Prozess auch einstehen sollte und so mitkontrollierend Wirkung entfaltet – insbesondere in liberalen Demokratien. Letztlich entscheiden natürlich unsere individuellen Selbstansprüche in kollektiver Durchdringung, wie unsere Strukturen aufgebaut sind (Vgl. Menschen groß machen) und wir können schließlich zunächst am besten bei uns und dann an den Strukturen angreifen, aber es besteht Gefahr der Überforderung.

Ökonomische Implikationen

Furlonger denkt Ökonomie problembezogen von den Zielen her, wenn er Märkte (auch Finanzmärkte) und Geschäftspraktiken mit Lebensqualität für die Menschheit abgestimmt wissen will, sodass Preise und Indikatoren die Lebensqualität messen und zwischen den Menschen abstimmen und Unternehmen zu werteorientierten Systemen mit transparentem Schutz vor illegalen Aktivitäten sind sowie Professionalität stimuliert wird.

Dem Staat kommt darüberhinaus die Förderung von Forschung in Lebensqualität bedingende Technologien und Wissen zu und die Unterstützung des Arbeitsmarktes. Dabei soll der Arbeitsmarkt durchaus Jobs zugunsten der Lebensqualität aller verschieben / aufgeben können, aber die Betroffenen sollen Unterstützung in der Jobtransition erhalten. Deswegen soll der Staat auch die Entstehung von Arbeitsplätzen insbesondere in Verbindung mit Lebensqualität fördern und Wandel in der Ökonomie und ökonomische Schocks mit Perspektive auf die Arbeitserhaltung und Transitionsförderung managen.

Die Korrektur von Preisbildung, die nicht mit realen Kosten und Nutzen harmoniert soll in einem Prozess kontinuierlicher Aufdeckung mit geeigneten Maßnahmen von Meinungsbildung über Entscheidungsunterstützung bis hin zur Besteuerung und Regulation erfolgen.

Kritik

Unternehmen balancieren Anforderungen von Absatz- und Faktormärkten mit den Faktoren Arbeit, Finanzkapital, Potentialgüter und Rohstoffe im Kontext von Wettbewerb. Dabei gibt es auf dem Absatzmarkt allgemeine Preisanteile und individuelle Preisanteile, während letztere die Spielräume auf den anderen Märkten ermöglichen. Somit liegt in professionell agierenden Unternehmen stets Fokus auf der Wettbewerbsposition über Preis und Leistung(-swahrnehmung).

Da Herr Furlonger Standards für Unternehmen einrichten möchte, müssen diese zu allgemeinen Preisanteilen werden, sodass sie anreizkompatibel im Wettbewerb sind. Hierzu kann geeignete Transparenz an Absatzmärkten eingerichtet werden oder es können Regulationsstandards geschaffen werden.

Das grundsätzliche Thema ist, dass Regulation und Transparenz bzw. Standards nachlaufend konzeptioniert sind gleichwohl sie häufig strukturell eingreifen. Das bedeutet, dass wir ausgehend von wahrgenommenen Problemen Standards etablieren, um diese Probleme und vergleichbare Problemmöglichkeiten auszuregulieren oder entscheidungswirksame Bewusstheit herzustellen und aufrecht zu erhalten – dieses reaktive Muster ist also nachlaufend. Können wir Probleme antizipieren, können wir vorauslaufend-prognostisch regulieren und beeinflussen.

Deswegen sind z. B. Transparenzframeworks basierend auf systematischer Analyse von ungewünschten Marktresultaten, die am (Absatz-)Markt wirksam werden in höherem Maße vorauslaufend, als die Korrektur von ungewünschten Marktresultaten durch Regulation und Beeinflussung. Hier setzt z. B. das Transparenznudging an, dass umfängliche Indikatoren in Kaufnudges überführt, sodass Produkte unabhängig vom Involvement der Konsumenten gut beurteilt werden können und zwar in Bezug auf messbare Eigenschaften, sodass die Vertrauenseigenschaften nur einen geringen Anteil ausmachen.

Professionelle Konsumenten (also z. B. der Verbraucherschutz) würden hier Signale von Unternehmen erwarten, die durch Transparenz echte Werte vermarkten. Hier stellen wir fest, dass die Wertschöpfungsketten am Absatzmarkt eher auf extreme Abweichungen reagieren, als auf Best Practices – Enttäuschung also relevanter ist, als Qualität behaupte ich. Diese Interpretation – sofern sie real ist – legt nahe, dass Unternehmen lediglich den extremen und medial wirksamen Vertrauensbruch meiden, anstatt proaktiv Standards zu erarbeiten.

