Global Cosciousness – Ein Open-Source-Projekt

Journalismus und bezogene Probleme

Journalistische Nachrichten werden von vielen Menschen mit unbehagen aufgenommen. Zum einen betreffen derartige Nachrichten häufig Probleme und sind polemisch extrem und zum anderen glauben viele Menschen, dass die Autoren und deren Institutionen interessengerichtet handeln. Unter dem Schlagwort “Lügenpresse” wird bekannt, was einige Menschen von der derzeitigen Presselandschaft halten.

Soll das so bleiben? Wollen wir, dass Menschen ihren Informationsquellen nicht trauen? Wollen wir, dass Menschen sich nicht mit Informationen versorgen, weil sie es leid sind, die Nachrichten zu lesen? Wie wäre es, wenn wir unverzerrte, verlässliche Qualitätsnachrichten hätten, die das ganze Emotionsspektrum abdecken? Ist das wirklich unmöglich?

Lösungsansatz – Global Consciousness

Das menschliche Gehirn ist darauf ausgelegt Informationen sinnvoll und umfänglich zu verarbeiten. Durch die komplexe Verschaltung unserer Gehirnareale entsteht wohl unser Bewusstsein. Die Integration spezialisierter Gehirnzentren erzeugt ein umfassendes Bild unserer Situation, denn jedem Gedanken liegen logische und emotionale Bewertungen zugrunde. Unser Interesse wird auf die wirklich wichtigen Dinge gerichtet.

Diese Funktionsweise des menschlichen Gehirns lässt sich in einem sozialen System von Menschen, die einen Beitrag leisten wollen, in Analogie abbilden: Vernetzt mit dem Internet können die Leser von journalistischen Nachrichten über ihre Endgeräte kleinere Aufgaben übernehmen – ein Rating, ein Stichwort hinzufügen und dergleichen. Die einzelnen Aufgaben ergeben sich aus der Logik der Informationsverarbeitung des menschlichen Gehirns und werden zu einer Gesamtleistung vernetzt. Dort, wo beim Menschen das Bewusstsein entstehen soll, werden die Teilleistungen zu einem journalistischen Beitrag zusammengefügt. Das ist die Idee – Kollaboration.

Der Ablauf wäre grob wie folgt: Einige Nutzer makieren interessante Inhalte, wie z. B. ein Ereigniss in der Welt. Dieser Inhalt wird – um Arbeit zu sparen – durch künstliche Intelligenz zusammengefasst. Die Zusammenfassung wird an etliche Nutzer gesendet, die gebeten werden einzelne Bewertungen und Auswertungen vorzunehmen. Z. B. beantworten sie Fragen wie: Wie viel Freude, Angst, Wut etc. machen Ihnen die Inhalte? Oder: Welche Konsequenzen sind mit dem Inhalt verbunden? Nennen Sie Stichworte. Nach Beantwortung und Auswertung der Antworten entsteht ein aggregierter Datensatz, der durch künstliche Intelligenz in einen Fließtext transformiert wird. Dieser Fließtext ist der eigentliche journalistische Beitrag und wird allen Nutzern zur Verfügung gestellt.

Als Resultat einer solchen Vernetzung von Lesern entstehen journalistische Nachrichten, die das gesamte Emotionsspektrum abdecken, die von der Crowd für wichtig befunden wurden und die die Schwarmintelligenz nutzen, um die anfängliche Information umfänglich zu bewerten. Insbesondere wären solche Nachrichten nicht durch andere Interessen manipuliert, als durch die tatsächlichen Interessen der Leserschaft.

Hürden auf dem Weg zum Ziel

Zentrales Gütekriterium der Anwendung ist die Glaubwürdigkeit. Fraglich ist, ob z. B. Bots das System unterwandern können oder ob die Programmierer die Anwendung mit Algorithmen versehen, die tendenziöse journalistische Nachrichten hervorbringen. Mitlerweile lassen sich Anwendungen so gestalten, dass sie von Bots nicht manipuliert werden können, indem Aufgaben die für Menschen einfach sind, aber für Bots schwer, gestellt werden. Da es sich um ein Open Source-Projekt handelt würde der Quelltext offengelegt werden und jeder könnte überprüfen, ob Manipulationen der Algorithmen vorgenommen wurden.

Man könnte sich auch fragen, ob ein solches System Trivialnachrichten produziert, weil z. B. die Masse der Nutzer definiert, was relevant ist. Einige Menschen misstrauen Massen. Der Clou ist, dass die Intelligenz des Systems in der Vernetzung von einfachsten Tätigkeiten liegt, sodass jeder einen Beitrag leisten können sollte. Aufgrund der vielzahl der einzelnen Tätigkeiten entstehen umfassend bewertete und ausgewertete journalistische Nachrichten, wie von selbst.

Manch einer wird sich auch fragen, ob die Nutzer denn bereit sind dauerhaft Beiträge zu erbringen. Hier spielen vor allem zwei Dinge zusammen: Zum einen handelt es sich um einfache Tätigkeiten, die sich auf viele Nutzer verteilen, und zum anderen kann man dem Nutzer Feedback erteilen oder sichtbar machen, wer wieviel beiträgt. So erfahren soziale Nutzer Anerkennung und werden motiviert sich zu beteiligen.

Fazit

Durch die Organisation der Aufgabenteilung zur Beurteilung journalistischer Beiträge entsprechend der funktionalen Gliederung und Vernetzung des menschlichen Gehirns in einem sozialen System von Endgerätenutzern / Nachrichtenkonsumenten sollten einfach umfassende journalistische Beiträge erstellt werden können, auf die man sich einfach verlassen können sollte. Wichtig wäre eine aktive Community von beitragenden Nutzern, die es für wichtig erachtet einen Beitrag zu leisten. Diese Community kann durch Feedback unterstützt werden.

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