Nachhaltigkeit

Überblick

Nachhaltige Einkäufe transformieren das Wirtschaftssystem und haben direkte Rückwirkung auf unserer Arbeitsbedingungen, wenn viele sich beteiligen. Dieser Beitrag schildert die Situation im Verbesserungsprozess und einfache Verfahren, um das Ziel der Nachhaltigkeit zu realisieren.

Inhaltsverzeichnis

  1. Einstimmung.
  2. Was ist Nachhaltigkeit?
  3. 3D-Optimierung.
  4. Fazit.
  5. Frage: Zaunanlagen im Zivilbereich.

Einstimmung

Das was wir gutheißen in tatsächliches Verhalten zu überführen, ist eine Herausforderung. Wir können dann nicht mehr machen, was uns in den Sinn kommt, sondern müssen uns antrainieren Entscheidungen bedacht zu fällen. Unser Ziel, einfach so zu sein wie wir sind, wird beeinträchtigt – wir werden wütend. Gleichzeitig wissen wir, dass wir uns besser verhalten, und so etwas Gutes beitragen – das erzeugt Freude und ein gutes Gewissen. Die Situation stresst uns, wenn wir es versuchen – kriege ich das wirklich hin? Und die Situation beschämt uns, wenn wir einfach nach gut dünken handeln – ich handle beschämend.

Dieses emotionale Spannungsfeld begleitet jeden, der versucht seinen Werten entsprechend zu leben. Und zwar so lange, bis das neue Verhalten in Fleisch und Blut übergegangen ist. Einige schaffen es, sich tatsächlich zu verändern, weil Sie sich mit unbilligen Ausreden nicht zufrieden geben und werden dauerhaft glücklicher. Sie sind dann Teil von etwas größerem, haben sich zusammengefunden und es wirklich hinbekommen. Sie erkennen, wie sie als Teil einer sozialen Bewegung als Individuum aufgehen, anstatt sich sinnlos und durch Impulse getrieben selbst zu “verwirklichen”.

Dieser Beitrag soll Ihnen einfache Informationen und Methoden zur Hand geben, um durch Kaufentscheidungen Nachhaltigkeit zu fördern, und somit Anreize für einen besseren Kapitalismus mit besseren Produkten und Arbeitsbedingungen zu setzen.

Was ist Nachhaltigkeit?

Gemäß dem Brutlandbericht der Europäischen Union ist Nachhaltigkeit eine dreifache Zielsetzung: Wir Europabürger streben soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit an.

Soziale Nachhaltigkeit ist die Arbeitsbedingungen einer effizienten Technologie. Das bedeutet, dass ein Produkt umso sozial nachhaltiger ist, je besser die Arbeitsbedingungen sind und umso weniger Menschen für die Produktion benötigt werden. Das klingt im ersten Moment merkwürdig, aber wenn wir alle Arbeitnehmer auf effiziente Technologien aufteilen, können wir uns mit mehr Varianten von Produkten zu günstigeren Preisen versorgen – die Wohlfahrt steigt.

Ökonomische Nachhaltigkeit ist der langfristige Preis eines Produktes. Das bedeutet, dass man betrachtet, wie viel das Produkt über seine voraussichtliche Nutzungsdauer wohl kostet. Z. B. sind meiner Erfahrung nach hochwertige Schuhe langfristig günstiger als billige, da sie langlebiger sind – die Kosten pro Jahr sind niedriger. Man kann mit einfachen Durchschnittspreisen rechnen oder mit der komplizierteren Kapitalwertmethode.

Ökologische Nachhaltigkeit ist die Vermeidung von Umweltschäden und ein kompliziertes Thema. Hier kann man Experten befragen oder vorbereitete Einschätzungsverfahren verwenden (z. B. den Eco-Indicator 1999), um eine Bewertung vorzunehmen.

3D-Optimierung

Die 3D-Optimierung ist ein einfaches gegenständliches Optimierungsverfahren, das es erlaubt für drei Zieldimensionen unter Nebenbedingungen zu optimieren. So kann die beste Kaufoption nach den eigenen Vorlieben einfach ermittelt werden.