Eine Institutionalisierung von Qualitätsstandards in Kaufhinweise überbrückt diesen blinden Fleck der Endkonsumenten, sofern das Vertrauen in die Transparenzframeworks besteht. Dies bedeutet nach den Grundsätzen der Privatautonomie, dass diese Transparenzframeworks den Konsumenten bestmöglich individuell beraten, keinesfalls aber bevormunden sollten. Hier ist auch eine Vermittlung und Transparenz der Indikatoren in bildenden Prozessen zu vermitteln – Vertrauenseigenschaften eines Transparenzframeworks sind von erheblicher Bedeutung.

Transparenz ist keinesfalls eine ungewöhnliche volkswirtschaftliche Forderung, sondern eine grundlegende Annahme effizient funktionierender Märkte. Allerdings sind in der öffentlichen Wahrnehmung eher Zertifikate und Marken präsent, die betriebswirtschaftliche Lösungen darstellen, also Geschäftsmodelle sind. Transparenzframeworks mit entsprechender Regulation oder Marktdurchdringung hingegen sind ganzheitliche Ansätze soweit derzeit absehbar. Meines Erachtens ist es wichtig die Debatte hier zu konzentrieren und sich bewusst zu machen, dass Unternehmen und auch Finanzinstitute aufgrund der systemischen Zusammenhänge auf derartige Ansätze von sich aus reagieren – in der Wirtschaft sollte fundiert am richtigen Hebel eingegriffen werden. Eine Übersicht zu Nachhaltigkeitsregulierung liefert der Artikel CO2-Steuer.

In Bezug auf die verbleibenden Vertrauenseigenschaften, also z. B. genehmigte Pharmazie- oder Pestizidforschung, die aufgrund von Informationsasymmetrien und Unmöglichkeit der Vorablangzeitstudie Spielräume für unverantwortliche Geschäftspraktiken lassen, müssen nachträgliche Transparenz eine Reputationswirkung entfalten, die vernünftige und verantwortliche Unternehmen befördern, aber letztlich braucht es in der Tat Verantwortungsbewusstsein und moralisches Handeln auf individueller und organisatorischer Ebene (Vgl. zu Verantwortungskonzepten Corporate Social Responsibility und the ethical capitalist). Streng genommen müsste man die Forschung verstaatlichen und die Nutznießer zum einen mit einer separaten Forschungssteuer belegen und zum anderen auf genehmigte Produkte beschränken.

Bildungswesen Implikationen

Furlonger hält folgende Elemente der Bildung für erwartbar:

  1. Jeder Mensch sollte hochwertige Bildung in der Jugend erhalten und im Erwachsenenalter sollte Bildung stimuliert werden und leicht zu finanzieren, wenn nicht sogar kostenlos sein.
  2. Bildung soll alle Felder enthalten, die für Lebensqualität relevant sind.
  3. Bildungswissenschaften sollten exzessiv erforscht und verbessert werden.
  4. Leistungserfolgskontrollen, die nicht der Zertifizierung von beruflicher Qualifikation dienen, sollten darauf abzielen, Strategien für besseren individuellen Lernfortschritt abzuleiten, statt soziale Pyramiden durch Selektion voranzutreiben.
  5. In der Gesamtschau soll Bildung Menschen befähigen gute Entscheidungen selbstständig treffen zu können (überlegt, autonom und wissensbefähigt), sodass sie ihre Lebensqualität verbessern können, ohne andere in ihrer Lebensqualität zu beschränken.

