Etwa 55% der Mitbürger*innen in der Generation Y sind nach eigenen Erhebungen Opportunisten*innen, etwa 25% sind Soziopathen*innen und nur etwa 20% sind egoistisch-empathische Personen. Bei Opportunisten*innen meint man in der BWL Personen, die egoistisch sind, auch wenn es anderen schadet. Soziopathen*innen meint Personen, die das Soziale gar nicht mehr anstreben. Wie also steht es um unsere Werte und unsere Gesellschaften?
Die soziale Grundentscheidung
Normalerweise lebt ein Mensch in ein soziales System integriert und Entscheidungen zum eigenen tatsächlichen Handeln gehen auch andere etwas an. Der soziale Mensch berücksichtigt bei seinen Handlungen normalerweise ein übergeordnetes System von sozialen Zusammenhängen, dass er zu durchdringen versucht. Dabei sind Konflikte normalerweise in Kompromissen oder Konsenslösungen das jeweilige Entscheiden und Handeln fordernd (Vgl. Konfliktmanagement – Das Ausleben einer produktiven Konfliktkultur).
Sowohl Soziopathen*innen als auch Opportunisten*innen sind in solchen übergeordneten sozialen Systemen nur an sich denkend und überhaupt nicht in Kompromisse und Konsenslösungen involvierter: Sie denken nur an sich.
Die eine Situation, also sich mit dem übergeordneten System abzustimmen und an alle relevanten Personen zu denken nennt man eine moralische Grundhaltung oder soziale Grundhaltung. Die andere Situation ist menschenverachtend und eine asoziale Grundhaltung.
Das menschliche Naturell
Auf einer strukturellen Ebene ist der normale Mensch nun mal Empathien, Bindungsgefühle und diverse auch soziale Emotionen verwoben habend und ein soziales Wesen. Man hat aber auch eine offenere Bedeutungsebene, die mit Emotionen, Bindungen und Empathien verwoben ist, die um Ideologien, Anreize und Phantasien geht. Manche Ideologie kann eine Empathie zum Beispiel verdrängen oder auch ungewöhnlichere Gefühle im Sinne einer Bewertung färben.
Entwicklung des Rechts
Weil viele Menschen nun mal asoziale Grundhaltungen haben, braucht es Rechte, Pflichten, Regeln, Gewaltenteilungen und Anreizkompatibilitäten, die 80% der asozialeren Bürger*innen in ein Verhalten zu bekommen, dass wegen Sanktionen und Anreizen wiederum sozial kompatibel ist. Einige übertreten dabei trotzdem die Gebote und sind normalerweise Kriminalitäten, während es für die anderen (20%) darum geht, bei ihrer Grundhaltung noch bleiben zu können, weil das System noch moralisch konfiguriert wurde.
Schranken
Sehr viele Menschen haben ein paar natürliche und ideologische Schranken, die mit Recht zum Teil zusammenhängen und auch in der Erziehung, Bildung und Sozialisation entwickelt und trainiert werden. Gerade Soziopathen*innen sind häufiger nicht so gute Schranken habend.
Werte
Die meisten Menschen haben eine frühkindliche Prägung, die auch im Nervensystem verankerter ist, die um Werthaltungen geht. Sehr viele Menschen können schon noch begreifen, nicht geworden zu sein, was sie werden wollten, haben aber häufiger sogenannte Auflösungen kognitiver Dissonanzen.
Kapitalistische Kommodifizierung
Eine kapitalistische Kommodifizierung geht für viele Personen um ein Erstreben von Reichtum, Einfluss und Prostitutionsleistungen, hat aber normalerweise etwas mit einer Dienstbarkeit zu tun Wertschöpfungen zu leisten, für die andere bereit sind zu zahlen.
Fazit
Wir haben normalerweise einen asozialen vor uns stehen, wenn wir jemanden kennenlernen und können uns eher auf eine frühkindliche Prägung, kapitalistische Kommodifizierungen, Schranken und Recht verlassen, so jemanden eher harmlos zu halten, der uns normalerweise ausbeuten will. Vom menschlichen Naturell her ist der normale Mensch nun mal ein soziales Wesen, aber wir haben Probleme mit Persönlichkeitsentwicklungen, weil soziales nun mal ein Aufwand ist, an alle zu denken und sich zu fügen (Narzistische Kränkung). Viel in der Arbeit an Gesellschaften geht also um Recht und Anreizkompatibilitäten, einen asozialen Menschen voraussetzen zu müssen.