Es funktioniert wie folgt und geht nach einiger Anwendung rasch in Fleisch und Blut über:

  1. Man wählt eine Ecke mit Boden (karthesisches Koordinatensystem).
  2. Jede Kante der Ecke bildet eine Zieldiemension ab. Z. B. die Höhenachse die soziale Nachhaltigkeit, die rechte Achse die ökonomische Nachhaltigkeit und die linke Achse die ökologische Nachhaltigkeit.
  3. Einfach ist es mit Skalen von eins bis sieben zu arbeiten und entsprechend der Proportionen zwischen den Achsen durch Normierung auf kleinere Intervalle von Null bis n (nach Wahl) zu skalieren.
  4. Man wählt nun für jede Kaufoption Gegenstände in der Höhe ihrer relativen sozialen Nachhaltigkeit, die stehfähig sind.
  5. Jeder Gegenstand wird entsprechend der relativen Bewertung seiner ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit auf dem Boden im Koordinatensystem platziert.
  6. Durch Drehung der eigenen Person im 90-Grad-Winkel vor der Ecke wählt man seine Vorliebe für ökonomische im Vergleich zu ökologischer Nachhaltigkeit.
  7. Durch Neigung in der Hüfte nach vorne wählt man im 90-Grad-Winkel die Vorliebe für die soziale Nachhaltigkeit gegenüber den beiden anderen Dimensionen.
  8. Durch diese Drehung und Neigung erzeugt man mit geradem Blick einen Ebenennormalenvektor. Der Gegenstand dessen Höhenpunkt am nächsten zu dieser Ebene ist, ist die optimale Kaufentscheidung nach eigenen Vorlieben.
  9. Nebenbedingungen können integriert werden, indem man Optionen ausschließt. Also z. B. nur Autos betrachtet, die einem auch sicher vorkommen.

Es ist sehr sinnvoll die Option “nicht kaufen” mit zu berücksichtigen bzw. sich genau zu überlegen, was man wirklich braucht. Ebenfalls sehr sinnvoll ist es Bedarfsgemeinschaften zu bilden. In meiner Straße z. B. könnte man ca. 20 Rasenmäher sparen, wenn die Leute sich auf einen einigen und diesen teilen würden.

Fazit

Sich selber vernünftige Grenzen aufzuerlegen ist nicht einfach, aber sinnvoll. Wir werden dadurch zu besseren Menschen in einer harmonischeren Umwelt. Dieser Beitrag hier kann, wenn viele Menschen es schaffen nachhaltig einzukaufen, unser Wirtschaftssystem transformieren, sodass es umweltschonender wird und bessere Arbeitsbedingungen aufweist. Gehen Sie mit mir den Weg in eine nachhaltigere Zukunft und belohnen Sie sich selbst durch Sinn und sozialen Wohlstand.

Frage: Zaunanlagen im Zivilbereich

Eine Frage die mich als Ökonom sehr verwundert, betrifft die Tatsache, dass Menschen in meinem Land unfassbar viele Ressourcen in den Bau von Zaunanlagen um Privatgebäude investieren. Mir ist völlig unklar, welche Vorlieben das eigentlich zum Ausdruck bringt, und ob das irgendeinen vernünftigen Sinn hat.

Was mir bisher eingefallen ist, ist dass man so Hundekot im Garten vermeiden kann (nachhaltige Alternative: “No!” Schilder), im Falle eines Bürgerkriegs Deckung findet (nachhaltige Alternative: Asyl), Sichtschutz für Ruhebereiche realisiert (nachhaltige Alternative: Bepflanzung mit in der Nachbarschaft geteilter Heckenschere) und / oder ein Hundegehege bauen kann (nachhaltige Alternative: Drahtstromzaun [siehe Landwirte]).

Blog via E-Mail abonnieren

Gib deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Kommentieren

Ihre Gedanken und Gefühle sind für mich eine große Bereicherung - ich diskutiere gerne mit Ihnen! Unten finden Sie ein Formular um Kommentare zu hinterlassen.