Furlonger erarbeitet auch die Felder der Bildung, die relevant sind, um Lebensqualität zu ermöglichen:

  1. Sprach-, Kommunikations- und Lernkompetenz.
  2. Wissenschaft von Natur und Technologie, die Verständnis der zugrundeliegenden Faktoren unserer Leben bildet inklusive der Wissenschaftstheorie, wie derartige Erkenntnisse gewonnen werden.
  3. Alles relevante Wissen, um Entscheidungen im globalen Nachhaltigkeitskontext treffen zu können.
  4. Vorurteilsfreie Bildung zu menschlichen Gesellschaften auf der Welt inklusive Kulturdifferenzen, Formen der nationalen Staatsorganisation und internationalen Eingliederung und Unterschiede der Lebensführung, physikalischen Umgebung und dem Umgang mit besonderen Herausforderungen. Ziel ist Entscheidungen im globalen sozialen Kontext treffen zu können.
  5. Unparteiische Bildung zur eigenen Nation aus sozialer, physischer und historischer Perspektive.
  6. Verständnis von Moral, Werten und menschlicher Bewusstheit (menschenbezogenes Wissen) aus Perspektive relevanter Forschung, wie Ethik, Psychologie und Neurophysiologie.
  7. Bildung zu Logik, systemischem Denken und Entscheidungsfindung mit Befähigung Offenheit mit kritischem Denken zu balancieren.
  8. Bildung zu menschlichen Beziehungen.
  9. Wissen und Fähigkeiten, um das Leben und die Karriere managen zu können.
  10. Bildung in Kunst und Sport im Kontext sozialer Kompetenz, Begeisterung und Stimulation sowie der Erhaltung physischer und mentaler Gesundheit.
  11. Anleitung zu bürgerschaftlichem Engagement in Politik und sozialen Belangen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene inklusive motivationaler Aspekte.
  12. Wissen um die intendierte Verfassung und was die zugehörigen Regeln bedeuten.

Kritik

Bildungskonzeptionen sind nicht mein Kompetenzkreis, aber aus subjektiver Erfahrung halte ich insbesondere Wissen um Recht, Menschsein und kulturelle, wie erkenntnistheoretische Wahrnehmungs- und Verhaltensunterschiede für zu wenig durchgängig vermittelt. Im Übrigen ist Bildung ein Prozess, und damit nach Effektivität, Effizienz und Flexibilität zu gestalten, wobei insbesondere Flexibilität in unseren historisch autoritär geprägten System zu wenig bedacht scheint, um eine intensive Profilbildung in Bezug auf Wissen und Kompetenzen hervorzubringen, die im Kontext der Allgemeinbildung zukunftsgerichtet Arbeitsteilung in Kooperation ermöglicht und dabei die Motivation der Lernenden betont. Ich habe dazu im Artikel Jigsaw-Bildungswesen versucht meine Eindrücke zu reflektieren.

Zentrale Zusammenstellungen meiner wissensbasierten Beschäftigung mit dem Menschsein finden Sie im Abschnitt Ich-Kompetenzen.

Fazit

Dorian Furlonger widmet sich zentralen Grundsätzen einer Konstitution und betrachtet deren Implikationen in den zentralen Gesellschaftsstrukturen: Staatsorganisation / Politik, Wirtschaft und Bildung. Die Ausführungen bleiben nicht auf nationaler Ebene hängen, sondern widmen sich auch der internationalen Gemeinschaft.

In diesem Sinne rückt er den Wert des Universalismus in den Vordergrund – wir sind eine Menschheit auf einem Planeten. Diese fundamentale Wahrheit möchte er in unseren zentralen Strukturen global wiederfinden. Deswegen sollten die Bürger der Nationen ihre Erwartung an die Politik erhöhen und sich selbst konstruktiv und mitmenschlich im Sinne höchster Lebensqualität für alle einbringen.

Eine interessante Diskussion scheint mir die Verständigung zwischen Menschen, die einen Wert zugunsten von Macht entwickelt haben mit Menschen, denen Macht eher wenig motivierende Kraft gibt, da mir der Eindruck entstanden ist, dass letztere auf eine “Macht des Sozialsinns” setzen, deren Relevanz für machtorientierte Menschen vielleicht der Verständigung bedarf. Dies scheint mir eine interessante Fragestellung, die offen geblieben ist.

Anmerkung

Das knapp gehaltene Buch von Dorian Furlonger ist in diesem Artikel in den wesentlichen Aussagen erfasst. Gleichwohl erzeugen die Darstellungen von Furlonger vielschichtige Details über Zusammenhänge, Motivation und Interaktion der Prinzipien und Regeln, die hier nicht abgebildet werden können uns sollen. Ich kann das kurze Buch empfehlen. Schade ist lediglich, dass das Buch ohne Würdigung von zum Teil Lebensleistungen von Forschern durch Referenzierung auskommt, und sich damit etwas der wissenschaftlichen Gemeinschaft entzieht.

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